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- IBNS Banknote of the Year Award 2022: Und der Gewinner ist…
Die Bangko Sentral ng Pilipinas (Zentralbank der Philippinen) wurde von der International Bank Note Society (IBNS) mit dem prestigeträchtigen „Banknote of the Year Award 2022“ ausgezeichnet. 19 Banknoten waren für diese Auszeichnung nominiert, 6 Polymer-, 3 Hybrid- und 10 Papierbanknoten. Der Gewinner und überwältigende Favorit ist die 1000-Piso-Banknote, die am 18. April 2022 von den Philippinen ausgegeben wurde. Die 1000-Piso-Banknote wurde von Note Printing Australia gedruckt und ist die erste Ausgabe einer neuen Banknotenserie, die sich auf die Fauna und Flora der Philippinen konzentriert. Der philippinische Adler, der Nationalvogel der Philippinen, steht auf der Vorderseite der 1000-Piso-Polymerbanknote im Mittelpunkt. Er ist auch als Affen-fressender Adler oder großer philippinischer Adler bekannt und ist eine vom Aussterben bedrohte Art, die nur in den Wäldern der Philippinen vorkommt. Der philippinische Adler gilt in Bezug auf Länge und Flügelfläche als der größte noch existierende Adler der Welt. Die Rückseite der 1000-Piso-Banknote ist ähnlich gestaltet wie ihr Papierpendant und zeigt den Tubbataha Reefs Natural Park (UNESCO-Weltkulturerbe), eine Umrisskarte des Landes und eine Südseeperle. Weitere Einzelheiten zu dieser Banknote finden Sie hier ! Die Battenberg Gietl Verlag GmbH führte hier im Geldschein-Blog und in der Zeitschrift „Münzen & Sammeln“ ebenfalls eine Umfrage für „Die Banknote des Jahres 2022“ durch und die philippinische 1000-Piso-Banknote wurde auch hier zum Sieger gekürt. Sehen Sie die Ergebnisse hier ! Der zweite Platz geht an die 50-Pfund-Banknote der Ulster Bank in Nordirland, die am 15. Juni 2022 ausgegeben wurde und Flora, Fauna und Industriearbeiter zeigt. Lesen Sie hier mehr über die Banknote! Diese Note erhielt auch den zweiten Platz bei der Umfrage zur „Banknote des Jahres 2022“! Der dritte Platz geht an die schottische 100-Pfund-Note (Bank of Scotland), die Sir Walter Scott und Dr. Flora Murray zeigt und am 9. Mai 2022 ausgegeben wurde. Lesen Sie hier mehr über die Banknote! Die Plätze vier bis sechs gehen an: die 2000-Dinars-Banknote aus Algerien (mit dem Märtyrer-Denkmal auf der Vorderseite), die 50-Dollars-Banknote aus Barbados (mit Errol Barrow, dem ersten Premierminister des Landes, auf der Vorderseite) und die 10-Pfund-Banknote aus Ägypten (mit der Al-Fattah-Al-Aleem-Moschee in der neuen Verwaltungshauptstadt auf der Vorderseite). Alle sechs setzen den beliebten Polymertrend im Banknotendruck und bei Sammlern fort, wobei die algerische Banknote eine Hybridbanknote ist (die anderen fünf bestehen zu 100 % aus Polymer). Interessant ist es, dass sich keine der zehn nominierten Papierbanknoten unter den ersten sechs platzieren konnte. Die Zeiten haben sich geändert! Herzlichen Glückwunsch an alle Gewinner! Sind Sie Mitglied der IBNS ? Wenn nicht, treten Sie bei! Donald Ludwig ( www.polymernotes.com )
- Nikaragua: Taktile Markierungen zum 500er hinzugefügt
Am 10. April 2023 kündigte die Zentralbank von Nikaragua (Banco Central de Nicaragua, BCN) die Ausgabe einer verbesserten 500-Córdobas-Polymerbanknote an. Die BCN hat bereits für die 5-, 10- und 20-Córdobas-Nominale neue, aktualisierte Banknoten mit taktilen Markierungen für Sehbehinderte ausgegeben. Nun folgt die 500-Córdobas-Note und es wird erwartet, dass die anderen Stückelungen auch bald folgen werden. Die 500-Córdobas-Polymerbanknote hat die gleiche Gestaltung und die gleichen Sicherheitsmerkmale wie ihr derzeit im Umlauf befindliches Gegenstück. Die folgenden Änderungen wurden vorgenommen: Es wurde ein taktiles Element hinzugefügt, um die Identifizierung durch Sehbehinderte zu erleichtern. Es besteht aus 24 Punkten, die in vier Spalten zu je sechs Punkten auf der rechten unteren Seite der Vorderseite und auf der linken unteren Seite der Rückseite der Banknote angeordnet sind. Die Serie (die Buchstaben vor den Ziffern der Kontrollnummer) hat sich von A zu AA und AB geändert. Die Schriftart für die Kontrollnummer auf der linken Seite hat sich geändert. Die neue Schriftart ist OCR-B, die auch auf den Euro-Banknoten verwendet wird. Die Schriftart für die aufsteigende Kontrollnummer auf der rechten Seite ist die gleiche. Das Datum auf der Banknote wurde von „18 DE OCTUBRE DE 2017“ auf „24 DE NOVIEMBRE DE 2021“ geändert. Die Unterschiften auf der aktualisierten Banknote bleiben gleich, ebenso wie die anderen Sicherheitsmerkmale. Die 500-Córdobas-Polymerbanknoten, die sich derzeit im Umlauf befinden, behalten ihre Gültigkeit und werden zusammen mit den neuen Banknoten in Umlauf bleiben, bis sie nach und nach ersetzt werden. Donald Ludwig ( polymernotes.com )
- England: Millionen von Polymerbanknoten mit König Charles III. werden derzeit gedruckt
