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- Neue Weltbanknoten-Varianten: April 2026, Teil 1
Indien, Papua Neuguinea, Rumänien, Sri Lanka, Tunesien, Ukraine BNB = The Banknote Book (von Owen W. Linzmayer) SCWPM = Standard Catalog of World Paper Money (eingestellt) Indien 200 Rupees von 2026 BNB B302j: wie BNB B302i (SCWPM 113), aber mit neuem Jahr. 500 Rupees von 2026 BNB B303k: wie BNB B303j (SCWPM 114), aber mit neuem Jahr. Papua Neuguinea 10 Kina von 2025 BNB B156c: wie BNB B156b (SCWPM nicht gelistet), aber mit neuem Jahr (20)25 (die ersten beiden Stellen der Kontrollnummer geben das Druck- bzw. Ausgabejahr an). Rumänien 200 Lei von 2026 BNB B291h: wie BNB B291g (SCWPM 122), aber mit neuem Jahr (20)26 (die ersten beiden Stellen der Kontrollnummer geben das Druck- bzw. Ausgabejahr an). Sri Lanka 100 Rupees vom 18.11.2024 BNB B125j: wie BNB B125i (SCWPM 125), aber mit neuen Unterschriften (Dissanayake/Weerasinghe) und neuem Datum (2024-11-18). 5000 Rupees vom 18.11.2024 BNB B128j: wie BNB B128i (SCWPM 128), aber mit neuen Unterschriften (Dissanayake/Weerasinghe) und neuem Datum (2024-11-18). Tunesien 20 Dinars vom 25.07.2025 BNB B539b: wie B539a (SCWPM 97), aber mit neuen Unterschriften (Abdessalem/Nouri) und neuem Datum (2025-07-25). Ukraine 200 Griwna von 2026 BNB B869a: wie B857b (SCWPM nicht gelistet), aber mit neuer Unterschrift (Pyshnyy), neuem Jahr und dem Text „СЛАВА УКРАЇНІ! ГЕРОЯМ СЛАВА!“ („EHRE DER UKRAINE! EHRE DEN HELDEN!“) auf der Rückseite. Donald Ludwig ( polymernotes.com ) (Abb. Owen W. Linzmayer, The Banknote Book , und Stane Straus, polymernotes.com )
- Honduras: Die Gründe für die Außerkurssetzung der Cáceres-Banknote
Es ist nun zehn Jahre her, als Bertha Cáceres am 2. März 2016 kurz vor Mitternacht in ihrem Haus im Rahmen einer Aktion der organisierten Kriminalität erschossen wurde. Sie hatte eine erfolgreiche, langjährige Kampagne gegen das Wasserkraftprojekt Agua Zarca am Fluss Gualcarque im Nordwesten von Honduras angeführt. Sie hatte argumentiert, der Staudamm bedrohe die Lebensgrundlage und das heilige Land der indigenen Lenca-Gemeinschaft, und hatte als Teil der Organisation COPINH (Rat der Volks- und Indigenenorganisationen von Honduras) den Widerstand angeführt. Trotz einiger Strafverfahren sind die Drahtzieher hinter dem Mord an der indigenen Anführerin weiterhin auf freiem Fuß, während illegaler Landraub, internationale Finanzgeschäfte und Angriffe auf Menschenrechtsverteidiger in ganz Honduras ungestraft weitergehen. Der Mord wurde von Führungskräften des Staudammunternehmens angeordnet und mit Geldern internationaler Entwicklungsbanken finanziert, die das Projekt trotz schwerwiegender Zweifel an dessen Rechtmäßigkeit und der Unterdrückung von Aktivisten aus der Gemeinde – vor denen Cáceres sie gewarnt hatte. Der Abschlussbericht der Interdisziplinären Gruppe unabhängiger Experten (GIEI) wurde am 13. Januar 2026 veröffentlicht. Die Gruppe hatte den Mord an Cáceres untersucht und kam zu dem Schluss, dass es Beweise gibt, die andere Akteure aus Wirtschaft, Militär und Finanzwesen mit der Verantwortungskette in Verbindung bringen. Die Ermittler stellten fest, dass das kriminelle Netzwerk Gelder von europäischen und mittelamerikanischen Entwicklungsbanken nutzte, um die Auftragsmörder zu bezahlen, die Cáceres töteten. Die GIEI verfolgte den Fluss des Geldes – das verschlungene Netzwerk, das geschaffen wurde, um dessen Herkunft zu verschleiern – bis es in Form von drei Schecks über insgesamt mehr als eine halbe Million Lempiras, etwa 25.000 US-Dollars, abgehoben und schließlich unter den Auftragsmördern verteilt wurde, die sich nun in Haft befinden. Xiomara Castro war vom 27. Januar 2022 bis zum 27. Januar 2026 die 39. Präsidentin von Honduras. Castros Wahl folgte unmittelbar auf die historische Verurteilung von Robert David Castillo Mejía, dem ehemaligen Leiter des Wasserkraftunternehmens Desarrollos Energéticos, wegen seiner Beteiligung am Mord an Cáceres im Jahr 2016. Bis 2018 leitete Castillo – ein ehemaliger Militärgeheimdienstoffizier, der in West Point ausgebildet worden war – den Bau des 50 Millionen US-Dollars teuren Agua-Zarca-Staudamms. Castro hatte im Wahlkampf versprochen, die Korruption in Honduras zu bekämpfen. Ihre Regierung erzielte dabei sowie bei der Wiederherstellung demokratischer Institutionen jedoch kaum Fortschritte. Honduras hat weiterhin mit weit verbreiteter Korruption, einer unter Druck stehenden Justiz, hoher Gewalt und Angriffen