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- Neue Varianten: März 2022 (Teil 3)
Indonesien 50.000 Rupiah Wie IDN-159 (Linzmayer B614g), aber mit Jahr "2016/2021" und Unterschriften "Perry Warjiyo/Mulyani Indrawati". Neuseeland 50 Dollars Wie NZL-194 (Linzmayer B140b), aber mit Jahr "(20)21" und Unterschrift "Adrian Orr". Sambia 2 Kwacha Wie Linzmayer B165a (fehlt im SCWPM), aber mit Jahr 2020. 5 Kwacha Wie Linzmayer B166b (fehlt im SCWPM), aber mit Jahr 2021 und Unterschrift "Christopher M. Mvunga". Sri Lanka 100 Rupees Wie LKA-125 (Linzmayer B125d), aber mit Datum "2019-12-24" und Unterschriften "Mahinda Rajapaksa/Weligamage Don Lakshman". 500 Rupees Wie LKA-127 (Linzmayer B126d), aber mit Datum "2019-01-28" und Unterschriften "Mangala Samaraweera/Indrajit Coomaraswamy". 1000 Rupees Wie LKA-127 (Linzmayer B127d), aber mit Datum "2019-12-24" und Unterschriften "Mahinda Rajapaksa/Weligamage Don Lakshman". Kana Totsuka Abb. Owen W. Linzmayer (www.banknotebook.com)
- Leserpost: Eine Euro-Banknote mit Glücksnummer?
Ich habe einen Schein (50 €) in sehr gutem Zustand mit einer interessanten Seriennummer (SA2537777777). Geldschein des Glücks? Können Sie mir bitte etwas mehr dazu sagen? Anbei erhalten Sie ein Bild von dem Schein. Vielen Dank im voraus Mit freundlichen Grüßen D. Lugaric Antwort der Redaktion Es versteht sich von selbst, das praktisch jede Kontrollnummer einer Banknote einzigartig ist, dennoch sind besondere Kontrollnummern sehr begehrt. Denken wir nur an die hohen Zuschläge, die Scheine mit besonderen Nummern auf Auktionen erzielen. Besondere Kontrollnummern können natürlich besonders niedrige Nummern sein, aber auch sog. „Radarnummern“, die von vorn und hinten gleich lesbar sind. Besonders im asiatischen Raum werden Kontrollnummern gesucht, in denen möglichst oft hintereinander die Zahlen 7 oder 8 vorkommen, da diese Glück verheißen. Ich könnte mir vorstellen, dass Ihre 50-Euro-Note mit „7777777“ auf einer Auktion in China einen hohen Preis erzielen kann. Zum Glück handelt es sich tatsächlich um eine Kontrollnummer und nicht um eine "Seriennummer", weil das den Schein einzigartig macht und nicht gleich eine ganze Serie von Scheinen die "7777777" trägt. Leider wird diese irreführende und falsche Bezeichnung für Kontrollnummern immer wieder verwendet. Tatsächlich gibt es neben Kontrollnummern aber auch Seriennummern, wenn ganze Serien mit eigenen Nummern statt mit Serienbuchstaben gekennzeichnet werden. Wir kennen das zum Beispiel von französischen Banknoten. Hergestellt wurde Ihr Fünfziger laut Druckereikennung "S" (erster Buchstabe vor der Nummerierung oben rechts auf der Rückseite) von der Banca d'Italia. Hans-Ludwig Grabowski
- 0-Euro-Schein: PEACE FOR UKRAINE zugunsten von "Wir helfen Kindern"
Der Vorsitzende des Vereins "Wir helfen Kindern" aus Salzgitter, Volker Machura, ist überglücklich. Nicht nur, dass der Verein innerhalb von nur einer Woche Spenden in Höhe von 52.000 Euro für Kinder und Familien aus der Ukraine einsammeln konnte, jetzt hat ein in der Welt der Numismatik sehr bekannter Geschäftsmann aus Salzgitter eine Sonderaktion für den Verein gestartet. Die Firma Mietens & Partner, Großhandel für Münzen und Banknoten, hat einen 0-Euro-Friedensschein "PEACE FOR UKRAINE" aufgelegt. Die Gesamtauflage wurde in Anbetracht der bereits jetzt