Search this site
3677 Ergebnisse gefunden mit einer leeren Suche
- Autogramme auf Banknoten: Interessant und Mehrwert oder nicht?
Unter Autogrammsammeln versteht man das Sammeln von Autogrammen/Autographen berühmter Personen. Zu den beliebtesten Kategorien gehören Autogramme von Filmstars, Musikern, Künstlern, Sportlern, Wissenschaftlern, Politikern, Astronauten und Schriftstellern. Autogramme können sich auf fast allem befinden, von einer Autogrammkarte oder einem einfachen Stück Papier bis hin zu einem Kleidungsstück oder einem Fußball. Es gibt sogar Autogramme auf Banknoten. Dabei kann es sich um Autogramme von jedermann oder von Personen handeln, die mit der Banknote in Verbindung stehen, was sie für Sammler besonders attraktiv macht. Hier zwei Beispiele von Autogrammen, beide aus der letzten Serie (BBk III) der Deutschen Bundesbank. Diese 10-DM-Banknote wurde von Ernst Welteke, Präsident der Deutschen Bundesbank vom 01.09.1999 bis 14.04.2004, persönlich signiert und datiert. 10-DM-Banknote 1999 von Ernst Welteke signiert und datiert. Ernst Welteke, gelernter Landmaschinenmechaniker, erwarb über den zweiten Bildungsweg das Abitur am Hessenkolleg in Wiesbaden und studierte anschließend Volkswirtschaftslehre in Marburg und an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Seine politische Laufbahn begann der Diplom-Volkswirt in der Kommunalpolitik (als Kreistagsabgeordneter und SPD-Kreisvorsitzender im Hochtaunuskreis) und ab 1972 als Mitarbeiter des Hessischen Ministerpräsidenten Albert Osswald. 1974 wurde er Mitglied des Hessischen Landtags, dem er bis 1995 angehörte. 1995 wurde Welteke auf Vorschlag seines langjährigen politischen Weggefährten Eichel zum Präsidenten der Landeszentralbank in Hessen ernannt. Am 1. September 1999 wurde Welteke - wiederum auf Vorschlag von Hans Eichel, der inzwischen Bundesfinanzminister geworden war - als Nachfolger von Hans Tietmeyer Präsident der Deutschen Bundesbank. Diese 10-DM-Banknote ist die einzige, die Weltekes gedruckte Faksimile-Unterschrift trägt. Der 1000-DM-Schein wurde von José Lopez persönlich signiert, der von 1955 bis zu seiner Pensionierung als Graveur bei Giesecke & Devrient arbeitete. Neben einer Reihe ausländischer Banknoten gravierte Lopez auch die 20-, 100- und 1000-DM-Scheine der D-Mark-Serien BBk I und BBk III. 1000-DM-Banknote 1993 von José Lopez signiert. Der Graveur José Lopez wurde am 7. April 1925 in Madrid geboren, wo sein Vater als Graveur und Bildhauer arbeitete. Nach seinem Schulabschluss im Jahr 1941 trat er als Lehrling in die Fábrica Nacional de Moneda y Timbre, Madrid, die staatliche Banknotendruckerei, ein, um Kupferstich, Stahlstich und andere Arbeiten im Bereich der Herstellung von Originalplatten zu erlernen. Sein Lehrmeister war Professor Sánchez-Toda, der sich besonders dem Stechen von Briefmarken widmete. Nach Abschluss seiner Lehre besuchte er von 1944 bis 1946 die Escuela de Artes y Oficios in Madrid, um seine künstlerische Ausbildung, insbesondere im Zeichnen, Malen und Kupferstechen, zu vervollkommnen. Bis 1953 arbeitete er in der staatlichen Banknotendruckerei und machte sich dann als Grafiker und Kupferstecher in Madrid selbstständig. Zwei Jahre später trat er als Kupferstecher in die Firma Giesecke & Devrient in München ein. Bis zu seiner Pensionierung um 1990 blieb er bei Giesecke & Devrient und verstarb am 6. August 2018 in München. Was sagen Sie dazu? Sammeln Sie auch Banknoten mit Autogrammen oder haben Sie welche in Ihrer Sammlung? Würden Sie eine Banknote mit Autogramm für Ihre Sammlung kaufen? Gerne stelle wir Ihre Geldscheine mit Autogramm hier im Blog vor! Donald Ludwig
- Mauretanien: Das Geheimnis des bärtigen Mannes
Das Gesicht eines bärtigen Mannes erschien als Wasserzeichen auf allen mauretanischen Banknoten von 1974 bis zu den Ausgaben von 2017. Er war auch auf der nicht ausgegebenen 1000-Ouguiya-Banknote vom 28. November 1981 abgebildet ( HIER im Blog vorgestellt). Die nicht ausgegebene 1000-Ouguiya-Banknote vom 28. November 1981. Das Bildnis hat eine interessante Geschichte und nur wenige wissen etwas über seinen Ursprung. Die Geschichte dieses ehrwürdigen alten Mannes geht auf das Jahr 1974 zurück, sozusagen durch eine Verkettung von Umständen während eines Besuchs des damaligen Gouverneurs der mauretanischen Zentralbank (BCM) Ahmed O. Daddah, eines jüngeren Bruders von Präsident Mokhtar O. Daddah. Während eines Zwischenstopps in Dakar, Senegal auf dem Weg nach Deutschland, wo die neue mauretanische Währung gedruckt werden sollte, beschloss Ahmed O. Daddah, die Insel Gorée in der Nähe zu besuchen, die früher der Ausgangspunkt des Sklavenhandels nach Amerika war. Die Aufmerksamkeit des Gouverneurs der BCM erregte ein Gemälde von Sidi Ethmane Ould Mohamed Mahmoud Essemlaly, einem Sharif der Smalils, hinter dem ein junger Mann in der Blüte seines Lebens stand. Ahmed O. Daddah erkannte auf dem Gemälde Gesichtszüge, die ihm vertraut waren, und beschloss, das Bild zu erwerben und nach Deutschland mitzubringen. Das Gemälde von der französischen Künstlerin, Mirto Deparde. Vor Ort in Deutschland, bei der Gestaltung der künftigen Banknoten, bat der Gouverneur der BCM darum, das Foto des alten Mannes auszuschneiden und als Wasserzeichen auf den Geldscheinen zu verwenden. Mokhtar O. Daddah hatte sich seinerzeit geweigert, sein Porträt auf der nationalen Währung zu zeigen, die allen Mauretaniern gehört, so dass die Abbildungen auf den Banknoten nur das darstellen sollten, was sie als Volk eint, und nicht das, was mit einer Region oder einem Teil des Landes identifiziert werden könnte. Das Wasserzeichen sollte einen weisen, alten Mauretanier darstellen, nicht einen bestimmten Stammesangehörigen. Wasserzeichen der Banknoten SCWPM 3D (links) und 3C (rechts). Das Gemälde ist das Werk einer französischen Künstlerin, Mirto Deparde, die Niger, Mauretanien und Mali besuchte und das Bild der Männer der Sahara oder der blauen Männer festhielt, deren Adel und Tradition sie schätzte. Sie hatte ihre Bilder in 50 Ausstellungen in Nouakchott, Dakar, Bamako, Abidjan und Paris ausgestellt. Außerdem stellte sie ihre Bilder jedes Jahr auf der Insel Gorée aus, wo sie 1973 zum ersten Mal den Gouverneur der BCM traf. Donald Ludwig
- Dobrý den! Guten Tag! – Eine notaphile Hommage an eine alte Stadt
Es gibt nur wenige europäische Städte, die den Besucher sofort so sehr in ihren Bann zieht wie die tschechische Metropole Prag. Prag, die Goldene Stadt – Prag, die hunderttürmige Stadt – Prag, die Barockstadt – Prag, die Stadt des Jugendstils (Art nouveau), kaum eine andere europäische Stadt darf sich mit so vielen Attributen schmücken. Tradition und Moderne – pulsierendes Leben und verträumte einsame stille Winkeln liegen dicht beieinander. Weltoffen und charmant geben sich die Prager. Das Miteinander der verschiedenen Völker, die Jahrhunderte neben- und miteinander gelebt haben, hat sie ebenso geprägt wie die Jahre der k. und k. Monarchie und die Schicksalsschläge der neueren Geschichte. Unzählige kleine Lädchen und Boutiquen laden in den hübschen engen Gässchen der Altstadt zum Shoppen ein. Cafés und Restaurants locken mit kulinarischen Highlights zum Verweilen – und immer wieder begegnen dem Besucher beeindruckende, geschichtsträchtige Sehenswürdigkeiten. Es wundert nicht, dass die Banknoten-Designer bei der Gestaltung der tschechoslowakischen und tschechischen Geldscheine auf ihre Abbildungen zurückgriffen und auch -greifen. Sie ermöglichen dem Betrachter, sich quasi auf einen virtuellen Stadtrundgang zu begeben. Die bekannteste touristische Route durch die Prager Innenstadt ist der etwa 3,9 km lange Königsweg. Einst zogen die böhmischen Könige in einer feierlichen Krönungsprozession vom Königshof – an dessen Stelle das schönste Jugendstilgebäude Prags, das Gemeindehaus (Obecní dům) errichtet wurde – vom heutigen Platz der Republik (Náměstí Republiky) zu ihrer Krönung auf den Hradschin, die Prager Burg. Der Weg führte unter dem Pulverturm über die Straße Celetná zum Zentrum der Altstadt, dem Altstädter Ring (Staroměstské náměstí), dann vorbei am Altstädter Rathaus mit der weltberühmten Rathausuhr zum Kleinen Ring (Malé náměstí), einem kleinen dreieckigen Platz, der zu den ältesten in Prag zählt. Weiter ging es durch die enge Karlsgasse (Karlova ulice) am ehemaligen Jesuitenkolleg Clementinum vorbei, über den Kreuzherrenplatz (Křižovnické náměstí), durch den Altstädter