auf Umweltschützer zu kämpfen. Sie verpflichtete sich jedoch auch, den Mord an Bertha Cáceres aus dem Jahr 2016 umfassend aufzuklären. Eine der Maßnahmen, mit denen auf Bertha Cáceres und die Notlage von Umweltschützern, die gegen die Korruption der „Großkonzerne“ kämpfen, aufmerksam gemacht wurde, war die Ausgabe der Bertha-Cáceres-Gedenkbanknote am 20. Januar 2026, HIER im Blog angekündigt. Nasry „El Papi“ Asfura Zablah gewann die Präsidentschaftswahlen 2025 knapp und wurde am 27. Januar 2026 zum 40. Präsidenten von Honduras. Die Trump-Regierung hatte gedroht, ihre Entwicklungshilfe für Honduras zu kürzen, sollte Asfura nicht zum Präsidenten des Landes gewählt werden. Während des Wahlkampfs hielt sich Asfura in Washington DC auf, um seine Übereinstimmung mit der Außenpolitik der Trump-Regierung zu demonstrieren. Asfura versprach „Entwicklung und Chancen für alle“, „ausländische und inländische Investitionen im Land zu erleichtern“ und „Arbeitsplätze für alle zu schaffen“. Die Regierung Asfura trat ihr Amt an, ohne sich klar vom Erbe der Nationalpartei und deren zwölfjähriger Regierungszeit (bis 2022) abzugrenzen. Der Partei wurden wiederholt systematische Korruption, Verbindungen zum organisierten Verbrechen und ein hohes Maß an Straffreiheit vorgeworfen, ohne dass es glaubwürdige Anzeichen für eine interne Säuberung gäbe. Was die neue honduranische Regierung unter Präsident Nasry Asfura – einem konservativen, wirtschaftsfreundlichen Politiker – betrifft, sind die Erwartungen begrenzt. Es wird davon ausgegangen, dass keine Maßnahmen auf Grundlage der Empfehlungen des GIEI-Berichts ergriffen werden. Umweltfragen haben keine Priorität, das Vermächtnis von Bertha Cáceres soll in Vergessenheit geraten, und ihre Gedenkbanknote wurde aus dem Umlauf genommen. Donald Ludwig
- Erst am 3. Oktober 2010 waren die Reparationsschulden nach dem Versailler Vertrag getilgt!
Das Waffenstillstandsabkommen vom 11. November 1918 beendete nicht nur die Kampfhandlungen, sondern bedeutete für das Deutsche Reich auch den Einlass auf diverse Verpflichtungen. So musste nicht nur das 1871 wieder ans Reich angeschlossene Reichsland Elsass-Lothringen sowie das linke Rheinufer mit den Brückenköpfen Mainz, Koblenz und Köln von deutschen Truppen geräumt und diverses Kriegsmaterial den Alliierten übergeben werden, sondern auch 5.000 Lokomotiven, 150.000 Eisenbahnwagen und 5.000 Lastkraftwagen. In sog. "Kriegsschuldartikel" 231 des Versailler Vertrags, der unter Ausschluss Deutschlands von den Verhandlungen zustande kam und von den deutschen Vertretern am 28. Juni 1919 nur unter Zwang und Androhung von Sanktionen unterschrieben wurde, musste das Reich die alleinige Kriegsschuld anerkennen. Damit begründeten die Sieger ihren Anspruch auf Wiedergutmachung für alle aus dem Krieg resultierenden Verluste und Schäden. Allerdings sollte die Höhe, Art und Verteilung der Wiedergutmachungen erst durch eine Kommission [1] bis zum 1. Mai 1921 festgestellt werden. Bis dahin sollten vorab in Raten 20 Milliarden Goldmark, dies entsprach zum damaligen Zeitpunkt über 7.000 Tonnen Feingold, gezahlt werden. [2] Abb. 1: William Orpen: The Signing of Peace in the Hall of Mirrors. Vertragsunterzeichnung in der Spiegelgalerie des Schlosses von Versailles 1919. Ein Blick auf das Innere der Spiegelsaal von Versailles, mit den Staatsoberhäupter sitzend und stehend vor einem langen Tisch. Vordere Reihe: Dr. Johannes Bell (Deutschland) unterzeichnend mit Herrn Hermann Müller über ihn gebeugt. Mittlere Reihe (sitzend, von links nach rechts): General Tasker H. Bliss, Kol. E. M. House, Henry White, Robert Lansing, Präsident Woodrow Wilson (Vereinigte Staaten); Georges Clemenceau (Frankreich); D. Lloyd George, A. Bonar Law, Arthur J. Balfour, Viscount Milner, G. N. Barnes (Großbritannien); Der Marquis Saionzi (Japan). Hintere Reihe (von links nach rechts): Eleftherios Venizelos (Griechenland); Dr. Affonso Costa (Portugal); Lord Riddell (Britische Presse); Sir George E. Foster (Kanada); Nikola Pašić (Serbien); Stephen Pichon (Frankreich); Kol. Sir Maurice Hankey, Edwin S. Montagu (Großbritannien); der Maharadscha von Bikaner (Indien); Signor Vittorio Emanuele Orlando (Italien); Paul Hymans (Belgien); General Louis Botha (Südafrika); W. M. Hughes (Australien). Quelle: Wikipedia, gemeinfrei. Die ungelöste Reparationsfrage stellte das beherrschende innen- und außenpolitische Thema der Nachkriegsära dar. Kompliziert wurde es dadurch, dass sich Frankreich und Belgien