schon hohen Nachfrage von 5.000 auf 10.000 Stück erhöht. Natürlich werden auch diese, wie alle anderen 0-Euro-Scheine, auf Original-Banknotenpapier gedruckt. Der neue 0-Euro-Friedensschein "PEACE FOR UKRAINE", Vorder- und Rückseite. Der 0-Euro-Friedensschein ist bei den Euro-Souvenirscheinen, die es schon aus vielen Ländern z.B. von Sehenswürdigkeiten gibt und die bei Touristen und Sammlern gleichermaßen beliebt sind, gleichzeitig ein Novum. Nicht nur, dass erstmals eine Spendenaktion damit unterstützt wird, es ist auch der erste 0-Euro-Schein, der vom bislang üblichen Farbschema abweicht und auf der Vorderseite zusätzlich die Nationalfarben der Ukraine Gelb und Blau zeigt. Deswegen liegen die Druckkosten auch um 87,5 % höher, als für übliche 0-Euro-Scheine. Wer den Verein "Wir helfen Kindern" e.V. unterstützen möchte, kann dies durch den Kauf eines 0-Euro-Friedensscheins "PEACE FOR UKRAINE" tun. Jeder Schein kostet nur 7,50 Euro! Bestellungen bitte nur direkt über den Verein! Den Spendenerlös erhält folgender gemeinnütziger Verein zur Unterstützung von Kindern und Familien aus der Ukraine: Wir helfen Kindern e.V. Vorsitzender des Vorstands: Volker Machura Lange Wanne 87 38259 Salzgitter Telefon: (05341) 35 921 Mobil: (01522) 1733156 E-Mail: volker.machura@wirhelfenkindern.eu Internet: https://www.wirhelfenkindern.eu/ Der Verein spendet rund 4,00 Euro (3,99 Euro) je verkauften Schein (Verkaufspreis minus Einkaufspreis und Mehrwertsteuer). Zusätzlich spendet die Firma Mietens 1 Euro je verkauften Schein an den Verein. Von 7,50 Euro kommen also rund 5 Euro der Aktion zu Gute. Von den restlichen 2,50 sind die Herstellungskosten und die Mehrwertsteuer zu zahlen. Der Battenberg Gietl Verlag mit den Zeitschriften "MünzenRevue", "Münzen & Sammeln" und "Numismatisches Nachrichtenblatt" sowie die Blogs www.geldscheine-online.com und www.muenzen-online.com bitten Sie um Ihre Unterstützung. Sie helfen damit nicht nur Kindern und Familien, die vom Krieg betroffen sind, sondern erwerben auch ein ganz besonderes denkwürdiges Stück für Ihre Sammlung. Wir bedanken uns ganz herzlich für Ihre Unterstützung! Hans-Ludwig Grabowski
- Neue Varianten: März 2022 (Teil 2)
Iran 500.000 Rials Wie Linzmayer B296a (fehlt im SCWPM), aber mit Unterschrift "Akbar Komijani". Mexiko 20 Pesos (Gedenknote) Wie Linzmayer B726a (fehlt im SCWPM), aber mit Datum "24 MAY. 2021". Nigeria 200 Naira Wie NGA-29 (Linzmayer B227aa), aber mit Jahr 2022 und Unterschriften "Godwin Emefiele/Ahmed Bello Umar". Türkei 5 Lirası Wie TUR-222b (Linzmayer B306b), aber mit Unterschriften "Şahap Kavcıoğlu/Uğur Namık Küçük". 20 Lirası Wie TUR-224 (Linzmayer B302d), aber mit Unterschriften "Şahap Kavcıoğlu/Semih Tümen". 20 Lirası Wie TUR-224 (Linzmayer B302e), aber mit Unterschriften "Şahap Kavcıoğlu/Emrah Şener". Kana Totsuka Abb. Owen W. Linzmayer (www.banknotebook.com)
- Aus privaten Sammlungen: 5000 Lewa der Bulgarischen Nationalbank von 1938 (1942)
