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  • Geldscheine und Musik: Maurice Ravel

    Der französische Komponist Maurice Ravel (geb. 7. März 1875, Ciboure; gest. 28. Dezember 1937, Paris) gilt neben Claude Debussy als Hauptvertreter des französischen Impressionismus; besonders bekannt ist vor allem sein Boléro aus dem Jahr 1928, der ein Auftragswerk der Tänzerin Ida Rubinstein darstellt. Weitere heute noch populäre Kompositionen Ravels umfassen Orchesterwerke wie La Valse, Shéhérazade und Daphnis et Chloé, die Opern L'Heure espagnole und L'Enfant et les sortilèges, Klavierstücke wie Miroirs und Le Tombeau de Couperin sowie zahlreiche weitere Stücke aus Kammer- und Vokalmusik und Konzerte. Auch fertigte er Orchestrierungen an, wie beispielsweise für Mussorgskis Bilder einer Ausstellung. Mit sieben Jahren erhielt Ravel seinen ersten Klavierunterricht; 1889 nahm er sein Klavierstudium am Pariser Conservatoire auf, wo er ab 1897 der Kompositionsklasse Gabriel Faurés angehörte. In den Jahren 1900 bis 1905 warb Ravel fünf Mal erfolglos um den angesehenen Prix de Rome, was einen Skandal auslöste: Théodore Dubois, der anti-modernistische Direktor des Konservatoriums, wurde letztendlich zum Rücktritt gezwungen. Im Ersten Weltkrieg leistete er Sanitätsdienst; er sprach sich jedoch gegen einen Boykott deutscher und österreichischer Komponisten aus. Ab 1920 lebte Ravel bis zu seinem Lebensende unverheiratet und kinderlos in der Villa Le Belvédère in Montfort-l'Amaury. Als Pianist und Dirigent unternahm er Konzerttourneen durch Europa und Amerika. Seit den 1920er Jahren traten jedoch Symptome eines ungeklärten Gehirnleidens auf; ein Autounfall im Jahr 1932 verstärkte dies, sodass er nun die Fähigkeit zu komponieren verlor. Am 19. Dezember 1937 unterzog sich Ravel aufgrund eines Gehirntumor-Verdachts einer Operation; er erholte sich jedoch nicht mehr von diesem Eingriff und starb am 28. Dezember. Zwar erhielt Maurice Ravel keine Anerkennung in Form von Ehrungen auf offiziellen Banknoten, jedoch ziert sein Konterfei die ATM-Testbanknoten der Banque de France: Diese Scheine wurden für die Noten zu 50, 100, 200 und 500 Francs der ab 1992 ausgegebenen, letzten Serie der Franc-Währung produziert und weisen den Schriftzug "ÉCHANTILLON (Probe)" auf. Die Einführung der Euro-Währung machte neue Testbanknoten mit entsprechendem Format erforderlich; dazu wurde 2001 die Gestaltung mit dem Porträt Ravels – diesmal in roter Farbe – weitgehend beibehalten. Diese neuen Testscheine gibt es für Euro-Noten in den Wertstufen 5, 10, 20, 50, 100, 200 und 500 Euro. Republik Frankreich, Banque de France: Échantillon-Testbanknote zu 500 (Francs) o.D. Vorderseite: Porträt des Ravel. Rückseite: seitenverkehrtes Porträt des Ravel. Wasserzeichen: Ornament. Format: 154 mm x 80 mm Katalogreferenzen: Das Format dieser Testbanknote entspricht dem der 500-Francs-Noten mit Marie und Pierre Curie von 1992–2001 (FRA-160, SCWPM). Diesen und andere Geldscheine aus der Motivwelt der Musik finden Sie in unserem virtuellen Museum. Kana Totsuka Abb. Hans-Ludwig Grabowski

  • Iran: Zentralbank-Chef entlassen

    Am 30. Mai 2021 gab das iranische Kabinett bekannt, den Zentralbank-Gouverneur Abdolnasser Hemmati aus seiner Funktion zu entlassen. Grund dafür ist Hemmatis Kandidatur bei der Präsidentschaftswahl, die am 18. Juni dieses Jahres stattfinden wird: Hemmatis Kampagne als einer der sieben vom Wächterrat zugelassenen Präsidentschaftskandidaten lasse sich nicht mit den Verpflichtungen als Gouverneur der Zentralbank vereinbaren. Akbar Komidschani, stellvertretender Gouverneur der Zentralbank und Dozent an der Universität von Teheran, wird vorläufig bis Mitte August Hemmati im Amt folgen. Iranische Zentralbank, 10 Toman = 100.000 Rials. Linzmayer B301 (fehlt im SCWPM). Die linke der zwei Unterschriften auf der Vorderseite stammt von Abdolnasser Hemmati. Kana Totsuka Abb. Samer Obeid (www.weltbanknote.de)