und auch England während des Kriegs bei den Vereinigten Staaten von Amerika hoch verschuldet hatten. Solange die USA auf die vollständige Rückzahlung ihrer Kredite bestanden, musste ihren europäischen Partner daran gelegen sein, von den Deutschen möglichst umfangreiche Reparationen zu bekommen. Für die französische und belgische Regierung stellte sich diese Notwendigkeit umso dringender, als weite Landstriche durch Kriegshandlungen zerstört worden waren. Hinzu kam die Furcht der französischen Regierung und Gesellschaft vor einer Revanche. In den Augen französischer Politiker und Militärs schienen die Reparationen ein geeigneter Hebel zu sein, um nicht nur einen Wiedererstarken Deutschlands zu verhindern, sondern sich auch Eingriffsmöglichkeiten offenzuhalten. Die britische Regierung unter Premierminister David Lloyd George sah sich wachsender Schwierigkeiten im Empire gegenüber und war an einer Stabilisierung der Verhältnisse in Mitteleuropa interessiert. Daher sollte Deutschland nicht so weit geschwächt werden, dass dadurch die wirtschaftliche Erholung des europäischen Kontinents beeinträchtigt würde. Aus diesem Grund war man in London eher geneigt, der deutschen Regierung in der Reparationsfrage entgegenzukommen. Verschiedene alliierte Konferenzen im Jahre 1920 (San Remo im April, Hythe und Boulogne-sur-Mer im Juni) dienten der Findung der Reparationshöhe. Auf der Konferenz von Spa im Juli 1920 durften erstmals Vertreter aus Deutschland teilnehmen. Zwar stand hier die Frage der Reparationszahlungen nicht direkt auf der Tagesordnung, aber es wurde vereinbart, dass die Deutschen in den nächsten sechs Monate 2 Millionen Tonnen Steinkohle zu liefern hatten. Davon sollte Frankreich 52 %, Großbritannien 22 %, Italien 10 % und Belgien 8 % bekommen. Der Gegenwert sollte zum Inlandspreis auf dem Reparationskonto gutgeschrieben werden. Erst auf einer Konferenz des Obersten Rats der Alliierten in Paris Ende Januar 1921 verständigten sich Briten und Franzosen auf einen gemeinsamen Reparationsplan. Danach sollte Deutschland innerhalb von 42 Jahren insgesamt 226 Milliarden Goldmark zahlen, wobei die Jahresrate mit 2 Milliarden Goldmark beginnen und nach und nach auf 6 Milliarden Goldmark ansteigen sollte. Außerdem sollte jährlich ein Betrag im Wert von 12 % des deutschen Exports an die Alliierten abgeführt werden. Auf der Londoner Konferenz Anfang März 1921 wies Reichsaußenminister Walter Simons den Pariser Zahlungsplan als unannehmbar zurück, weil er die wirtschaftliche Leistungskraft Deutschlands bei weitem übersteige. Stattdessen präsentierte er einen Gegenvorschlag: Die Reichsregierung erklärte sich zu einer Zahlung von 50 Milliarden Goldmark bereit, von der allerdings 20 Milliarden abgezogen werden müssten, da sie dem Wert der bereits gelieferte Sachgüter entsprächen. Dieses Angebot betrachteten wiederum die Alliierten als völlig unzureichend. Nachdem Berlin eine Frist für die Annahme des Reparationsplans hatte verstreichen lassen, machten die Franzosen ihre Sanktionsdrohung wahr und besetzten am 8. März Düsseldorf, Duisburg und Ruhrort. Im gesamten besetzten Gebiet übernahm die Interalliierte Rheinlandkommission die Zollverwaltung. Ende April 1921 legte die alliierte Reparationskommission ihre Reparationsrechnung vor. Sie belief sich auf 132 Milliarden Goldmark – gegenüber der ursprünglich geforderten 226 Milliarden Goldmark bedeutete das eine erhebliche Reduzierung. Dennoch löste auch dieser Vorschlag in Deutschland Empörung aus und von „Schuldknechtschaft“ war die Rede. Der neue Zahlungsplan teilte die deutschen Reparations-Verbindlichkeiten in drei Serien. Die „A“- und „B“-Bonds in Höhe von 50 Milliarden Goldmark sollten ab 1921 getilgt und verzinst werden. Die Bedienung der „C“-Bonds, die mit 82 Milliarden den größten Teil der Reparationen ausmachten, wurde auf eine unbestimmte Zukunft verschoben. Außerdem sollten 26 % des Wertes der deutschen Ausfuhren transferiert werden. Insgesamt ergaben sich daraus jährliche Zahlungen von rund 3 Milliarden Goldmark. Sicherlich wäre dies immer noch eine erhebliche Belastung gewesen, die aber gar nicht so weit vom März-Angebot der Reichsregierung entfernt lag und bei einer normalen Wirtschaftsentwicklung wohl auch hätte verkraftet werden können. Der folgende Agitationsschein in Form eines „Prima-Wechsels“ spiegelt die damalige Stimmung in Deutschland wider. Ein Herr Deutschland-Schmach aus Habenichts stellt einen Wechsel an die Order Englands über 767,561,226 £ als