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  • Tipp: Technische Hilfe beim Bestimmen von Scheinen mit unbekannten Schriften

    Das Problem kennt jeder Geldscheinsammler: Wie bestimme ich einen Schein, dessen Beschriftung ich nicht lesen kann, weil sie z. B. ausschließlich in chinesischen, koreanischen, kyrillischen oder arabischen Schriftzeichen erfolgte? Viele Banknoten sind wegen der Lesbarkeit zwar auch zweisprachig (z. B. Chinesisch und Englisch) beschriftet, aber eben nicht alle, und genau dann wird es kompliziert. Wir möchten eine Möglichkeit vorstellen, die einfach zu nutzen ist und in vielen Fällen bei der Bestimmung hilft. 1. Bild anfertigen Scannen Sie den Schein ein, oder machen Sie ein Foto von der zu bestimmenden Seite. Ich habe hier einen chinesischen Lebensmittelkupon eingescannt, da deren Bestimmung wegen der ausschließlich chinesischen Beschriftung vielen Sammler erhebliche Schwierigkeiten bereitet. Oft bleibt nur das mühsame Vergleichen von Schriftzeichen bei Ausgabestellen und bei den betreffenden Waren, die mit den Kupons bezogen werden können. 2. Google-Bildsuche Öffnen Sie Google und wechseln mit Anklicken des Kamera-Symbols direkt zur Bildsuche (Search by Image). Es erscheint in Fenster, in das sie nun entweder das Bild direkt ziehen können, oder über die Suche ein Bild auf Ihrem Computer auswählen. Die Suchmaschine von Google zeigt nun links Ihren Schein an und rechts ähnliche Bilder, die im Internet gefunden worden. 3. Texte übersetzen Wenn man auf den Button "Translate" klickt, wird der Text auf dem Bild bzw. Schein direkt durch den Google-Übersetzer übersetzt. In aller Regel ist Englisch voreingestellt. Um zu Deutsch zu wechseln, klicken Sie auf "Translate to" und wählen aus der Auswahlliste "German" aus. Jetzt wird Ihnen die Übersetzung ins Deutsche angezeigt, und zwar auf dem Schein selbst, wie auch rechts in einem Feld für den übersetzten Text. Zu unserem chinesischen Kupon erfahren wir nun, dass es sich um eine Lebensmittelmarke der Provinz Shanxi handelt. "Ershijin" braucht schon etwas mehr Kenntnisse des Sammlers. Man muss dazu wissen, das Shijin eine marktübliche Gewichtseinheit in China ist und einem Pfund = 500 Gramm entspricht. Auch ausgehend von der Beschriftung mit der Wertzahl "2" lässt sich nun leicht ableiten, dass es sich um einen Kupon für den Bezug von 2 Shijin, also 1000 Gramm, handelt. Das Jahr 1981 muss in diesem Fall nicht weiter übersetzt werden. Gibt es keine Beschriftung für eine andere Ware, z. B. Benzin, dann handelt es sich um einen Kupon für den Bezug von Reis, in der Übersetzung oft auch als Getreide oder "Grobe Körner" bezeichnet. Wem die Google-Übersetzung nun nicht reicht, der kann auch die professionelle Übersetzung von Deepl nutzen. Eine deutsche Software, die als das präziseste Übersetzungstool der Welt gilt. Hier sind allerdings noch nicht alle Sprachen verfügbar, die Software wird aber ständig erweitert. Hierzu klickt man auf den Text-Button, um alle auf dem Bild gefundenen Texte hervorzuheben. Nun kann man einzelne Textabschnitte auswählen und in die Zwischenablage kopieren. Ich habe in unserem Beispiel die Textzeile ganz oben markiert, rechts erscheinen Google-Suchergebnisse dazu nicht weiter verwunderlich in Chinesisch. Deepl-Übersetzung Den Text habe ich aus der Zwischenablage in die linke Spalte des Deepl-Übersetzers kopiert (www.deepl.com). In aller Regel erkennt Deepl selbst die Sprache, Sie können Ausgangs- und Zielsprache aber auch aus Listen auswählen. Rechts wird hier die Übersetzung ins Deutsche angezeigt. Zusätzlich bietet Deepl auch alternative Übersetzungen an, was oftmals sehr hilfreich sein kann. Fazit Was mit einem chinesischen Lebensmittelkupon möglich ist, gilt natürlich auch für jeden beliebigen Geldschein, dessen Bestimmung wegen einer für den Sammler nicht lesbaren Schrift fast unmöglich erscheint. Ich habe als weiteres Beispiel eine israelische Banknote aus dem Jahr 1958 ausgewählt. Der hebräische Text der Vorderseite wurde erkannt, was die Kennzeichnung durch die hellen Balken anzeigt. In der Übersetzung erhalten wir nun alle Texte in Deutsch, inkl. der Titel zu den Unterschriften. Diese Google-Funktionen eröffnen vielfältige Möglichkeiten für Sammler, nicht nur zur Bestimmung von Geldscheinen und Lebensmittelkupons, sondern auch für viele andere Sammelobjekte, wie z. B. Wertpapiere, Spendenbelege, Lose oder Briefmarken und Dokumente aller Art. Interessant ist natürlich, dass man damit auch Texte lesen kann, die über die reine Bestimmung eines Scheins hinaus wichtige Zusatzinformationen bieten, wie z. B. zur Gültigkeit, Einlösbarkeit oder zur Strafandrohung bei Fälschungen. Die Redaktion von Geldscheine-Online wünscht viel Spaß und Erfolg beim Ausprobieren und weiterhin Freude am Hobby! Hans-Ludwig Grabowski

  • Der "Sternberger Hostienfrevel" von 1492

    Der Sternberger Hostienschändungs-Prozess von 1492 im Spiegel der Serienscheine der Stadt von 1922 Die Stadt Sternberg liegt innerhalb des Städtedreiecks Schwerin – Wismar – Güstrow inmitten grüner Auen und blauer Seen, saftiger Wiesen und wogender Kornfelder im Naturpark Sternberger Seenland. Das kleine Städtchen, das heute 4.000 Einwohner hat, war bis zur Revolution 1918 Sitz des mecklenburgischen Landtags. Darüber hinaus war sie im ausgehenden Mittelalter ein weit über die Grenzen Mecklenburgs bekannter Wallfahrtsort. Original-Lithografie "Der Marktplatz in Sternberg" des Verlags der Tiedemann'schen Hof- und Steindruckerei zu Rostock aus dem Jahr 1845. Der Ursprung der wundersamen Geschichte des heiligen Blutes von Sternberg wird auf eine Überlieferung zurückgeführt, in der der Priester Peter Däne – ein Vikar an dem Altare Aller Heiligen in Sternberg – ein armer Schlucker ist und in seiner Geldnot seinen eisernen Kochtopf dem Juden Eleasar verpfändet. Eleasar verspricht dem Priester die sofortige Rückgabe des Topfes sowie einen größeren Geldbetrag, falls er ihm geweihte Hostien verschaffen würde. Däne geht in seiner Not auf diesen schlimmen Handel ein und übergibt am 10. Juli 1492 zwei Hostien, die er in ein seidenes Altartuch gewickelt hatte. Zwei weitere Hostien kommen aus Penzlin hinzu. Am Morgen des 20. Juli, dem Hochzeitstag der Tochter des Eleasar, versammelten sich fünf Männer in einer Gartenlaube des Hauses und begannen die Sternberger Hostien mit Nadeln zu bearbeiten. Nach christlichem Verständnis ein Sakrileg. Die Geschichte greift hierbei eine Stereotype auf. Die Legenden eines im Judentum angelegten, zwanghaften und antichristlichen jüdischen Hostienfrevels standen wie die zuvor aufgekommenen Ritualmord-Legenden im Zusammenhang mit dem antijudaistischen Vorwurf des Gottesmordes, der sich seit dem 2. Jahrhundert im Christentum verbreitet hatte. Bei der Transsubstantiation wandeln sich bei der Heiligen Messe die eucharistischen Gestalten von Brot und Wein in den Leib und das Blut Jesu Christi. In der Bibel heißt es „Nehmt, dies ist mein Leib.“ und „Wer von mir isst, wird Leben“. Die Schändung oder das Wegwerfen einer Hostie gilt nach kirchlichem Recht als schwere Verfehlung. Am Hochzeitsabend kam es zu einer weiteren Schändung. Als man die zwei anderen Hostien mit Messern bearbeitete, welch ein Wunder, floss ein Strom Blut aus den Schnitten. Während dies die jüdischen Gemeinden des Landes mit Freude und Genugtuung aufnahmen, so die Überlieferung, wurde den Tätern angst und bange. Eleasar selbst flüchtete mit zwei Hostien, während seine Frau die beiden anderen Hostien dem Priester auf dem Hof der fürstlichen Residenz mit den Worten zurückgab: „Da hast du deinen Gott!“ Dem Priester war es jedoch unmöglich, die Hostien fortzuschaffen, sodass er sie an Ort und Stelle vergrub. Von Gewissensbissen gequält, zeigte er die Tat an. Daraufhin wurden alle Mecklenburger Juden verhaftet, verhört und sofern sie mit dem angeblichen Hostienfrevel in Verbindung gebracht werden konnten, nach peinlicher Befragung angeklagt. Auf Veranlassung weltlicher und geistlicher Würdenträger wurde ihnen am 24. Oktober 1492 nach kanonischem Recht der Prozess gemacht. 25 Juden und 2 Jüdinnen wurden wegen des Hostienfrevels vor den Toren der Stadt verbrannt, die übrigen 247 des Landes verwiesen, ihr Vermögen von den Mecklenburger Herzögen eingezogen und sämtliche Schulden bei Juden für ungültig erklärt. Der Hügel, auf dem der Scheiterhaufen stand, wird noch heute Judenberg genannt. Peter Däne wurde nach Rostock gebracht, zum Feuertod verurteilt und endete dort am 13. März 1493 auf dem Scheiterhaufen. Die angeblich geschändeten Sternberger Hostien mit dem „Heiligen Blut“ und die Tischplatte, auf welcher der Hostienfrevel begangen worden sein soll, bewahrte man in der dafür an die Sternberger Stadtkirche angebauten Kapelle des Heiligen Blutes als Objekte religiöser Verehrung auf. Jährlich besuchten tausende Pilger die Kapelle und brachten der Stadt die gewaltige Summe von 400 Gulden ein, bis die Reformation dem Treiben ein Ende machte. Noch 1492 wurden Druckschriften über den angeblichen Sternberger Hostienfrevel in Magdeburg, Köln und Lübeck herausgegeben und der Nürnberger Hartmann Schedel nahm die Ereignisse sogar in seine weit verbreitete Weltchronik auf. Abb. 1: Stadt Sternberg i./Mecklbg., 23. Januar 1922, 100 Pfennig, gemeinsame Vorderseite Abb. 2: Stadt Sternberg i./Mecklbg., 23. Januar 1922, 100 Pfennig, Rückseite 1: Priester Peter Däne verkauft den Juden geweihte Hostien 1492. Abb. 3: Stadt Sternberg i./Mecklbg., 23. Januar 1922, 100 Pfennig, Rückseite 2: Die Hostienschändung durch die Juden zu Sternberg 20 Juli 1492. Abb. 4: Stadt Sternberg i./Mecklbg., 23. Januar 1922, 100 Pfennig, Rückseite 3: Der Feuertod der Hostienfrevler zu Sternberg 24. Okt. 1492 Abb. 5: Stadt Sternberg i./Mecklbg., Verkaufsmappe Das spätmittelalterliche Ereignis diente den Stadtvätern Sternbergs als Vorlage für drei dekorative Serienscheine zu je 100 Pfennig. Sie tragen das Ausgabedatum vom 23. Februar 1922 und sind 105 mm x 80 mm groß. Den Druck auf gelbbraunem Papier ohne Wasserzeichen in schwarzer Farbe besorgte die Firma „Gebrüder Jänecke Druck- und Verlagshaus Hannover“. Nur einige wenige Partien wurden in Rot ausgeführt. Die Darstellung der Vorderseite ist einheitlich gestaltet und zeigt die Stadtansicht im Jahr 1922 mit der altersgrauen Kirche, flankiert von der Jahreszahl „14 – 92“. Die Rückseiten-Darstellungen thematisieren die Geschichte: „1. Priester Peter Däne verkauft den Juden geweihte Hostien 1492“, „2. Die Hostienschändung durch die Juden zu Sternberg 20. Juli 1492“, „3. Der Feuertod der Hostienfrevler zu Sternberg 24. Okt. 1492“. Illustriert werden sie durch entsprechende Holzschnitte des Jos. Dominicus aus Paderborn. Die Scheine wurden in einer Schutzhülle aus Papier verkauft, in deren Innerem die Geschichte erzählt wird. Uwe Bronnert