Objekttyp: Banknote Sammlung: Sammlung Josef Gerber Historischer Kontext: Seit Ende des 14. Jahrhunderts stand Bulgarien unter osmanischer Herrschaft. Nach der Niederlage der Osmanen im Russisch-Osmanischen Krieg 1877–78 wurden auf dem Berliner Kongress die Grenzen des neuen Fürstentums Bulgarien festgelegt, die ein weitaus geringeres Gebiet umfassten, als ursprünglich von den Bulgaren angestrebt war; darüber hinaus blieb das autonome Fürstentum weiterhin dem Osmanischen Reich als Vasallenstaat tributpflichtig. Die Unabhängigkeit des Fürstentums erkannte das Osmanische Reich erst im Jahr 1908 an und Bulgarien wurde in ein Königreich bzw. Zarentum umgewandelt. Die Gründung der Volksrepublik Bulgarien nach dem Zweiten Weltkrieg im Jahr 1946 bereitete dem bulgarischen Zarenreich ein Ende. Die Bulgarische Nationalbank wurde am 25. Januar 1879 im neuen autonomen Fürstentum gegründet; 1880 wurde die Bank mit dem Münzrecht und 1885 mit dem Notenrecht ausgestattet. Das Bankgebäude in der Hauptstadt Sofia, das auch auf dieser Note abgebildet ist, entstand in den Jahren 1934–1939 nach Plänen der Architekten Iwan Wassiljow und Dimitar Zolow. Land/Region/Ort: Bulgarien, Königreich (Zarentum), Sofia Emittent: Bulgarskata Narodna Banka Nominal: 5000 Lewa Datierung: 1938 (eingeführt Oktober 1942) Vorderseite: Links im Medaillon Zar Boris III. in militärischer Tracht, mittig Staatswappen; florale Ornamente. Rückseite: Bankgebäude in Sofia; florale Ornamente. Wasserzeichen: Boris III. und Giovanna von Savoyen. Unterschriften: Dobri Boschilow (Gouverneur) / Asen Iwanow (Kassierer) Entwurf: Alexander Boschinow und Wassil Sachariew Format: 200 mm x 106 mm Material: Papier Druck: Giesecke & Devrient, Leipzig/Berlin, Deutsches Reich Nummerierung: 00132070 Authentizität: Original Zitate: BGR-57 (Standard Catalog of World Paper Money, Vol. II – General Issues) B163a (Linzmayer: The Banknote Book: Bulgaria) Kana Totsuka Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus Ihrer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com.
- "Excellence in Currency Award 2022" der IACA endet in einem Remis
Die International Association of Currency Affairs veranstaltete im Februar 2002 den 16. "Excellence in Currency Award", bei dem IACA-Mitglieder aus einer Vorauswahl ihre Stimmen für die "Best New Banknote or Banknote Series", "Best New Commemorative or Limited Circulation Banknote", "Best New Coin or Coin Series" und "Best New Currency Innovation" abgeben konnten. In der Sparte Best New Banknote or Banknote Series erhielten zwei Kandidaten gleich viele Stimmen: Die 2000- und 20.000-Colónes-Noten der Serie B sowie die 5000-Colónes-Noten der Serie C der Banco Central de Costa Rica aus Polymer-Substrat Guardian™ von CCL Secure (siehe den Bericht dazu), sowie die 50-Manat-Note der Zentralbank von Aserbaidschan aus Papier von G+D/Louisenthal (hier berichtet). Die drei Nominale Costa Ricas wurden am 1. Dezember 2020 (2000 und 5000 Colónes) und am 26. November 2020 (20.000 Colónes) in Umlauf gebracht. Sie zeigen jeweils ein Porträt von Mauro Fernández Acuña, Alfredo González Flores und Carmen Lyra (geb. María Isabel Carvajal) auf der Vorderseite sowie die reiche Tierwelt Costa Ricas auf der Rückseite (siehe auch den Beitrag zu den Noten unter UV-Licht). Der zweite Gewinner der Kategorie, der 50-Manat-Schein der Zentralbank von Aserbaidschan, befindet sich seit 1.1.2021 im Umlauf und zeigt auf der Vorderseite Schulkinder und junge Menschen vor einer Bildungseinrichtung; das Thema "Bildung und Zukunft" wird symbolisiert durch eine Stiege als Sinnbild für eine aussichtsreiche Zukunft sowie geometrische Symbole als Zeichen für die Wissenschaft. Die Rückseite stellt die Landkarte