Am 18. Januar 2023 haben wir hier im Blog die neuen Designs der Polymerbanknoten der Bank of England mit dem Porträt von King Charles III. angekündigt und illustriert: Die BBC berichtete am 7. April 2023, dass die neuen Polymerbanknoten zwar in Millionenauflage gedruckt werden, aber erst Mitte nächsten Jahres in Umlauf kommen sollen. Der Banknotendruck ist teilweise fertig, aber zuerst müssen Maschinen wie Geldautomaten in der Lage sein, die neuen Scheine zu erkennen. Dieser Prozess erfordert eine relativ lange Vorlaufzeit (Software-Updates sind notwendig). Die bereits im Umlauf befindlichen Banknoten mit dem Porträt von Königin Elisabeth II. (derzeit etwa 4,7 Milliarden Stück im Wert von 82 Milliarden Pfund) können auch nach Einführung der neuen Scheine verwendet werden. Sie werden erst bei erhöhter Nachfrage oder bei Abnutzung ersetzt. Donald Ludwig ( polymernotes.com )
- Die neue polnische Kopernikus-Gedenkbanknote: ein genauerer Blick
Am 9. Februar 2023 wurde die neue 20-Złotych-Polymerbanknote zum 550. Geburtstag und zum 480. Todestag von Nikolaus Kopernikus in einer kleinen Gedenkmappe ausgegeben. Diese neue Gedenkbanknote wurde hier erstmals angekündigt: https://www.geldscheine-online.com/post/nikolaus-kopernikus-auf-polymer-kunststoff Die Banknote wurde in den Filialen der polnischen Zentralbank „first come, first served“ verkauft. In Warschau beispielsweise standen 7.324 Banknoten zum Kauf bereit. Die Tickets wurden ab 7:45 Uhr am Ausgabetag an die Wartenden vor der Zentralbank verteilt. Etwa 300 Personen standen Schlange, um die begehrten Tickets zu erhalten, mit denen eine Person bis zu 10 Banknoten (pro Ticket) erwerben konnte. Sobald man ein Ticket in der Hand hatte, überquerte man die Straße und wartete vor der Filiale, wo die Banknoten an drei Kassenschaltern verkauft wurden. Diese Polymerbanknote kann immer noch im Online-Shop der Zentralbank bestellt werden, aber die Banknoten müssen persönlich abgeholt oder an eine polnische Adresse verschickt werden. Detaillierte Informationen über die Gedenkbanknote sind jetzt verfügbar, lesen Sie weiter... Die Vorderseite der Banknote zeigt stilisierte Abbildungen eines Quadranten und eines Fragments des heliozentrischen Systems, mit einem großen Porträt von Nikolaus Kopernikus („Mikołaj Kopernik“) ganz rechts. Die Rückseite der Banknote zeigt Abbildungen historischer Münzen: die Vorder- und Rückseite eines Danziger Sechsgroschenstücks (Gdánsk szóstak), die Vorderseite einer Münze aus Elbing (Elbląg szóstak) und die Vorderseite des preußischen Schillings aus Thorn (szeląg Toruń). Im Hintergrund (links) sieht man das Schloss des Ermländischen Kapitels in Allenstein (Olsztyn). Das Highlight dieser Polymerbanknote ist das große transparente blaue Fenster (Vorderseite, unten links), das das Cinema™-Merkmal von CCL Secure enthält. Dieses Sicherheitsmerkmal zeigt mehrere Abbildungen des Planeten Erde, der sich um die Sonne dreht, und ist eine Hommage an die bahnbrechende Entdeckung des Astronomen. Das Cinema™-Merkmal bietet einen 10 mm umfassenden Tiefeneffekt in Kombination mit einer Drehung der Erde um die Sonne. Ein kleines, sichelförmiges, transparentes Fenster flankiert das Cinema™-Merkmal und zeigt einen Text aus Kopernikus' Darstellung unseres heliozentrischen Sonnensystems in seinem Werk „De revolutionibus orbium coelestium“ (Über die Umlaufbahnen der Himmelssphären). Die Komplexität und dimensionale Illusion des 25 mm breiten Cinema™-Merkmals wird durch ein mittig angeordnetes, völlig klares und transparentes Fenster mit Vignettenlinien und Schattenbildern ergänzt, das den anderen Planeten, die die Sonne umkreisen, weitere Tiefe und Bewegung sowie einen historischen Kontext verleiht, d. h. eine Darstellung unseres heliozentrischen Sonnensystems. Bei Tageslicht ist dieses Merkmal ein weißes, fotografisches Bild des inneren Sonnensystems: unter UV-Licht jedoch leuchtet es gelb, eine Metapher für die farbenfrohe Schönheit des Universums, in dem wir leben. Diese Merkmale sind alle in das Guardian™-Substrat eingebettet, um die Sicherheit zu maximieren. Ein vertikaler, schillernder Streifen ist ein zusätzliches Sicherheitsmerkmal auf der Rückseite der Banknote, das die Abbildungen der alten Münzen ergänzt. Ebenfalls in das Substrat eingebettet ist ein multitonales Schattenbild (Schattenwasserzeichen), das Blätter des Ornaments des Gebäudes zeigt, in dem Kopernikus lebte. Die Gedenkbanknote wurde von Polska Wytwornia Papierow Wartosciowych (PWPW), der polnischen Sicherheitsdruckerei, auf dem Polymersubstrat Guardian™ gedruckt. Sie ist die erste polnische Banknote und die zweite ausgegebene Banknote der Welt, die ein Cinema™-Merkmal enthält, das beeindruckende visuelle 3D- und Bewegungseffekte erzeugt. Die weltweit erste Banknote mit Cinema™-Funktion war die libanesische 100.000-Pfund-Note aus dem Jahr 2020. Lesen Sie hier darüber: https://www.geldscheine-online.com/post/libanons-neue-100-000-livres-gedenkbanknote und hier: https://www.geldscheine-online.com/post/libanon-proof-hefte-f%C3%BCr-die-neue-gedenkbanknote-zu-100-000-livres Pressemeldung (u.a.): https://cclsecure.com/ccl-secure-collaborates-with-polish-security-printing-works-on-commemorative-20-zloty-banknote/ Donald Ludwig ( polymernotes.com )
