Lexikon: Banco di Sicilia

Die Entstehungsgeschichte des Banco di Sicilia ist bis zur Bildung des Banco della due Sicilia die gleiche wie die des Banco di Napoli.


ITA-S898a: Banco di Sicilia, 500 Lire vom 21 . Dezember 1913.


Die beiden Nebenkassen des Banco della due Sicilia in Palermo und Messina lösten sich von der Bank und bildeten den Banco Regio dei Reali Domini al die là del Faro (Königliche Bank der königlichen Besitzungen jenseits des Faro). Diese Bank gab durch Indossament übertragbare Kreditscheine und Policen aus, die als Zahlungsmittel dienten. Nach der Gründung des Königreichs Italien erhielt die Bank 1867 den Namen Banco di Sicilia. Sie gab jetzt auf feste Summen lautende Kreditscheine als Banknoten aus. Ein Gesetz von 1874 machte die Banco di Sicilia ebenso wie die Banco di Napoli zur Notenbank. Durch Gesetze vom 22.7.1894 und 8.8.1895 wurden sie autonome Kreditinstitute unter Staatsaufsicht. Die steigende Bedeutung der als zentralen Notenbank gegründeten Banca d'Italia führte zu einer ständigen Verringerung des Notenumsatzes des Banco di Sicilia. 1926 entzog ihr der Ministerrat vorzeitig das Emissionsrecht, das eigentlich erst 1930 ausgelaufen wäre.


Banco di Sicilia: Miniassegni über 100 Lire vom 25. Oktober 1976.


In den 1970er Jahren gab die Bank, wie andere Banken in Italien auch, wegen dem Kleingeldmangel Assegni Circolari (sog. Miniassegni) aus.



Albert Pick/Hans-Ludwig Grabowski

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