Aserbaidschans auf Mustern traditioneller Teppiche dar. Zur Best New Commemorative or Limited Circulation Banknote wurde die 30-Dollars-Note der Bank of Namibia, gedruckt auf Polymer-Substrat Guardian™ (CCL Secure), gewählt (Bericht). Die Polymer-Gedenknote feiert das 30-jährige Jubiläum der Unabhängigkeit Namibias: Die drei Präsidenten seit der Erlangung der Unabhängigkeit Samuel Nujoma (1990–2005), Hifikepunye Pohamba (2005–2015) und Hage Geingob (seit 2015) sind auf der Vorderseite dargestellt. Die Rückseite zeigt hingegen Spitzmaul-Nashörner. Kana Totsuka Abb. Hartmut Fraunhoffer (www.banknoten.de)
- Die Entwürfe der ersten Euro-Banknoten, Teil 10
Bereits im November 1994 hatte der Rat des Europäischen Währungsinstituts (EWI) die Stückelung auf sieben Banknoten-Nominale von 5 bis 500 Euro festgelegt. Im Juni 1995 wurden dann zwei Themen für die Gestaltung der Euro-Banknoten vorgegeben, zum Einen "Zeitalter und Stile in Europa" und zum anderen ein abstraktes, modernes Design. Im Februar 1996 begann der Gestaltungswettbewerb, an dem 29 Grafiker und Grafikerteams teilnahmen, die von 14 nationalen Zentralbanken der EU nominiert wurden. Im September 1996 beurteilte eine Jury aus international renommierten unabhängigen Experten für Marketing, Grafik und Kunstgeschichte die eingereichten Entwürfe und wählte je fünf für beide Themenbereiche aus. Im Oktober 1996 erfolgte eine Umfrage unter insgesamt 2000 Personen aus allen EU-Ländern außer Dänemark und am 3. Dezember 1996 wählte der Rat des EWI schließlich den Vorschlag aus Österreich Nr. T 382 als Gewinner des Gestaltungswettbewerbs. Wie aber hätten die ersten Euro-Banknoten auch aussehen können? Wir setzen hiermit unsere Reihe zu den Entwürfen der ersten Euro-Banknoten fort. Zeitalter und Stile in Europa, Vorschlag T 241 Hannu Järviö und Karin Mörck-Hamilton Hannu: Oulu, Finnland, geb. 1948 Karin: Göteborg, Schweden, geb. 1952 Hannu Järviö studierte Sicherheitsdesign am Kolleg für Schöne Künste der Königlichen Universität in Stockholm. Als er an den Euro-Entwürfen arbeitete, war er Designer in der Banknotenentwicklung bei Crone AB in Schweden. Karin Mörck-Hamilton studierte ebenfalls Sicherheitsdesign an der Königlichen Universität in Stockholm und war zur Zeit der Entwürfe Chefdesignerin in der Banknotenentwicklung bei Crone AB. 5 Euro, Vorderseite: Porträt nach dem Apollo von Belvedere sowie ionisches Kapitell und römisches Mosaik. Rückseite: Dorischer Tempel in Korinth und Aphitheater in Epidaurus. 10 Euro, Vorderseite: Porträt nach dem Vorbild romanischer Skulpturen aus Süd- und Mitteleuropa sowie romanisches Kapitell und Portal. Rückseite: Krypta aus dem mitteleuropäischen Raum und Portal aus Südeuropa. 20 Euro, Vorderseite: Frauen-Porträt und gotisches Kapitell. Rückseite: Streckbogenkonstruktion der Gotik. 50 Euro, Vorderseite: Männliches Porträt und Architektur-Zeichnung im Stil der Renaissance. Rückseite: Fassade nach dem Dom zu Pienza sowie Plan einer Kuppel. 100 Euro, Vorderseite: Weibliches Porträt und perspektivische Studie nach Johann Jacob Schubler sowie Blumen. Rückseite: Mitteleuropäische Architektur des Barock mit Glockentürmen und Kunstschmiedegitter. 200 Euro, Vorderseite: Weibliches Porträt und Wendeltreppe aus Stahl sowie von Buntglas inspiriertes Muster. Rückseite: Gewächshaus aus Stahl und Glas sowie Muster des mitteleuropäischen Kunsthandwerks. 500 Euro, Vorderseite: Porträts einer Frau und eines Mannes der Neuzeit sowie Zeichnung eines Funktions-Hauses. Rückseite: Schröder-Haus in Utrecht (1924) im Bauhaus-Stil. Fortsetzung folgt … Hans-Ludwig Grabowski Abb. Europäische Zentralbank (EZB)