  • Leserpost: Unbekannte „Reichsbanknote“ entdeckt?

    In Sammlerkreisen wurde vor Kurzem eine unbekannte Reichsbanknote zu 50 Milliarden Mark vorgestellt. Man war sich schnell einig, dass es sich hier um keine echte Note handeln kann. Aber es sollen mehrere Stücke dieser Art existieren. Ich bin kein Spezialist für Hochinflations-Scheine, aber für mich erweckt er durchaus den Eindruck einer echten Banknote bzw. einer gut gemachten Nachahmung von Reichsbanknoten. Deshalb würde mich der Hintergrund dieser (mutmaßlichen) Blüte interessieren, soweit bekannt. Handelt es sich um eine zeitgenössische Verfälschung oder Fälschung? Handelt es sich um einen Fantasieschein aus unseren Tagen? Was kann man noch zu diesem Schein sagen? Mit freundlichen Grüßen M. Dietl Antwort der Redaktion Wäre es eine echte Reichsbanknote, dann gäbe es auch eine entsprechende Bekanntmachung der Deutschen Reichsbank dazu, was nicht der Fall ist. Es gibt zwar eine Hilfsbanknote der Reichsbank über 50 Milliarden Mark vom 26. Oktober 1923, die von einigen privaten Druckereien hergestellt wurde, warum aber sollte es dann auch noch eine Banknote des gleichen Nominals mit Datierung vom Vortag geben? Nun, es handelt sich allem Anschein nach um eine zeitgenössische Fantasiefälschung. Bei der Flut von immer neuen Reichsbanknoten und Notgeldscheinen, die in der Zeit der Hochinflation ausgegeben wurden, um der im Zusammenhang mit dem Währungsverfall einhergehenden Zahlungsmittelknappheit zu begegnen, verloren die Menschen schlicht und ergreifend den Überblick. Um nicht bestehendes Geld zu fälschen, kamen einige Zeitgenossen auf die Idee, dank ihrer Fantasie und Fähigkeiten einfach Fantasiegeld zu erschaffen, dass es nicht selten in den Zahlungsverkehr geschafft hat, wie im vorliegenden Fall anhand der Gebrauchsspuren zu vermuten. Wenn auch die Gestaltung auf den ersten Blick auch durchaus professionell wirkt, so enttarnt ein kritischer Blick auf die Siegel des Reichsbankdirektoriums doch sehr schnell die plumpe Fälschung. Wir kennen noch weitere Beispiele solcher Fantasiescheine aus der Inflationszeit, z. B. von Scheinen der Landesbank der Provinz Westfalen oder von Notgeld der Deutschen Reichsbahn. Es wäre interessant zu erfahren, ob der Druck auf Papier mit Wasserzeichen erfolgte und wenn ja, welches Wasserzeichen verwendet wurde. Es ist ein Fall aus dieser Zeit bekannt bei dem Wasserzeichenpapier, das für den Druck von Notgeld der Reichsbahn hergestellt wurde, direkt aus der Papierfabrik gestohlen und für die Herstellung von Fälschungen verwendet wurde. Allerdings handelte es sich hier nicht um Fantasiefälschungen, sondern um die Nachahmung existierender Reichsbanknoten. Ich habe das Online-Auktionshaus angeschrieben, über das die Abbildung des Scheins in einem Artikel zur Hochinflation aufgetaucht ist, und hoffe darauf zu erfahren, ob wir es hier auch mit Wasserzeichenpapier zu tun haben. Wahrscheinlich erfolgte der Druck aber auf Papier ohne Wasserzeichen. Auch wäre das Format des Scheins von Interesse! Interessant wäre auch zu klären, ob der durchaus professionell wirkende Unterdruck evtl. bei einer Notgeld-Ausgabe verwendet wurde. Dann könnte man die "Fälschung" einer Region oder vielleicht sogar Druckerei zuordnen. Bei der riesigen Menge an ausgegebenem Notgeld kommt das allerdings einer echten Forschungsarbeit gleich, es sei denn, ein Sammler erkennt das Unterdruckmuster, weil er einen ähnlichen Schein in seiner Sammlung hat. Es könnte sich aber trotzdem auch ebenfalls um einen Fantasiedruck handeln. Die Nähe zu einer damals in die Herstellung von Notgeld eingebundenen Druckerei erscheint mir aber dennoch wahrscheinlich. Hans-Ludwig Grabowski

  • Die Entwürfe der ersten Euro-Banknoten, Teil 43

    Bereits im November 1994 hatte der Rat des Europäischen Währungsinstituts (EWI) die Stückelung auf sieben Banknoten-Nominale von 5 bis 500 Euro festgelegt. Im Juni 1995 wurden dann zwei Themen für die Gestaltung der Euro-Banknoten vorgegeben, zum einen "Zeitalter und Stile in Europa" und zum anderen ein abstraktes, modernes Design. Im Februar 1996 begann der Gestaltungswettbewerb, an dem 29 Grafiker und Grafikerteams teilnahmen, die von 14 nationalen Zentralbanken der EU nominiert wurden. Im September 1996 beurteilte eine Jury aus international renommierten unabhängigen Experten für Marketing, Grafik und Kunstgeschichte die eingereichten Entwürfe und wählte je fünf für beide Themenbereiche aus. Im Oktober 1996 erfolgte eine Umfrage unter insgesamt 2000 Personen aus allen EU-Ländern außer Dänemark und am 3. Dezember 1996 wählte der Rat des EWI schließlich den Vorschlag aus Österreich Nr. T 382 als Gewinner des Gestaltungswettbewerbs. Wie aber hätten die ersten Euro-Banknoten auch aussehen können? Wir setzen hiermit unsere Reihe zu den Entwürfen der ersten Euro-Banknoten fort. Zeitalter und Stile in Europa, Vorschlag T 293 Andrew Ward Geboren 1957 in Keighley, Großbritannien. Von 1982 bis 2002 arbeitete er in der Design-Abteilung der Druckerei der Bank von England, davon von 1995 bis 2002 als Chefdesigner. Seit 2002 arbeitete er als Währungsdesign-Berater für die Bank von Kanada. 5 Euro, Vorder- und Rückseite, Antike. 10 Euro, Vorder- und Rückseite, Romanik. 20 Euro, Vorder- und Rückseite, Gotik. 50 Euro, Vorder- und Rückseite, Renaissance. 100 Euro, Vorder- und Rückseite, Barock. 200 Euro, Vorder- und Rückseite, Biedermeier, 19. Jahrhundert. 500 Euro, Vorder- und Rückseite, Moderne. Fortsetzung folgt … Hans-Ludwig Grabowski Abb. Europäische Zentralbank (EZB)