Brückenturm über die Karlsbrücke und dem Kleinseiter Brückenturm. Auf der Straße Mostecká erreicht man den Kleinseitner Ring (Malostranské náměstí). Vorbei an der Kirche des hl. Nikolaus, die durch ihre mächtige Kuppel den Platz dominiert wird, führt der Weg auf der Nerudagasse (Nerudova ulice) bergan. Bis zum 17. Jahrhundert ging man weiter hinauf durch die Straßen Úvoz und Pohořelec und in der Nähe des Klosters Strahov bog die Route scharf nach rechts ab und führte weiter über den Loretoplatz (Loretánské náměstí) und durch die Loretostraße (Loretánská ulice) bis zur Prager Burg. Erst im 17. Jahrhundert wurde von der Nerudagasse durch den Felsen der direkte Aufstieg zur Prager Burg, die Straße Ke Hradu (Zur Burg), gehauen. Der Königsweg endete im Veitsdom, in den die Prozession durch die sogenannte Goldene Pforte eintrat. In dem dann folgenden feierlichen Gottesdienst fand die Krönungszeremonie statt. Der König wurde mit dem geweihten Öl gesalbt und empfing aus der Hand des Prager Erzbischofs die Wenzelskrone und die weiteren Krönungsinsignien. Gleichzeitig mit dem König oder auch einige Tage später, wurde auch dessen Ehefrau zur böhmischen Königin gekrönt. Die wohl wichtigste touristische Stationen auf dem Weg zur Burg ist die Karlsbrücke. Ihre Grundsteinlegung erfolgte 1357 durch Kaiser Karl IV. 16 Bögen überspannen die Moldau auf einer Länge von 516 Metern, ihre Breite beträgt rund 10 Meter. Als Vorbild diente die Steinerne Brücke in Regensburg. Als Baumaterial dienten alte Mühlsteine, Granit aus dem Flussbett sowie Sandstein aus den Steinbrüchen der Kreuzherren mit dem Roten Stern bei Hloubětín. Abb. 1.1: Republika Československá, 14. Januar 1920, 100 Kronen, Vorderseite. Abb. 1.2: Republika Československá, 14. Januar 1920, 100 Kronen, Rückseite. Abb. 2.1: Republika Československá, 6. Juli 1920, 5000 Kronen, Vorderseite. Abb. 2.2: Republika Československá, 6. Juli 1920, 5000 Kronen, Rückseite. Die Silhouette der Karlsbrücke mit der Prager Burg im Hintergrund findet sich auf zahlreichen Geldscheinen. Erstmals wurde sie mit der Kleinseite und dem Hradschin auf der Rückseite des 100-Kronen-Scheins des Bankamtes vom 14. Januar 1920 abgebildet, flankiert von jeweils einem Bildnis einer jungen Frau in Tracht aus Kyjou (links) und aus Piešt’any (rechts). Die Vorderseite wird dominiert von dem Staatswappen und auf der rechten Seite der Wiedergabe des Gemäldes „Slowakische Priesterinnen“. Josephine Crane, die Tochter von Alfons Muchas Mäzen Ch. R. Crane stand dem Meister des Jugendstils Modell. Ursprünglich diente das Gemälde als Werbeplakat der Prager Versicherungsgesellschaft "Slávie". Gedruckt wurde der Geldschein von der American Banknote Company (A. B. N. Co.), die auch die 5000-Kronen-Note mit dem Datum vom 6. Juli 1920 druckte. Die Rückseite des Scheins zeigt hinter einer allegorischen Frauengestalt das Ufer der Prager Kleinseite. Deutlich ist das Altstädter Brückentor zu erkennen und der Hradschin. Auf der Vorderseite rechts in einem Medaillon das Bildnis einer jungen Frau in der Tracht aus Tabor und in einem Zierelement eine Elbansicht mit dem Berg Říp. Der Schein zu 100 Kronen war vom 10. November 1920 bis zum 30. Juni 1939, die Note zu 5000 Kronen vom 10. Februar 1921 bis 31. August 1944 bzw. 31. Oktober 1945 gesetzliches Zahlungsmittel. Abb. 3.1: Protektorat Böhmen und Mähren, 20. August 1940, 100 Kronen, II. Auflage, Vorderseite. Abb. 3.2: Protektorat Böhmen und Mähren, 20. August 1940, 100 Kronen, II. Auflage, Rückseite. Der sicherlich schönste Geldschein des Protektorats ist die vom Grafiker und Lithographen Bedřich Fojtášek entworfene und von Jindřich (Heinrich) Schmidt gestochene 100-Kronen-Staatsnote mit dem Ausgabedatum vom 20. August 1940. Fast die gesamte Vorderseite des Scheins wird von der Abbildung des Hradschins, der Karlsbrücke, der Moldau und der Statue des Ritters Bruncvik eingenommen. Um den Ritter ranken sich einige Legenden. Vor seinem Tod ließ er sein magisches Schwert in der Karlsbrücke einmauern. Dort würde es so lange bleiben, bis er zurückkäme. Wenn Böhmen von Feinden bedroht würde, würde er mit dem heiligen Wenzel über die Karlsbrücke reiten. Wenn dabei Wenzels Pferd stolpere, würde das Zauberschwert aus dem Mauerwerk springen, und Bruncvik würde damit die Feinde vertreiben. Eigentlich ist die Statue des Ritters ein „Grenzstein“, der den Teil der Moldau kennzeichnet, der den Bürgern der Altstadt gehört. Vier weitere Scheine zeigen das bekannte Ensemble auf ihren Rückseiten. Im November 1945 gab die Tschechoslowakische Republik einen Geldschein zu 100 Kronen in Umlauf, der auf der Vorderseite den ersten Staatspräsidenten abbildet. Gedruckt wurde das Papiergeld bei Bradbury, Wilkinson & Co. in New Malden, Surrey, Großbritannien. Unterschrieben sind sie vom Finanzminister der Exilregierung Dr. L. K. Feierabend, der später in den Westen flüchtete. Im Zuge der Währungsreform wurden dann ab 1. Juni 1953 die Bankovka Státní Banky Československé, die in Moskau bei Gosznak gedruckt wurden, ausgegeben. Am 1. Dezember 1962 gab dann die Notenbank eine neue 100-Kronen-Banknote (1961) in Umlauf. Die in der staatlichen Wertpapierdruckerei in Prag gedruckte Note wurde bis zur Auflösung der Tschechoslowakei immer wieder nachgedruckt. Abb. 4.1: Republika Českosolovenská, o. D. (1945), 100 Kronen, Vorderseite. Abb. 4.2: Republika Českosolovenská, o. D. (1945), 100 Kronen, Rückseite. Abb. 5.1: Státní Banka Československá, 1953, 100 Kronen, Vorderseite. Abb. 5.2: Státní Banka Československá, 1953, 100 Kronen, Rückseite. Abb. 6.1: Státní Banka Československá, 1961, 100 Kronen, Vorderseite. Abb. 6.2: Státní Banka Československá, 1961, 100 Kronen, Rückseite. Kurz vor dem Sturz des kommunistischen Systems in der Tschechoslowakei erschien am 1. Oktober 1989 eine Note zu 100 Kronen mit dem Brustbild des beim Volk verhassten Diktators Klement Gottwald. Große Teile der Bevölkerung weigerten sich, diesen Geldschein zu benutzen, sodass er bereits am 31. Dezember 1990 eingezogen wurde. Die Rückseitenabbildung weicht von den bisherigen Darstellungen dahingehend ab, dass nicht die komplette Brücke abgebildet wird, sondern im Vordergrund nur das Kleinseiter Brückentor und dahinter die mächtige Kuppel der Kirche des hl. Nikolaus am Kleinseiter Ring. Auf der rechten Scheinseite dann die Prager Burg. Abb. 7.1: Státní Banka Československá, 1989, 100 Kronen, Vorderseite. Abb. 7.2: Státní Banka Československá, 1989, 100 Kronen, Rückseite. Die Prager Burg (tschechisch Pražský hrad) gilt mit einer Grundfläche von rund sieben Hektar (nach der Marienburg des Deutschen Ordens im heutigen Polen) als das zweitgrößte geschlossene Burgareal der Welt. Die Anfänge der Burganlage liegen im 9. Jahrhundert. Generationen waren daran beteiligt, der heutigen Anlage ihr Aussehen zu geben. Die Burg war Residenz der Könige von Böhmen, zweier Kaiser des Heiligen Römischen Reichs deutscher Nation, der Präsidenten der Tschechoslowakei und heute Sitz der Präsidenten der Tschechischen Republik. In die Geschichtsbücher ging der zweite Prager Fenstersturz ein. Am 23. Mai 1618 warfen Vertreter der protestantischen Stände den königlichen Statthalter Jaroslaw Borsita Graf von Martinitz und Wilhelm Slavata von Chlum und Koschumberg sowie dem Kanzleisekretär Philipp Fabricius aus einem Fenster der Prager Burg. Dieses Ereignis markiert den Beginn des Dreißigjährigen Krieges. Die böhmischen Stände warfen Kaiser Matthias, ihrem katholischen Landesherrn, und dem zum Nachfolger gewählten böhmischen König Ferdinand von Steiermark vor, die von Kaiser Rudolf II. im Majestätsbrief von 1609 zugestandene Religionsfreiheit der Protestanten gebrochen zu haben. Inmitten der Prager Burg steht der Veitsdom. Der Dom wurde anstelle einer 925 unter dem heiligen Wenzel errichteten Rotunde und der unter Spytihněv II. begonnenen dreischiffigen romanischen Basilika errichtet. Mit dem Bau des Gebäudes nach dem Vorbild gotischer französischer Königskathedralen wurde am 21. November 1344 auf Anweisung Karls IV. begonnen. Zuvor war Prag durch die Bulle vom 30. April 1344 von Papst Clemens VI. zum Erzbistum erhoben worden. Zu Beginn leitete der französische Baumeister Matthias von Arras die Arbeiten. Nach seinem Tod 1352 führte Peter Parler (* 1330 oder 1333 in Schwäbisch Gmünd; † 13. Juli 1399 in Prag) die Arbeiten fort. Teile der Rotunde mit den Gräbern der Heiligen wurden in den Neubau integriert, so