- Ein Tag in Swakopmund
Was kann man in Namibia, dem ehemaligen Deutsch-Südwestafrika, an einem freien Samstag im März unternehmen? Natürlich könnte man auf eine der zahlreichen Safaris gehen, um die „Big Five“ (Löwe, Leopard, Spitzmaulnashorn, afrikanischen Buschelefanten und afrikanischen Büffel) und darüber hinaus Giraffen, Zebras, Strauße und vieles mehr in einem nahe gelegenen Reservat zu sehen. Oder man könnte einen Tagesausflug von der Hauptstadt Windhuk zum berühmten Swakopmund an der Atlantikküste machen. Ankunft in Swakopmund. Mein eintägiges Abenteuer in Swakopmund begann um 5 Uhr morgens in Windhuk, als mich mein Fahrer abholte und wir die ca. 360 km lange Strecke bis zur Küstenstadt fuhren. Wir kamen um 8:30 Uhr bei bedecktem Himmel an. Am frühen Nachmittag klarte das Wetter auf und es wurde ein schöner, sonniger und warmer Tag. Swakopmund bedeutet auf Deutsch „Mündung des Swakop-Flusses“. Die Stadt wurde 1892 von Kapitän Curt von François als Haupthafen von Deutsch-Südwestafrika gegründet und ist die Hauptstadt des Verwaltungsbezirks Erongo. Swakopmund hat ca. 45.000 Einwohner und erstreckt sich über eine Fläche von 196 Quadratkilometer Land. Die Stadt liegt am Rand der Namib-Wüste und ist das viertgrößte Bevölkerungszentrum des dünn besiedelten Landes. Swakopmund ist heute ein Badeort mit vielen wunderschönen Beispielen deutscher Kolonialarchitektur. Swakopmund: Altes Amtsgericht, erbaut 1906. Swakopmund: Hohenzollern-Gebäude, erbaut 1906. Swakopmund: Altes Hansa-Hotel, erbaut 1905. Swakopmund: Fachwerk Biergarten, erbaut 1899 und Adler-Apotheke in der ehemaligen Kaiser-Wilhelm-Straße. Gebäude der Swakopmunder Buchhandlung, erbaut 1911. Swakopmund: Altstadthof. Wenn man durch die Stadt läuft, sieht man überall deutsche Namen und Architektur. Die Hauptstraße in Nord-Süd-Richtung, die am Meer entlangführt, heißt passenderweise „Strandstraße“. Andere Straßen, denen man bei einem Spaziergang durch die Stadt begegnet, heißen z. B. Berg-, Bismarck-, Hafen-, Ludwig Koch- und Werft-Straße. Die deutsche Kolonialarchitektur ist in der Stadt wunderschön erhalten geblieben. Zu den Höhepunkten gehören das Alte Amtsgericht, das Hohenzollernhaus (1906 erbaut, ursprünglich ein Hotel), die Deutsche Evangelische Kirche (1912 eingeweiht), das Woermann-Haus und die bei Geldscheinsammlern bekannte Swakopmunder Buchhandlung (1911 gegründet). Bevor ich fortfahre, werfen wir einen kurzen Blick auf die Geschichte von Deutsch-Südwestafrika: 1881 gründete der deutsche Kaufmann Adolf Lüderitz aus Bremen eine Fabrik in Lagos in Britisch-Westafrika, die jedoch nicht erfolgreich war. Er und sein Bremer Kaufmannskollege Heinrich Vogelsang wollten dennoch in Afrika Fuß fassen und beschlossen, eine deutsche Kolonie in Südwestafrika zu gründen, das damals noch von keiner Kolonialmacht beansprucht wurde. Sie wollten den deutschen Siedlern, die zu dieser Zeit in Scharen ihr Mutterland in Richtung Nordamerika verließen, wo sie nicht mehr unter deutschem Einfluss standen, eine Alternative bieten. Am 16. November 1882 beantragte Lüderitz bei Reichskanzler Bismarck Schutz für eine Station, die er in Südwestafrika errichten wollte. Nachdem ihm dieser gewährt worden war, kaufte sein Mitarbeiter Heinrich Vogelsang von einem Eingeborenenhäuptling Land und gründete in Angra Pequena eine Siedlung, die in Lüderitz umbenannt wurde. Am 24. April 1884 stellte er das Gebiet unter den Schutz des deutschen Kaiserreichs, um ein mögliches Vordringen anderer europäischer Mächte zu verhindern. Die deutsche Flagge wurde schließlich am 7. August 1884 in Südwestafrika gehisst. Die deutschen Ansprüche auf das Land wurden auf der Berliner Konferenz bestätigt. Deutsch-Südwestafrika war von 1884 bis 1919 offiziell eine Kolonie des Deutschen Reiches, jedoch von 1915 bis 1919 besetzt. Am 9. Juli 1915 kapitulierte die kleine deutsche Schutztruppe vor den Union Defence Forces (Briten und Südafrikaner) unter dem Kommando des Premierministers der Südafrikanischen Union, General Louis Botha. Entsprechend dem Versailler Vertrag von 1919 musste Deutschland alle seine Kolonien abtreten. Mit einer Gesamtfläche von 835.100 km² war es anderthalb Mal so groß wie das damalige Deutsche Reich auf dem europäischen Festland. In der Kolonie lebten 1913 etwa 200.000 Einwohner, davon rund 12.500 Deutsche. Nach dem Krieg wurde die Verwaltung von der Südafrikanischen Union (Teil des britischen Empire) als Völkerbundmandat übernommen. Am 21. März 1990 wurde das Land als Namibia unabhängig. Werfen wir auch noch einen Blick auf die Währungsgeschichte von Deutsch-Südwestafrika: Von 1884 bis 1901 war die Hauptwährung von Deutsch-Südwestafrika das britische Pfund Sterling. Im Jahr 1885 wurde die deutsche Mark in Umlauf gebracht. 