  • Lexikon: Faksimile

    Als Faksimile (lat.: facsimile = mache es ähnlich) wird die Wiedergabe einer Handschrift, bei Geldscheinen hauptsächlich die Darstellung von Unterschriften durch Nachbildung mit einem Faksimile-Stempel oder durch eine andere Reproduktionsart bezeichnet (Beispiel: Interimsnoten der Deutsch-Ostafrikanischen Bank aus der Zeit des Ersten Weltkriegs). Als Faksimile-Unterschriften können also sowohl gestempelte, als auch gedruckte Unterschriften bezeichnet werden. Es gibt darüber hinaus auch Geldscheine, deren Beschriftung hauptsächlich aus Faksimile besteht, z. B. bei hektografischen Vervielfältigungen oder Nachdrucken einer handschriftlichen Vorlage. Beispiele für Faksimile auf Geldscheinen Abb. 1/2: Sächsische Bank zu Dresden, Banknote über 100 Mark vom 2. Januar 1911, Vorderseite mit gedruckten Faksimile-Unterschriften, Rückseite mit Hand-Unterschrift des ausfertigenden Kassenbeamten. Abb. 3: Mülhausen im Elsass, Stadtkassen-Bon über 1 Mark vom 3. August 1914 mit gedruckter Faksimile-Unterschrift des Bürgermeisters in Rot und Handunterschrift des ausfertigendem Kontrollbeamten. Abb. 4: Frankreich unter deutscher Besatzung, Lieferungsschein der Etappen-Inspektion der 2. Armee über 10 Francs von 1914/15, sog. "Deichmann-Bon", mit Faksimile-Unterschriftsstempel "Deichmann" mit Angabe von Dienststelle und Dienstgrad. Abb. 5: Frankreich unter deutscher Besatzung, handschriftlicher verfasster und als Faksimile hektografisch vervielfältigter Gutschein des Königlich Preußischen 7. Thüringischen Infanterieregiments Nr. 96 über 2,50 Francs vom 30. August 1915. Abb. 6: Interims-Banknote der Deutsch-Ostafrikanischen Bank über 1 Rupie vom 1. November 1915, unten links mit Hand-Unterschrift "Häge" und rechts mit Faksimile-Unterschrift "A Frühling". Abb. 7: Stadt Exin in der preußischen Provinz Posen, Gutschein über 25 Pfennig vom 1. November 1916 mit zwei Faksimile-Unterschriftsstempeln. Abb. 8: Preußen, Provinz Ostpreußen, Königliche Regierungshauptkasse Königsberg, Gutschein über 50 Mark vom 28. Oktober 1918 mit zwei Hand-Unterschriften und einer Faksimile-Unterschrift (Stempel) dazwischen. Abb. 9: Deutsche Reichsbahn, Reichsbahndirektion Elberfeld, handschriftlich verfasster und als Faksimile-Druck vervielfältigter Gutschein über 1 Million Mark vom 11. August 1923. Abb. 10: Land Waldeck, Gutschein über 5 Millionen Mark vom 18. August 1923 mit zwei Faksimile-Unterschriftsstempeln. Albert Pick / Hans-Ludwig Grabowski (Überarbeitung und Bebilderung) Abb. 1-4, 6-10: Archiv für Geld- und Zeitgeschichte, Sammlung Grabowski Abb. 5: Battenberg-Gietl Verlag (vormals Sammlung Reichert)

  • Einladung zur 53. NUMISMATA München

    In einem aktuellen Rundschreiben an den Fachhandel lädt das NUMISMATA-Team nach fast dreijähriger Corona bedingter Zwangspause wieder nach München ein! Natürlich ist zur NUMISMATA auch der Papiergeldhandel willkommen und der Battenberg Gietl Verlag wird ebenfalls mit einem Stand vertreten sein. Rundschreiben / Pressemitteilung Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, nach gezwungener Pause laden wir Sie mit größter Freude zur NUMISMATA ein, dem Klassiker unter den Münzbörsen! Am 4. und 5. März 2023 im bekannten MOC in München werden wir gemeinsam nach alt bewährtem Konzept eine Messe der neuen Generation und mit neuen Akzenten gestalten. Die NUMISMATA hat sich in Vergangenheit in ihrer Art und Vielfalt des Angebots als eine der größten Münzen-Messe der Welt etabliert. Sie hat sich zu einem der wichtigsten Treffpunkte für das Numismatik-interessierte Publikum entwickelt. Diese Wiederzusammenkunft wird sehnlich erwartet von Sammlern, Geldanlegern und Anbietern. Sammler und Händler aus ganz Europa, ja der ganzen Welt werden in der ersten Märzwoche in München erwartet. Die Winterpause der Messe lassen wir gemeinsam hinter uns. Es wird der Frühling der Natur und der Frühling der NUMISMATA sein. Wenn Sie als Aussteller an der Messe teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte hier an: https://www.numismata.de/muenchen/anmeldung/aussteller/ Schicken Sie bitte Ihre Anmeldung bis spätestens 31. Dezember 2022 an uns. Gutscheinbesitzer bekommen Vorrang bei der Platzvergabe bei der Anmeldung bis zum 15. Dezember 2022. Nach Einplanung Ihres Standes erhalten Sie die Rechnung und weitere Informationen. Wenn Sie als Facheinkäufer an der Messe teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte hier an: https://www.numismata.de/muenchen/anmeldung/facheinkaufer/ Wir freuen uns auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit! Mit freundlichen Grüßen Angela Modes Veranstaltungsteam NUMISMATA International Münzen Modes Inh. Angela Modes Reichenbachstr. 17 80469 München Germany Tel. +49 - 89 - 260 39 42 Fax. +49 - 89 - 260 90 60 E-Mail: info@numismata.de Web: www.numismata.de

  • Teutoburger Münzauktion: Auktionen 151 bis 153 vom 2. bis 9. Dezember in Borgholzhausen

    In den Weihnachtsauktionen werden gleich drei Kataloge an sechs Auktionstagen vorgelegt. Zur Auktion! Auktion 151: Bielefelder Stoffgeld, Notgeld der besonderen Art Die Sammlung eines Bankdirektors, Freitag, 2.12.2022 Ein Spezialkatalog der weltweit umfangreichsten Sammlung zu diesem Gebiet. Orientiert an dem Buch von Hans-Ludwig Grabowski zu dieser Thematik, enthält diese Sammlung JEDEN Schein, der dort gelistet ist, in vielen Fällen sogar die dort abgebildeten Exemplare, zuzüglich zahlloser dort nicht aufgeführter Varianten – was diesen Auktionskatalog vermutlich zum neuen Nachschlagewerk für Sammler dieses Gebiets werden lässt. BIELEFELD (Westfalen), Notgeld besonderer Art. 20 Goldmark, Samt, gelb 15.12.1923, Druck einseitig schwarz. Bei dem abgebildeten Schein handelt es sich um das wahrscheinlich einzig bekannte Stück. Es stammt aus dem Besitz des ehemaligen Direktors der Stadtsparkasse Bielefeld Paul Hanke und befindet sich in einem Rahmen mit dem Zusatz: Patent P.A.707192 vom 17.12.23 mit Unterschrift. I, oben links etwas fleckig. Grabowski P113. Taxe: 15.000,– Euro BIELEFELD (Westfalen), Notgeld besonderer Art. 500 Mark Seide, rot/gelb/blau 3.6.1922 (Datum-Stpl.). Sog. „Russenschein“, beidseitig handgestickter Seidenschein aus dem Nachlass des ehemaligen Direktors Hanke der Stadtsparkasse Bielefeld mit Datum-Stpl. (Tag der Entwertung), RS oben l. und r. Text: „gestickt auf / Dürkopp Stickmaschine“ und unter dem Motiv zweizeiliger Text: „Spiritus-Frösche fressen / Russen als Delikatessen“, Mütze ohne Schrift. Exemplar aus unserer vergangenen Auktion 67 am 05.09.2012. I, von größter Seltenheit. Grabowski 40. Taxe: 10.000,– Euro BIELEFELD (Westfalen), Notgeld besonderer Art. Druckprobe zu 100 Mark 15.7.1921 „Französischer Vertragsbruch“. Auf roter Seide (Kleiderstoff) statt auf feinem, weißen Leinen, mit einer wunderschönen, goldgemusterten Borte in silberfarbener Seide umrändelt. Zusätzlich unterschrieben vom ehemaligen Direktor der Stadtsparkasse Bielefeld Paul Hanke. Unikum! II, Klebereste auf der Rs., von größter Seltenheit. Grabowski P26.3 var. Taxe: 8.000,– Euro Auktion 152: Banknoten und Briefmarken Freitag, 2.12.2022 (Banknoten) und Montag, 5.12.2022 (Briefmarken) Der Banknotenteil dieses Katalogs schließt aus logistischen Gründen direkt an die vorhergehende Sammlung an. Hier finden Sie zahlreiche interessante Geldscheine aus aller Welt, auch von Deutschland und Notgeldscheine. Der Briefmarkenteil folgt am Montag Nachmittag mit u. a. wieder einer schönen Serie China, aber auch anderen Briefmarken, Briefen, Postkarten aus aller Welt sowie vielen interessanten, urbelassenen Sammlungsnachlässen. BANK DEUTSCHER LÄNDER. 100 Deutsche Mark (roter Hunderter), Serie 1948. Serie L/A. II+, selten in so einer Erhaltung. Rosenberg 244. Grabowski WBZ-8. Pick 8a. Taxe: 2.600,– Euro DANZIG, Freie Stadt. 5 Danziger Gulden 1.11.1923. Wz. Danziger Kogge. III, sehr selten. Rosenberg 830. Grabowski DAN-54. Pick 50. Taxe: 750,– Euro SCHWEIZ. 500 Franken 1976. PMG Grading 65 EPQ. Pick 58a. Taxe: 1.000,– Euro Zur Auktion! Weitere Bielefelder Stücke aus der Auktion 151: Zur Auktion!