Reparationsleistung aus. Am unteren rechten Rand in Sütterlin-Schrift „Was sie in Wirklichkeit erhalten (Bitte umwenden)“ . Und was sieht auf der Rückseite? Nichts – eine leere weiße Fläche! Abb. 2: „Prima-Wechsel“ vom 1. Mai 1921 über 767.561.226 £ (Propaganda-Schein). Am 5. Mai 1921 bestellte Lloyd George den deutschen Botschafter in London ein und überreichte ihm ein Ultimatum: Blieben die Deutschen bei ihrer Verweigerungshaltung, kündigten die Alliierten für den 12. Mai die Besetzung des Ruhrgebiets an. Die Regierung unter dem Zentrumspolitiker Konstantin Fehrenbach, der seit Juni 1920 einem bürgerlichen Minderheitskabinett aus Zentrum, Deutscher Demokratischer Partei (DDP) und Deutscher Volkspartei (DVP) vorstand, trat bereits einen Tag vor Eintreffen des Londoner Ultimatums zurück. Reichspräsident Ebert ernannte daraufhin den badischen Zentrumspolitiker Joseph Wirth, zuvor Finanzminister im Kabinett Fehrenbach, zum neuen Reichskanzler. Er bildete ein Kabinett aus Zentrum, DDP und SPD. Die Neuauflage der Weimarer Koalition von 1919/20 besaß allerdings im Unterschied zu damals keine parlamentarische Mehrheit. Der Reichstag nahm unter dem Eindruck der drohenden Ruhrgebiets-Besetzung am 10. Mai 1921 mit den Stimmen der USPD und einiger Abgeordnete der DVP das Londoner Ultimatum an. Obwohl Wirth seinen guten Willen demonstrieren wollte, indem er äußerste Anstrengungen unternahm, um die Reparationsverpflichtungen zu erfüllen, dachte er gerade dadurch ihre Undurchführbarkeit unter Beweis stellen und sie in Verhandlungen mit den Alliierten auf ein für Deutschland akzeptables Maß zurückführen zu können. Zwar gelang es mit Mühe trotz des einsetzenden rapiden Kursverfalls der Mark die erste Rate von einer Milliarde Goldmark am 31. August 1921 pünktlich zu überweisen, aber es war absehbar, dass sich das Geld für die im Januar und Februar 1922 fälligen Raten nur schwerlich auftreiben ließ. Auf der Konferenz in Cannes, die vom 6. – 13. Januar 1922 stattfand, erklärten die deutschen Vertreter, dass sich das Reich außerstande sehe, die fälligen Zahlungen zu leisten. Die zerrütteten internationalen Finanzen, insbesondere die Hyperinflationen in einigen mittel- und osteuropäischen Staaten belasteten die internationalen Wirtschaftsbeziehungen und zwangen zum Handeln. Auf Initiative Großbritannien trafen sich vom 10. April – 19. Mai 1922 Vertreter aus 34 Staaten in Genua. [3] Verhandelt wurde über Mittel und Wege des Wiederaufbaus der durch den Ersten Weltkrieg zerrütteten Volkswirtschaften, sowie über eine teilweise Rückkehr zum Goldstandard. Die Delegation Frankreichs unter Führung von Raymond Poincaré, der das Amt des Ministerpräsidenten von Aristide Briand im Januar 1922 übernommen hatte, betonte die nationalen französischen Interessen und lehnte eine Neuverhandlung über die deutschen Reparationen und den Verzicht auf Wiedergutmachung für zivile Verluste strikt ab. Da das Thema Reparationen nicht auf der Konferenz-Agenda gestanden hatte, nahmen die USA, die selbst auf Forderungen verzichtet hatten, nicht an der Konferenz teil. Wegen der immer größeren wirtschaftlichen Probleme Deutschlands hatten sich die Alliierten bereit erklärt, auch Sachleistungen (Stahl, Holz, Kohle) als Reparationen anzunehmen. Am 26. Dezember 1922 stellte die Reparationskommission einstimmig fest, dass Deutschland mit den Lieferungen im Rückstand sei. Am 9. Januar 1923 behauptete die Reparationskommission, Deutschland halte absichtlich Lieferungen zurück. Unter anderem seien 1922 statt geforderter 13,8 Millionen Tonnen Kohle nur 11,7 Millionen und statt 200.000 Telegraphenmasten nur 65.000 geliefert worden. Dies nahmen Frankreich und Belgien am 11. Januar 1923 als Anlass zum Einmarsch in das Ruhrgebiet. Bekanntlich rief Reichskanzler Wilhelm Cuno zum passiven Widerstand im gesamten besetzten Gebiet auf und finanzierte diesen mit Geld, das er gar nicht hatte. Bald spuckten fast 18.000 Druckmaschinen rund um die Uhr neue Banknoten mit immer mehr Nullen aus. Die Hyper-Inflation schränkte den Handlungsspielraum der Reichsregierung immer mehr ein. Am 26. September 1923 gab der neue Reichskanzler Gustav Stresemann den aussichtlosen Widerstand auf, reformierte die Währung (Rentenmark) und suchte das Gespräch mit den Alliierten. Daraufhin beschloss am 30. November 1923 die Reparationskommission eine Expertenkommission unter Vorsitz des US-amerikanischen Finanzexperten Charles Gates Dawes einzuberufen, um die deutsche Zahlungsfähigkeit zu