etwa die Südapsis mit dem Wenzelsgrab. Der Dom enthält neben den Grablegen der böhmischen Herrscher auch eine Kammer, in denen die Krönungsinsignien aufbewahrt werden. Die 5000-Kronen-Banknote der Česká Narodní Banka, die erste Ausgabe trägt die Jahreszahl 1993, bildet auf der Rückseite eine Gruppierung bedeutender gotischer und barocker Prager Gebäude ab. In der Mitte ist der Turm des Veitsdoms. Die rechte Vorderseite zeigt das Brustbild von Tomáš Garrigue Masaryk (* 7. März 1850 in Hodonín , Kaisertum Österreich ; † 14. September 1938 in Lány), dem ersten Staatspräsident der Tschechoslowakei. Abb. 8.1: Česká Narodní Banka, 2009, 5000 Kronen, Vorderseite. Abb. 8.2: Česká Narodní Banka, 2009, 5000 Kronen, Rückseite. Abb. 9.1: Nationalbank für Böhmen und Mähren in Prag, 24. Oktober 1942, 1000 Kronen, II. Auflage, Vorderseite. Abb. 9.2: Nationalbank für Böhmen und Mähren in Prag, 24. Oktober 1942, 1000 Kronen, II. Auflage, Rückseite. Die 1000-Kronen-Banknote der Nationalbank für Böhmen und Mähren in Prag vom 24. Oktober 1942 bildet auf der rechten Vorderseite das Brustbild des Baumeisters Peter Parler ab. Als Vorlage wählte man eine Statue der Triforium-Galerie des Veits-Doms: das Selbstbildnis des Dombaumeisters. Auch diese Note wurde im Offset-Verfahren von der Notendruckerei der Nationalbank für Böhmen und Mähren gedruckt. Wieder besorgte Jindřich Schmidt die Gravur der Druckplatten. Verlässt man die Burg, gelangt man auf den Hradschiner Platz (Hradcanské Námestí). Im Zentrum die Marien- oder auch Pestsäule von Ferdinand Maximilian Brokoff aus dem 18. Jahrhundert. Der Platz wird von eleganten Palais umrahmt, darunter das Erzbischöfliche Palais, dahinter erhebt sich das hochbarocke Palais Sternberg. Die reich verzierte Fassade des Martinicpalais zeigt Szenen aus dem Alten Testament. Ihm gegenüber steht das Palais Schwarzenberg. Über die Loretostraße (Loretánská) mit dem monumentalen Palais Czernín gelangt man zur Wallfahrtskirche Maria Loreto. Es ist das bedeutendste Marienheiligtum Böhmens. Nicht weit entfernt steht auf einer Anhöhe am Rand der Kleinseite das Kloster Strahov. Für einen Besuch der Bibliothek mit ihren kostbaren Büchern sollte man sich unbedingt Zeit nehmen. Von hier geht es bequem zu Fuß zur Sternwarte Petrin und dem berühmten Aussichtsturm. Mit der Standseilbahn (Lanová dráha na Petřín) geht es innerhalb von fünf Minuten hinab zum Ufer der Moldau. Auf der anderen Flußseite leuchtet bei Sonnenschein das Dach des Nationaltheaters (Národní divadlo). Das Gebäude wurde mit Hilfe von Spenden im Stil der Neorenaissance errichtet und 1881 eröffnet. Die Idee zum Aufbau eines Nationaltheaters entstand bereits Mitte des 19. Jahrhunderts, bis zur Fertigstellung sollten jedoch noch einige Jahrzehnte vergehen. Am 16. Mai 1868 wurde der Baubeginn in Anwesenheit von 100.000 – 150.000 Zuschauern gefeiert, dessen Höhepunkt war die Uraufführung der Oper Dalibor von Bedřich Smetana im Novoměstské divadlo (Neustädter Theater). Abb. 10.1: Národní Banka Československá, 1. November 1945, 5000 Kronen, Vorderseite. Abb. 10.2: Národní Banka Československá, 1. November 1945, 5000 Kronen, Rückseite. Die 5000-Kronen-Banknote der Národní Banka Československá vom 1. November 1945 bildet auf der Rückseite das Nationaltheater ab. Die rechte Vorderseite zeigt das Brustbild des Komponisten Bedřich Smetana (* 2. März 1824 als Friedrich Smetana in Litomyšl [Leitomischl]; † 12. Mai 1884 in Prag). Sein bekanntestes Werk ist „Die Moldau“ (Vltava) aus dem sinfonischen Zyklus „Mein Vaterland“ (Má vlast). Spätestens jetzt sollte man in einen der vielen Biergärten einkehren, um sich zu erholen und die Eindrücke noch einmal auf sich einwirken zu lassen, schließlich gibt es noch andere Tage, um Entdeckungen zu machen. Heute starten wir auf dem Wenzelsplatz am Denkmal des hl. Wenzel. Der Platz hat eine Länge von etwa 750 Meter und eine Breite von ca. 60 Meter. Damit gehört er zu den größten innerstädtischen Plätze Europas. König Karl IV. ließ ihn 1348 bei Gründung der Prager Neustadt entlang eines bestehenden Weges anlegen. Da auf ihm der Pferdehandel betrieben wurde, nannte man ihn Roßmarkt. 1848 benannte man den Platz nach dem Heiligen Wenzel um. Direkt vor dem Nationalmuseum thront das Wenzelsdenkmal, dass der tschechische Künstler Josef V. Myslbek 1912 schuf. Es zeigt den Heiligen Wenzel als Landespatron in Rüstung mit Harnisch und Lanze sowie zu seinen Füßen die vier Schutzheiligen Ludmilla, Prokop, Anežka (Agnes) und Vojtěch (Adalbert). Denkmal und Platz waren in der Vergangenheit immer wieder Schauplatz politischer Demonstrationen. Am 28. Oktober 1918 feierte hier die Prager Bevölkerung die neu geschaffene Tschechoslowakei mit einer Kundgebung. Am 16. Januar 1969 verbrannte sich der tschechoslowakische Student Jan Palach selbst und lief in Flammen vom Nationalmuseum auf den Wenzelsplatz, um so gegen den Einmarsch der Truppen des Warschauer Pakts in die Tschechoslowakei im Jahr 1968 und der daraus resultierenden Niederschlagung des "Prager Frühlings" zu protestieren. Auf einer Massenkundgebung am 24. November 1989 forderten Václav Havel und Alexander Dubček die politische Umgestaltung des Landes. Wenige Wochen später war die "Samtene Revolution" vollzogen und der Kommunismus in der Tschechoslowakei Geschichte. Abb. 11.1: Nationalbank für Böhmen und Mähren in Prag, 24. Februar 1944, 5000 Kronen, Vorderseite. Abb. 11.2: Nationalbank für Böhmen und Mähren in Prag, 24. Februar 1944, 5000 Kronen, Rückseite. Die 5000-Kronen-Note der Nationalbank für Böhmen und Mähren in Prag vom 24. Februar 1944 zeigt auf der Vorderseite das Brustbild Herzog Wenzels (tschechisch Svatý Václav; * um 908; † 28. September 929 oder 935 in Stará Boleslav (dt. Altbunzlau)). Er war ein böhmischer Fürst aus der Dynastie der Přemysliden. Sein Herrschaftsgebiet umfasste eine kleine Region um Prag, gleichzeitig war er Oberhaupt des böhmischen Stammesverbands. Um wieder in die Altstadt zu gelangen, muss man den Platz der Länge nach durchschreiten. Auf dem Weg geht es an zahlreichen Hotels, Geschäften und Einkaufsmöglichkeiten vorbei. Schon bald erreicht man das Zentrum der Altstadt, den Altstädter Ring (Staroměstské náměstí). Von hier geht es in nördlicher Richtung in die Josefstadt (Josefov). Die von der Altstadt umgebene historische Prager Judenstadt (Židovské Město pražské) wurde 1850 eingemeindet. Sie entstand im 13. Jahrhundert als Ghetto und entwickelte sich zu einem Zentrum jüdischen Lebens in Europa. Mit der Verleihung der Bürgerrechte an die Juden im Jahr 1848 konnten sie Juden auch in anderen Stadtteilen niederlassen, sodass Ende des 19. Jahrhunderts das alte Viertel größtenteils abgerissen wurde. An ihre Stelle ließ die Prager Stadtverwaltung Boulevards nach Pariser Vorbild mit prachtvollen Jugendstil-Gebäuden errichten. Sechs Synagogen, der alte Jüdische Friedhof, die Zeremonienhalle und das alte Jüdische Rathaus blieben erhalten und sind heute wichtige touristische Ziele. Bis zur Errichtung des Protektorats Böhmen und Mähren hatte Prag eine blühende jüdische Gemeinde. Im Jahr 1939 begann die Verfolgung der Prager Juden. Jüdische Institutionen wurden geschlossen und deren Eigentum beschlagnahmt. 