1893 wurde ein offizieller Kurs festgelegt (1 Pfund zu 20 Mark) und die Mark wurde als offizielle Währung eingeführt. Die Mark des Deutschen Reichs war bis 1914 im Umlauf. Wenige Tage nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs wurde eine eigene deutsch-südwestafrikanische Papiergeld-Emission von Kassenscheinen mit der Währungsbezeichnung „Mark“ genehmigt und in den Stückelungen 5, 10, 20, 50 und 100 Mark ausgegeben (allgemein bekannt als „Seitznoten“, benannt nach Theodor Seitz, der 1910 Gouverneur von Deutsch-Südwestafrika geworden war). Als die Besetzung Südafrikas 1915 begann, wurde die Mark offiziell durch das Britische Pfund ersetzt. Die besetzte Kolonie war auf einen so plötzlichen Währungswechsel nicht vorbereitet und die Münzen waren knapp. Viele Unternehmen und Betriebe begannen, ihre eigenen Kleingeldscheine im Wert von 10 Pfennig bis 3 Mark auszugeben. Die vielen Ausgaben sorgten für Verwirrung. Die Handelskammer in Windhuk beauftragte daher die Swakopmunder Buchhandlung mit der Ausgabe einer Reihe von Gutscheinen, die ab dem 25. April 1916 in der gesamten Kolonie in Umlauf gebracht wurden. Sie zirkulierten bis Januar 1918, als die Briten sie verbieten ließen. Diese kleinen Scheine wurden in den Stückelungen 10, 25 und 50 Pfennig sowie 1, 2 und 3 Mark ausgegeben. Da sie unter südafrikanischer (britischer) Verwaltung ausgegeben wurden, werden diese Gutscheine von vielen sowohl als deutsch-südwestafrikanische als auch als britische Empire/Commonwealth-Ausgaben betrachtet. Siehe dazu Hans-Ludwig Grabowski: „ Die deutschen Banknoten ab 1871 “ (Spezialkatalog), 22. Auflage (2021), Seiten 508-519 für detaillierte Informationen über alle diesen Ausgaben. Impressionen aus dem Swakopmunder Museum. Kissenbezug mit gestickter Abbildung einer sog. Seitznote zu 100 Mark von 1914. Diese Arbeit wurde im Freundeskreis der Gouverneursgattin Ada Seitz um 1915 angefertigt. Der Höhepunkt meines Besuchs in Swakopmund war der Besuch der Geldausstellung im Museum: https://www.museums.com.na/museums/coast/swakopmund-museum . Das Swakopmunder Museum, das größte private Museum in Namibia, wurde 1951 von dem Zahnarzt Dr. Alfons Weber gegründet. Es zeigt Exponate aus den Bereichen Zoologie, Geologie, Archäologie und Technik sowie aktuelle und historische Exponate über die namibische Kultur und sein Volk. Zwei Glasvitrinen illustrieren die Geldgeschichte Namibias mit Scheinen und Münzen aus dem Deutschen Reich, Deutsch-Südwestafrika, Südwestafrika und Namibia, wobei der Schwerpunkt bei den Gutscheinen der Swakopmunder Buchhandlung liegt. Die Seitznoten, Gutscheine der Swakopmunder Buchhandlung und die älteren südwestafrikanischen und südafrikanischen Banknoten sind als Fotokopien gezeigt. Die Original-Banknoten befinden sich nicht in den Vitrinen. Dies geschah, um sie nicht nur vor Licht, sondern auch vor Diebstahl zu schützen. Im Jahr 2009 wurde ein äußerst seltener, einzigartiger und nicht ausgegebener 10-Mark-Schein der Swakopmunder Buchhandlung angeblich aus dem Museum gestohlen und befindet sich nun in der Privatsammlung eines prominenten Kolonial-Sammlers in Deutschland. Nach Angaben des Sammlers hat er die Note rechtmäßig von den Erben des ehemaligen Besitzers erworben. Nach Angaben des Museums wurde ein Museumsangestellter durch einen deutschen Besucher/Händler bestochen, den Schein aus der Sammlung zu stehlen. Dieser verkaufte ihn dann an den jetzigen Besitzer weiter. Selbstverständlich kann nach deutschem Recht kein Eigentum an Diebesgut erworben werden. Seit 2009 bemüht sich das Museum aktiv um die Rückgabe des Muster-Scheins. Eine Fotokopie davon ist ausgestellt und auf einem Etikett sind die Geschichte des Diebstahls und die Namen zweier Personen in Klartext aufgeführt: der Person, die an dem Diebstahl bzw. dem unrechtmäßigen Verkauf/Erwerb beteiligt war, sowie die des Sammlers, der die Notausgabe jetzt besitzt und deren Rückgabe bis heute verweigert. Es bleibt zu hoffen, dass dieser seltene Schein eines Tages seinen Weg zurück nach Swakopmund findet, wo er hingehört. Mein Tagesbesuch endete mit einem köstlichen Mittagessen im Village Café, das sich gegenüber der Swakopmunder Buchhandung befindet, einem Besuch der Kristallgallerie, einem Spaziergang auf der Mole und einem durch die Dünen in der Namib-Wüste südlich der Stadt. Diese Dünen sind die höchsten der Welt und ragen stellenweise mehr als 300 Meter über den Wüstenboden hinaus. Wenn Sie einen Besuch in Namibia planen, sollten Sie Swakopmund unbedingt auf die Liste der zu besuchenden Orte setzen! Donald Ludwig ( polymernotes.com )
- NUMISMATA München 2023: Rekordverdächtig!