- Die Entwürfe der ersten Euro-Banknoten, Teil 9
Bereits im November 1994 hatte der Rat des Europäischen Währungsinstituts (EWI) die Stückelung auf sieben Banknoten-Nominale von 5 bis 500 Euro festgelegt. Im Juni 1995 wurden dann zwei Themen für die Gestaltung der Euro-Banknoten vorgegeben, zum Einen "Zeitalter und Stile in Europa" und zum anderen ein abstraktes, modernes Design. Im Februar 1996 begann der Gestaltungswettbewerb, an dem 29 Grafiker und Grafikerteams teilnahmen, die von 14 nationalen Zentralbanken der EU nominiert wurden. Im September 1996 beurteilte eine Jury aus international renommierten unabhängigen Experten für Marketing, Grafik und Kunstgeschichte die eingereichten Entwürfe und wählte je fünf für beide Themenbereiche aus. Im Oktober 1996 erfolgte eine Umfrage unter insgesamt 2000 Personen aus allen EU-Ländern außer Dänemark und am 3. Dezember 1996 wählte der Rat des EWI schließlich den Vorschlag aus Österreich Nr. T 382 als Gewinner des Gestaltungswettbewerbs. Wie aber hätten die ersten Euro-Banknoten auch aussehen können? Wir setzen hiermit unsere Reihe zu den Entwürfen der ersten Euro-Banknoten fort. Abstrakt/Modern, Vorschlag M 367 Reinhold Gerstetter Leonberg, Deutschland, geb. 1945 Studierte Grafikdesign in Stuttgart. Sammelte umfangreiche Erfahrungen in Marketing und Design in London, Berlin und Israel. Arbeitete als Grafikdesigner bei der der Bundesdruckerei GmbH in Berlin von 1979 bis 2002, verantwortlich als Chefdesigner für die Gestaltung von Banknoten und Briefmarken. Er ist Preisträger zahlreicher internationaler Wettbewerbe und gestaltete die letzten Serie der D-Mark und spanischen Peseta-Banknoten. Die Bundesdruckerei GmbH ist einer der führenden Anbieter von Hochsicherheits-Technologien. 5 Euro, Vorderseite: Zeichnung nach einem Relief-Fragment eines Frauenkopfes, 130 u. Z., Rom. Rückseite: Satellitenbild von Westeuropa 10 Euro, Vorderseite: Zeichnung nach dem Kopf von "La Primavera" (Frühling), einer Statue von Benedetto Antelami, Kathedrale von Parma. Rückseite: Satellitenbild von Mitteleuropa. 20 Euro, Vorderseite: Zeichnung nach der Statue des Heiligen Florian (Künstler unbekannt), Detail aus dem Kefermarkt-Altar. Rückseite: Satellitenbild von Nordeuropa. 50 Euro, Vorderseite: Zeichnung nach dem Porträt einer unbekannten Frau von Sebastiano del Piombo. Rückseite: Satellitenbild des östlichen Europas. 100 Euro, Vorderseite: Zeichnung nach dem Porträt eines älteren Mannes von Michiel van Mierevelt. Rückseite: Satellitenbild von Nordeuropa. 200 Euro, Vorderseite: Zeichnung nach einer Fotografie eines unbekannten Mannes. Rückseite: Satellitenbild von Nordeuropa. 500 Euro, Vorderseite: Zeichnung nach der Fotografie "Mann und Frau" von August Sander. Rückseite: Satellitenbild von Südeuropa. Fortsetzung folgt … Hans-Ludwig Grabowski Abb. Europäische Zentralbank (EZB)
- Lexikon: Deutsche Ueberseeische Bank