1941 begann dann die systematische Deportation der Prager Juden ins Ghetto Theresienstadt und von dort ins Vernichtungslager Auschwitz. Von den knapp 49.500 Juden, die bei Kriegsbeginn in Prag lebten, überlebten nur etwa 7.500 die Schoah. An diese schreckliche Zeit erinnern auch die mit „Quittung“ überschriebenen Geldscheine des Ghettos Theresienstadt aus dem Jahr 1943. Die Gravur der Druckplatten besorgte ebenfalls Jindrich Schmidt und der Druck erfolgte bei der Notendruckerei der Nationalbank für Böhmen und Mähren in Prag. Die Rückseite der Scheine bildet Moses mit der Tafel der zehn Gebote ab. Abb. 12.1: Theresienstadt, Der Älteste der Juden, 1. Januar 1943, 100 Kronen, Vorderseite. Abb. 12.2: Theresienstadt, Der Älteste der Juden, 1. Januar 1943, 100 Kronen, Rückseite. Durchquert man die Josefstadt gelangt man an die Moldau und zum Kloster der hl. Agnes. Das Doppelkloster der Klarissen und Minoriten wurde wahrscheinlich 1231 von Agnes von Böhmen (* 20. Januar 1211 (?) in Prag; † 6. März 1282 (?) in Prag) gegründet. Sie war wahrscheinlich die jüngste Tochter von König Přemysl Otakar I. von Böhmen und Königin Konstanz von Ungarn. Sie war eine der wichtigsten Vertreterinnen der Přemysliden-Dynastie. Sie arbeitete als Nonne – Äbtissin des Klosters Na Františku – und war eine prominente Persönlichkeit im politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Leben. Das Kloster beherbergt heute Teile der Nationalgalerie. Die Banknote der Tschechischen Nationalbank (Česká Národní Banka) zu 50 Kronen (erste Ausgabe 1993) bildet die Heilige auf der Vorderseite ab, während die Rückseite ein gotisches „A“ für Agnes auf dem Gewölbe der St. Salvatorkirche im St. Agnes-Kloster zeigt. Abb. 13.1: Česká Národní Banka, 1993, 50 Kronen, Vorderseite. Abb. 13.2: Česká Národní Banka, 1993, 50 Kronen, Rückseite. Die 20-Kronen-Banknote mit dem Kopfbildnis König Otokar I. Přemysl (* um 1160/1165, † 15. Dezember 1230) auf der Vorderseite bildet den Vater der heiligen Agnes ab. Der römisch-deutsche König Friedrich II. aus dem Geschlecht der Staufer stellte am 26. September 1212 in Basel die Goldene Bulle von Sizilien (lat. Bulla Aurea Siciliæ) aus. Der heutige Name der Urkunde leitet sich von der goldenen Bulle (Metallsiegel) des sizilianischen Königs ab, die dem Dokument beigefügt ist. Friedrich gewährte Otokar damit drei Privilegen: Der Titel des Königs von Böhmen war erblich, eine Königswahl konnte nur in Böhmen erfolgen und der römische König bestätigte nur noch die Wahl. Damit bedankte sich Friedrich bei Ottokar für die Unterstützung bei seiner Wahl zum römischen König. Vorder- und Rückseite der Banknote bilden das Siegel der Bulle ab, die Rückseite zeigt zusätzlich die Königskrone. Das Originaldokument wird heut im Nationalarchiv in Prag aufbewahrt. Abb. 14.1: Česká Národní Banka, 1994, 20 Kronen, Vorderseite. Abb. 14.2: Česká Národní Banka, 1994, 20 Kronen, Rückseite. Auf dem Rückweg schauen wir noch bei der Karls-Universität (tschechisch Univerzita Karlova, lateinisch Universitas Carolina) vorbei. Am 7. April 1348 wurde durch einen Stiftungsbrief des römisch-deutschen und böhmischen Königs Karls IV., die Karls-Universität nach dem Vorbild der Pariser Universitas magistrorum et scholarium als „Studium generale“ gegründet. Sie war die erste Universität in Mitteleuropa. Die Banknote der Nationalbank zu 100 Kronen (erste Ausgabe 1993) bildet auf der Vorderseite Karl IV. (* 14. Mai 1316 in Prag ; † 29. November 1378 ebenda) aus dem Geschlecht der Luxemburger ab. Er war ab 1346 römisch-deutscher König , ab 1347 König von Böhmen , ab 1355 König von Italien , ab 1365 König von Burgund und ab 1355 römisch-deutscher Kaiser , der Prag zum Kaisersitz des Heiligen Römischen Reichs deutscher Nation machte. Er zählt zu den bedeutendsten Kaisern des Spätmittelalters und war einer der einflussreichsten europäischen Herrscher seiner Zeit. Die Rückseite zeigt das Siegel der Karls-Universität. Abb. 15.1: Česká Národní Banka, 1997, 100 Kronen, Vorderseite. Abb. 15.2: Česká Národní Banka, 1997, 100 Kronen, Rückseite. Unseren virtuellen Rundgang durch Prag endet in Vyšehrad ( Prager Hochburg) , das wir nach nur zwei Metrostationen mit der U-Bahnlinie C erreichen. Von der Haltestation Vyšehrad erreicht man nach einem kleinen Fußmarsch die Festung. Sie liegt südlich der Prager Neustadt auf einem Hügel, der sich steil über dem rechten Ufer der Moldau erhebt. Von hier aus hat man einen spektakulären Ausblick, der bis zur Prager Burg reicht. Neben der Kathedrale St. Paul und St. Peter (errichtet vor 950 Jahren), den Kasematten und Galerie (Überbleibsel der Festung) ist der Slavin Friedhof die hervorzuhebende Sehenswürdigkeit. Der Friedhof wurde 1869 auf dem Gelände der Festung errichtet. Rund 600 bedeutende tschechische Persönlichkeiten fanden hier ihre letzte Ruhestätte. Unter ihnen die Komponisten Antonín Dvořák (1841–1904) und Bedřich Smetana (1824–1884), der Meister des Jugendstils Alfons Mucha (1860–1939), der Nobelpreisträger für Chemie Jaroslav Heyrovský (1890–1967), der Schriftsteller Karel Čapek (1890–1938), die Opernsängerin Ema Destinová (1878–1930) und die Dichterin Božena Němcová (1820–1862). Sie ist die bekannteste Vertreterin der klassischen tschechischen Literatur. In der Mitte des Friedhofs steht das Monument Slavín, ein Mausoleum und die letzte Ruhestätte für besonders verdiente Persönlichkeiten des tschechischen Volkes. Abb. 16.1: Státní banka Československá, 1985, 1000 Kronen, Vorderseite. Abb. 16.2: Státní banka Československá, 1985, 1000 Kronen, Rückseite. Die 1000-Kronen-Banknote der Tschechoslowakischen Staatsbank (Státní Banky Československé) von 1985 bildet rechts auf der Vorderseite den Komponisten Bedřich Smetana ab und auf der Rückseite die auf dem Felsen thronende Festung und die steile zur Moldau abfallenden Klippen. Bleibt noch anzumerken, dass das Kopfbildnis der Dichterin den 500-Kronen-Schein der Česká Národní Banka (ab Ausgabe 1993) schmückt. Nun heißt es Abschiednehmen von Prag – auf Wiedersehen bis zum nächsten Mal. Uwe Bronnert
- COINSTORE E-LIVE 8 zu Banknoten startet am 26. Januar 2025: Vorschau
Am 25. Januar 2025 startet die 8. E-Live-Auktion des jungen lettischen Münzhandels- und Auktionshauses COINSTORE mit Teil I zu Münzen. Medaillen und Token (Lose 1 bis 407). Am Tag darauf, Sonntag dem 26. Januar, beginnt um 10 Uhr mit insgesamt über 650 Losen der Banknotenteil (Lose 500 bis 1.153). Internet: www.coinstore.lv Zur Auktion: https://rcoinstore.com/auctions/5-1MAKDU/coinstore-e-live-8-auction-coins-medals-and-banknotes Zum Start des Geldschein-Teils: https://rcoinstore.com/auctions/5-1MAKDU/coinstore-e-live-8-auction-coins-medals-and-banknotes?page=12&limit=36 Neben dem Startpreis (oft sogar 1 Euro) ist der aktuelle Stand der Gebote bei jedem Los sichtbar! Nachstehend eine kleine Auswahl zu den angebotenen Geldscheinen: Lot 852: A rare 100 Litu banknote from Lithuania, issued in 1991 with a unique printing error. Graded About UNC 55, this note stands out for its rarity and historical importance, offering collectors a piece of Lithuanian monetary history with a fascinating flaw. Starting Bid: € 2.250 Lot 816: This pristine 1927 10 Litu note from Lithuania is in Gem UNC 66 EPQ condition, graded by PMG. As a SPECIMEN note, it is a highly collectible piece that showcases the exceptional quality and design of Lithuania's early 20th-century banknotes. Starting Bid: € 3.400 Lot 782: An outstanding 500 Latu banknote from Latvia, issued in 2008, graded Superb Gem UNC 67 EPQ. This note is in near-perfect condition and represents the pinnacle of modern Latvian currency. A must-have for collectors of contemporary European banknotes. Starting Bid: € 2.250 Lot 773: A beautifully preserved 100 Latu banknote from Latvia, issued in 1992, graded Gem UNC 66 EPQ. This note is in exceptional condition and is an ideal choice for collectors of modern Latvian currency, featuring intricate design elements that highlight the nation’s rich heritage. Current Bid: € 350 Lot 672: A rare and highly sought-after 10 Rubel banknote from Posen, Germany, issued in 1916. Graded Gem UNC 66 EPQ, this note is in pristine condition and is an excellent addition to any collection of World War I-era currency. Its rarity and historical significance make it a standout piece. Starting Bid: € 408 Weitere Lose: Los 617: Finland, Finlands Bank, 500 Markkaa, 1909 (1918), About UNC 55 Starting Bid: € 357 Los 639: French Somaliland, Tresor Public, 50 Francs - Djibouti, 1952, Superb Gem UNC 68 EPQ, Pick: 25 Starting Bid: € 340 Los 640: French Somaliland, Tresor Public, 100 Francs, 1952, Superb Gem UNC 68 EPQ, Pick: 26 TOP POP Starting Bid: € 595 Los 654: Germany, Reichsbanknote, 1000 Reichsmark, 1936, Choice UNC 64, Pick: 184 Starting Bid: € 230 Los 655: Germany, Third Reich, 5 Reichsmark, 1933, Gem UNC 65 EPQ, Pick: 199 Starting Bid: € 34 Los 851: Lithuania, Bank of Lithuania, 500 Litu - Printer: G&D, 2000, Choice UNC 64 EPQ, Pick: 64 Starting Bid: € 383 Hans-Ludwig Grabowski Zur Auktion: https://rcoinstore.com/auctions/5-1MAKDU/coinstore-e-live-8-auction-coins-medals-and-banknotes Zum Start des Geldschein-Teils: https://rcoinstore.com/auctions/5-1MAKDU/coinstore-e-live-8-auction-coins-medals-and-banknotes?page=12&limit=36 COINSTORE INFO: www.coinstore.lv auction.coinstore.lv service@coinstore.lv ☎ +371 25370706 SIA COINSTORE | Reg.Nr . 40203071934 Pils laukums 4 Centra rajons, Rīga, Latvia LV-1050
- Geldschein-Puzzle: 20 Kronen der Tschechoslowakei 1949