Am Wochenende vom 4. und 5. März 2023 veranstaltete die Organisatorin Angela Modes die 53. NUMISMATA München im MOC Veranstaltungszentrum im Münchner Norden. In den vergangenen drei Jahren (2020-2022) hatte die Messe wegen der Covid-Pandamie nicht stattgefunden. In diesem Jahr war die Veranstaltung mit mehr als 220 Ausstellern ausverkauft. Samstag Morgen waren alle Straßen zum Veranstaltungszentrum verstopft, das Parkhaus füllte sich schnell und Hunderte von hobbybegeisterten Sammlern warteten bereits ungeduldig in der Lobby auf die Eröffnung der Messe um 9:30 Uhr. Die NUMISMATA ist eine weltbekannte Münz- und Banknotenmesse mit einer unverwechselbaren Atmosphäre und einer seit 1970 gepflegten Tradition. Sie ist eine numismatische Großveranstaltung für Münzen und Medaillen von der Antike bis zur Neuzeit, Primitivgeld, Banknoten, historische Wertpapiere, Aktien und vieles mehr. Die NUMISMATA hat sich als einer der wichtigsten numismatischen Treffpunkte für Aussteller und Sammler aus aller Welt etabliert. Die dreijährige Unterbrechung hat den Enthusiasmus der Händler und Sammler nicht geschmälert, sondern im Gegenteil noch verstärkt. Das Team des Veranstalters war sichtlich froh, endlich wieder eine neue Börse zu veranstalten, nachdem die letzte 2020 wegen Corona abgebrochen werden musste. Natürlich war auch der Battenberg Gietl Verlag wieder mit seiner Fachliteratur für Sammler auf der NUMISMATA vertreten. Einige Impressionen von der NUMISMATA in München. Neben den über zweihundert Händlern und Ausstellern aus aller Welt waren auch große deutsche und internationale Auktionshäuser vertreten, darunter Heritage Auctions, Leipziger Münzhandlung, Lockdale's, Stack's Bowers, Künker, Teutoburger Münzhandel und World Banknote Auctions. Numismatisches Zubehör konnte sowohl bei Leuchtturm als auch bei Lindner Falzlos erworben werden, die beide große Stände mit einer Fülle an Zubehör für den gesamten Münz- und Banknotenbedarf besetzten. NGC/NCS/PMG war ebenfalls mit einem großen Stand vertreten und nahmen Münzen und Banknoten zur Bewertung an. Sammler und Händler standen Schlange, um vor allem Banknoten für die mit Spannung erwartete Vor-Ort-Bewertung einzureichen, die auf der kommenden MIF Paper Money Fair im April 2023 in Maastricht angeboten wird. Die NUMISMATA-Tradition ist in der Tat gut und lebendig. Wir sehen uns nächstes Jahr wieder in München! Donald Ludwig ( polymernotes.com )
- Neue 25- und 50-Dollars-Gedenkbanknoten der Cayman Islands
Die Währungsbehörde der Cayman Islands (Cayman Islands Monetary Authority, CIMA) gab am 20. Februar 2023 bekannt, dass sie im Rahmen der Feierlichkeiten zu ihrem 25-jährigen Bestehen zwei neue Gedenkbanknoten ausgibt. Bei den Papierbanknoten handelt es sich im Wesentlichen um die derzeit umlaufenden 25- und 50-Dollars-Noten mit folgenden Änderungen: Das Serienpräfix lautet D/4. Ein holografisches Folien-Merkmal mit dem CIMA-Logo zum 25-jährigen Bestehen wurde links neben dem Porträt von Königin Elisabeth II. angebracht. Die Unterschrift des Finanzministers (The Honourable André Ebanks, MP) ist neu. Laut der offiziellen Pressemitteilung bleiben die anderen Sicherheitsmerkmale wie das Wasserzeichen einer Schildkröte, das aufsteigende Kontrollnummern-Format und der holografische Streifen unverändert. Allerdings wurde bei den neuen Scheinen der Serie D/4 der holografische Streifen entfernt, um Platz für das Jubiläumslogo zu schaffen (siehe Abbildungen). Die 50-Dollars-Gedenkbanknote wurde Mitte Februar 2023 über die Retail-Banken in Umlauf gebracht, die 25-Dollars-Gedenkbanknote soll bald darauf folgen. Donald Ludwig
- Die Cayman Islands werden Elisabeth II. durch König Charles III. auf ihren Banknoten ersetzen
Am 30. Januar 2023 gab die Cayman Islands Monetary Authority (CIMA) bekannt: „In Anbetracht des Ablebens Ihrer Majestät Königin Elisabeth II. wird die derzeit im Umlauf befindliche Währung der Cayman Islands auslaufen und durch ein neues Design mit dem Bildnis Seiner Majestät König Charles III. ersetzt.“ Eine vollständige Neugestaltung der derzeitigen Banknoten ist bereits im Gange. Dieser Prozess wird voraussichtlich im Jahr 2024 abgeschlossen sein. Das derzeitige Design zeigt die einheimische Meeresfauna und -flora sowie Hinweise auf die Geschichte der Seefahrt und auf landschaftlich reizvolle Orte. Abbildungen: Pick 5f (1 Dollar) und Pick 37a (100 Dollars), Vorder- und Rückseiten. Die CIMA bittet die einheimische Öffentlichkeit in einer Online-Umfrage um ihre Meinung, um herauszufinden, welches Thema für die neuen Banknoten am beliebtesten ist. Die Teilnehmer haben die Möglichkeit, aus bestimmten Themen zu wählen, und können darüber hinaus eigene Ideen einbringen. Mit Ausnahme des Porträts der verstorbenen Königin, das durch das von König Charles III. ersetzt wird, bleiben die Münzgestaltungen gleich. Um zu gewährleisten, dass physisches Bargeld noch viele Jahre lang als Zahlungsmittel zur Verfügung steht und akzeptiert wird, nutzt die CIMA diese Gelegenheit auch, um das Papier der Banknoten auf ein Polymer-Substrat umzustellen, das haltbarer und kostengünstiger ist. Donald Ludwig ( polymernotes.com )