  • Fälscher & Falschgeld: Die Papiergeldfälschung, Teil 15

    Fortsetzungsreihe, Teil 31 Die Herstellungstechniken falscher Banknoten, Teil 3 Diese Nachahmung der 50-DM-Banknote der Ausgabe BBk IA wurde Ende 1989 erstmals angehalten. Die Bundesbank vergab die Klasse C10 für diese recht gute Eindrucksfälschung. Das Druckbild lässt aber die plastische, kontrastreiche Wirkung der echten Banknote vermissen, Folge des fehlenden Stichtiefdrucks. Diese Falsifikate wurden im Offsetdruck hergestellt. Lichtdruck Eine weitere Flachdruckart ist der Lichtdruck, auch Fototypie genannt. Die Druckform besteht aus einer Glasplatte, die mit einer Gelatine-Chromschicht lichtempfindlich gemacht und mit einem (seitenrichtigen) Halbtonnegativ belichtet wird. Die Gelatine wird entsprechend den Tonwerten unterschiedlich stark gehärtet und dann gefeuchtet, so dass sich ein Relief, das sogenannte Runzelkorn, auf der Platte bildet. Die unbelichteten Stellen stoßen Druckfarbe ab, die belichteten nehmen sie an und sorgen beim späteren Druck für den mehr oder weniger starken Farbauftrag (Farbtönung entsprechend der Intensität des Runzelkorns) auf dem zu bedruckenden Papier. Bei diesem, bereits 1855 von Alfons Louis Poitevin erfundenen Druckverfahren wird ohne Rasterung gearbeitet. Damit können echte Halbtöne wie bei einer Fotografie gedruckt werden. Bei oberflächlicher Betrachtung einer Fälschung ergeben sich beim Lichtdruck durchaus Ähnlichkeiten mit dem Stichtiefdruck. Auch der Lichtdruck wird heute nicht mehr angewendet, weder in der legalen Druckerbranche noch im illegalen Gewerbe der Fälscher. Im Konzentrationslager Sachsenhausen hatten die zum Fälschen gezwungenen Häftlinge um Salomon Smolianoff mit mäßigem Erfolg versucht, mittels Lichtdruck amerikanische Dollarnoten nachzuahmen, was in einem der späteren Kapitel noch näher beschrieben werden wird. Fortsetzung folgt … Karlheinz Walz: Fälscher & Falschgeld, 280 Seiten, Hardcover, ISBN: 978-3-86646-084-3. Das Buch können Sie für nur 9,90 EUR in unserem Online-Shop kaufen!

  • Klaus Mann: Serienscheine der neuen Generation

    Klaus Mann Serienscheine der neuen Generation Komplamentärwährungen 73 Seiten, durchgehend farbig, Format 21 cm x 22,5 cm, Broschur, Weinstadt 2021, Eigenverlag. ISBN: 978-3-00-067595-9. Preis: 12,00 Euro. Der Autor ist Sammlern seit vielen Jahren für seine von ihm kreierten "Serienscheine der neuen Generation" und über seine Berichte darüber bekannt. Selbst die Bezeichnung "Serienscheine der neuen Generation" hat er geprägt. Seit 1996 sind nun mehr als 30 Serien entstanden. Jetzt, da er sich dazu entschlossen hat, den Ruhestand zu genießen und keine weiteren Serien mehr herauszubringen, bietet er Sammlern und Interessierten mit seiner sehr schön gemachten Broschüre viel Hintergrundwissen um die Entstehungsgeschichte der einzelnen Ausgaben. Es ging also nicht darum, einen Katalog vorzulegen, sondern interessante und kurzweilige Geschichten zu erzählen, die das Engagement des Schöpfers dieser modernen Serienscheine nachempfindbar machen. Eine dadurch übrigens unverzichtbare Quelle für nachfolgende Sammler-Generationen, die mehr über diese Scheine erfahren wollen. Der Autor widmet jeder Ausgabe mindestens zwei Seiten (Text und farbige Abbildungen aller Scheine). Darunter sind solch interessante Kapitel wie "Der erste Euro in Deutschland" oder "Kennedy auf Elefantenhaut". Übrigens eine Besonderheit – wie seine modernen Serienscheine auch – der Druck auf Graspapier! Interessenten wenden sich bitte direkt an den Autor: Klaus Mann, Jasminstraße 13, 71384 Weinstadt, Tel. 07151/690396, E-Mail: mann.schnait@serienschein.de, Internet: www.serienschein.de. Hans-Ludwig Grabowski

  • Die 200-Pesos-Banknote der Banco Alemán Transátlantico – Deutsche Uebersee-Bank von 1888