Unser 3D-Geldschein-Puzzle! Bestimmen Sie selbst die Anzahl der Puzzleteile und vieles mehr. Abb. Sammlung Jürgen Schilde, Berlin. Staatspapiergeld der Tschechoslowakei über 20 Korun vom 1. Mai 1949 Czechoslovakia 70b (SCWPM) Vorderseite mit Porträt einer jungen Frau in Tracht. In Umlauf vom 21. Dezember 1949 bis 31. Mai 1953. Klicken Sie auf die Abbildung, um direkt zum Puzzle zu gelangen! Viel Spaß! Zu allen bisher erschienenen virtuellen Geldschein-Puzzles
- Stack's Bowers: 2024 Top Drei der Weltbanknoten
Die Abteilung für Weltbanknoten bei Stack's Bowers Galleries hatte ein fantastisches Verkaufsjahr, in dem die folgenden drei Lose aus aller Welt (außer USA) die höchsten Preise erzielten: 1. Ein Satz Probedrucke mit Vorder- und Rückseite aus Russland/Nordrussland, Los 20738 , wurde für 300.000 USD verkauft. Dieser unglaublich seltene Satz von neun einseitigen Probedrucken (für eine vollständige Sammlung fehlte nur der rückseitige Probedruck für den 10-Rubel-Schein) dieser nicht ausgegebenen Banknotenserie wurde für die Regierung von Olonez gedruckt und sollte vom Rat der Volkskommissare ausgegeben werden. Die Region liegt im äußersten Nordwesten Russlands, nahe der finnischen Grenze, und ist als Karelien bekannt. Olonez ist das Verwaltungszentrum der Region und sollte als Hauptstadt dieses kurzlebigen und nicht anerkannten Staates dienen, der am 25. Mai 1918 gegründet wurde, nur sechs Monate nachdem Finnland seine Unabhängigkeit von Russland erklärt hatte und bevor die endgültigen Grenzen festgelegt worden waren (und bevor der politische Status Finnlands geklärt werden konnte). Die Region Karelien war kulturell mit den Menschen im benachbarten Finnland verbunden. Infolgedessen wurde die Region 1919 während der Aunus-Expedition (Aunus ist der finnische Name für Olonez) für kurze Zeit von finnischen Truppen besetzt, bevor die Kontrolle über die Region an die Regierung von Olonez zurückgegeben wurde. Im Jahr 1920 wurde es Teil der Vereinigten Karelischen Regierung, die 1923 aufgelöst wurde, als Karelien Teil der Sowjetunion wurde. Die Geldscheinserie wurde von der Druckerei der Murmansker Eisenbahn gedruckt. Die Scheine sollten ausgegeben werden, um einen akuten Mangel an umlaufendem Geld bei der örtlichen Filiale der Staatsbank in Petrosawodsk zu beheben (Petrosawodsk war die größte Stadt der Region und wirtschaftlich wichtiger als Olonez), und sie sollten in gleicher Weise wie die Emissionen der Staatsbank akzeptiert werden. 2. Eine 25-Dollars-Banknote der Deutsch-Asiatischen Bank aus dem Jahr 1907, Los 30250 , wurde für 144.000 USD verkauft. Zweigstelle Tsingtau. Eine außergewöhnliche, ausgegebene Note der selten gesehenen 25-Dollars-Nominale aus Tsingtau, auch bekannt als Qingdao. Dieses und ein weiteres Exemplar sind alle, die für diese Stückelung von dieser Filiale der Deutsch-Asiatischen Bank gegradet wurden. Zum Zeitpunkt der Ausgabe dieser Banknote war Tsingtau eine strategische Hafenstadt unter deutscher Kontrolle, was erhebliche Auswirkungen auf den regionalen Handel und die militärische Präsenz hatte. Das Gebiet Kiautschou, das 1898 an Deutschland verpachtet worden war, befand sich in einem umfassenden Entwicklungsprozess, der den Bau einer modernen Infrastruktur und den Ausbau der Hafenanlagen einschloss. Ausgegebene Scheine dieser Serie sind extrem rar und weisen in der Regel Schnittspuren, Reparaturen, Risse oder andere Spuren auf. Keines dieser Probleme beeinträchtigt dieses Exemplar. Die kürzlich von Stack's Bowers angebotenen Banknoten der Deutsch-Asiatischen Bank stammen alle aus der Sammlung von Al Kugel, die das umfangreichste Sortiment dieser Ausgaben enthält, das je auf den Markt gekommen ist. 3. Eine 10-Yüan-Banknote der Volksrepublik China aus dem Jahr 1953, Los 32292 , wurde für 78.000 USD verkauft. Ausgegeben von der chinesischen Volksbank (Peoples Bank of China). Schwarz auf blassem Orange, ein Bauernpaar in der Mitte, Rückseite in ähnlichen Farben, Staatswappen in der Mitte, Titel der Bank und Nennwert in vier Schriftzeichen. Von den 798 Scheinen, die im PMG-Bericht aufgeführt sind, haben nur 39 Scheine, also weniger als 5 %, den EPQ-Status erhalten. Donald Ludwig
- Ein gelungener Jahresauftakt – das zweite Rabenauer Banknotensammlertreffen
Am 11. Januar 2025 fand in Rabenau bei Dresden das zweite Banknotensammlertreffen statt. Was vor einigen Jahren als geselliges Jahresabschlusstreffen einiger Sammler aus dem sächsischen Raum gegründet wurde, hat sich inzwischen zu einem festen Ereignis für Banknotensammler aus Mitteldeutschland etabliert. Die mit ca. 25 Teilnehmern sehr gut besuchte Veranstaltung bildete einen rundum gelungenen Jahresauftakt. Wer Notgeldscheine, Reichsbanknoten oder DDR-Belege suchte wurde sicher fündig, auch Weltbanknoten waren vertreten. Zwischen 11:00 und 16:00 Uhr wurde fleißig getauscht, gekauft und gefachsimpelt. An den zufriedenen Gesichtern erkannte man, dass viele Teilnehmer mit Neuerwerbungen den Heimweg antreten konnten. Vorsicht vor den "Stempelschnitzern" - in Rabenau konnte man diverse Stempel begutachten, die für Manipulationen zum Schaden der Sammler benutzt wurden. Pavel Hejzlar gab dazu fachkundige Erläuterungen. Besonders spannend: Pavel Hejzlar vom Auktionshaus Aurea aus Prag brachte zahlreiche Falschstempel zur Manipulation von KZ- und Ghettogeld mit, und erklärte den Teilnehmern Details und Hintergründe dieser „Stempelschnitzereien“. An den falschen Stempeln konnte man anschaulich lernen, worauf man achten sollte, um Stempelfälschungen und Manipulationen von Geldscheinen durch angeblich seltene Stempel besser zu erkennen. Um 16:30 Uhr stand ein Vortrag von Dr. Sven Gerhard über die Tuzex-Kupons der Tschechoslowakei auf dem Programm, der zu einem regen Austausch unter den Teilnehmern führte. Danach stellte Uwe Lehmann ein Projekt zur Identifizierung der Grafiker von Brandenburger Notgeldscheinen vor. Hierzu werden noch weitere Mitwirkende gesucht, die Erkenntnisse über Künstler teilen können, die Brandenburger Notgeldscheine gestaltet haben. Auf die Ergebnisse dieses Projektes darf man gespannt sein. Rainer Geike vom Numismatischen Club Berlin-Pankow e.V. verteilte eine Gedenkbanknote zum 20jährigen Jubiläum des Vereins. Das nächste Banknotensammlertreffen in Rabenau findet voraussichtlich im Januar 2026 statt, der Termin soll nach den Sommerferien bekanntgegeben werden. Interessenten können sich an Marcel Fränzel (banknoten-fan@gmx.de) wenden Dr. Sven Gerhard
- Ein „Geldscheinkatalog“ mit Vorwort von Dr. Arnold Keller
Der "Jaeger-Katalog" ist den meisten Sammlern deutscher Münzen ein Begriff, ebenso wie der "Rosenberg-Katalog", die beide einst „Büchlein“ waren. Wenn wir heute das Buch „Die deutschen Banknoten ab 1871“ von Hans-Ludwig Grabowski (23. Auflage 2023/2024) betrachten, so ist dieses Werk auf 845 Seiten angewachsen. Mit tollem Layout und feinsten Farbabbildungen ist dort alles zu finden, was ein Sammler deutscher Banknoten begehrt. Aber alles hatte mal seinen Anfang. Durch reinen Zufall gelangte ein Heftchen „Die deutsche Mark 1914 – 1924“ mit ganzen zehn Seiten in die Hände des Verfassers dieser Zeilen. Leider ist nur zu schätzen, dass dieses in den 1920er Jahre entstand, denn in den 1930er Jahren gab es schon besseres Papier, auch ein gefälligeres Layout, aber auch das ist nur eine Annahme. Es kostete einst 30 Pfennig und enthält die deutschen Geldscheine von 1914 bis 1924. Allein die Einleitung des Verfassers ist interessant und trifft vom Inhalt tendenziell her zu. Er erklärt dem Leser, dass jeder die Chance hat, mit Geldscheinen Objekte zu erwerben, die im Wert steigen werden, so wie bei den Briefmarken, wenn es sich um klassisches Material in perfekter Erhaltung handelt. Wer damals rare Scheine für die angegebenen Preise kaufen und sie über die Weltkriegszeit bringen konnte, würde seinen Enkeln heute eine wertvolle Erbschaft überlassen können. Einige Geldscheine kosteten übrigens auch damals sehr viel. Auf der letzten Seite sind dies die 50- und 100-Mark-Scheine, die in ungebraucht mit 60 und 150 Mark bewertet sind. Ein Arbeiter verdiente damals oft nur 50 Mark in der Woche und hätte das Geld kaum für einen Geldschein ausgeben können. Der umfassende Beitrag von Dr. Keller ist lesenswert. Interessant sind auch die Bewertungen in Relation zu heutigen Katalogpreisen anzusehen. Bei einigen Münzen- und Geldscheinsammlern gehören ältere, klassische Werke und Kataloge mit zum Sammelgebiet, für die man auch bereit ist, etwas zu investieren, was durch hohe Zuschläge auf Auktionen bewiesen ist. Alte Preislisten und Auktionskataloge werden ebenfalls gesammelt, auch wenn sie keinen hohen materiellen Wert haben. Wolfgang J. Mehlhausen