- Die neue australische 5-Dollars-Banknote wird nicht König Charles III. zeigen
Am 2. Februar 2023 kündigte die Reserve Bank of Australia (RBA) an, dass eine neue 5-Dollars-Polymerbanknote das Porträt von Königin Elisabeth II. ersetzen, aber kein Bildnis von König Charles III. zeigen wird. Die eine Seite wird das Parlamentsgebäude abbilden, während die andere Seite in Zusammenarbeit mit den Stammesältesten sog. „First Nations“ gestaltet wird, um „die Kultur und Geschichte der australischen Ureinwohner“ zu würdigen. Die Bank wird sich bei der Gestaltung der 5-Dollars-Banknote, deren Ausgabe mehrere Jahre dauern könnte, mit Vertretern der Ureinwohner Australiens beraten. Die Bezeichnung „First Australians“ bezieht sich auf die indigene Bevölkerung des Landes oder die „First Nations“, die sich aus den Aborigines und den Torres-Strait-Insulanern zusammensetzt, den Nachfahren der ältesten ununterbrochenen Kultur der Welt, die den Kontinent seit mehr als 65.000 Jahren besiedelt haben. Zusammen machen sie etwa 3,2 % der 25 Millionen Einwohner des Landes aus. Australien bildete die verstorbene Königin Elisabeth II. erstmals (nur im Profil) auf einer 1-Pfund-Banknote (AUS-30) ab, die zwischen 1953 und 1960 ausgegeben wurde. Von 1966 bis 1983 war ihr Porträt auf der 1-Dollar-Banknote (AUS-37 und 42) zu sehen, deren Rückseite stilisierte Figuren und Tiere der Ureinwohner-Kultur zeigt. Auf der 10-Dollars-Gedenkbanknote von 1988 (AUS-49) war auf der Rückseite ein junger Aborigine abgebildet. Es wird interessant sein zu sehen, ob die neue 5-Dollars-Banknote in irgendeiner Weise der Rückseite dieser Gedenkbanknote ähnelt. Die aktuelle 5-Dollars-Polymerbanknote, die 2016 ausgegeben wurde (AUS-62), wird nach Angaben der RBA auch nach der Einführung der neuen Banknote weiter im Umlauf sein und gesetzliches Zahlungsmittel bleiben. Auch die bestehenden Münzen mit dem Abbild der Königin werden nach Angaben der Behörde „für immer“ gesetzliches Zahlungsmittel bleiben. König Charles III. wird auf australischen Münzen abgebildet sein, die die Royal Australian Mint voraussichtlich in der zweiten Hälfte des Jahres 2023 in Umlauf bringen wird, so Andrew Leigh, stellvertretender Minister für Wettbewerb, Wohltätigkeit und das Finanzministerium. Donald Ludwig ( polymernotes.com )
- Die neue Katar-Serie, ein genauerer Blick
Die fünfte Banknotenserie Katars wurde offiziell am Nationalfeiertag des Landes, dem 18. Dezember 2020, ausgegeben. Sie wurde in unserem Blog erstmals hier vorgestellt: https://www.geldscheine-online.com/post/katar-neue-banknotenfamilie-eingef%C3%BChrt Die von De La Rue plc entworfenen und hergestellten Banknoten ersetzen die Vorgängerserie, die erstmals 2003 ausgegeben wurde. Im Rahmen der neuen Serie wurde zum ersten Mal eine neue Stückelung (200 Riyals) ausgegeben. Alle im Jahr 2020 ausgegebenen Noten tragen auf der Vorderseite die Unterschriften von Sheikh Bandar bin Mohammed bin Saoud Al-Thani (Gouverneur der Zentralbank von Katar) und Ali Sharif Al Emadi (Finanzminister), auf der Rückseite ist die Jahreszahl (2020) aufgedruckt. Neue Banknoten mit dem Jahr 2022 wurden mit den Unterschriften von Sheikh Bandar bin Mohammed bin Saoud Al-Thani (Gouverneur der Zentralbank von Katar) und Ali bin Ahmed Al Kuwari (Finanzminister) für alle niedrigeren Stückelungen (1, 5, 10 und 50 Riyals) ausgegeben. Die neue Serie besteht aus sieben Nominalen, wobei die Vorderseiten die Flora, Fauna und Architektur Katars feiert. Die Rückseiten spiegeln die katarische Tradition sowie die Entwicklung von Bildung, Sport und Wirtschaft wider. Diese Themen werden mit neuen und bestehenden Sicherheitsmerkmalen von De La Rue plc kombiniert. Die Sicherheitsmerkmale schützen die neue Banknotenserie auf drei Ebenen: öffentliche, Kassierer- und Maschinenlesbarkeit. Die neue Serie ist die erste weltweit, die NEXUS™ einführt, eine neue Produktkategorie mit einem eingebetteten Streifen, der auf der QR500 zu finden ist. NEXUS™ erscheint als lilafarbener Streifen mit dem Staatswappen von Katar und den Zahlen des Nennwerts als Hauptmotiv. Der IGNITE®-Faden erscheint auf den QR50-, QR100- und QR200-Noten, während der PUREIMAGE™-Faden für den QR5 und den QR10 verwendet wird und ein einfacherer Faden auf der QR1-Note zum Einsatz kommt. Die Sicherheit wird durch einen auffälligen holografischen Patch auf den Scheinen QR50, QR100, QR200 und QR500 und GEMINI™ auf allen Scheinen weiter erhöht. Die neue Banknotenserie des Katar Was ist NEXUS™? NEXUS™ ist ein neuartiges Sicherheitsmerkmal für Banknoten mit mittlerem bis hohem Nennwert. Der achtzehn Millimeter breite, eingebettete Streifen mit einem Fenster in voller Höhe ist in drei Farben erhältlich und bietet eine sehr große Oberfläche mit leuchtenden Farben, dynamischer Bildsymbolik und ansprechenden mikrooptischen Effekten. NEXUS™ ist visuell bemerkenswert und entspricht dem aktuellen Trend zu