prüfen, was zuvor nie geschehen war. Abb. 3: Der Namensgeber des Plans, der spätere US-amerikanische Vizepräsident Charles G. Dawes, Aufnahme aus den 1920er Jahren. Quelle: Wikimedia Commons. Am 9. April 1924 legte die Kommission ihre Empfehlungen vor und am 29. August 1924 nahm sie der Reichstag mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit an. Ohne neue Festlegung der Gesamtdauer und Gesamthöhe der Reparationen [4] sah der Dawes-Plan ab dem ersten Planjahr 1924/25 eine jährliche Jahresrate von zunächst einer Milliarde Goldmark vor, die ab 1928 auf 2,5 Milliarden Goldmark steigen sollte. Im Falle der wirtschaftlichen Stabilisierung sollten sich die Reparationsleistungen ab dem Jahr 1929 weiter erhöhen. [5] Zwar waren die Raten in Devisen zu erbringen, aber das Risiko des Währungstransfers ging auf die Empfängerstaaten über. Um die Gefahr der Währungsabwertung gegenüber den Gläubigerwährungen zu begrenzen, musste ein neues Reichsbankgesetz verabschiedet werden. Ein 14-köpfiger Generalrat, bestehend aus je einem Briten, Franzosen, Italiener, Belgier, US-Amerikaner, Niederländer, Schweizer und sieben Deutschen sollte die Unabhängigkeit der Reichsbank gegenüber der Reichsregierung kontrollieren. Ferner begrenzte das Gesetz die Notenbankkredite an das Reich („Betriebskredite“); verlangte eine 40%ige Golddeckung der Banknotenausgabe, wovon maximal 10 % in goldkonvertiblen Devisen bestehen durften; im Fall der Unterdeckung der deutschen Reichsmark musste ein Mindestdiskontsatzes von 5 % (Refinanzierungssatz bzw. „Leitzins“) erhoben werden. Am 30. August 1924 verabschiedete der Reichstag das neue Bankgesetz (RGBl. II S. 235). „Wirksam wurde … [es] erst am 11. Oktober 1924, da die Verhandlungen über eine 800-Millionen-Goldmark-Anleihe als Grundlage der Währung sich hinzogen. Dadurch gewann die Reichsbank Zeit für die Vorbereitung der neuen Noten, deren Fertigung ohnehin unter starkem Zeitdruck stand. Den noch im Umlauf befindlichen auf Mark lautenden [Inflations-]Noten wurde die Eigenschaft als gesetzliches Zahlungsmittel bis drei Monate nach ihrem Aufruf durch das Reichsbankdirektorium laut Verordnung vom 10. Oktober 1924 belassen.“ [6] Die Reichsdruckerei stellte noch im Herbst 1924 die neue Banknotenserie fertig, bestehend aus den Nominalen zu 10, 20, 50 und 100 Reichsmark – im folgenden Jahr folgte noch eine Note zu 1000 Reichsmark. Die mit 11. Oktober 1924 datierten Scheine tragen erstmals einen Prägestempel mit der Aufschrift „Ausfertigungs-Kontroll-Stempel“ des Kommissars für die Notenausgabe. Dies ergab sich aus § 19 des neuen Bankgesetzes, das die Institution des „Kommissars für die Notenausgabe“ schuf: „Die An- und Ausfertigung, die Ausgabe, Einziehung und Vernichtung der Banknoten erfolgt unter der Kontrolle des Kommissars für die Notenausgabe durch die Notenabteilung der Bank. … Die Mitwirkung des Kommissars an der An- und Ausfertigung der Noten wird durch einen besonderen Ausfertigungsstempel beurkundet, der nach Anweisung des Kommissars angebracht werden soll. Jede Note, die die Bank in Umlauf setzt, muß diesen Stempel tragen.“ Bis 1930 wurde diese Position von einem Ausländer wahrgenommen, danach fungierte der jeweilige Präsident des Rechnungshofes des Deutschen Reiches als Kommissar. [7] Abb. 4.1: Reichsbank, 11. Oktober 1924, 10 Reichsmark, Vorderseite. Abb. 4.2: Reichsbank, 11. Oktober 1924, 10 Reichsmark, Rückseite. Abb. 4.3: Ausfertigungsstempel. „Die im Jahr 1924 ausgegebene Dawes-Anleihe [8] wurde in zehn Abschnitten – davon neun in außerdeutschen Staaten – und fünf verschiedenen Währungen im Umfang von insgesamt 800 Millionen Goldmark emittiert. Die Reichsregierung erkannte die Anleihe als Verpflichtung des Deutschen Reiches an. In diesem Zusammenhang wurden unter anderem die Deutsche Reichsbahn sowie ein Teil der Industrie mit einer Hypothek in Höhe von 16 Milliarden Goldmark belastet. Die Dawes-Anleihe war ursprünglich in 25 Jahren, spätestens bis 1949, zu tilgen. Sie umfasste einen amerikanischen Abschnitt über 110 Millionen US-Dollar, einen britischen Abschnitt über 12 Millionen Pfund Sterling, einen französischen Abschnitt von drei Millionen Pfund Sterling, einen belgischen Abschnitt von 1,5 Millionen Pfund Sterling, einen niederländischen Abschnitt von 2,5 Millionen Pfund Sterling, einen schweizerischen Abschnitt von 2,36 Millionen Pfund Sterling und 15 Millionen Schweizer Franken, einen italienischen Abschnitt von 100 Millionen Lire, einen schwedischen Abschnitt von 25,2 Millionen Schwedischen Kronen sowie einen von der Reichsbank übernommenen Abschnitt in Höhe von 320.000 Pfund Sterling.