- Neuer Mazedonien-Katalog
Aus Nordmazedonien erreicht uns ein neuer Banknotenkatalog, der sowohl für Anfänger als auch für fortgeschrittene Sammler von Interesse sein dürfte. Zoran Strezoski: Catalogue of Macedonian Banknotes 1. Auflage 2024 Broschur mit Klebebindung. 96 Seiten Seiten, mit farbigen Abbildungen. Format 16,6 x 23,5 cm. Eigenverlag, Skopje. ISBN 978-608-67115-1-1 Auflage: 200 Exemplare Preis: 12,00 EUR Zu beziehen direkt über den Autor via Facebook oder Kontakt per Email strezoski_z@yahoo.com , auch auf eBay werden immer wieder Exemplare angeboten. Der Katalog ist zweisprachig gehalten (Mazedonisch, Übersetzung ins Englische von Jovan Strezoski) und alle Anforderungen, die ein Katalog haben sollte, findet man auf seinen 96 Seiten: Eine komplette Auflistung aller mazedonischen bzw. nordmazedonischen Banknoten seit 1993, eine Bewertung in Euro und für viele Sammler das allerwichtigste: Der Autor hat sich um eine komplette Bebilderung aller aufgeführten Scheine bemüht, soweit es ihm möglich war. Auch für jene Sammler, die das Gebiet wegen Vollständigkeit in der Sammlung aus ihrer Fehlliste gestrichen haben, hat dieses Buch einen Mehrwert, da auch Entwürfe, Abbildungen und Überstempelungen aller Art dokumentiert sind. Die ersten beiden Kapitel enthalten eine Auflistung aller, aber auch wirklich aller Ausgaben seit der Sezession von Jugoslawien 1993. Dazu gehören die ersten beiden provisorischen Serien von 1993, alle Varianten und Ausgabedaten der regulären Serie seit 1996 der „National Bank der Republik Mazedonien“ und selbstverständlich auch der Polymerausgaben und der Ausgaben mit dem geänderten Banknamen „National Bank der Republik Nordmazedonien“. Abgebildet und bewertet werden auch alle Musternoten mit SPECIMEN-Überdruck. Im dritten und vierten Kapitel werden schließlich alle Entwurfsserien und nicht realisierte Entwürfe vorgestellt, hierzu dienten vermutlich die Archive der Zentralbank. Weitere Kapitel enthalten Propagandaentwürfe (z.B. mit dem Bild Alexanders des Großen), die Propagandastempel („Суверена Македонија“, Souveränes Mazedonien) auf jugoslawischen Banknoten, die Kosovo-Stempel auf mazedonischen Banknoten („Banka Provizore e Republikës së Kosovës“) sowie diverse Karnevalsnoten u. a. aus Vevčani. Für alle Spezialisten werden schließlich die lokalen Überstempelungen auf deutschen, österreichisch-ungarischen und bulgarischen Banknoten aufgelistet, wie sie wohl nur noch in hochkarätigen Spezialsammlungen bzw. im Archiv der Zentralbank Mazedoniens zu finden sind. Manfred Dietl
- Nigeria und die Bargeldhändler
In ganz Nigeria hat der zu unverschämten Preisen betriebene illegale Handel mit Naira-Banknoten zugenommen, was durch die eingeschränkte Bargeldversorgung der Banken noch verschlimmert wird. Trotz Warnungen der Central Bank of Nigeria (CBN) und der Androhung, nachlässige Institute zu bestrafen, ist diese Praxis nach wie vor verbreitet. Berichten zufolge arbeiten Bankangestellte und Bargeldhändler zusammen, um die Verbraucher auszunutzen, indem sie Bargeld horten und es zu überhöhten Preisen weiterverkaufen, insbesondere für kürzlich ausgegebene Banknoten. Da einige Bankangestellte höhere Gebühren verlangen, räumen die Bargeldhändler freimütig ein, dass sie ebenfalls mehr für Bargeld verlangen. So verdienen Bankangestellte beispielsweise mit dem Verkauf von 200.000 ₦ für 230.000 ₦, während in Lagos 20.000 ₦ in kassenfrischen Scheinen für 7.000 ₦ mehr verkauft werden. Bei geselligen Zusammenkünften wird Bargeld ebenfalls weiterverkauft, wovon die Bargeldhändler reichlich profitieren. Ähnliche Fälle sind im Bundesstaat Imo, in Osogbo und Ibadan zu beobachten, wo sich Geschäfte und Supermärkte dem Hausierer-Wahn angeschlossen haben und durch den Verkauf an Point-of-Sale (PoS)-Betreiber Geld verdienen. Obwohl die CBN darauf besteht, dass ein solches Verhalten illegal ist, wird kaum etwas dagegen unternommen. Bankdirektoren und andere Beteiligte verurteilen diese Praxis und machen dafür die unzureichende Bargeldversorgung verantwortlich, die durch die Politik der CBN zur Stabilisierung des Wechselkurses und zur Senkung der Inflation verursacht wurde. Die Zentralbank hat jetzt eine Geldstrafe in Höhe von 150 Millionen Naira (ca. 93.100 €) gegen inländische Geschäftsbanken eingeführt, die sich der Ausgabe von kassenfrischen Naira-Banknoten an Bargeldhändler im ganzen Land schuldig gemacht haben. Dies teilte der amtierende Direktor für Unternehmenskommunikation der CBN, Sidi Ali Hakama, kürzlich in Abuja mit. In einem Rundschreiben, das vom amtierenden Direktor der Abteilung für Währungsgeschäfte, Mohammed Olayemi, am 13. Dezember 2024 unterzeichnet wurde, erklärte die CBN, sie sei besorgt über die zunehmende Verbreitung von kassenfrischen Naira-Banknoten, die von Hausierern gehandelt werden. Die CBN bezeichnete diese Praxis als Hindernis für eine effiziente Bargeldverteilung an Kunden und die Öffentlichkeit. Das Rundschreiben, das sich auf eine frühere Richtlinie vom 13. November 2024 bezieht, unterstreicht die Entschlossenheit der CBN, gegen die Kommerzialisierung des Naira vorzugehen. Gemäß der Richtlinie wird jede Zweigstelle eines Finanzinstituts, die sich eines Verstoßes schuldig macht, beim ersten Mal mit einer Strafe von 150 Millionen Naira belegt. Alle weiteren Verstöße werden gemäß den Bestimmungen des Gesetzes über Banken und andere Finanzinstitute (Banks and Other Financial Institutions Act, BOFIA, 2020) strenger geahndet. Um die Einhaltung der Vorschriften zu gewährleisten, erklärte die CBN, dass sie regelmäßige stichprobenartige Kontrollen in den Banken und an den Geldautomaten verstärken und Testkäufer einsetzen werde, um illegale Bargeldverkaufsstellen im ganzen Land aufzudecken. Donald Ludwig
- Erster Geldschein-Newsletter 2025 erscheint am 16. Januar
Liebe Leser! Um den wechselnden Rhythmus der Newsletter von Muenzen-Online.com (immer in geraden Wochen) und Geldscheine-Online.com (immer in ungeraden Wochen) auch im neuen Jahr aufrecht zu erhalten, erscheint der erste Geldschein-Newsletter erst am 16. Januar 2025 und nicht, wie im letzten Newsletter 2024 angekündigt, bereits am 9. Januar. Beide kostenlosen Newsletter erscheinen ab 2025 regelmäßig alle zwei Wochen! Die Redaktion und die Autoren von Geldscheine-Online.com wünschen allen Lesern für das neue Jahr alles Gute, Gesundheit und viel Freude beim Hobby. Hans-Ludwig Besler (Grabowski)
- Geldscheine in Slowenien – einst und jetzt
Es war der Beginn des ersten sog. "Jugoslawien-Kriegs": am 25. Juni 1991 erklärte das slowenische Parlament in Ljubljana erstmals die Unabhängigkeit des Landes. Daraufhin rückten einen Tag später Teile des 13. Korps der Jugoslawischen Volksarmee aus ihren Kasernen in Richtung Italien und Österreich aus, um die dortigen Grenzübergänge zu sichern. Es kam zu militärischen Auseinandersetzungen zwischen regionalen Polizeibeamten im Verband mit Einheiten der slowenischen Territorialen Verteidigung und der jugoslawischen Volksarmee. Der daraus entstandene 10-Tage-Krieg endete nach Verhandlungen am 7. Juli 1991; Slowenien erlangte seine staatliche Unabhängigkeit am 8. Oktober 1991 und wurde in den Folgemonaten von vielen Staaten anerkannt. Abb. 1: jugoslawische Panzer Richtung Grenzübergang Straß (Spielfeld/Šentilj) Damit wurde ein neues Kapitel in der Geschichte des heutigen 2-Millionen-Volks geschrieben. Die Vergangenheit des heutigen Staatsgebiets sah folgendermaßen aus: Alpenslawen besiedelten ab dem späten 6. Jahrhundert Gebiete des heutigen Sloweniens; der Stammesverband nahm im 8. Jahrhundert das Christentum an und unterwarf sich Karl dem Großen und seinem Frankenreich. Nach der Verwaltung der betreffenden Ländereien durch verschiedene klerikale und weltliche Herrscher kam das Gebiet zum bayerischen Herzogtum Kärnten. Nach Loslösung um das Jahr 1000 entstand die Grenzmark Krain. 1335 kam die Krain an die Habsburger, die 30 Jahre später unter Rudolf IV. das Herzogtum Krain schufen. In der wechselvollen Geschichte sind die osmanischen Bedrohungen und die Zugehörigkeit zu den napoleonischen Illyrische Provinzen bedeutsam. 