    Anfang des Jahres 1870 verdichteten sich an der Berliner Börse die Gerüchte, dass eine Gruppe von Bankiers für eine große Aktiengesellschaft die Konzession beantragt habe – eine Bank, die sich speziell der Finanzierung des deutschen Außenhandels widmen wolle. Nachdem der preußische König Wilhelm I. am 10. März 1870 der Deutschen Bank die Konzession erteilt hatte, öffnete sie am 9. April in einem kleinen Etagen-Büro in Berlin ihre Schalter. „Die Deutsche Bank entwickelte sich anders, als es sich ihre Gründer gedacht hatten. Zwar wurde das Auslandsgeschäft mit der Gründung von Filialen in Shanghai und Yokohama (1872) und in London (1873), ferner mit der Beteiligung an der German Bank of London (1871) und an der Deutsch-Belgischen La Plata Bank (1874, Anm. d. Verf.) energisch begonnen; es brachte aber infolge der Wirtschaftskrise und der Depression mehr Verluste als Erfolge. Deshalb wurden die beiden ostasiatischen Filialen schon 1875 liquidiert; die Beteiligungen an der German Bank of London wurde 1879 abgestoßen, und die Deutsch-Belgische La Plata Bank wurde 1885 liquidiert.“[1] Trotz der wenig ermutigenden Erfahrung wurde das Finanzgeschäft mit Südamerika nicht aufgegeben. Am 2. Oktober 1886 trafen sich die Direktoren der Deutschen Bank, Georg Siemens, Paul Jonas und Hermann Wallich, mit dem Geh. Kommerzienrat Delbrück, dem Kommerzienrat Hergersberg, dem Konsul Freiherr von der Heydt und dem Bankier Adolph vom Rath zur Gründung einer Aktiengesellschaft unter dem Namen „Deutsche Uebersee-Bank“ mit Sitz in Berlin und einem Grundkapital von 10 Millionen Mark, das zu 25 % eingezahlt wurde. Die Satzung der Bank nennt den Zweck der Gesellschaft mit „Betrieb von Bankgeschäften, insbesondere die Beförderung des überseeischen Handels-, Geld- und Wechselverkehrs.“[2] Den ersten Vorstand bildeten Eisenbahn-Direktions-Präsident a. D. Paul Jonas, Direktor Georg Siemens, Direktor Hermann Wallich und Direktor Max Steinthal. Den Vorsitz im Aufsichtsrat übernahm der Geh. Kommerzienrat Adalbert Delbrück. Die Gründung von Auslandsfilialen sah die Banksatzung ausdrücklich vor, und so dauerte es nicht lange, bis am 17. Januar 1887 der formelle Beschluss gefasst wurde, eine Filiale in Buenos Aires zu errichten. Als fast 100-prozentige Tochter der Deutschen Bank nahm die Deutsche Uebersee-Bank unter dem Namen „Banco Alemán Transátlantico“ hier am 5. August 1887 ihre Arbeit auf. Die Leitung übernahm Georg Eduard Maschwitz (geb. 1. August 1838 in Hamburg; gest. 8. Mai 1909 in Buenos Aires). Argentiniens Wirtschaft wurde im 19. Jahrhundert von zahlreichen Inflationen und Währungskrisen erschüttert. Die verschiedenen Währungsreformen beruhigten nur vorübergehend die Verhältnisse. Seit den 1860er Jahren suchte das Land Anschluss an die westliche Welt. Die weltweite Währungsentwicklung fand daher auch in Argentinien ihren Niederschlag. Das lange Zeit gültige Wertverhältnis von Gold zu Silber von 1:15½ wurde hinfällig. Wegen des Silberpreisverfalls gingen immer mehr Staaten zur Goldwährung über; so schränkte auch Argentinien den Bimetallismus durch Gesetz 1130 vom November 1881 ein und ging mit dem Goldpeso – der ein Gewicht von 1,6129 g und 90 % Feingehalt hatte – zur „hinkenden“ Goldwährung über. Nach dem Gesetz 1354 vom Oktober 1883 durften Banken fortan nur noch Banknoten emittieren, die in Gold zahlbar waren. Die Währungsreform gelang, Goldpeso und Papierpeso wurden 1883 pari gehandelt. Wie Mitte der 1870er Jahre, leisteten die Banken, allen voran die Nationalbank, durch eine allzu freigiebige Kreditpolitik der Inflation Vorschub. Das durch Auslandsanleihen ins Land fließende Kapital trug zu einer optimistischen Stimmung bei. Man übersah jedoch, dass das Gold wieder abfloss, weil die Einfuhren stiegen und Auslandsanleihen zu bedienen waren. Gleichzeitig missachteten die Banken die Spielregeln der Goldwährung und gaben zu viele Banknoten aus. Statt sich in Kreditrestriktion zu üben, zahlten die Banken neue Darlehen mit immer neuen Banknoten. „Das bedenkenlose Entwicklungsfieber im Zeichen einer politisch geeinten Nation, die Einwanderer aufnahm, neue Ländereien erschloss, Wege baute und vor allem Eisenbahnen mit ausländischem Kapital erstellte, störte sich nicht an der Tatsache, dass die Kreditexpansion bald das bittere Ende der Inkonversion finden musste, die schon im Oktober 1885 zunächst für zwei Jahre verfügt und dann verlängert wurde.“ [3] Zum wiederholten Male musste Argentinien eine Währungsreform durchführen. 