Die 1886 als Tochtergesellschaft der Deutschen Bank und der Disconto-Gesellschaft gegründete Deutsche Uebersee-Bank (ab 1893 Deutsche Ueberseeische Bank) hatte als Banco Alemán Transátlantico Niederlassungen in Argentinien, Chile, Peru, Uruguay und Spanien sowie als Banco Alemão Transatlantico in Brasilien. DAB-1E: Banco Aleman Transátlantico, Banknote zu 200 Pesos vom 1. Januar 1888 mit Lochentwertung, Vorder- und Rückseite. Als das argentinische Bankgesetz von 1887 den Banken in Argentinien das Recht einräumte, gegen Hinterlegung einer 4,5%igen inneren Goldanleihe beim staatlichen Aufsichtsamt die gleiche Summe in Banknoten auszugeben, nutzte dies die Bank und gab mit Datum vom 1. Januar 1888 eine 200-Pesos-Note in Umlauf. Ein neues Bankgesetz vom 3. Oktober 1890 zwang die Bank jedoch, auf ihr Notenrecht zu verzichten. Es blieb bei nur diesem einen Wert, der heute eine absolute Rarität ist. Albert Pick / Hans-Ludwig Grabowski (Überarbeitung und Bebilderung) Literaturempfehlung: Sämtliche Ausgaben der Deutschen Reichsbank und der Deutschen Rentenbank finden Sie hier: Hans-Ludwig Grabowski: Die deutschen Banknoten ab 1871 Titel: Battenberg Verlag ISBN: 978-3-86646-183-3 Auflage: 22. Auflage 2020 Format: 14,8 x 21 cm Abbildungen: durchgehend farbig Cover-Typ: Hardcover Seitenanzahl: 928 Preis: 39,90 EUR
- Gedrehtes Porträt auf dem blauen Hunderter der Gemäldeserie
Für den Entwurf von Geldscheinen mit Porträts bedarf es der Verwendung bereits vorhandener Darstellungen, eine Banalität sollte man meinen. Doch oft genügten die greifbaren Vorlagen nicht den idealen Vorstellungen der Banknoten-Entwerfer. Mitunter entstanden dann Scheine mit Kopfbildnissen, die zwar nicht exakt den Originalvorlagen wie z. B. einem Ölgemälde entsprachen, aber dennoch bekannter werden konnten, als diese. BRD-28a (SCWPM: FRG-34c): 100 DM der Deutschen Bundesbank vom 2. Januar 1980 mit Porträt von Sebastian Münster, Vorder- und Rückseite, Sammlung Grabowski. So staunte schon mancher Museumsbesucher in Berlin, zuerst noch im Bezirk Dahlem, vor dem Werk des Augsburger Porträtmalers Christoph Amberger (ca. 1505–1561/62) mit dem Porträt[1] des Kosmographen, Humanisten und Hebraisten Sebastian Münster (1488–1552) und fragte sich, sofern er noch im 20. Jahrhundert aufwuchs, weshalb ihm der Abgebildete so seltsam vertraut vorkam. Er kannte ihn vom blauen Hunderter[2] der ersten Gemäldeserie der Deutschen Bundesbank (BBk I) in Frankfurt am Main, zuerst ausgegeben am 26. Februar 1962, außer Kurs gesetzt 1995, drei Jahre nach der Einführung der sog. Persönlichkeitsserie BBk III. Aber der elegant gekleidete ältere Herr auf dem Originalölgemälde aus Lindenholz in den Abmessungen 54 cm x 42 cm schaut nach rechts aus dem Bild heraus. Auf dem Geldschein in dem für deutsche Hunderter traditionellem Blau dagegen schaut er nach links zur Bildmitte und auf die Wertangabe. Ein Kennzeichen auch der anderen Wertstufen dieser Serie. Nur der „bärtige Mann“ auf dem Tausender schaut den Betrachter direkt an. Der Grafiker Hermann Eidenbenz (1902–1993) hatte sich also viel Mühe gegeben, das Kunstwerk nach den Vorgaben der Bundesbank und einer Lithographie aus dem 19. Jahrhundert (Abb. links)[3] in gedrehter Form zu erarbeiten. Die Kupferstecher Egon Falz (1932–2010) und der 1950 bis 1992 bei der Bundesdruckerei in Berlin beschäftigte Hans Joachim Fuchs setzten seinen Entwurf beeindruckend würdevoll um. Dies umso mehr, wenn man zeitgenössische Stiche des Gelehrten