“ [9] Abb. 5.1: Deutsche Äußere Anleihe 1924 (Dawes-Anleihe), 15. Oktober 1924, 100 Pfund Sterling, Vorderseite. Abb. 5.2: Deutsche Äußere Anleihe 1924 (Dawes-Anleihe), 15. Oktober 1924, 100 Pfund Sterling, Rückseite. Abb. 6: Deutsche Äußere Anleihe 1924 (Dawes-Anleihe), 15. Oktober 1924, 12500 Lire, Vorderseite. Rückseite bildgleich Abb. 5.2. Mit dem Dawes-Plan trat an Stelle der Reparationskommission das Amt des Generalagenten für Reparationszahlungen, das Seymour Parker Gilbert übernahm. Ihm oblagen Zahlungen, Devisenankauf, -interventionen und Transfer. Bis 1929 flossen ausländische Kredite – vor allem aus den USA – in Höhe von rund 21 Milliarden Reichsmark nach Deutschland. Ein Großteil davon war kurzfristiger Natur, [10] die die deutschen Banken mitunter mit langen Laufzeiten an Unternehmen und Kommunen verliehen hatten. 1928 gab es erste Probleme. Die US-amerikanische Wirtschaft begann zu schwächeln. Die meist kurzfristigen Kredite wurden nicht mehr alle prolongiert. Auch zeichnete sich ab, dass die im Dawes-Plan vereinbarte Erhöhung der jährlichen Reparationszahlungen auf 2,5 Milliarden Reichsmark von deutscher Seite nicht erbracht werden würde. Daher reiste Gilbert im Januar 1928 nach Paris, um die dortige Regierung für einen neuen realistischen Plan einer endgültigen Lösung der deutschen Reparationen zu gewinne. Die gesamten deutschen Reparationsschulden an Frankreich sollten in Frankreich als Mobilisierungsanleihe auf den Markt gebracht werden. Banken und Privatleute würden die Anteile kaufen und vom Deutschen Reich jährlich Zinsen und Tilgung erhalten, während Frankreich das Geld sofort erhielte. Zwar würde sich die deutsche Regierung nur ungern auf einen solchen Plan einlassen, aber Frankreich könnte im Gegenzug seine Soldaten früher aus dem Rheinland zurückziehen. Im Sommer 1928 bildete der Sozialdemokrat Hermann Müller die neue Reichsregierung. Er unterstützte die Verständigungspolitik Stresemanns. Aber, um dem innenpolitischen Druck etwas entgegensetzten zu können, mussten außenpolitische Erfolge herbei. Daher beschloss die neue Regierung, eine Initiative zur Räumung des Rheinlands zu ergreifen, wohl wissend, dass dies mit der französischen Gegenforderung nach Neuregelung der Reparationen beantwortet würde. Auf der Herbsttagung des Völkerbunds in Genf forderte Müller den Abzug aller ausländischer Truppen, während der französische Außenminister Briand mit der Forderung nach Neuregelung der Reparationen antwortete. Am 16. September 1928 einigten sich Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Belgien, Italien und Japan auf die Einsetzung einer internationalen Sachverständigenkommission zur Regelung der Reparationsfrage unter dem Vorsitz des US-amerikanischen Wirtschaftsexperten Owen D. Young. Abb. 7: Owen D. Young (1928), Gemeinfrei. Owen D. Young in 1928 – LCCN2014719350. Am 9. Juni 1929 legten die vierzehn Experten ihren Plan vor, der nach dem Vorsitzenden des Ausschusses „Young-Plan“ genannt wurde. Er sah eine deutsche Reparationsschuld in Höhe von umgerechnet 36 Milliarden Reichsmark vor. Diese Summe sollte verzinst bis zum Jahr 1988 getilgt werden, wodurch sich ein zu zahlender Gesamtbetrag von 112 Milliarden Reichsmark ergeben hätte. Die Annuitäten sollten von 1,7 Milliarden auf 2,1 Milliarden Reichsmark steigen und nach 1966 auf 1,65 Milliarden sinken. Der Transferschutz des Dawes-Plans wurde abgeschafft, d. h., das Reich war künftig selbst dafür verantwortlich, dass die aus dem Steueraufkommen aufgebrachten Gelder in Devisen oder Sachleistungen an die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) überwiesen werden konnten. Die BIZ übernahm die Funktion des Reparationsagenten. Ebenso verschwanden auch die Kontrollmöglichkeiten, die sich die Gläubigermächte im Dawes-Plan über die Deutsche Reichsbahn und die Reichsbank gesichert hatten. Die Reparationszahlungen durften teilweise aus Sachlieferungen bestehen. Nach zehn Jahren sollte diese Möglichkeit auslaufen, da sie Unternehmen der Gläubigerländer Konkurrenz machten. 