1813 wurde die Krain von Österreich zurückerobert und war als Herzogtum bis 1849 in das Königreich Illyrien innerhalb des Kaisertums Österreich eingegliedert. Als Kronland der Doppelmonarchie Österreich-Ungarn bestand die Krain von 1849 bis 1918. Unter österreichischer Verwaltung kamen die ersten Geldscheine auch ins heutige Slowenien. Bis 1892 galt der Gulden; durch die instabile Deckung der österreichischen Währung wurde die Silberwährung mit der Einführung einer neuen Währung ausgetauscht. Abb. 2: 50 Gulden 25. August 1866, Vs., Staatsnote der k. k. Staats-Central-Casse. Am 20. September 1900 wurden die ersten Kronen-Banknoten in Umlauf gegeben. Die Währung wurde auf den Goldstandard gehoben – der Umtauschkurs lag bei 1 Gulden = 2 (Gold-)Kronen. Für die seit 1820 geltenden Gulden wurde 1858 der Wert um 5 Prozent abgewertet. Zeigten die seit 1858 geltenden Gulden-Scheine den Wertaufdruck nur in Deutsch und Ungarisch, änderte sich das mit der Neugestaltung der neuen Serie mit den Werten zu 10, 20, 50, 100 und 1000 Kronen. Ergänzt wurde der Aufdruck auch in slowenischer Sprache, z. B. fünfzig Kronen = petdeset kron. „Aus Protest versah die Bevölkerung die Banknoten mit Aufschriften in ihrer jeweiligen Landessprache. Erst auf den nächsten Serien wurden die Nominale in acht weiteren Sprachen der Monarchie angeführt.“ [1] Abb. 3: 50 Kronen 2. Jänner 1902, Vs., Banknote der Oesterreichisch-ungarischen Bank, Aufdruck links: Tschechisch, Polnisch / Slowenisch, Kroatisch, Aufdruck rechts: Russisch, Italienisch / Serbisch, Rumänisch; Ungarisch rückseitig. Die Gulden-Banknoten von 1880/84 konnten noch bis 1903 bzw. 1904 parallel zur Kronen-Währung verwendet werden. Die Kronen-Währung galt in Österreich bis 1924. Noch 1918 wurden mit dem Zerfall der k. und k. Monarchie sowie der deutschen, russischen und osmanischen Reiche die Grenzen in Europa neu gezogen. Abb. 4: Slowenien entstand zum Großteil aus dem Kronland Krain und aus angrenzenden Gebieten der Steiermark und des vormaligen Küstenlands (Karte um 1914). Schon 1917 bemühten sich serbische und kroatische Politiker um die Schaffung eines slawischen Nationalstaats. Die Slowenen schlossen sich aus Furcht vor einer italienischer Vorherrschaft in ihrer Region diesen Bemühungen an. Am 6. Oktober 1918 bildete sich in Zagreb der Nationalrat der Slowenen, Kroaten und Serben und in der Folge gründete sich der „Država Slovencev, Hrvatov in Srbov“; der SHS-Staat entstand am 29. Oktober 1918. Der serbische Kronprinz Aleksandar I. Karadjordjević hatte mit Zustimmung des kroatischen Nationalrats am 1. Dezember 1918 das „Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen“ proklamiert, in dem sich auch die bisherigen Königreiche Serbien und Montenegro wiederfanden. Die jugoslawische Krone ersetzte schon ab dem 12. November 1918 die bisherige österreichisch-ungarische Kronen-Währung. Der neue Staat übernahm die Geldscheine der alten Herrschaft, aber Gemeinden, Finanzämter und andere Behörden überstempelte die öst.-ung. Geldscheine. „Als der gemeinsame jugoslawische Staat gegründet wurde, waren auf seinem Territorium vier Währungen im Umlauf: der Dinar, der Perper, der bulgarische Lew und die österreichisch-ungarische Krone. Bis 1920 blieb dies in weiten Teilen des neuen Landes, auch auf slowenischem Boden, das offizielle Zahlungsmittel. Aufgrund seines sinkenden Wertes und der Einführung entwerteter Banknoten aus Österreich und Ungarn verbot das Land zunächst die Einführung von Beträgen über 1.000 Kronen (später 2.000 Kronen) und führte dann die obligatorische Stempelung von Kronen-Banknoten ein; Dadurch werden ihre Anzahl und ihr Wert bestimmt. Im Jahr 1920 wurden die Kronen-Banknoten durch Kronen-Dinar-Banknoten ersetzt, auf denen beide Währungen aufgedruckt waren, und zwar zum Wechselkurs von 4 Kronen für 1 Dinar. ... Die Stempelung erfolgte zwischen dem 8. Januar und dem 2. Februar 1919. Alle Inhaber von Kronen-Banknoten mussten in dieser Zeit ihre Anzahl und ihren Gesamtwert melden, dann wurden sie von einer Sonderkommission gezählt und die trug die Werte in das Protokoll ein.“ [2] Abb. 5: 20 Dinara 1. Februar 1919, mit Überdruck 80 Kronen, Vs., Finanzministerium des Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen. Abb. 6: 100 Kronen 2. Jänner 1912 = 25 Dinar, Vs. mit Klebemarke des SHS-Königreichs, in Brežice (deutsch: Rann an der Save) abgestempelt. 20 Prozent des Werts der gestempelten Scheine wurden als Maßnahme zur Begrenzung des Kronenumlaufs einbehalten. Es wurden Gutscheine (Kronengutscheine) ausgegeben, die beim Umtausch von Kronen in Dinar eingelöst werden konnten. Banknoten zu 10, 20, 50, 100 und 1000 Kronen wurden gestempelt, während 1- und 2-Kronen-Banknoten nicht gestempelt werden mussten. Bis Ende 1921 wurde das gesamte Geld in Dinar umgetauscht. Am 3. Oktober 1929 benannte sich der SHS-Staat in „Königreich Jugoslawien“ um; nach der Verwaltungsreform wurde das Land in neun Banschaften gegliedert – die slowenische Gebiete gehörten größtenteils zur „Dravska banovina“ (deutsch: Banschaft Drau, Hauptort wurde Ljubljana/Laibach). Der jugoslawische Dinar war seit 1923 die alleinige Währung; er galt bis zum Zweiten Weltkrieg und wurde in 100 Para unterteilt. Abb. 7: 100 Dinar 1. Dezember 1929, Vs., Banknote der Nationalbank des Königreichs Jugoslawien – serbische Seite die abgebildete Majka Srbija (Mutter Serbien) sitzt an der Donau und zeigt mit ausgestreckter Hand in Richtung Süden und ruft zur Befreiung ihrer versklavten slawischen Brüder auf. Aufgrund des politischen Drucks aus Nazi-Deutschland unterzeichnete Prinz Pavle am 25. März 1941 den Beitritt zum sog. Dreimächtepakt – es bildete sich eine Gegenregierung, die mit dem jugoslawischen Militär erfolgreich putschte. Das Beitrittsabkommen wurde für nichtig erklärt. Die deutsche Wehrmacht marschierte deshalb am 6. April 1941 in Jugoslawien ein; sie wurden von italienischen und ungarischen Truppen unterstützt. Bereits am 17. April 1941 ergab sich die jugoslawischen Armee. Das im deutschen Sprachraum als „Südslawien“ bezeichnete Land wurde besetzt und in zehn unterschiedliche Territorien aufgeteilt. Es entstanden die Staaten Kroatien und Serbien – am 10. April 1941 die faschistische Monarchie „Unabhängiger Staat Kroatien (NDH)“ und die serbische Marionettenregierung unter General Nedić. In Kroatien wurde die Kuna als neue Währung eingeführt – in Serbien ein neuer serbischer Dinar. In den annektierten nördlichen Gebieten galten fortan die Währungen der Eroberer: Reichsmark und Lira sowie Pengö. Abb. 8: Zerstückelung der Banschaft Drau/Slowenien 1941 (© Richard. A. Banyai 1971); Ungarn besetzte den Ostteil (die Südbaranja und die Batschka), Italien eignete sich den Südteil an, der als Provincia di Lubiana und Provincia di Fiume ins Königreich eingegliedert wurde und Deutschland erweitere die sog. „Ostmark“ mit dem Nordteil der Banschaft als „Oberkrain“ (Kärnten/Krain) und „Untersteiermark“; nach der Kapitulation Italiens 1943 vor den Alliierten, besetzte Deutschland das Gebiet um Ljubljana und beabsichtigte, es als „Adriatisches Küstenland“ ebenfalls zu annektieren. Abb. 9: 1 000 Lire 29. April 1940, Vs., Druckmenge: 1,0 Mio. Exemplare. Abb. 10: 10 Reichsmark 22. Januar 1929, Vs., UdrBst. G/Serie E (ab Oktober 1940 im Umlauf). Abb. 11: 1 000 Dinar 1. Dezember 1931, Vs., Banknote der Nationalbank des Königreichs Jugoslawien, mit ungarischer Klebemarke. Der jugoslawischen Dinar wurde bald durch die von den Besatzern eingeführten Landeswährungen ersetzt. Ab Juni 1941 rechnete man 100 Dinar = 5 Reichsmark = 38 Lire = 10 Pengö. Die Deutschen tauschten 720 Mio. Dinar und die Italiener 1,6 Mrd. Dinar entsprechend ein. Da die italienische Lira am weitesten verbreitet war, wurden alle Partisanen-Scheine während der Besatzungszeit in Lira-Währung gedruckt. Die slowenische Bevölkerung stand der Besetzung nicht tatenlos gegenüber. Es formierten sich Partisanenverbände, die den militärischen Widerstand organisierten. Es bildete sich die „Osvobodilna Fronta Slovenskega naroda/OFSN“; innerhalb dieser Befreiungsfront der slowenischen Nation verabschiedete der Slowenische Nationale Befreiungsrat SNOS („Slovenski narodnoosvobodilni svet“) als politisch-repräsentatives Organ in Črnomlje am 20. Februar 1944 ein Dekret über den Druck gesetzlicher Zahlungsmittel im befreiten Gebiet. Am 12. März 1944 gründete das Präsidium der SNOS das Slowenische Währungsinstitut, das zur Ausgabe von Geldscheinen berechtigt war. Ende Februar 1944 entstanden erste Entwürfe für die Herstellung von Lire-Scheinen. Sie wurden in Črmošnjice in der Bela krajina angefertigt und in der Triglav-Druckerei in den Bergen des Goteniški Snežnik gedruckt. Die erste Emission umfasste 20,0 Mio. Lire. Entworfen wurden die Geldscheine in Werten zu 1, 5, 10, 50, 100, 500 und 1 000 Lira vom Dipl.