1887 folgte der Nationalkongress dem Vorschlag des Finanzministers Wenceslao Pacheco und billigte das Gesetz 2215 über die „national garantierten Banken“. Das Gesetz erlaubte unter bestimmten Voraussetzungen der Nationalbank, den Provinzbanken und jeder Handelsbank mit einem Mindestkapital von 250.000 Pesos, Banknoten auszugeben. Das Schatzamt ließ für jede Bank, die nach diesem Gesetz Banknoten ausgeben wollte, bei der Londoner Wertpapierdruckerei Bradbury, Wilkinson & Co. Noten drucken, die auf den 1.1.1888 („1º de enero de 1888“) datiert waren und die Unterschrift des „Presidente de la Oficina Inspectora“ Pedro Agote trugen, der gleichzeitig „Presidente del Crédito publico nacional“ war, sowie die Unterschrift eines Vertreters der ausgebenden Bank. Zur Ausgabe gelangten Noten zu 1, 2, 5, 10, 20, 50, 100, 200, 500 und 1000 „Pesos Moneda Nacional“. Alle Scheine sind ähnlich gestaltet: Auf der Vorderseite ein Kopf-/Brustbild (meist von Politikern) sowie eine allegorische Darstellung, auf der Rückseite. Im Einzelnen: Tab. 1: Gestaltung der Pesos-Moneda-Nacional-Noten Der Direktor des Banco Alemán Transátlantico sah in der Notenausgabe die Möglichkeit, die Geschäftstätigkeit der Bank auszuweiten. Daher beantragte er am 11. Juli 1888 beim argentinischen Finanzministerium, an der Ausgabe von Banknoten nach dem Gesetz der Nationalgarantiebanken beteiligt zu werden. Aufgrund der positiven Berichte verschiedener staatlicher Stellen und des vorhandenen Kapitals von 1,3 Mio. Pesos erhielt die Zweigstelle der Deutschen Uebersee-Bank am 15. September 1888 das Recht eingeräumt[4], „gegen Hinterlegung von 4½ %ige innere Goldanleihe (sogenannten Freibank-Titeln) bei dem staatlichen Aufsichtsamt die gleiche Summe in von der Regierung gelieferten Banknoten auszugeben.“[5] Die Bank erwarb zum Kurs von 85 % Anleihen im Nennwert von 1 Mio. Pesos. Abb. 1: Banco Alemán Transátlantico, 200 Pesos Moneda Nacional vom 1.1.1888, Vorderseite. Abb. 2: Banco Alemán Transátlantico, 200 Pesos Moneda Nacional, gemeinsame Rückseite. Der Banco Alemán Transátlantico übte nur für kurze Zeit die Funktion einer Notenbank aus. Sie emittierte ausschließlich Banknoten zu 200 Pesos Moneda Nacional, die neben der bereits erwähnten Unterschrift die ihres Direktors Georg Eduard Maschwitz trugen. Die Bank erhielt für ihre Noten die Serienbezeichnung „10“ zu geteilt. Der roten sechsstelligen Kontrollnummer ist „NoA“ vorangestellt und ein besonders Zeichen, das ebenfalls für A steht, angefügt. Die Note zählt zu den großen Raritäten, von denen nur wenige Exemplare bekannt sind: Colantonio beziffert ihre Auflagenhöhe mit 6000 Exemplaren.[6] Insgesamt 24 Banken beteiligten sich an dem System der „nationalen garantierten Banken“, von denen jedoch vier keinen Gebrauch von ihrem Emissionsrecht machten. Von diesen sind nur Musternoten bekannt. Wie der Banco Alemán Transátlantico, gaben auch andere Banken nur einzelne Nominale aus. Über die Emissionstätigkeit der Banken gibt die Tabelle am Ende des Artikels Auskunft. Eigentlich hätte ein Gleichgewicht zwischen der Papiergeldausgabe und der Goldreserve bestehen müssen. Das System wurde jedoch korrumpiert, weil anstelle des Goldes teilweise Wechsel für den Kauf der Goldanleihen zugelassen wurden. Außerdem nahmen vor allem Provinzbanken Auslandsanleihen in Gold auf, bei denen die nationalen Staatstitel als Sicherheit gegeben wurden, sodass das „Gold“ gleichzeitig zweimal als Sicherheit diente. Einige Banken, namentlich die Nationalbank, gab illegale Banknoten aus. Als das System in der Krise von 1890 zusammenbrach, hatte sich der Papiergeldumlauf innerhalb von zwei Jahren verdoppelt und 196,8 Mio. Pesos erreicht. Auch der Banco Alemán Transatlántico blieb von dieser Krise nicht verschont, sodass in den Jahren 1890 und 1891 keine Dividenden ausgeschüttet werden konnten. Jedoch erholten sich die Umsätze; Einlagen und besonders das Wechselgeschäft nahmen bis 1893 erheblich zu, sodass man in Berlin an eine Kapitalerhöhung dachte. Dem stand aber das deutsche Aktienrecht im Wege, da vom Grundkapital von 75 Mio. Mark erst 60 % eingezahlt worden waren. Da man jedoch an einem möglichst hohen Nominalkapital interessiert war, entschloss man sich, die bisherige Deutsche Uebersee-Bank zu liquidieren und an ihrer Stelle am 17. Juni 1893 die „Deutsche Ueberseeische Bank“ mit Sitz in Berlin und einem Aktienkapital von 20 Mio. Mark zu gründen, wovon zunächst nur 40 % eingezahlt wurde. Der Banco Alemán Transatlántico war nunmehr eine Zweiganstalt der Deutschen Ueberseeischen Bank. Tab. 2: Die nationalen garantierten Banken. Uwe Bronnert [1] Karl Erich Born, Geld und Banken im 19. Und 20. Jahrhundert. Stuttgart 1977, S. 161. [2] Zitiert nach: Deutsche Ueberseeische Bank 1886 – 1936, Aus Anlass des fünfzigjährigen Bestehens der Deutschen Ueberseeischen Bank ihren Mitarbeitern und Freunden gewidmet, 2. Oktober 1936. Berlin 1936, S. 17. [3] Roberto T. Alemann, Goldunze, Silberpeso und Papiergeld, 150 Jahre argentinische Währungen. Buenos Aires 1966, S. 49 ff. [4] Informe del presidente del Crédito Público National Pedro Agote sobre la Deuda Publica, Bancos, Acuñacion de Moneda Presupustos y Leyes de Impuestos de la Nacion y de las Provicias. Buenos Aires 1888, S. 333 f. [5] Deutsche Ueberseeische Bank 1886 – 1936, S. 18. [6] Eduardo Colantonio, Billetes Argentinos 1884 – 2016. Buenos Aires 2016, S. 51, Nr. 271.