600 Millionen Reichsmark der verbleibenden Zahlungsverpflichtungen (ungeschützte Annuität) mussten in Devisen überwiesen werden. Davon erhielt Frankreich 40 %, Großbritannien 22 %. Die mehr als doppelt so große geschützte Annuität konnte im Fall einer „verhältnismäßig kurzen Depression“ zunächst in Reichsmark transferiert werden. Allerdings mussten die Devisen spätestens im übernächsten Jahr nachgeliefert werden. In diesem Fall trat ein Beratender Sonderausschuss zusammen, der Vorschläge unterbreiten sollte, wie Deutschland seine Devisenprobleme überwinden könnte. Allerdings konnte er keine Planänderung vorschlagen, denn der Young-Plan regelte die Reparationsverpflichtungen endgültig. Bei einem Transferaufschub erhielten die kleineren Gläubigermächte den Devisenverlust aus einem Garantiefonds, den Frankreich in diesem Fall in Höhe von umgerechnet 500 Millionen Reichsmark einrichten musste. Das komplizierte Regelwerk sah ferner vor, dass die geschützte Annuität an einem „Gleichzeitigen Memorandum“ gekoppelt war. Sollten die USA den alliierten Mächten einen Nachlass bei deren Schulden gewähren, sollten sie diesen an Deutschland weitergeben. Am 23. März 1930 nahm der Reichstag die Young-Plan-Gesetze mit 270 zu 192 Stimmen an und am 17. Mai 1930 trat er rückwirkend zum 1. September 1929 in Kraft. Am selben Tag nahm die BIZ ihre Arbeit auf. Um die erste Rate am 15. Juni 1930 an die BIZ überweisen zu können, musste das Reich die im Vertrag vorgesehene Anleihe am Markt unterbringen. Trotz des nach dem New Yorker-Börsenkrach vom 24. Oktober 1929 [Beginn der Weltwirtschaftskrise] flauen Kapitalmarktes war die Anleihe beim internationalen Publikum ein großer Erfolg, was auch auf den niedrigen Ausgabekurs – 92 % des Nennwertes – zurückzuführen war. Doch bereits in den ersten Wochen nach Ausgabe wurde sie auf den Kapitalmärkten zu einem noch größeren Disagio gehandelt: Damit war absehbar, dass die einzigen, die von ihr profitieren würden, die Banken waren, die das Kommissionsgeschäft der Ausgabe besorgt hatten. Die sog. Young-Anleihe wurde mit 5 ½ % verzinst und in den USA und acht europäischen Staaten in den jeweiligen Landeswährungen mit einem Gesamtbetrag von 300 Millionen US-Dollars emittiert. Sie sollte innerhalb von 35 Jahren getilgt werden. „Sie unterteilte sich in einen amerikanischen Abschnitt über 98,25 Millionen US-Dollar, einem britischen Abschnitt von 12 Millionen Pfund Sterling, einen französischen Abschnitt über 2,515 Millionen Französischer Francs, einen belgischen Abschnitt über 35 Millionen Belgas, einen holländischen Abschnitt über 73 Millionen Holländischer Gulden, einen schweizerischen Abschnitt über 92 Millionen Schweizer Franken, einen italienischen Abschnitt über 110 Millionen Lire, einen schwedischen Abschnitt über 110 Millionen Schwedische Kronen und einen deutschen Abschnitt über 26 Millionen Reichsmark.“ [11] Abb. 8.1: Internationale 5 ½ %ige Anleihe des Deutschen Reiches 1930 (Young-Anleihe), 15. August 1930, 1000 Reichsmark, Vorderseite. Abb. 8.2: Internationale 5 ½ %ige Anleihe des Deutschen Reiches 1930 (Young-Anleihe), 15. August 1930, 1000 Reichsmark, Rückseite. Abb. 9: Internationale 5 ½ %ige Anleihe des Deutschen Reiches 1930 (Young-Anleihe), 15. August 1930, 500 Holländische Gulden, Vorderseite. Rückseite bildgleich Abb. 8.2. Im Juni 1930 sackten die Kurse an der New Yorker Börse erneut ab und der US-Kongress erhöhte die Zölle. Vor diesem Hintergrund wurde es immer weniger wahrscheinlich, dass Deutschland die zum Reparationstransfer nötigen Devisen durch einen Handelsbilanzüberschuss erwirtschaften könne. Durch eine rigorose Sparpolitik und Steuererhöhungen gelang es der Regierung Brüning die Rate aufzubringen. Aber um welchen Preis? Zwar gingen die Importe stärker zurück als die Exporte, aber der Handelsbilanzüberschuss wurde durch eine wachsende Arbeitslosigkeit und einer damit einhergehenden Konsumzurückhaltung erkauft. Als Reichskanzler Heinrich Brüning im Sommer 1930 weitere Sparvorschläge als Notverordnung erließ, wurden diese vom Reichstag mit den Stimmen der Abgeordneten von KPD, SPD und DNVP aufgehoben. Daraufhin löste Reichspräsident Paul von Hindenburg den Reichstag auf und erließ die Notverordnung erneut. Bei der Reichstagswahl vom 18. September 1930 erhielt die NSDAP, die bis dahin eine Splitterpartei gewesen war, 18,6 Prozent der Stimmen und wurde zur zweitstärksten Kraft im Reichstag. Das Wahlergebnis löste einen Schock bei den ausländischen Gläubigern der deutschen Anleihen aus, und ein Run auf die Devisenreserven der Reichsbank setzte ein. Kurzfristige Kredite in Höhe von mehr als einer Milliarde Reichsmark, die die deutschen Banken, Unternehmen und Kommunen bei ausländischen Banken aufgenommen hatten, wurden nicht verlängert. Die Reichsbank sah sich gezwungen, den Diskontsatz zu