-Ing. Branko Simčič. [3] Er verstarb 2011 und wurde 99 Jahre alt. Abb. 12: 10 Lir (1944), Vs., Ausgabe des DNS, 6-stellige KN auf der Rückseite; es existieren deutsche Propagandanoten mit dem Text „Ta denar je prav taka ničla, kakor obljube iz Moskve in Londona“ (≈ Dieses Geld ist ebenso wenig wert wie die Versprechen aus Moskau und London). Nach der Befreiung aller jugoslawischen Gebiete wurde am 29. November 1945 nach Vor- und Hauptwahlen die Föderativen Volksrepublik Jugoslawien/FLRJ ausgerufen. Bis dahin wurden sowohl weitere Geldscheine des Slowenischen Währungsinstituts als auch Banknoten einer Wirtschaftsbank in Umlauf gegeben. Abb. 13: 10 Lir 1945, Vs., dreisprachige Ausgabe der Wirtschaftsbank für Istrien, Rijeka und das slowenische Küstenland, Werte zu 1 bis 1000 Lir wurden am 18. Oktober 1945 ausgegeben; die Währungsbezeichnung Lir/Lira/Lire wurde vom Nationalen Befreiungskomitee akzeptiert (das Gebiet der Operationszone Adriatischen Küstenlands wurde nach der Befreiung bis 1954 in zwei Zonen geteilt); die Serie mit acht Werten von 1 Lira bis 1000 Lire wurden in der Zagreber Hrvatska državna tiskara auf übrig gebliebenen Druckbogen aus der Kuna-Produktion gedruckt und waren bis 4. Juli 1949 gültig. Nach der Kapitulation Italiens im September 1943 wurde auch die Provincia di Lubiana (Laibach) durch die deutsche Wehrmacht besetzt. 1944 gestatte die Provinzialverwaltung der Sparkasse der Provinz die Ausgabe von Geldanweisungen in italienischer Währung, da eine Unterversorgung mit Lire-Banknoten entstanden war. Mit Datum 14. September 1944 gab die Sparkasse vier Scheine in den Wertstufen 50 bis 1 000 Lire aus; es folgten die fünf Ausgaben mit Datum 28. November 1944 – ½ bis 10 Lire. [4] Abb. 14: 1 000 Lire 1944, Rs., Geldanweisung/deutschsprachig; Gestaltung: Janez Trpin. Die ersten Geldscheine der FLRJ wurden noch 1944 ausgegeben und trugen auf den Vorderseiten die sechs Ländernamen СРБИЈА (Serbien), HRVATSKA (Kroatien), SLOVENIJA (Slowenien), БОСНА И ХЕРЦЕГОВИНА (Bosnien und Herzegowina), ЦРНА ГОРА (Montenegro) und МАКЕДОНИЈА (Mazedonien). Die Abbildung zeigt die stilisierte Darstellung des Partisans Milivoj Rodić; auf den Rückseiten ist das vorläufige Staatswappen mit dem Datum 29-XI-1943 abgebildet. Abb. 15: 1 000 Dinarja o. D. (1944), Vs., viersprachiger Wertaufdruck; Gestaltung: Djordje Andrejević Kun; Druck: ZIN Belgrad (kyrillische Ser.-Bst. breit БА...БК, ВB, ВД) und Goznak Krasnokamsk (lateinische Ser.-Bst. schmal AA...AC, TA), in Umlauf seit 30. Juni 1945 – außer Kurs ab 26. Januar 1947. Schon bis 30. April 1944 wurden in Serbien die Besatzungsscheine in neue jugoslawische Dinar umgewechselt. Höchstsummen bis 5 000 DDFJ (= dinara Demokratska Federativna Jugoslavija) konnten sofort getauscht werden: 100 Reichsmark = 60 DDFJ, 100 ital. Lire = 30 DDFJ, 100 Pengö = 100 DDFJ. Über 438 Mio. RM wurden zum Umtausch vorgelegt. Die Lire-Scheine des slowenischen Währungsinstituts wurden den italienischen gleichgestellt. Den neuen Dinar-Scheinen von 1944 folgten die Ausgaben der Nationalbank der FNRJ von 1946, 1953 und 1955; ab 1963 tragen die Banknoten die Bezeichnung „Narodne Banka Jugoslavije“ – nach der neuen Verfassung vom 7. April 1963 wurde das Land in „Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien“ (SFRJ) umbenannt. Von 1966 bis 1989 wurde ein „harte Dinar“ ausgegeben; es folgte nach einer Hyperinflation der frei konvertierbare Dinar ab dem 1. Januar 1990. 10.000 alte Dinar galten 1 neuen Dinar. Um der hohen Inflation entgegen zu wirken, startete der Ökonom Bogdan Oblak 1988 in Ljubljana das sog. Lipa-Projekt. Im Zusammenhang damit wurde bis 1991 eine Währung diskutiert, die einen theoretischen Wert von 1 Lipa = 10.000 Dinar entsprach und durch das Vermögen der Lipa-Holding garantiert war. Das Unternehmen hatte schon 1989 1-Lipa-Scheine mit dem Bild des Dichters Fr. Prešeren drucken lassen. Die Republik Slowenien führte jedoch eine eigene Währung ein. Es gibt noch weitere Fantasie-Scheine, wie die Serie über ½, 1, 2, 5, 10, 20, 50, 100 Lip von 1990 oder die sechs Talerjev-Noten von 2007 für Dežela Kranjska (Gebiet Krain). Auch der Slowake Matej Gábriš schuf 2016 Tolarjev-Fantasie-Scheine. Abb. 16: 1 Lipa 20. April 1992, Vs., propagandistischer Fantasie-Schein einer „Banka Slovenije“ – abgebildet ist Julija Primicova; Aufdruck: „Zahlungsgarantie durch die Lipa Holding/Die Banknote ist durch Gold und anderen Werten gedeckt/Fälschung sind nach dem Gesetz strafbar“; die Rückseite zeigt den Wertaufdruck in Slowenisch, Italienisch und Ungarisch. Nach dem Zerfall Jugoslawiens 1991 wurde im freien Slowenien am 25. Juni 1991 die Banka Slovenije gegründet; der erste Wechselkurs der am 8. Oktober 1991 ausgegebenen Wertgutscheine wurde im Verhältnis 1 Dinar = 1 Tolar = 100 Stotinov festgelegt. Die neue slowenische Währung existierte in Wertgutscheinen (Boni) zu 1, 2, 5, 10, 50, 100, 200, 500 und 1000 Tolar. Am 27. Mai 1992 folgte der 5000-Tolar-Gutschein. Die Gutscheine galten bis zum 30. Juni 1993, der 1000-er wurde wegen vielen aufgetauchten Fälschungen schon am 6. November 1992 eingezogen, der 5000-er erst am 1. Februar 1994. Abb. 17: 1000 (Tolarjev, o. D., 1992), Vs., alle Gutscheine hatten die gleiche Gestaltung (sie zeigen den Triglav, Sloweniens höchsten Berg) in unterschiedlichen Hauptfarben; Druck: CETIS d. d., Celje; außer Kurs ab 6. November 1992. Abb. 18: 1000 Tolarjev 15. Januar 2000 (2001), Vs., Abbildung: Dr. France Prešeren; Entwurf der Serie: Miljenko Licul, Zvone Kosovelj und Rudi Španzel – Druck: De La Rue; zehn Jahre nach der Einführung der Tolar-Währung emittierte die Bank von Slowenien am 8. Oktober 2001 Gedenkbanknoten zu 100, 1000 und 10 000 Tolar mit dem Aufdruck „Banka Slovenije 1991–2001“. Abb. 19: 20 Euro 2002 , Rs., Banknote der EZB; Signatur: Jean-Claude Trichet; Druck: François-Charles Oberthur (Frankreich), Plattenkennung: E004D2. Die letzten Banknoten der Banka Slovenije tragen das Datum 15. Januar 2004 (200 Tolar). Slowenien wurde am 1. Mai 2004 Mitglied der EU und trat zum 1. Januar 2007 der Euro-Zone bei. Seit dem 30. September 1992 bis zum 14. Januar 2007 waren Tolar-Banknoten gültige Zahlungsmittel. Die Europäische Zentralbank vergab den Präfix-Serienbuchstaben H an die Bank Sloweniens. Der Tauschkurs betrug 239,64 slow. Tolar (SIT) = 1 Euro. Schon seit dem 1. März 2006 wurden alle Preise in Tolar und in Euro angegeben. Etwa 108 Mio. Tolar-Banknoten wurden im Januar 2007 in 42 Mio. Euro-Banknoten umgetauscht. Michael H. Schöne Quellen [1] vergl. https://www.bavarikon.de/object/bav:HVB-PAE-0000000000349101 [2] vergl. http://www.zal-lj.si/slovenci-zacenjajo-se-novi-casi/od-krone-do-dinarja lt. der Diplomarbeit von TomaŽ Torkar („Währungsreformen auf dem Gebiet Jugoslawiens zwischen den Jahren 1918 und 1949“, Ljubljana 2006) rechnete den Dinar man vom November 1918 bis 18. März 1919 zu 2 Kronen, vom 19.März 1919 bis 4. Juni 1919 zu 2,50 Kr., vom 5. Juni 1919 bis 12. November 1919 zu 3,00 Kr., vom 13. November 1919 bis 31. Dezember 1919 zu 3,50 Kr. und schließlich ab 1. Januar 1920 zu 4,00 Kr. [3] vergl. Peter Kos „Slovenska partizanska placilna sredstva“, Ljubljana 1977: auf der Seite 24 ist Branko Simčič bei der Bearbeitung der Druckvorlagen zum 10-Lir-Schein im April 1944 abgebildet und auf Seite 25 sieht man den Druckvorgang – auf einer Tiegeldruckpresse werden die Druckbogen in 2 × 4 Nutzen mit dem grünen Text in Handanlage ergännzt; weiterführende Angaben: Uwe Bronnert „Noten des Währungsinstituts Slowenien 1944/45“, geldscheine-online.com 4. Januar 2021/14. November 2023 [4] vergl. Uwe Bronnert „Die Geldanweisungen der Sparkasse der Provinz Laibach (1944)“, geldscheine-online.com 14. Dezember 2020/14. November 2023 http://projects.ung.si https://belokranjski-muzej.si https://de.wikipedia.org https://italianiinguerra.wordpress.com https://ojs.inz.si https://siol.net https://www.auktionen-fruehwald.com https://www.bsi.si https://www.krone.at https://www.muzej-nz.si https://www.obramba.com https://www.picturedesk.com Jože Krall:„Partizanska tiskarna ,Triglavʻ na Goteniškem Snežniku“, Banka Slovenije: „Zgodba o denarju“, Ljubljana 2021