  • Lexikon: Ersatznoten

    Bei den Kontrollen der Herstellerfirmen von Geldscheinen werden sog. Makulaturen (schlecht oder unvollständig gedruckte, verdruckte, verschnittene oder sonst zu beanstandende Noten) aussortiert und durch einwandfreie Noten, sog. Ersatznoten, auch Austauschnoten oder nachgeschobene Noten (engl. Replacement Notes) ersetzt, damit die Anzahl der gezählten Scheine wieder stimmt oder auch die Zählung nach der auf den Scheinen gedruckten Nummerierung (Kontrollziffer) weiter möglich ist. Die Ersatzscheine unterbrechen die laufende Nummerierung auf den Scheinen und unterscheiden sich auch häufig durch eine besondere Kennzeichnung in der Nummerierung, sei es durch andere Serienbuchstaben (Beispiel: Noten der Deutschen Bundesbank), durch ein Kreuz (Beispiel: Bank deutscher Länder, 5 DM 1948), durch einen Stern (Beispiel: Noten der USA) usw. Es gibt Sammler, die diese im Vergleich zu den normalen laufenden Serien selteneren Scheine gezielt als Varianten sammeln. Ausgehend davon gibt es auch einen Spezialkatalog für Ersatznoten aus aller Welt. Die Bundesbank benutzt den Begriff Austauschnoten, weil auch die Noten der Ersatzserien BBk II für Westdeutschland von 1960 und Westberlin von 1963 aus der Zeit des "Kalten Kriegs" als Ersatznoten bezeichnet werden, aber eine völlig andere Bestimmung hatten, nämlich im Krisen- oder Kriegsfall als Ersatz für eine gesamte in Umlauf befindliche Währung zu dienen. Der Begriff Austauschnoten wird deshalb auch in der aktuellen Katalogisierung der deutschen Banknoten verwendet. Beispiele für Ersatznoten Abb. 1: Bank deutscher Länder, Ersatznote zu 5 DM vom 9. Dezember 1948 mit Kreuzstern in der Kontrollnummer. Abb. 2: Deutsche Bundesbank, Ersatznote zu 20 DM vom 1. Oktober 1993 mit Serie ZA. Abb. 3: Deutsche Notenbank, DDR: Muster einer Ersatznote zu 5 DM von 1955 mit Serie ZC. Abb. 4: 1 Dollar (Silber-Zertifikat 1899), Austauschnote, bisher einziges gefundenes Exemplar mit den Unterschriften von William Tecumseh Vernon und Thomas Lee McClung. Albert Pick / Hans-Ludwig Grabowski (Überarbeitung und Bebilderung) Abb. 1: Hans Worbes, www.worbes-verlag.de Abb. 2/3: Archiv für Geld- und Zeitgeschichte, Sammlung Grabowski Abb. 4: Michael H. Schöne

  • Nachbericht zum Kapitel Banknoten der SINCONA-Auktion 80 vom 26. Oktober 2022

    Rund 600 Nummern umfassten die Banknoten innerhalb der vier Herbstauktionen von SINCONA in Zürich. Einmal im Jahr freuen sich die Liebhaber der Geldscheine, ihnen fehlende Noten ergattern zu können. Bei einer Schätzung von 122.000 Schweizer Franken (CHF) erzielten die mehr als 75% verkauften Lose Zuschläge von über 230.000 Franken. Aber alles der Reihe nach! Hier einige Spezialitäten: Lot 4019: Belarus/Weissrussland. 6 verschiedene Spezimen, von 1 Rubel 1993 bis 100 Rubel 1993. (abgebildet 50 Rubel 1993). Alle PMG 65-67 gegradet. Schätzung CHF 1.000 / erzielter Preis CHF 1.900. Erneut waren chinesische Banknoten ein bedeutender Teil, und sie waren oftmals stark umkämpft. Lot 4039: China. Volksrepublik. Bank of China. 5 Yuan 1941. Schätzung CHF 200 / erzielter Preis CHF 2.000. Lot 4086: China. Foreign Banks. Bank of East Asia Ltd. 100 Dollars 1924. Shanghai Branch. Spezimen, gedruckt bei Waterloo & Sons Ltd. Gutes vorzüglich. Schätzung CHF 3.500 / erzielter Preis CHF 5.000. Lot 4143: China. Volksrepublik China. Peoples Bank of China. 50 Yuan 1949. Pick 828. Unzirkuliert. Schätzung CHF 800 / erzielter Preis CHF 3.200. Von einer schöne Serie Neukaledonien/Nouméa unter französischer Flagge zeigen wir einen Geldschein, welcher zwar unauffällig daherkommt, jedoch recht selten ist. Lot 4260: Neu Kaledonien. Banque de l’Indo-Chine. Nouméa. 20 Francs 1925. Fast sehr schön. Schätzung CHF 150 / erzielter Preis CHF 750. Die Banknoten des österreichischen Kaiserreichs werden regelmäßig stark beboten, wie das folgende Beispiel zeigt. Lot 4367: Kaiserreich Österreich. « Privilegirte » Einlösungs- und Tilgungsdeputation. Anticipations-Schein. 10 Gulden 1813. Sehr schön. Schätzung CHF 1.500 / erzielter Preis CHF 1.700. Osteuropäische Banknoten stehen ebenfalls weiterhin hoch im Kurs; hier zwei Nummern, die stolze Ergebnisse brachten. Lot 4391: Polen, Königreich. 100 Zlotych 1794. Besondere Qualität in gutem vorzüglich. Schätzung CHF 450 / erzielter Preis CHF 3.000. Lot 4546: Tschechoslowakei. 2 Druckplatten o. J. (ca. 1919). Entwürfe zu einer Banknote zu 10 Korun. Projekte des bekannten tschechischen Künstlers Alfons Mucha. Schätzung CHF 2.000 / erzielter Preis CHF 3.400. Vergessen wir aber eine weitere spezielle Serie nicht, die Banknoten von São Tomé e Príncipe. Lot 4414: São Tomé e Príncipe. Unter portugiesischer Administration. 10.000 Reis 1909, Schiffsiegel Typ I. Selten. Risse, teilweise repariert, sehr gut erhalten. Schätzung CHF 100 / erzielter Preis CHF 1.100. Dass die Banknoten der Schweiz besondere Aufmerksamkeit erhalten, versteht sich von selbst. Besonders die älteren Ausgaben vor der Gründung der Schweizerischen Nationalbank und auch die drei Proben zur 6. Emission (1977–1993), Entwürfe des Künstlerpaars E. und U. Hiestand, faszinierten die Bieter. Lot 4442: Schweiz. St. Gallische Kantonalbank. 100 Franken 1896. Sehr selten und gut sehr schön. Schätzung CHF 4.500 / erzielter Preis CHF 9.500. Lot 4455: Schweiz. Schweizerische Nationalbank. 10 Franken o. J. Entwürfe von E. und U. Hiestand. Von größter Seltenheit. Fast unzirkuliert. Schätzung CHF 2.000 / erzielter Preis CHF 3.600. Alle Lose und die Ergebnisse der Auktionen können Sie auf der Homepage von SINCONA unter www.sincona.com nachlesen und auch genießen, und natürlich gilt für uns alle: «Nach der Auktion ist vor der Auktion». Wir freuen uns alle auf das nächste Jahr und laden Sie gerne nach Zürich ein. Zum Nachverkauf! Ruedi Kunzmann SINCONA AG

  • Österreich: Volksbegehren "FÜR UNEINGESCHRÄNKTE BARGELDZAHLUNG" erhält ausreichend Unterstützer

    Vom 19. bis 26. September 2022 lief die Eintragungsfrist für das österreichische Volksbegehren mit dem Titel "FÜR UNEINGESCHRÄNKTE BARGELDZAHLUNG", das mit insgesamt 530.938 Unterschriften (inkl. Unterstützungserklärungen im Vorfeld der Durchführung) die Mindestzahl von 100.000 Unterschriften deutlich überschritt. Damit belegt die Initiative den 13. Platz der österreichischen Volksbegehren mit den meisten Unterstützern – die bequeme Möglichkeit einer Stimmenabgabe mittels Handy-Signatur scheint mittlerweile auch von der breiten Bevölkerung intensiv genutzt zu werden. Das erfolgreiche Volksbegehren hat folgenden Wortlaut: Der Gesetzgeber möge bundesverfassungsgesetzliche Maßnahmen treffen, um die Beibehaltung des uneingeschränkten Bargeldzahlungsverkehrs zu verankern. Das Bargeld ist im vollen Umfang als Zahlungsmittel und Vermögensform zu schützen, ohne Obergrenzen. Nur eine Verankerung des Bargeldes in der Bundesverfassung, [sic] gewährt die Freiheit und die Verfügbarkeit privaten Vermögens und ist als Grundrecht abzusichern. Die Initiative nimmt also ausdrücklich Bezug auf die von der EU angestrebte Bargeld-Obergrenze von 10.000 Euro im Kampf gegen Geldwäsche: Nach der Ankündigung einer möglichen Obergrenze im vergangenen Jahr begannen der Wiener Unternehmer Josef Binder und seine Sekretärin Sabine Hatzl mit ihrer Initiative. Vor diesem Hintergrund lässt sich die sozio-geographische Verteilung der Unterstützer sehr eindeutig bewerten: Die meisten Unterschriften kamen aus Niederösterreich – sowohl absolut (137.253) als auch gemessen am Anteil an Stimmberechtigten (10,61 %) –; prozentuell gesehen lieferte Wien mit 5,58 % aller Stimmberechtigten die wenigsten Unterstützer (63.400 Unterschriften). Ein genauer Blick auf die Verteilung der Stimmen auf die einzelnen Bezirke ist dabei sehr aufschlussreich. Seit dem ersten Volksbegehren im Jahr 1964 wurden bisher insgesamt 72 Volksbegehren durchgeführt; dass davon nur 13 nicht genügend – d.h. 100.000 (bzw. 200.000 bis 1981) – Unterstützer fanden, zeigt die geringe Hürde, die ein solches Verfahren mit sich bringt. Dies geht jedoch auch mit einem eingeschränkten politischen Potential solcher Petitionen einher: Hat ein Volksbegehren die 100.000-Hürde geknackt, so muss das Anliegen im Nationalrat behandelt werden, jedoch ist eine direkte Auswirkung auf die Gesetzgebung ausdrücklich nicht gegeben. Für letzteres Ziel existieren Volksabstimmungen, die jedoch nicht von Volksinitiativen ausgehen; stattdessen holt dazu der Nationalrat in Form einer Ja-Nein-Frage die Meinung der Mehrheit der Abstimmungsberechtigten ein, wobei die Ergebnisse bindend sind. Ein solches Verfahren fand bisher nur zweimal Gebrauch: einmal im Jahr 1978 über die Inbetriebnahme des Atomkraftwerks Zwentendorf, die von einer äußerst knappen Mehrheit von 50,47 % abgelehnt wurde, und einmal über den EU-Beitritt, diesmal mit einer Zweidrittelmehrheit. Wie geht es nun also mit "unserem" Volksbegehren weiter? Zur Vorbereitung wird das Volksbegehren einem fachlich zuständigen Ausschuss zugewiesen; danach muss eine Ausschussberatung innerhalb eines Monats erfolgen. Nach weiteren vier Monaten hat dazu ein Bericht vorzuliegen beim Nationalrat, der dann im Plenum über das Thema berät. Das Volksbegehren wird wohl kaum Früchte tragen, eben da das politische Format keine großartigen Veränderungen (woran auch?) zwingend vorsieht; über den Ausgang des Ganzen dürfen wir dennoch monatelang gespannt sein. Eine ähnliche Initiative ist auch in der Schweiz in Vorbereitung: Die Volksinitiative "Ja zu einer unabhängigen, freien Schweizer Währung mit Münzen oder Banknoten (Bargeld ist Freiheit)" ist gerade im Sammelstadium. Diese Initiative der Freiheitlichen Bewegung Schweiz möchte eine Verfassungsänderung erreichen: Die Bundesverfassung1 wird wie folgt geändert: Art. 99 Abs. 1bis und 5 1bis Der Bund stellt sicher, dass Münzen oder Banknoten immer in genügender Menge zur Verfügung stehen. 5 Der Ersatz des Schweizerfrankens durch eine andere Währung muss Volk und Ständen zur Abstimmung unterbreitet werden. Kana Totsuka