betrachtet, die auch schon in gedrehter Form veröffentlicht wurden. Im Vergleich zu diesen, wie der abgebildete Kupferstich aus Basel (Abb. 5)[4], erscheint der Sebastian Münster auf dem Hunderter schmeichelhaft getroffen. Rückseite des Cosmographia-Titels von 1544 (Sebastian Münster als Sechzigjähriger). In der nachfolgenden Persönlichkeitsserie BBk III schaut nur noch Annette von Droste-Hülshoff aus ihrem grünen Zwanziger nach links. Die anderen Damen und Herren blicken zumeist leicht rechts am Betrachter vorbei, bis auf Frau Merian, die schaut ebenfalls halb nach links. Die Gebrüder Grimm auf ihrem Tausender schauen in unterschiedliche Richtungen. Aber auf all diesen Scheinen sind die Namen und Lebensdaten der abgebildeten Berühmtheiten angegeben. Das war bei den Scheinen der ersten Gemäldeserie von 1960 bis 1980 noch nicht der Fall. Man war sich dabei wohl noch nicht so ganz sicher gewesen, welche historisch belegbare deutsche Persönlichkeit man da eigentlich mit Geldscheinen massenhaft unters Volk brachte. Der blaue Hunderter mit Sebastian Münster wurde 1962 erstmals ausgegeben und dann noch viermal neu aufgelegt. Die Buchstaben I und O wurden nicht verwendet, aus Gründen der Verwechslungsgefahr mit einer Eins bzw. einer Null. Der Buchstabe Z blieb den Ersatznoten vorbehalten, die bei Giesecke & Devrient in München gedruckt wurden und nicht in der Berliner Bundesdruckerei. Die ersten Unterschriften stammen vom Präsidenten der Deutschen Bundesbank in Frankfurt am Main Karl Blessing (1958–1969) und seinem Stellvertreter Dr. Heinrich Troeger. Für Blessing wahrscheinlich eine späte Genugtuung, da er 1939 seinen Posten in der Reichsbankdirektion hatte aufgeben müssen. 1970 gab es andere Unterschriften vom neuen Bundesbankpräsidenten Karl Klasen (1970–1977) und seinem Vize Otmar Emminger. Man kam nicht mehr ins Zuchthaus, sondern erhielt eine Freiheitsstrafe bei Geldfälscherei und es gab Scheine mit gleichen und unterschiedlich großen Buchstaben und Kontrollnummern. 1977–1979 war Otmar Emminger an die Spitze der Bundesbank aufgerückt und 1980–1991 von seinem Stellvertreter Karl Otto Pöhl abgelöst worden. Das Staatstragende an diesem Hunderter sollte die Rückseite sein, mit seinem beeindruckenden Adler mit ausgebreiteten Schwingen, scharfen Fängen und leicht geöffnetem Schnabel ohne Zungenspiel. Auch dieser Greifvogel schaut nach links zur Zahl Einhundert. 1980 kam es dann auch zu einer zweiten Auflage mit den Unterschriften Pöhl – Schlesinger wegen der Einführung eines © Deutsche Bundesbank 1962 auf der Rückseite links unten. Helmut Schlesinger folgte Pöhl plötzlich 1991 nach und vollendete damit eine Laufbahn, die 1952 noch bei der Bank Deutscher Länder begonnen hatte. Für 1980 existieren also – für ungeübte Anbieter und Sammler verwirrend – zwei Ausgaben von 1980, mit und ohne Copyright 1962. Dafür ist dies aber auch die letzte Ausgabe vor der Serie BBk III im Jahr 1989. Christian Merker Anmerkungen [1] Berlin, Staatliche Galerien [2] BRD 10, Rosenberg 266, Pick 22. Abmessung 160 mm x 80 mm [3] Heidelberg, Universitätsarchiv [4] Heidelberg, Universitätsarchiv Kupferstich Theodor de Bry (1528–1593)
- Klein gegen Gross – Am 12. März 2022 mit einem Spiel rund um Banknoten aus aller Welt