großen, auffälligen Elementen, die Aufmerksamkeit erregen und den Wiedererkennungswert erhöhen. Es nutzt die mikrooptischen Effekte der Inversion, Tiefe und 3D-Konturierung. Was ist ein IGNITE®-Faden? Der IGNITE®-Faden ist ein farbwechselnder Sicherheitsfaden. IGNITE® zeichnet sich durch leuchtende Farben aus und die Effekte sind scharf, klar und deutlich, wenn sie über einen großen Bereich von Betrachtungswinkeln geneigt werden. Zwei hochsichere Technologien, die Farbverschiebung und die Mikrooptik, sorgen zusammen für eine doppelte Fälschungssicherheit und führen zu einem Faden, der sowohl hochsicher als auch optisch auffällig ist. Was ist ein PUREIMAGE™-Faden? Ein PUREIMAGE™-Faden erzeugt aus jedem Blickwinkel beeindruckende Effekte. PUREIMAGE™ ist die nächste Generation holografischer Fäden mit neuartigen Bewegungs- und Pulsationseffekten, die man normalerweise nicht mit Hologrammen in Verbindung bringt. Metallische Fäden ziehen natürlich die Blicke auf sich. Bei näherer Betrachtung erzeugen die fortschrittlichen diffraktiven Mikrostrukturen Effekte, die bei Neigung in jedem Winkel sichtbar sind. Dank des großen Betrachtungswinkels ist PUREIMAGE™ bei einer Fadenbreite von nur zwei Millimeter beeindruckend und bei breiteren Fäden sogar noch eindrucksvoller. Die neue Banknotenserie des Katar unter UV-Licht Was ist GEMINI™? GEMINI™ ist ein unverwechselbares und vielseitiges Druckmerkmal, das unter ultraviolettem Licht sichtbar wird und die Überprüfung von Banknoten ermöglicht. Die verborgenen Bilder erscheinen als zwei Farben, wenn sie mit UV-Licht beleuchtet werden, und sind eng mit dem Bild oder Muster des sichtbaren Drucks verbunden. Alle Stückelungen weisen die folgenden UV-Effekte auf: Der Nennwert jeder Banknote, der unter normalem Licht unsichtbar ist, leuchtet unter UV-Licht auf der Vorderseite in einem Kasten, der auch die Buchstaben QCB (Qatar Central Bank), die Jahreszahl 2020 und das Staatswappen von Katar enthält. Interessanterweise wurde dieses UV-Merkmal für die 2022 datierten Banknoten nicht aktualisiert: Sie zeigen in diesem UV-Merkmal immer noch 2020. Die linke, vertikale Kontrollnummer leuchtet ebenso wie Teile der Banknotenmotive auf der Vorder- und Rückseite aller Banknoten. Ebenfalls unter normalem Licht unsichtbar sind die folgenden UV-Merkmale, die auf der Vorderseite jeder Banknote hell leuchten: ein großes florales Element auf der rechten Seite, links oberhalb des floralen Musters befindet sich der Nennwert in östlichen arabischen Ziffern, und links unten ist der Nennwert in westlichen arabischen Ziffern. Donald Ludwig ( polymernotes.com )
- Nikolaus Kopernikus auf Polymer-Kunststoff
Die Narodowy Bank Polski (NBP), die polnische Zentralbank, hat jetzt das Design ihrer nächsten Gedenkbanknote veröffentlicht, die am 9. Februar 2023 in einer Auflage von 100.000 Stück ausgegeben und sowohl online als auch in den Filialen der NBP erhältlich sein wird. Der Ausgabepreis beträgt 160 Złotych, 30 Złotych mehr als bei der letztjährigen Gedenkausgabe. Der Nennwert der Gedenkbanknote beträgt 20 Złotych. Nikolaus Kopernikus (eigentlich Niklas Koppernigk). Die Polymerbanknote erinnert an den 550. Jahrestag der Geburt von Nikolaus Kopernikus (19. Februar 1473 – 24. Mai 1543). Er war ein Universalgelehrter der Renaissance, der als Mathematiker, Astronom und katholischer Kanoniker tätig war. Er formulierte ein Modell des Universums, das die Sonne und nicht die Erde in den Mittelpunkt stellte. Die Veröffentlichung des Modells von Kopernikus in seinem Buch „De revolutionibus orbium coelestium“ (Über die Umdrehungen der Himmelskörper) kurz vor seinem Tod im Jahr 1543 war ein bedeutendes Ereignis in der Geschichte der Wissenschaft, das die Kopernikanische Revolution auslöste und einen bahnbrechenden Beitrag zur wissenschaftlichen Revolution leistete. Die Vorderseite der Banknote zeigt ganz rechts ein Porträt von „Mikołaj Kopernik“. Auf der Banknote sind zwei transparente Fenster zu sehen: Im größeren Fenster auf der linken Seite ist die Sonne abgebildet. In der Mitte der Banknote ist eine kleine Sonne mit um sie kreisenden Planeten im kleineren Fenster abgebildet. Historische Medaillons/Münzen sind auf der Rückseite der Banknote abgebildet. Die Banknote wurde von Polska Wytwornia Papierow Wartosciowych (PWPW), der polnischen Sicherheitsdruckerei, auf dem Polymersubstrat Guardian™ gedruckt. Eine Nahaufnahme des Nikolaus-Kopernikus-Denkmals vor dem Staszic-Palast, dem Sitz der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Krakowskie Przedmieście in Warschau, Polen. Kopernikus war in den vergangenen Jahren auf mehreren polnischen Banknoten zu sehen, zuletzt auf der 1000-Złotych-Banknote von 1975-1982. Die neue Gedenkbanknote ist die zweite Polymerbanknote Polens, die erste war die 20-Złotych-Gedenkausgabe „Hundert Jahre Gründung der polnischen Legionen“ von 2014 mit dem Porträt von Józef Klemens Piłsudski. Nach einer Gedenkbanknote (in einer Mappe) zu Ehren von Papst Johannes Paul II. im Jahr 2006 ist diese Ausgabe