  • Aus privaten Sammlungen: Notausgabe der Sächsischen Staatsbank vom April 1945

    Objekttyp: Banknote Sammlung: Archiv für Geld- und Zeitgeschichte, Sammlung Grabowski Historischer Kontext: Ausgehend von der dramatischen Lage an den Fronten gab das Reichsbankdirektorium am 14. September 1944 einen Erlass zur Herstellung und Ausgabe von Notgeld im Falle einer Feindbesetzung deutschen Gebiets aus. Auf dessen Grundlage kam es infolge Bargeldmangels zu verschiedenen überregionalen Notausgaben in Österreich, Sachsen, im Reichsverteidigungsbezirk Sudetenland und Niederschlesien sowie in Schleswig-Holstein. Durch die Sächsische Staatsbank wurde auf der Grundlage der Verordnung des Reichsstatthalters in Sachsen (Mutschmann) und der sächsischen Landesregierung vom 26. April 1945 Notgeld durch die Sächsische Staatsbank ausgegeben. Die Deckung sollte in voller Höhe durch gesperrtes Guthaben bei der Reichsbank erfolgen. Es waren Nennwerte zu 1, 2, 5, 10, 20 und 50 RM geplant. Vollständig bzw. teilweise gedruckt wurden aber nur die Scheine zu 5, 20 und 50 RM, von denen nur ein Teil der 20-RM-Scheine in den Umlauf kam. Der Druck erfolgte durch die AG für Kunstdruck in Niedersedlitz bei Dresden. Land/Region/Ort: Deutsches Reich, Freistaat Sachsen, Dresden Emittent: Sächsische Staatsbank Nominal: 20 Reichsmark Datum: 26. April 1945 Gültigkeit: 6. Mai bis 31. Dezember 1945 (ab Januar 1946 nur noch über die Sächsische Landesbank Leipzig) Vorderseite: Text auf Textmuster (SÄCHSISCHE STAATSBANK) Rückseite: Wertzahlen in den Ecken und Zierrahmen mit Straftext auf Textmuster Format: 160 mm x 80 mm Material: Papier Wasserzeichen: links Ornamentstreifen (Hakenglieder) Druck: AG Kunstdruck, Niedersedlitz Nummerierung: Serie L / 25728 ❆ Authentizität: Original Zitate: DEU-260a (Grabowski: Deutsche Banknoten ab 1871) Ro./Gra. 184 (Rosenberg/Grabowski: Die deutschen Banknoten ab 1871) Hans-Ludwig Grabowski Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus einer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com. Literaturhinweis: Hans-Ludwig Grabowski Die deutschen Banknoten ab 1871 Das Papiergeld der deutschen Notenbanken, Staatspapiergeld, Kolonial- und Besatzungsausgaben, deutsche Nebengebiete und geldscheinähnliche Wertpapiere und Gutscheine Mehr lesen … Leseprobe