Hier geht es zum Banknoten-Duell !!! Die von Kai Pflaume moderierte bekannte ARD-Samstag-Abend-Show startet in einer neuen Ausgabe am 12. März um 20.15 Uhr u. a. mit einem Spiel rund um Banknoten aus aller Welt. Der allseits bekannte Sammler Josef Gerber hat für die Redaktion Geldscheine aus 164 Ländern der Welt mit eigenen Währungen ausgesucht und der Sendung als Scans zur Verfügung gestellt. Auch unsere Redaktion wurde von den Machern der Sendung kontaktiert und über die Machbarkeit des Spiels befragt. Beim Banknotenspiel geht es darum, dass die Kandidaten Banknoten gezeigt bekommen, bei denen die Ländernamen und Währungsbezeichnungen abgedeckt und damit unkenntlich gemacht wurden, wenn es sich um eine lateinische Schreibweise handelt. Die Spieler haben dann 90 Sekunden Zeit, um Land und Währung zu benennen, also z. B. Japan und Yen. Für jedes richtige Antwortpaar gibt es einen Punkt. Wie bei diesem Spiel üblich, treten die Kleinen gegen die Großen an, bei denen es sich z. B. um Prominente wie Jan Josef Liefers handelt, der vielen Zuschauern als Professor Börne aus dem Münsteraner Tatort bekannt ist. Wir wünschen allen Geldscheinsammlern viel Spaß beim Mitraten! Mehr Infos: https://www.daserste.de/unterhaltung/show/klein-gegen-gross/index.html Hans-Ludwig Grabowski
- Leserpost: Schuldschein (?) von 1779
Sehr geehrter Herr Grabowski, ich schätze Ihren Blog und dessen fachliche Kompetenz sehr. Daher wende ich mich mit einer speziellen Frage zu einem Archivfund an Sie. Folgendes Stück stammt aus einer Aktenmappe diverser Geschäftspapiere des 18., 19. und frühen 20. Jh. Leider reicht mein finanzhistorisches Wissen nicht zu einer eindeutigen Zuordnung dieses Belegs. So viel scheint nur klar: nach der Seitenbezeichnung ("Fol. 358b.") findet sich das "fl" als Kürzel für Gulden gefolgt von einem Namen (?), im folgenden ein gedruckter Satz, der das Dokument auf den 1.6.1779 datiert. Darunter ist handschriftlich in einem dafür vorgesehenen Feld eine Tilgung (?) vermerkt. Rückseitig findet sich ein Vordruck mit einer Terminangabe sowie dem Vermerk, dass keine weiteren Zahlungen ausstehen(?). Am oberen Rand meine ich Wasserzeichen zu erkennen. Gehe ich recht in der Annahme, dass es sich um eine Form eines Schuldscheines oder einer Anleihe zur Unterstützung der Stadt Stuttgart handelt? Maße: 20 cm x 15cm. Könnten Sie mir sagen, worum es sich hierbei genau handelt? Selbstverständlich können Sie diese Anfrage samt Bilder bei Interesse in Ihrem Blog veröffentlichen. Herzlichen Dank und viele Grüße aus Stuttgart Til Horna Antwort der Redaktion Hallo Herr Horna, Sie haben da einen sehr interessanten Beleg der Stadt Stuttgart gefunden. Bei der im Text genannten "Sommer-Anlage“ handelt es sich um eine seit 1681 im Sommer erhobene Sondersteuer zur Deckung der Kreisanlage für Militärausgaben. Die sog. „Kreisanlage“ wiederum ist der Betrag, den die einzelnen Mitglieder der Reichskreise (u. a. zu Verteidigungszwecken waren die Territorien des frühneuzeitlichen Reichs in zehn sog. Reichskreise eingeteilt, wobei Württemberg zum Schwäbischen Reichskreis gehörte) für die gemeinsamen Aufgaben entrichten mussten. Betrachtet man den Zweck der Kreisanlage, wird der damals gewaltige Betrag in Höhe von 50.000 Gulden nachvollziehbar. Als Steuerbeleg für eine einzelne Person wäre diese Summe viel zu hoch. Ich hoffe, dass wir Ihnen damit weiterhelfen konnten. Hans-Ludwig Grabowski