die 15. der Gedenk-Serie. Donald Ludwig ( polymernotes.com ) Anmerkung der Redaktion Der deutschstämmige Nikolaus Kopernikus wurde von der polnischen Geschichtsschreibung und Wissenschaft unter dem polonisierten Namen „Mikołaj Kopernik“ genauso in Besitz genommen, wie seine Wirkungsstätte im ostpreußischen Frauenburg nach der Vertreibung der Bevölkerung aus den deutschen Gebieten östlich von Oder und Neiße unter „polnischer Verwaltung“ nach dem Zweiten Weltkrieg. Kopernikus selbst, den Polen heute als „polnischen“ Astronomen und Universalgelehrten ehrt, hat sein ganzes Leben lang ausschließlich in Deutsch und Latein geschrieben, nicht aber in Polnisch. Niklas Koppernigk (Nikolaus Kopernikus) wurde 1473 als Sohn eines wohlhabenden Händlers und dessen Ehefrau Barbara Watzenrode in die deutsche Bürgerschaft der damaligen Hansestadt Thorn (heute Toruń) geboren. Er wirkte als Domherr des Fürstbistums Ermland, Arzt und Astronom in Frauenburg (heute Frombork), wo er 1543 starb. Vor dem Rathaus der damals deutschen Stadt Thorn wurde 1853 ein Kopernikus-Denkmal errichtet, das noch heute an den bedeutendsten Sohn der Stadt erinnert. Thorn fiel nach dem Ersten Weltkrieg an den neuen polnischen Staat, der Kopernikus gleich mit einverleibte. Es entbehrt schon nicht einer gewissen Ironie, dass ausgerechnet ein Deutscher als Aushängeschild der Wissenschaft Polens dient. Das führte immerhin dazu, dass Kopernikus auch auf zahlreichen Briefmarkenausgaben aus aller Welt als polnischer Astronom verehrt wurde und man ihm in einem bekannten Zeitreise-Film sogar polnische Worte in den Mund legte. Man kann davon ausgehen, dass ihn selbst sowohl die Inbesitznahme seiner Person, als auch seiner Heimat durch Polen missfallen hätte. Wer den Mut hatte, dem damals üblichen Glauben an die Erde als Mittelpunkt des Universums, sein heliozentrisches Weltbild entgegen zu setzen, der hätte sicher auch heute kein Problem damit, unbequeme Wahrheiten auszusprechen.
- Die neue Polymerserie aus Barbados: Ein genauerer Blick
Die neue Serie von sechs Polymerbanknoten aus Barbados wurde am 5. Dezember 2022 offiziell ausgegeben. Hier im Blog ( https://www.geldscheine-online.com/post/barbados-willkommen-in-die-polymer-familie ) wurde die Serie erstmals angekündigt. Auf den Polymerbanknoten sind auf der Vorderseite die folgenden Nationalhelden und Persönlichkeiten und auf der Rückseite die folgenden Wahrzeichen abgebildet: 2 Dollars: John Redman Bovell (ein Agrarwissenschaftler, dem die Rettung der Zuckerindustrie von Barbados im späten 19. Jahrhundert zugeschrieben wird) und die Morgan-Lewis-Windmühle in Saint Andrew. 5 Dollars: Frank Worrell (legendärer Kricketspieler der Westindischen Inseln und Mitglied der weltberühmten 3Ws) und die Kricketanlage 3Ws Oval an der University of the West Indies, Cave Hill Campus. 10 Dollars: Charles Duncan O'Neal (ein Arzt, der sich für die Rechte der Unterprivilegierten einsetzte) und die Charles Duncan O'Neal Bridge über die Careenage in Bridgetown. 20 Dollars: Samuel Jackman Prescod (der erste nicht-weiße Abgeordnete im House of Assembly) und die Parlamentsgebäude in Bridgetown. 50 Dollars: Errol Barrow (Vater der barbadischen Unabhängigkeit und erster Premierminister von Barbados) sowie Independence Square mit einer Statue von Errol Barrow in Bridgetown. 100 Dollars: Grantley Adams (der erste Premierminister von Barbados und Held der sozialen Revolution auf Barbados) sowie der Grantley Adams International Airport (BGI) in Christ Church. Alle Stückelungen weisen zusätzlich folgende Merkmale auf: Der Nennwert jeder Banknote, der unter normalem Licht nicht sichtbar ist, leuchtet unter UV-Licht auf der Vorderseite jeder Banknote hell auf. Eines der bekanntesten nationalen Symbole von Barbados ist der zerbrochene Dreizack, der an mehreren Stellen auf jeder Banknote zu sehen ist. Einer davon befindet sich in der Nähe der Mitte jeder Banknote: unter normalem Licht ist er eigentlich unsichtbar, unter UV-Licht leuchtet er jedoch hell auf. Auf jeder Banknote sind kleine Ausschnitte der Nationalhymne zu sehen. Sie sind auf der Rückseite zu finden, und die spezifischen Phrasen variieren je nach Nennwert. Auch diese Sätze leuchten unter UV-Licht. Ein Umriss der Karte von Barbados wurde der Serie hinzugefügt. Allerdings ist nicht der gesamte Umriss auf jedem Schein zu sehen. Vielmehr ist auf jedem Schein ein Ausschnitt des Umrisses zu sehen, und wenn man alle sechs Scheine in zwei Dreierreihen zusammenlegt, erscheint der gesamte Umriss. Unter UV-Licht ist der Umriss sogar noch ausgeprägter, da er von Blau zu Gelb und dann wieder zu Blau übergeht. Alle sechs Stückelungen wurden auf Safeguard®-Polymersubstrat gedruckt, das von De La Rue plc in England hergestellt wird. De La Rue plc druckte zusätzlich auch alle Stückelungen. Für diese Ausgabe wurden keine Ersatzscheine gedruckt. Die Bündel werden mit einer Mischung aus Kontrollnummern (nicht fortlaufend nummeriert von -01 bis -(1)00) ausgegeben. Donald Ludwig ( polymernotes.com )