  • Das Frauenkonzentrationslager Ravensbrück und sein Ersatzgeld

    Zur Geschichte des Lagers Mit dem Konzentrationslager Ravensbrück entstand das einzige große „Schutzhaftlager“ für Frauen auf deutschem Reichsgebiet vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs.1) Als Standort hatte sich die SS das kleine preußische Grenzdorf Ravensbrück ausgesucht, in unmittelbarer Nachbarschaft zum damals mecklenburgischen Luftkurort Fürstenberg/Havel. Ausschlaggebend für die Ortswahl war die verkehrstechnische Anbindung an die Eisenbahnstrecke Berlin – Stralsund/Rostock, an die Reichsstraße 96 und an den Wasserweg über die Havel bis nach Berlin, bei gleichzeitiger Abgeschiedenheit hinter dem Schwedtsee. Der Aufbau des Lagers erfolgte u. a. durch 350 bis 500 männliche Häftlinge des Konzentrationslagers (KL) Sachsenhausen im Frühjahr 1939. Am Aufbau waren aber auch zahlreiche private Baufirmen beteiligt.2) FKL Ravensbrück, Baracken des Frauenlagers mit Lagerstraße 1 von der Kommandantur aus. (Foto: SS-Propaganda-Album 1940/1941, Sammlung Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück) In einem Schreiben der Geheimen Staatspolizei Berlin (Gestapo) vom 2. Mai 1939 wurde allen Staatspolizeileitstellen sowie den Führern der SS-Totenkopfstandarten und Kommandanten der Konzentrationslager mitgeteilt, dass ab dem 15. Mai 1939 die Verlegung des Frauen-Konzentrationslagers (FKL) Lichtenburg nach Ravensbrück erfolgt. Nach der Verlegung der Frauen aus Lichtenburg verzeichnete die Stärkemeldung vom 21. Mai 1939 für Ravensbrück 974 registrierte Häftlinge.3) Aus Lichtenburg kamen aber auch weibliche Aufseherinnen, die hier ihre „Ausbildung“ für das FKL Ravensbrück erhalten hatten.4) Bereits im Juli 1939 sah ein zweiter SS-Haushaltsplan eine Belegung mit 3.000 weiblichen Häftlingen vor, und bis 1940 umfasste das Lagergelände ein Areal von 45.000 Quadratmetern, die von einer vier Meter hohen und mit elektrisch geladenem Stacheldraht gesicherten Mauer umgeben war.5) Schon bald trafen neue Transporte ein, so Ende Juni 1939 mit 440 Frauen und Kindern aus dem Burgenland und, nach dem Kriegsausbruch, am 23. September 1939 mit den ersten 23 polnischen Frauen, die in der gesamten Lagergeschichte mit insgesamt etwa 40.000 Häftlingen, die größte Gruppe stellen sollten.6) FKL Ravensbrück, Lageplan (Abb. wikipedia) FKL Ravensbrück, Besuch des Reichsführers SS, Heinrich Himmler, im Januar 1940 (vor angetretenen Aufseherinnen). Hinter Himmler der damalige Lagerdirektor Max Koegel. (Foto: SS-Propaganda-Album 1940/41, Sammlung Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück) Im Januar 1940 inspizierte der Reichsführer SS, Heinrich Himmler, das FKL Ravensbrück. Bereits im Juni 1940 wurde die für 3.000 Häftlinge geplante Aufnahmekapazität überschritten.7) FKL Ravensbrück, Baukommando weiblicher Häftlinge bei Erdarbeiten am Schwedtsee. (Foto: SS-Propaganda-Album 1940/41, Sammlung Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück) In den folgenden Jahren sollte das Lager ständig erweitert werden, u. a. um das sog. „Neue Lager“. 1941 wurde der Verwaltung des Frauenlagers ein neu errichtetes Männerlager unterstellt und 1942 kam das Jugend-Lager „Uckermark“ hinzu.8) Wurden anfangs viele Häftlinge noch für Arbeiten zur Erweiterung des Lagers und für den Lagerbetrieb selbst eingesetzt, so bildete die Arbeit in SS-eigenen Betrieben und in der Landwirtschaft ab Mitte 1940 den Schwerpunkt bei der Stellung von Arbeitskommandos.9) FKL Ravensbrück, Häftlinge in der Weberei bei der Herstellung von „Zebra-Stoff“ für Häftlingskleidung. (Foto: SS-Propaganda-Album 1940/41, Sammlung Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück) In den SS-Werkstätten, die im sog. „Industriehof“ angesiedelt waren, verrichteten die Häftlinge vornehmlich „typische Frauenarbeiten“. So stellten sie u. a. auch Häftlingskleidung her.10) Am 21. Juni 1940 wurde in Ravensbrück die „Gesellschaft für Textil- und Lederverwertung m.b.H.“ (Texled) als viertes großes SS-Unternehmen gegründet.11) Bereits bestehende Werkstätten wurden dem neuen Betrieb unterstellt.12) Besonders schwer mussten die Frauen in den Schneidereien, in der Rohrmattenflechterei und der Weberei arbeiten.13) FKL Ravensbrück, Häftlingsarbeit in der Rohrmattenflechterei. (Foto: SS-Propaganda-Album 1940/41, Sammlung Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück) Zur Texled gehörte auch eine Angorakaninchenzucht, eine Kürschnerei und eine Strohschuhflechterei.14) Die Kaninchenzucht sollte Felle für die Ausfütterung von Uniformen liefern, wurde aber 1943 unrentabel. In der Kürschnerei wurden zu diesem Zweck immer mehr Felle von gebrauchter Kleidung verwendet. Auch die Strohschuhflechterei verlor nach dem Desaster von Stalingrad an Bedeutung, da die bei der Wehrmacht eingesetzten Strohschuhe dem russischen Winter nicht trotzen konnten. Die Bilder von halberfrorenen deutschen Soldaten der 6. Armee, von denen etliche klobige Strohschuhe trugen, mit denen sie ihren Marsch in die Gefangenschaft und – für die meisten von ihnen – in den Tod angetreten haben, sind um die Welt gegangen und bis heute unvergessen.15) 1942 wurde ein Hallenkomplex errichtet, der für eine großangelegte Verarbeitung von „Alttextilien“, zu denen auch die Kleidung von ermordeten Menschen aus den Vernichtungslagern zählte, vorgesehen war. Kriegsverlauf und Mangel an Maschinen sorgten dafür, dass hier wohl nur noch die Weberei und die Schneiderei in Betrieb ging. Hergestellt wurden Häftlingsbekleidung und SS-Uniformen.16) Neben der Texled beschäftigte auch die SS-eigene „Deutsche Versuchsanstalt für Ernährung und Verpflegung“ (DVA) weibliche Häftlinge in Ravensbrück. Ursprüngliche Zielsetzung der DVA war der Anbau heimischer Kräuter für die Herstellung von Heilmitteln. Häftlinge bewirtschafteten den ehemaligen Gutshof Ravensbrück und ab 1942 eine neue Gärtnerei, eine Geflügelzucht sowie 1943 einen Forst.17) FKL Ravensbrück, Arbeitsdienstzettel vom 16.3.1943 für Siemens-Arbeitstrupp von 286 „Schutzhaftgefangenen“. (Sammlung Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück, Sign.: KL/18-6) Ausgehend von der Arbeitskräftesituation in der Kriegswirtschaft wurden weibliche Häftlinge auch für die Rüstungsindustrie immer bedeutender. In der Nähe des Lagerkomplexes entstanden Werkstätten der Firma Siemens & Halske, in denen Häftlinge ab August 1942 arbeiteten.18) War Ravensbrück von 1939 bis Anfang 1942 ein „Musterlager“ für Frauen gewesen, in dem bis zum Schluss auch Aufseherinnen für andere Konzentrationslager ausgebildet wurden, so wurde es mit dem Beginn des „totalen Kriegs“ 1943 durch die Gründung immer neuer Außenlager nicht nur zum „Stammlager“, sondern auch zur Drehscheibe und Durchgangsstation für weibliche Häftlinge aus ganz Europa.19) FKL Ravensbrück, Foto und Eintrag aus der Häftlingskartei. Der Jüdin Frieda Sara Obermeier wurde fortgesetzte Rassenschande mit mehr als 24 deutschen Männern vorgeworfen („Dirne!“). Sie wurde am 1.4.1942 im Rahmen der Aktion „14 f 13“ in Bernburg vergast. (Sammlung Wolfgang Haney, Berlin) Wie die Konzentrationslager für Männer, so war auch das Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück nicht nur ein Ort, an dem Häftlinge Zwangsarbeit für die SS und die deutsche Kriegswirtschaft leisten mussten, es war auch ein Ort des Terrors und des Todes. Allein im Rahmen der Tötungsaktion „14 f 13“, die dem „Euthanasieprogramm“ folgte, sollen nach Häftlingsaussagen insgesamt 1.600 Frauen, darunter 700 bis 800 jüdische Häftlinge, 1942 in der Gaskammer der Heil- und Pflegeanstalt Bernburg/Saale ermordet worden sein. Im April 1943 wurde in Ravensbrück ein eigenes Krematorium und Ende 1944 sogar eine provisorische Gaskammer in Betrieb genommen, in der ab Januar 1945 etwa 5.000 Häftlinge ums Leben kamen, davon 104 aus dem Männerlager. Die SS bemühte sich, den Verbleib der vergasten Häftlinge durch nachträglich erstellte Transportlisten in das „Schonungslager Mittwerda“ zu verschleiern.20) Andere Forschungen gehen von 2.300 bis 2.400 vergasten Häftlingen aus.21) FKL Ravensbrück, Transportliste vom 10.1.1942. (Sammlung Wolfgang Haney, Berlin) FKL Ravensbrück, Benachrichtigung über den Tod des Häftlings Maria Müller an deren Mutter vom 4.12.1944. (Sammlung Wolfgang Haney, Berlin) Von Anfang an hatte die sprichwörtliche deutsche Bürokratie die Geschichte der Konzen- trationslager und damit auch die Verwaltung von Häftlingen, Zwangsarbeit und Tod begleitet. So manche Transportliste erinnert bis heute an die Namen von Häftlingen und deren Leid. Hier ist eine Todesnachricht an die Mutter einer „Ravensbrückerin“ abgebildet, die den Eindruck erwecken soll, dem infolge Krankheit verstorbenen Häftling wäre die bestmögliche medizinische Versorgung gewährt worden. Dabei konnte es nicht einmal als sicher gelten, ob der Häftling tatsächlich an einer Krankheit gestorben war oder an den Folgen von Hunger, Zwangsarbeit, medizinischen Versuchen, Mord oder Misshandlung, auch wenn diese in Ravensbrück offiziell verboten war. Korrekt nach Vorschrift wird abschließend darauf hingewiesen, dass der Nachlass der „verstorbenen“ Frau durch die Gefangeneneigentumsverwaltung an den erbberechtigten Empfänger gesandt wird. Dieser war in der Regel in der Häftlingskartei vermerkt. Zum Eigentum des Häftlings gehörte – wie in allen anderen Lagern auch – neben privater Kleidung, sonstiger Habe und Wertgegenständen, die in der Effektenkammer aufbewahrt wurden, auch das Eigengeld. FKL Ravensbrück, Häftlings-Personal-Karte der ungarischen Jüdin Piroska Schaffer, die am 19. November 1944 in Ravensbrück eingewiesen und am 2. Dezember 1944 in das KL Buchenwald überstellt wurde. Die letzten Monate des Lagers waren chaotisch. Aus Auschwitz und anderen östlichen Lagern kamen immer mehr Evakuierungstransporte an, so dass Anfang 1945 die höchste Zahl von Häftlingen erreicht wurde. Ende Januar 1945 sollen über 46.000 weibliche und mehr als 7.800 männliche Häftlinge in Ravensbrück und seinen 70 Außenlagern registriert gewesen sein, und im Februar kamen noch einmal 11.000 Häftlinge aus anderen Lagern hinzu.22) Die komplette Überfüllung des Lagers führte neben der Reduzierung der Verpflegung zu katastrophalen hygienischen Bedingungen, die schließlich eine Typhusepidemie auslösten, die zahlreiche Opfer forderte.23) Im geräumten Jugend-Lager wurden arbeitsunfähige Frauen untergebracht, die in ständiger Angst vor Selektion und Tötung in der „Todeszone Uckermark“ um ihr Überleben kämpften. Etwa 5.000 Frauen wurden in den letzten Monaten im sog. „Zelt“ zusammengepfercht, in dem ebenfalls