  • Neue Varianten: Mai 2021 (Teil 2)

    Bangladesch 100 Takas Wie BGD-57 (Linzmayer B352l), aber mit Jahresangabe 2021. Kuwait 1 Dinar Wie KWT-31 (Linzmayer B231a), aber mit Unterschriften "Mohammad Yousef al-Hashel/unbekannt". 5 Dinars Wie KWT-32 (Linzmayer B232a), aber mit Unterschriften "Mohammad Yousef al-Hashel/unbekannt". 20 Dinars Wie KWT-34 (Linzmayer B234a), aber mit Unterschriften "Mohammad Yousef al-Hashel/unbekannt". Nigeria 50 Naira Wie NGA-40 (Linzmayer B236m), aber mit Jahresangabe 2021 und Serie ZW. Philippinen 20 Piso Wie Linzmayer B1084d (fehlt im SCWPM), aber mit Jahresangabe "2019 G". Sudan 100 Pounds Wie Linzmayer B413a (fehlt im SCWPM), aber mit Unterschrift "Mohamed al-Fatih Zeinelabdin Mohamed Hamd" und Datum "JANUARY 2021". Zentralafrikanische Staaten – Kongo 2000 Francs Wie COG-108T (Linzmayer B108Td), aber mit Unterschriften "Abbas Mahamat Tolli/Louis Aleka-Rybert". Kana Totsuka Abb. Owen W. Linzmayer (www.banknotebook.com)

  • Fälscher & Falschgeld: Die Papiergeldfälschung, Teil 14

    Fortsetzungsreihe, Teil 30 Die Herstellungstechniken falscher Banknoten, Teil 2 Mit dieser durch den Secret Service in Cleveland, Ohio beschlagnahmten Offset-Druckmaschine wurden falsche 10-, 20- und 50-Dollars-Noten hergestellt. Steindruck Eine in früheren Zeiten angewandte Herstellungstechnik war der Steindruck. Dieses 1797 von dem Theaterschriftsteller Alois Senefelder erfundene Druckverfahren, auch Lithografie genannt, ist der älteste und damit typischste Vertreter des Flachdrucks. Beim Flachdruck befinden sich druckende und nicht druckende Teile nahezu auf einer Ebene. Man macht sich hier den Gegensatz zwischen Fett und Wasser zunutze. Die druckenden Stellen sind so behandelt, dass sie Wasser abstoßen und fetthaltige Druckfarbe annehmen, während die nichtdruckenden Flächen wasserfreundlich sind und die Druckfarbe abstoßen. Je mehr hierbei dieser Gegensatz gesteigert werden kann, um so besser ist später das Druckergebnis. Als Druckträger beim Steindruck dienen Kalkstein- oder Schieferplatten (hierfür berühmt: der Solnhofener Kalksandstein), auf die die Zeichnung seitenverkehrt manuell oder lithografisch aufgebracht wird. Der Stein wird dann mit einer Säure bearbeitet, die den Stein, nicht aber die mit einer säurefeindlichen, fetthaltigen Substanz hergestellte Zeichnung angreift. Der Druck erfolgt ohne Zwischenträger direkt vom Stein auf das Papier, es ist damit ein direktes Druckverfahren. Der Steindruck ergibt in der Linienführung unterbrochene, unscharfe Bilder und wegen des dünnen Farbenauftrags meist matte, weiche Farben. Während in den 1930er Jahren noch verschiedene Fälschungen, insbesondere Dollarnoten, in Steindruck aufgetaucht waren, wird dieses Druckverfahren heute weder in der Druckbranche noch bei Fälschern angewendet. Lediglich spezialisierte Künstler verwenden es noch. Ein Ingenieur aus Chemnitz hatte kurz vor dem Zweiten Weltkrieg mit einer Steindruckpresse hervorragende 1000-RM-Noten hergestellt. Er hatte das Papier, das von dem bei den damaligen Reichsbanknoten verwendeten Hadernpapier so gut wie nicht zu unterscheiden war, in aufwendiger Heimarbeit selbst hergestellt und das Druckverfahren so kultiviert, dass seine Falschnoten sogar von den Reichsbankstellen lange nicht erkannt wurden. Zupass kam ihm dabei, dass die echten Noten dieser Ausgabe mit dem Bild des Kölner Patriziers und Stahlhofkaufmanns Hermann Hillebrandt Wedigh (nach einem Gemälde von Hans Holbein d.J.) im nicht fälschungssicheren, dem Steindruck bei oberflächlicher Betrachtung durchaus ähnlichen Buchdruck hergestellt worden waren. Vorher hatte der Geldfälscher schon die 20- und 50-RM-Noten dieser Ausgabe gefälscht, doch mit dem 1000er gelang ihm sein Meisterstück, das ihm nach seiner Entdeckung allerdings 4 ½ Jahre Zuchthaus einbrachte. Fortsetzung folgt … Karlheinz Walz: Fälscher & Falschgeld, 280 Seiten, Hardcover, ISBN: 978-3-86646-084-3. Das Buch können Sie für nur 9,90 EUR in unserem Online-Shop kaufen!