Selektionen stattfanden.24) Kurz vor Kriegsende wurden schließlich 7.500 Frauen mit Hilfe des Internationalen, des Schwedischen und des Dänischen Roten Kreuzes in die Schweiz und nach Schweden gebracht.25) Als am 27. April 1945 mit der Räumung des Lagers begonnen wurde, sollen sich hier noch 18.000 bis 30.000 Häftlinge befunden haben, die in Kolonnen auf die sog. „Todesmärsche“ Richtung Nordwesten getrieben wurden, über deren Opfer keine Zahlen vorliegen. Die letzte Kolonne setzte sich am 28. April 1945 gegen 14 Uhr in Marsch. Am 29. April verließen die letzten SS-Angehörigen des Lager, schalteten Wasser und Strom ab, und verschlossen das Lagertor. Nur 2.000 bis 3.000 kranke und nicht marschfähige Häftlinge sowie einige Ärztinnen und Pflegerinnen ließ man im Lager zurück.26) Große Teile der Verwaltungsregistratur, von Personalakten und der im Revier geführten Krankenkartei waren vernichtet worden.27) Am 30. April 1945 erreichte ein sowjetisches Vorauskommando das Lager, dem am 1. Mai Truppen der 49. Armee der II. Weißrussischen Front folgten. Unter Leitung von Major Bulanow wurde mit den verbliebenen Ärztinnen und Pflegerinnen ein Lazarett eingerichtet, dennoch starben zahlreiche Frauen noch in den Tagen nach ihrer Befreiung an den Folgen der Lagerhaft. Frauen und Mädchen aus Fürstenberg wurden zur Krankenpflege und Leichenbestattung zwangsverpflichtet.28) Wegen der komplizierten Quellenlage kann heute die Gesamtzahl der Häftlinge und Opfer von Ravensbrück nur geschätzt werden. Es wird von etwa 132.000 Frauen und Kindern sowie 20.000 Männern und 1.000 Jugendlichen ausgegangen, die zwischen 1939 und 1945 durch Ravensbrück und dessen Nebenlager gegangen sind. Nach Aussagen von Häftlingen soll die fortlaufende Nummerierung registrierter Häftlinge bis Ende April 1945 fortgeführt worden sein und bei etwa 123.000 geendet haben.29) Deutlich schwieriger gestalteten sich Schätzungen zur Zahl der Opfer. Zu berücksichtigen sind hier auch Exekutionen, die ab Februar 1941 stattfanden. So soll das internationale Komitee der ehemaligen Häftlinge von Ravensbrück die Gesamtzahl der Opfer mit 92.000 eingeschätzt haben. Eine Zahl, die von Wanda Kiedrzynska in einer Studie von 1961 einfach übernommen wurde.30) Diese Zahl beruht aber in Wirklichkeit auf einer oberflächlichen Bilanz der britischen Anklage im Hamburger Prozess von 1946/1947, bei der weder Tausende von überlebenden Frauen in Außenlagern noch die kurz vor Kriegsende entlassenen Häftlinge und die mit den „Weißen Bussen“ des Roten Kreuzes aus dem Lager befreiten Frauen berücksichtigt wurden. Ausgehend von Eintragungen beim Standesamt Ravensbrück, von Aufzeichnungen und Schätzungen überlebender Funktionshäftlinge sowie einer Sterblichkeitsstatistik des Wirtschaftsverwaltungshauptamts (WVHA) der SS vom August 1943 wird heute die Opferzahl auf etwa 28.000 geschätzt.31) Rund 13.000 Opfer konnten bis heute namentlich nachgewiesen werden.32) Nachdem die letzten Häftlinge Ravensbrück im Sommer 1945 verlassen hatten, besetzte die Rote Armee den gesamten Lagerkomplex. Im Häftlingslager wurden bis zum Abzug der sowjetischen Truppen 1993 Soldaten untergebracht. Die ehemaligen Wirtschaftsgebäude und Fabrikhallen nutzte die Rote Armee als Werkstätten, Depots und Garagen. Die Häftlingsbaracken hatten die Sowjets in den Jahren nach dem Krieg abgebaut und an Flüchtlinge und Vertriebene aus dem deutschen Osten verkauft, die in der Region „gestrandet“ waren und in den von ihnen erworbenen und wieder aufgebauten Baracken teils noch viele Jahre und Jahrzehnte lebten.33) In den ehemaligen SS-Villen quartierten sich sowjetische Offiziere mit ihren Familien ein. Zwangsarbeit in Häftlingsbordellen Wenn man sich mit dem Frauenkonzentrations­lager Ravensbrück beschäftigt und darüberhinaus auch mit der Prämienvorschrift der SS, in der zur „Motivation“ der überwiegend männlichen Häftlinge in den Konzentrationslagern des NS-Regimes auch die Errichtung von Häftlingsbordellen eine große Rolle spielte, so kommt man an dem Schicksal zahlreicher Frauen aus Ravensbrück nicht vorbei, die in den sog. „Sonderbauten“ der Männerlager zur Prostitution gezwungen wurden. Viele von ihnen meldeten sich sogar freiwillig, da ihnen eine Entlassung nach sechsmonatigem „Sonderkommando“ in Aussicht gestellt wurde. Eine Hoffnung, die sich für kaum eine „Bordellfrau“ erfüllte. KL Buchenwald, unbekannter Häftling vor der umzäunten Bordellbaracke nach der Befreiung 1945. (Archiv der Gedenkstätte Buchenwald) Auf das Thema der Lagerbordelle und der Nutzung von Prämienscheinen für Bordellbesuche wird ausführlich in meinem Buch "Das Geld des Terrors" eingegangen. Geld, Geldersatz und Prämienscheine In der vorläufigen „Dienstvorschrift für das Fr. K. L. Ravensbrück (Lagerordnung)“, die wahrscheinlich schon aus dem Jahr 1939 stammt, wird sehr detailliert auch der Umgang mit dem Eigengeld der Häftlinge geregelt. Darin wird u. a. bestimmt, dass alle Beträge über 5 RM auf den Konten der Häftlinge zu deponieren, und alle übrigen Beträge täglich an die Häftlinge auszuzahlen waren. FKL Ravensbrück, Deckblatt zur "Vorläufigen" Dienstvorschrift (Lagerordnung) und Seite 29 mit den Bestimmungen zur Häftlingsgeldverwaltung. (National Archiv Washington, Kopie der Gedenkstätte Ravensbrück) Weitere Festlegungen zum Eigentum und Geld der Häftlinge finden sich in der Lagerordnung zur Effektenausgabe sowie zu Geldsendungen. Zu letzteren war festgelegt: „9.) Für Häftlinge eingehende Geldsendungen sind von der Postzensurstelle in das Postbuch einzutragen und dem Häftlingsgeldverwalter mit den dazugehörigen Postabschnitten gegen Quittung zu übergeben. Wo zweckmäßiger, können eingehende Geldsendungen mittels Postblock vom Häftlingsgeldverwalter direkt vom Postamt in Empfang genommen werden. Der Häftlingsgeldverwalter verbucht die Beträge auf den Kontokarten der betreffenden Häftlinge und läßt die Eintragungen von den Häftlingen unterschriftlich bestätigen. Jedem Angehörigen der Kommandantur, sowie den Angestellten ist es streng verboten, Bargeld von Außenstehenden zwecks Aushändigung an Häftlinge entgegenzunehmen. Geld darf nur durch die Post den Häftlingen übermittelt werden. 10.) Geldsendungen aus dem Lager heraus sind grundsätzlich verboten. Ausnahmen bilden Rentenempfänger, die ihren Angehörigen laufende Unterstützungsbeträge übersenden, sowie Zahlungen für Gerichtskosten und zur Begleichung von Schulden. Diese Zahlungen sind der Politischen Abteilung zwecks Nachprüfung ihrer Berechtigung vorher anzumelden.“34) Auch die in der Dienstvorschrift enthaltene „Allgemeine Lagerordnung“ geht noch einmal auf Geldsendungen ein. Hier heißt es unter Punkt 5: „Den Häftlingen ist erlaubt, sich von ihren Angehörigen Geld durch Postanweisungen schicken zu lassen. Sie dürfen Geldbeträge bis zu RM. 5.oo bei sich haben. Geldsendungen bis zu RM. 5.oo werden den Häftlingen ausgehändigt, sofern es sich nicht um Kriegshäftlinge handelt. Höhere Beträge werden ihnen gutgeschrieben und nach Bedarf auf Anfordern ausbezahlt. Zahlungen sind von den Häftlingen durch Unterschrift anzuerkennen.“35) Zumindest in der Anfangszeit des Lagers, mit großer Wahrscheinlichkeit aber bis zur Einführung der Waren-Wertkarten, die gemeinsam von der Gefangenen-Eigentums-Verwaltung und der SS-Kantinen-Verwaltung ausgegeben wurden, konnten die Häftlinge in Ravensbrück also in begrenztem Umfang über Bargeld verfügen. Leider kann heute nicht mehr genau gesagt werden, wann die für einen bargeldlosen Einkauf in der Lagerkantine vorgesehenen Waren-Wertkarten eingeführt wurden – sie tragen auch kein Datum. Man kann aber davon ausgehen, dass ihre Einführung mit der Prämienvorschrift des WVHA der SS vom Mai 1943 im Zusammenhang steht. Die Waren-Wertkarten enthielten Einzelabschnitte über folgende Beträge: 3 x 1, 6 x 2, 3 x 5, 6 x 10, 3 x 20 und 3 x 50 RPf. sowie 3 x 1 RM. Konzentrationslager Ravensbrück, rosa Waren-Wertkarte der Gefangenen-Eigentums- Verwaltung für den Einkauf in der Häftlingskantine im Gesamtwert von 6 RM. (Sammlung Wolfgang Haney, Berlin) Konzentrationslager Ravensbrück, graublaue Waren-Wertkarte der Gefangenen-Eigentums- Verwaltung für den Einkauf in der Häftlingskantine im Gesamtwert von 6 RM. (Sammlung Wolfgang Haney, Berlin) Als die Zeitzeugin Helga Luther im Herbst 1943 als politische Gefangene nach Ravensbrück kam, waren die Waren-Wertkarten jedenfalls schon in Gebrauch. Sie wurden durch die Gefangenen-Eigentums-Verwaltung anstelle von Bargeld an die Häftlinge ausgegeben, die über entsprechende Guthaben auf ihren Kontokarten verfügten. Wie sich Frau Luther im Gespräch mit dem Autor 2008 erinnerte, konnte sie monatlich zwei dieser Karten, jede stellte in der Summe der einzelnen Abschnitte einen Gegenwert von 6 RM dar, anstelle von Bargeld von ihrem Konto „abheben“. Laut Frau Luther konnten alle Häftlinge, die Geldguthaben hatten, monatlich für 12 RM in der Kantine mit Waren-Wertkarten einkaufen. Beim Einkauf wurden die benötigten Teilbeträge von der Karte abgeschnitten, also nicht „ungültig“ gestempelt oder entwertet. Häftlinge, die Prämienscheine erhalten hatten, konnten parallel dazu auch mit diesen in der Kantine einkaufen. Frau Luther arbeitete als Schwester auf dem Krankenrevier und bekam nach eigenen Angaben nie Prämienscheine. Sie konnte sich lediglich an die graublauen Wertkarten erinnern, die bis zum Schluss genutzt wurden. Rosa Karten, die ebenfalls nachgewiesen sind, waren ihr unbekannt. Bei ihrer Entlassung im April 1945 hatte sie ihr Restguthaben bei der Gefangenen-Eigentums-Verwaltung in voller Höhe und in bar ausgezahlt bekommen.36) Möglicherweise handelt es sich bei den rosa Wertkarten um eine erste Ausgabe, die Frau Luther nicht mehr in die Hand bekam, oder an die sie sich nicht mehr erinnern konnte. Ravensbrück ist neben Stutthof übrigens das einzige Lager, von dem derartige Wertkarten bekannt wurden. Mit der SS-Prämienvorschrift wurden auch in Ravensbrück Prämienscheine für Häftlinge eingeführt. Eine erste Ausgabe stammt denn auch wahrscheinlich aus dem Jahr 1943 und wurde für die Prämierung von Häftlingen in allen Arbeitskommandos und im Lagerbetrieb genutzt. Die Rückseite war für die Abstempelung durch das Arbeitskommando bzw. die Firma vorgesehen, über die die Prämienvergabe erfolgte. Viele Scheine kommen aber ohne rückseitige Stempel vor. Als Stempelfarbe wurde benutzt, was verfügbar war (u. a. Violett, Blau, Schwarz). Scheine mit Stempeln von Arbeitsstellen bzw. Arbeitskommandos sind deutlich seltener. Das Raster auf der Vorderseite war ursprünglich wahrscheinlich für die Eintragung der Häftlingsnummer vorgesehen. Es gab Nominale zu 0,50 und 1 RM. Ein in der Literatur bei Pick/Siemsen laut Maur erwähnter Schein über 2 RM konnte bislang nicht nachgewiesen werden. Konzentrationslager Ravensbrück,Prämienschein der ersten Ausgabe von 1943 über RM –.50 mit rückseitiger Abstempelung der Firma Siemens & Halske, Fertigungsstelle Ravensbrück. (Sammlung Wolfgang Haney, Berlin) Die Abbildung zeigt einen Prämienschein über 0,50 RM, der von der Fertigungsstelle Ravensbrück der Firma Siemens & Halske bei der SS-Kantinen-Verwaltung gekauft und als Prämie vergeben wurde. Unklar ist der zweite Stempel des „SS-Unterführer-Lehrschwadrons der Kavallerie“. Möglicherweise waren einige Häftlinge zur Arbeit für ein solches Lehrschwadron eingesetzt und der Prämienschein wurde mehrfach genutzt. Für Siemens & Halske waren über 2.000 Häftlinge in den bis zu 20 Werkhallen des „Siemenslagers“ u. a. zur Fertigung von Relais, Schaltern, Spulen und Wicklungen, Mikrofonen, Telefonen, Messinstrumenten und Kondensatoren eingesetzt.37) FKL Ravensbrück: Prämienschein der Einheitsausgabe der Konzentrationslager zu 1 RM, Vorderseite in Graubraun, (Sammlung Wolfgang Haney, Berlin) Eine zweite Ausgabe von Prämienscheinen entspricht einem Einheitstyp, wie er auch in anderen Konzentrationslagern (z. B. in Auschwitz und Mauthausen) ab August 1944 genutzt wurde. Die Ravensbrücker Scheine haben jedoch im Unterschied zu den anderen Einheitsausgaben keinen Druckvermerk, aus dem sich Zeitraum und Auflagenhöhe ableiten ließe. Auch hier gab es Nennwerte zu 0,50 und 1 RM. FKL Ravensbrück, Häftlingsarbeit in der Schneiderei, in der Häftlingskleidung und SS-Uniformen genäht wurden. (Foto: SS-Propaganda-Album 1940/41, Sammlung Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück) Deutsche Textil- und Bekleidungswerke G.m.b.H. Ravensbrück: Prämienschein über 0,50 RM, Vorderseite in Graugrün, (Sammlung Wolfgang Haney, Berlin) Im Oktober 1944 wurde aus der SS-eigenen Texled die „Deutsche Textil- und Bekleidungswerke GmbH“.38) In den Schneidereien des Unternehmens arbeiteten zahlreiche weibliche Häftlinge u. a. an der Herstellung von Uniformen. Für den SS-Betrieb wurden eigene Prämienscheine gedruckt, die ausgehend von der neuen Firmenbezeichnung zwar frühestens vom Oktober 1944 sein können, aber nicht dem neuen Einheitstyp, sondern in ihrer Gestaltung der ersten Ravensbrücker Ausgabe entsprechen. Auch diese Scheine tragen keinen Druckvermerk und es gibt sie in den Werten zu 0,50 und 1 RM. Die Häftlinge des Männerlagers – bis Ende 1944 lag die durchschnittliche Belegung bei 1.500 bis 2.000 Häftlingen – waren in Arbeitskommandos zum ständigen Ausbau des Lagers, von Werkstätten und der SS-Siedlung eingesetzt.39) Aus Ravensbrück sind auch Fälle bekannt geworden, in denen Häftlinge die Annahme von Prämien verweigerten. So berichtete u. a. Charlotte Müller in ihren Erinnerungen, dass sich im Lager eine kriegsgefangene sowjetische Ärztin namens Maria Klugman befand. Eines Tages sollten sie und einige weitere sowjetische Ärztinnen und Pflegerinnen des Krankenreviers Prämienscheine erhalten. Alle lehnten deren Annahme ab, da sie den Eid des Hippokrates geleistet hatten, nach dem es ihre humane Pflicht war, kranken Menschen zu helfen. Als die Lagerleitung beschloss, die sieben Frauen als Strafe zur Arbeit in eine Munitionsfabrik nach Barth zu schicken, verweigerten sie auch dies mit dem Hinweis auf die Genfer Konvention, nach der Kriegsgefangene (gemeint sind in Gefangenschaft geratene Angehörige regulärer Truppen) nicht zur Rüstungsproduktion des Feindes gezwungen werden dürfen. Man ließ sie zur Strafe drei Tage und zwei Nächte vor der Schreibstube stehen. Eine Frau starb, zwei kamen in den Strafblock und die anderen Frauen, darunter Maria Klugman, kamen schließlich als Putzfrauen nach Barth.40) Hans-Ludwig Grabowski Literaturempfehlung Das Thema Geld und Geldersatz in deutschen Konzentrationslagern und Gettos 1933 bis 1945 wird ausführlich in meinem Buch "Das Geld des Terrors" behandelt. Zum Buch Leseprobe Anmerkungen Monika Herzog, Britta Pawelke, Sabine Röwer, Stefan Hördler (Beitrag Lagerleitung), Das Frauenkonzentrationslager Ravensbrück, in: Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück / Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten (Hrsg.), Frauenkonzentrationslager Ravensbrück (CD-ROM mit HTML-Seiten). Monika Herzog, Britta Pawelke, Sabine Röwer, Stefan Hördler (Beitrag Lagerleitung), Die Ursprünge des Lagers, in: Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück / Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten (Hrsg.), Frauenkonzentrationslager Ravensbrück (CD-ROM mit HTML-Seiten). Ebenda. Stefanie Endlich, Lichtenburg, in: Wolfgang Benz/Barbara Distel (Hrsg.), Der Ort des Terrors, Band 2: Frühe Lager, Dachau, Emslandlager, S. 154. Siehe Anmerkung 2). Monika Herzog, Britta Pawelke, Sabine Röwer, Stefan Hördler (Beitrag Lagerleitung), Herkunft der Deportierten, in: Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück / Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten (Hrsg.),Frauenkonzentrationslager Ravensbrück (CD-ROM mit HTML-Seiten). Annette Leo, Lebensbedingungen der Häftlinge, in: Ravensbrück – Stammlager, in: Wolfgang Benz, Barbara Distel (Hrsg.), Der Ort des Terrors, Band 4: Flossenbürg, Mauthausen, Ravensbrück, S. 482. Siehe Anmerkung 2). Monika Herzog, Britta Pawelke, Sabine Röwer, Stefan Hördler (Beitrag Lagerleitung), Tagesablauf, in: Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück / Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten (Hrsg.), Frauenkonzentrationslager Ravensbrück (CD-ROM mit HTML-Seiten). Annette Leo, Zwangsarbeit und weiterer Ausbau des Lagers, in: Ravensbrück – Stammlager, in: Wolfgang Benz, Barbara Distel (Hrsg.), Der Ort des Terrors, Band 4: Flossenbürg, Mauthausen, Ravensbrück, S. 484. Bernhard Strebel, Das KZ Ravensbrück: Geschichte eines Lagerkomplexes, S. 213. Siehe Anmerkung 10). Siehe Anmerkung 9). Siehe Anmerkung 10). Monika Herzog (wissenschaftliche Mitarbeiter/Leiterin museologische Dienste der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück) im telefonischem Gespräch mit dem Autor vom 5. August 2008. Siehe Anmerkung 10), S. 484 – 485. Siehe Anmerkung 10), S. 485. Monika Herzog, Britta Pawelke, Sabine Röwer, Stefan Hördler (Beitrag Lagerleitung), Das Frauenkonzentrationslager Ravensbrück sowie: Tagesablauf, in: Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück / Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten (Hrsg.), Frauenkonzentrationslager Ravensbrück (CD-ROM mit HTML-Seiten). Monika Herzog, Britta Pawelke, Sabine Röwer, Stefan Hördler (Beitrag Lagerleitung), Bilanz, in: Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück / Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten (Hrsg.), Frauenkonzentrationslager Ravensbrück (CD-ROM mit HTML-Seiten). Siehe Anmerkung 1), sowie: Monika Herzog, Britta Pawelke, Sabine Röwer, Stefan Hördler (Beitrag Lagerleitung), Die Toten von Ravensbrück, in: Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück / Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten (Hrsg.), Frauenkonzentrationslager Ravensbrück (CD-ROM mit HTML-Seiten). Stefan Hördler, Die Schlussphase des Konzentrationslagers Ravensbrück – Personalpolitik und Vernichtung, in: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft 56(2008), H. 3. S. 244f. Ebenda. Monika Herzog, Britta Pawelke, Sabine Röwer, Stefan Hördler (Beitrag Lagerleitung), Die Toten von Ravensbrück, in: Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück / Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten (Hrsg.), Frauenkonzentrationslager Ravensbrück (CD-ROM mit HTML-Seiten), sowie: Siehe Anmerkung 9). Monika Herzog, Britta Pawelke, Sabine Röwer, Stefan Hördler (Beitrag Lagerleitung), Die Toten von Ravensbrück, in: Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück / Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten (Hrsg.), Frauenkonzentrationslager Ravensbrück (CD-ROM mit HTML-Seiten). Siehe Anmerkung 1). Annette Leo, „Weiße Busse“ und Todesmärsche, in: Ravensbrück – Stammlager, in: Wolfgang Benz, Barbara Distel (Hrsg.), Der Ort des Terrors, Band 4: Flossenbürg, Mauthausen, Ravensbrück, S. 513., sowie: Monika Herzog, Britta Pawelke, Sabine Röwer, Stefan Hördler (Beitrag Lagerleitung), Die letzten Tage des Lagers, in: Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück / Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten (Hrsg.), Frauenkonzentrationslager Ravensbrück (CD-ROM mit HTML-Seiten). Siehe Anmerkung 19). Monika Herzog, Britta Pawelke, Sabine Röwer, Stefan Hördler (Beitrag Lagerleitung), Die letzten Tage des Lagers, in: Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück / Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten (Hrsg.), Frauenkonzentrationslager Ravensbrück (CD-ROM mit HTML-Seiten)., sowie: Siehe Anmerkung 25), S. 514. Siehe Anmerkung 19). Wanda Kiedrzyn´ska, Ravensbrück, S. 108. Annette Leo, SS-Offiziere und Aufseherinnen, in: Ravensbrück – Stammlager, in: Wolfgang Benz, Barbara Distel (Hrsg.), Der Ort des Terrors, Band 4: Flossenbürg, Mauthausen, Ravensbrück, S. 499, sowie: Bernhard Strebel, Das KZ Ravensbrück: Geschichte eines Lagerkomplexes, S. 505f. Siehe Anmerkung 19). Siehe Anmerkung 25), S. 514., sowie: Monika Herzog, Britta Pawelke, Sabine Röwer, Stefan Hördler (Beitrag Lagerleitung), Gedenken, in: Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück / Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten (Hrsg.), Frauenkonzentrationslager Ravensbrück (CD-ROM mit HTML-Seiten). Frauenkonzentrationslager Ravensbrück, „Vorläufige“ Dienstvorschrift für das Fr.K.L. Ravensbrück (Lagerordnung), XIII. Die Postzensur, 9.) und 10.) Geldsendungen, S. 31 – 32. Frauenkonzentrationslager Ravensbrück, „Vorläufige“ Dienstvorschrift für das Fr.K.L. Ravensbrück (Lagerordnung), XIV. Allgemeine Lagerordnung, 5.) Geldsendungen, S. 37. Helga Luther (ehem. politischer Häftling im Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück vom Herbst 1943 bis April 1945), aus Erinnerungen in einem persönlichen Gespräch mit dem Autor vom 11. April 2008. Siehe Anmerkung 10), S. 486., sowie: Siehe Anmerkung 9). Siehe Anmerkung 11). Annette Leo, Das Männerlager, in: Ravensbrück – Stammlager, in: Wolfgang Benz, Barbara Distel (Hrsg.), Der Ort des Terrors, Band 4: Flossenbürg, Mauthausen, Ravensbrück, S. 499 – 500. Charlotte Müller, Die Klempnerkolonne in Ravensbrück – Erinnerungen des Häftlings Nr. 10787, S. 134 – 137.

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