  • Chinesische Wechsel

    In der Sincona-Auktion Nr. 69 fanden sich unter den Losen 2556 bis 2558 auch drei chinesische Wertpapiere, ihre chinesische Bezeichnung lautet 匯票 (huìpiào), das heißt Wechsel. Ich greife zunächst mal Los 2557 heraus (Abb.1). Dieser Wechsel wurde ausgestellt mit dem Datum 中華民國十七年九月十八日 = 19.9. im 17. Jahr der Chinesischen Republik, also 19.9.1928. Abb.1: Wechsel über 1000 Liang / Tael Links unten wird in roten Zeichen der Aussteller des Wechsels genannt: 恆聚和記 = Firma Héngjùhé in 周村 (Zhōucūn). In China gibt es zwei Orte dieses Namens, einmal in der Provinz Shānxī und in der Provinz Shāndōng. Zwar wird der Name der Provinz nicht explizit erwähnt, da der Schein jedoch in Jìnán (濟南) gedruckt wurde, der Hauptstadt von Shāndōng, können wir mit an Sicherheit grenzenden Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass Zhōucūn in Shāndōng gemeint ist. Auf dem Wechsel steht, die Summe von 1000 Liang (diese Silbergeldeinheit nennen wir meist Tael) solle innerhalb von 5 Tagen ohne Zinsen bezahlt werden. Vor dem Zeichen 元 (yuán ) steht ein weiteres Zeichen, das kein Standardzeichen ist, ein komplexes, zusammengesetztes Zeichen, wie es in China von den damaligen Buchhaltern benutzt wurde. Es besteht aus dem normalen Zeichen 九= 9 (hier für 90) und der Ziffer „8“ in „kommerzieller Schreibweise“, wie der Fachausdruck lautet. In diesem Zusammenhang bedeutet das Komplexzeichen 98 und meint den Reinheitsgehalt des der Währung zugrundeliegenden Silbers (98%). Die Summe soll ausgezahlt werden an ein Geldinstitut namens 道生恆 (Dàoshēnhéng) in Shànghǎi ((上海). An der Unterkante des Wechsels stehen die Druckereiangaben: 濟南西門裡華中石印局 = Druckerei Zhōnghuá, Anschrift „Innerhalb des Westtores, Jìnán“ (Damals gab es noch keine Hausnummern in China). Diese Summe von 五佰两银 sollte in 上海 in dem Zeitraum von 5 Tagen ohne Zinsen bezahlt werden. Ganz entsprechend gestaltet ist der unter Los 2556 angebotene Wechsel über 500 Liang / Tael (Abb. 2) Abb.2: Wechsel über 500 Liang / Tael Ausgestellt wurde dieser Wechsel in Mǎtóu (馬頭). Wieder gibt es zwei Orte dieses Namens in China, einer liegt in der Provinz Héběi, der andere ist ein Bezirk in Běijīng. Da die ausstellende Firma Fújùshùnyù (福聚順裕記) als Sitz Dōnglái (東萊), also eine (heute nicht mehr existierende) Adresse in Běijīng war, kommt „Provinz Héběi“ als Ausgabeort nicht in Frage. Die Geldsumme von 500 Liang / Tael sollte -ohne Zinsen und innerhalb von 5 Tagen- in Shànghǎi ausgezahlt werden, und zwar an eine kleine Lokalbank namens Jùshènghéng (聚盛恆). Aussteller des Wechsels war eine Firma namens Fújùshùnyù (福聚順裕記). Als Ausstellungsdatum ist angegeben: 29.Tag, 9. Monat, Jahr 17 der chinesischen Republik, also 29.8.1928. Damals waren alle diese Wechsel von vertikalem Format, mit leerer Rückseite. Später wurden die Wechsel (und Schecks) unserem westlichen, horizontalen Format angepasst. Derartige Wechsel werden in China durchaus gesammelt. Die Preise beginnen bei etwa 70 € bei häufigen Scheinen und enden bei ca. 2.000 €. für wirkliche Seltenheiten. In der Sincona-Auktion wurde der 500-Tael-Wechsel für 80 ChF (etwa 74 €) zugeschlagen, der 1000er für 70 (ca. 64 €). Ein weiterer Wechsel über 2.000 Tael, weitaus häufiger als die beiden anderen, erzielte 100 CHF (92 €). Erwin Beyer Bildnachweis: Abb.1 und 2: Sincona Auktion 69.

  • SINCONA: Nachbericht Auktionen 69 und 70

    Vor 10 Jahren, am 1. Mai 2011, ging die erste Auktion der SINCONA, Swiss International Coin Auction AG, an den Start. Im Mai 2021, zu unserem 10-jährigen Jubiläum, durften wir Ihnen zwei herrliche Kataloge – Auktionen 69 und 70 – präsentieren, die alle Gebiete der Numismatik enthielten. Eine besondere Freude war zudem, dass wir diese wieder als Saalauktionen durchführen konnten. Zwar war noch der Platz begrenzt, denn es gibt weiter die bekannten Auflagen, doch wehte bereits ein Hauch von alter Zeit durch Büro, Besichtigungsraum und Saal. Das Bieten den anwesenden Sammler und Händler wurde natürlich vom Internet intensiv begleitet. In den letzten Monaten mit den vielen Einschränkungen haben wir alle die moderne Kommunikation mit Ihren Möglichkeiten zu schätzen gelernt, und so gehört das Onlinebieten heute zum Auktionsalltag. Ohne das Vertrauen und die Beteiligung aller Bieter – aber auch Einlieferer – wären die aussergewöhnlichen Ergebnisse kaum möglich gewesen. Am Ende der drei Auktionstage wurden 2886 Losnummern mit einer Gesamtsumme von CHF 5,9 Mio. zugeschlagen. Dieses großartige Resultat zeigt, dass die Nachfrage nach schönen Münzen und Medaillen ungebrochen hoch ist. Nach der traditionellen Edelmetall-Auktion freuten sich alle Banknotenspezialisten auf ein außergewöhnliches Ereignis. Es handelte sich um den ersten Teil einer in diesem Umfang selten angebotenen alten Sammlung chinesischer Banknoten. Die mehr als 560 Lose, alle vor 1949 ausgegeben, zeigten einen eindrucksvollen Querschnitt durch die Banknotengeschichte dieses riesigen Landes. Die Beteiligung war dementsprechend groß und so wurde die Gesamtschätzung von gut 86.000 CHF fast verdoppelt. Der 2. Teil dieser Sammlung mit Geldscheinen aus China wird im Oktober 2021 versteigert. Lot 2387: Hupeh Government Mint. 1 Dollar Year 25 (1899). Reminder. Sehr selten. Schätzpreis: 5.000 CHF, Zuschlag: 18.000 CHF Lot 2421: Provincial Banks. Pei-Yang Tientsin Bank. 3 Dollars o. J. (um 1910). Das Titelbild des SINCONA Katalogs 69. Sehr selten in dieser Erhaltung. Bankfrisch. Schätzpreis: 3.000 CHF, Zuschlag: 3.800 CHF Wir bedanken uns nochmals bei Ihnen allen, liebe Freunde der SINCONA und freuen uns bereits jetzt auf die Oktoberauktionen in Zürich. Es warten erneut viele spannende Münzen, Medaillen und Banknoten aus aller Welt, aus China und der Schweiz auf Sie. Freuen Sie sich auf den Herbst. Und weil die Numismatik die Passion ist, die uns alle verbindet – auch zwischen den Auktionen - erschien es uns nur angemessen, unser 10-jähriges Bestehen der SINCONA mit einer 200 Seiten starken Hommage an sie, liebe Kunden, zu feiern. Mehr über die Buchpublikation »10 Jahre SINCONA AG. Eine numismatische Festschrift« erfahren Sie bei uns im Internet oder rufen Sie uns einfach einmal an. Zur Festschrift im Verlags-Shop!

  • Emporium: Nachbericht Auktionen 93 und 94

    Die Teilnahme an den Münz- und Banknotenauktionen vom 04. bis 07. Mai 2021, veranstaltet in einem Zeitraum von vier Tagen in den Räumlichkeiten von Emporium Hamburg, war trotz der pandemiebedingten Abwesenheit der Saalbieter überwältigend. Über 12.600 Gebote von mehr als 1.550 Bietern ließen die Zuschläge der angebotenen über 3.500 fair geschätzten Münzen, Medaillen und Banknoten in teilweise ungeahnte Höhen steigen. Neben der regen Teilnahme war bemerkenswert, dass alle Sammelgebiete von dieser Nachfrage profitierten, und somit fieberten während der Auktion sowohl die Bieter als auch Auktionatoren bis in die späten Abendstunden mit. Los 4047 Los 4093 Der Auktionsfreitag war wie üblich dem Papiergeld vorbehalten. Auch hier ist die sehr rege Beteiligung der kaufwilligen Bieter festzuhalten. Das gesamte Angebot konnte bis auf wenige Positionen komplett zugeschlagen werden. Neben den Einzelscheinen, z. B. Los 4047 (Ceylon, 5 Rupees 1927, Schätzpreis 750,-) verkauft für 920,- Euro, oder aus dem deutschen Bereich Los 4093 (50 Billionen Mark 1924, Schätzpreis 900,-), verkauft für 2.300,- Euro, waren die zahlreichen Lots und Sammlungen mit mehreren Hundert bzw. Tausend Scheinen von auffallend großem Interesse: Die Zuschläge vervielfachten die Schätzpreise im Regelfall mehrfach. Positionen dieser Art lohnen sich also eindeutig sowohl für die Einlieferer als auch für die Bieter! Wir, das Team der numismatischen Abteilung von Emporium Hamburg, freuen uns sehr über die überwältigende Teilnahme an unseren Auktionen 93. & 94., möchten uns dafür recht herzlich bedanken und stehen Ihnen für detaillierte Auskünfte hinsichtlich Einlieferungsmöglichkeiten für die nächsten Auktionen, Katalog-Bestellung, telefonisches Bieten, Online-Live-Bidding etc. jederzeit gerne zur Verfügung. Sie sehen: Eine Einlieferung bei uns lohnt sich ! Emporium Hamburg, Abteilung Numismatik, Süderstraße 288, 20537 Hamburg. Telefon: +49 40 25799-137, Fax: +49 40 25799-100. E-Mail: numis@emporium-hamburg.com Homepage: www.emporium-numismatics.com

  • SINCONA Auktionen 69–70: Ergebnisse und Nachverkauf

    Es war eine grosse Freude für uns, dass wir unsere SINCONA Auktionen 69–70 in unserem Jubiläumsjahr als Saalauktionen durchführen konnten. Die Platzzahl war begrenzt, die bekannten Auflagen waren in Geltung – und doch wehte bereits ein Hauch von «alter Zeit» durch Büro, Besichtigungsraum und Auktionssaal. In drei ereignisreichen und spannenden Auktionstagen haben wir aussergewöhnliche Ergebnisse erzielen können und so wurden 2.886 Losnummern mit einer Gesamt-Zuschlagssumme von mehr als CHF 5.9 Mio. verkauft. Dies entspricht knapp einer Verdopplung der Schätzpreise der verkauften Lose (CHF 3.05 Mio.)! Alle Resultate finden Sie in der Ergebnisliste der SINCONA Auktionen 69–70. Das aktive Bieten der Sammler und Händler vor Ort wurde aus dem Internet intensiv begleitet. Dass das «Live Bidding» zum Auktionsalltag einer globalisierten und digitalisierten Welt gehört, ist klar. Das vergangene Jahr hat aber auch dazu geführt, dass wir die Möglichkeiten digitalisierter Kommunikation überaus schätzen gelernt haben. Die Leidenschaft für die Numismatik, die wir alle teilen, konnte mehr oder weniger ungebremst weiterwirken. Wir bedanken uns herzlich bei allen Bieterinnen und Bietern und bei unseren Einlieferinnen und Einlieferern. Es ist Ihr Vertrauen und Ihre Leidenschaft, die unsere Erfolge ermöglichen! Die großartigen Resultate zeigen, dass die Nachfrage nach schönen Münzen und Medaillen ungebrochen hoch ist! Profitieren Sie davon und liefern Sie Ihre Sammlung oder wertvolle Einzelstücke für unsere kommenden Auktionen ein: In die SINCONA Auktionen vom 25.–27. Oktober 2021 und in die Auktion 155 der Frankfurter Münzhandlung Nachf. GmbH im November 2021. Zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren. Nutzen Sie die Vorteile einer umfassenden Beratung und eines für Sie unverbindlichen Angebotes, das auf Ihre individuellen Bedürfnisse und Anforderungen zugeschnitten ist. Wenn Sie es wünschen, besuchen wir Sie selbstverständlich nach Terminvereinbarung auch zu Hause. Wir freuen uns auf Sie. Mit den besten Grüssen und Wünschen aus Zürich Jürg Richter, CEO Ergebnisse & Nachverkauf der SINCONA Auktionen 69–70 Die Ergebnisse der SINCONA Auktionen 69–70 stehen ab sofort auf unserer Webseite zum Download als PDF bereit. Wenn Sie unverkaufte Lose im Nachverkauf zum Schätzpreis (zusätzlich das reguläre Aufgeld gemäss den Auktionsbedingungen) erwerben möchten, können Sie dies bequem über unsere Webseite oder per E-Mail an info@sincona.com tun.

  • Lexikon: Bestandteile eines Geldscheins

    Bestandteile eines Geldscheins sind neben dem Material (meist Papier mit oder ohne Wasserzeichen oder bei modernen Banknoten auch Polymer-Kunststoff) der Schmuck (Ornamente und bildliche Darstellungen) und die aufgedruckten Texte, von denen folgende charakteristisch für Geldscheine sind: Bestandteile eines Geldscheins Wertangabe und Währungsbezeichnung Geldscheinart (z.B. Reichsbanknote, Reichskassenschein, Banknote) Ausgabe- oder Einlösungsstelle (z.B. Reichsbankdirektiorium und Reichsbankhauptkasse) Ortsangaben Datierung (z.B. vollständiges Datum oder Jahresangabe) Nummerierung und Serienbezeichnung Unterschriften Strafsatz Nicht immer sind alle diese Angaben auf einem Geldschein zu finden. Es gibt Beispiele für das Fehlen jeder dieser Angaben, sogar der Wertbezeichnung (z.B. Kartongeld von Surinam 1816 bis 1828, der Wert richtete sich nach dem Durchmesser des Kartons, 2 1/2 Gulden = 5,5 cm). Albert Pick/Hans-Ludwig Grabowski

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