erhöhen, was die Konjunktur weiter drosselte. Als am 19. Juni 1931 die Gold- und Devisenvorräte der Reichsbank nur noch knapp über der im Young-Plan festgeschriebenen Deckung von 40 % des Geldumlaufs lagen, war für Reichkanzler Brüning und Reichsbankpräsident Hans Luther klar, dass man die nächste Reparationsrate nicht zahlen könne. Tags darauf traf die überraschende Nachricht ein, dass der US-amerikanische Präsident Hoover ein einjähriges Zahlungsmoratorium für alle intergouvernementalen Schulden vorschlagen habe, also sowohl für die Reparationen als auch für die interalliierten Kriegsschulden. Bislang hatten die Vereinigten Staaten jede Verknüpfung von Reparationen und Kriegsschulden abgelehnt. Das Hoover-Moratorium trat rückwirkend zum 1. Juli 1931 in Kraft. Deutschland musste zwar die ungeschützte Annuität weiterzahlen, bekam aber das Geld von der BIZ geliehen. Den im Falle eines Transferaufschubs vorgesehenen Garantiefonds musste Frankreich nicht auffüllen. Nach dem Zusammenbruch des deutschen Bankensystems 1931 und dem Inkrafttreten des einjährigen Hoover-Moratoriums am 6. Juli 1931 kamen verschiedene Sachverständigenkommissionen zu dem Schluss, dass Deutschland auch nach dem Ablauf des Moratoriums nicht in der Lage sein würde, seine Reparationsverpflichtungen gemäß Young-Plan wieder aufzunehmen. Zwischen dem 16. Juni und 9. Juli 1932 verhandelten Vertreter der Regierungen Deutschlands, Großbritanniens und Frankreichs in Lausanne über das Ende der Reparationen. Deutschlands Reparation wurde bis auf eine Restzahlung in Höhe von drei Milliarden Reichsmark gestrichen, für die Deutschland Schuldverschreibungen bei der BIZ zu deponieren hatte. Die mit fünf Prozent zu verzinsende und mit einem Prozent zu tilgende Schuldverschreibung sollte, sobald es die deutsche und die weltwirtschaftliche Situation zu ließ – frühesten aber nach drei Jahren – verkauft werden, wobei die bis 1947 nicht veräußerten Papiere verfallen sollten. Allerdings fielen die Dawes-Anleihe sowie die Young-Anleihe, die als Anschubfinanzierungen für die deutsche Reparationszahlung gedient hatten, nicht unter die Lausanner Regelungen, da es sich bei ihnen um finanzielle Verpflichtungen des Deutschen Reichs gegenüber privaten Gläubigern aus diversen Staaten gehandelt hatte. Die nationalsozialistische Regierung stellte dennoch 1934 den Zinsdienst aus beiden Anleihen für fast alle Tranchen ein. Auch nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges ruhte die Bedienung zunächst. Das Londoner Abkommen über Deutsche Auslandsschulden vom 27. Februar 1953 zwischen der Bundesrepublik Deutschland, den drei Westalliierten (USA, Frankreich und Großbritannien) sowie weiteren Signatar-Staaten regelte die deutschen Vorkriegsschulden. „Die alten Dawes- und Young-Anleihen wurden in sogenannte Konversionsschuldverschreibungen zu veränderten Bedingungen (Laufzeit, Zinsen) umgetauscht. Voraussetzung des Umtausches war die Anerkennung in einem Wertpapierbereinigungsverfahren. Die neuen Anleihen sind schon seit 1969 (Dawes-Anleihe) beziehungsweise 1973 ( Preußen-Anleihen ) beziehungsweise1980 (Young-Anleihe) eingelöst.“ [12] Abb. 10.1: Bezugschein (rückständige Zinsen 2.12.1944 – 1.12.1952) auf eine Schuldverschreibung über 1000 Dollar der ursprünglichen Dollar-Ausgabe der Internationalen 5 ½ %igen Anleihe des Deutschen Reiches 1930, Vorderseite. Abb.10.2: Rückseite. Abb. 11: Bezugsschein auf 3 %ige Schuldverschreibung Deutsche Äußere Anleihe 1924, 4. Januar 1960, 40 Pfund Sterling, Vorderseite. Abb. 12: Bezugsschein auf 3 %ige Schuldverschreibung Internationale Anleihe des Deutschen Reiches 1930, 500 Pfund Sterling, Vorderseite. Abb. 13: Bezugsschein zur 4 ½ %igen Auslandsbonds-Entschädigungs-Schuldverschreibung 1960 (Internationale 5 %ige Anleihe des Deutschen Reichs 1960, 2. Mai 1960, 180 Deutsche Mark, Vorderseite. Die rückständigen Zinsen der Jahre 1933 bis 1944 wurden in eine sogenannte Fundierungsschuldverschreibung umgewandelt und bis 1972 abbezahlt. Die Zinsen von 1945 bis 1952 sollten aufgrund des Verhandlungsgeschicks von Hermann Josef Abs erst im Falle einer Wiedervereinigung Deutschlands nachgezahlt werden. Sie wurden durch Bezugsscheine verbrieft. Da eine Wiedervereinigung unwahrscheinlich erschien, wurden diese Bezugsscheine zeitweise wie historische Wertpapiere – obwohl weiterhin gültig – zu Niedrigstpreisen gehandelt. Seit der Wiedervereinigung 1990 musste diese sogenannte Schattenquote von insgesamt 250 Millionen DM weitere zwanzig Jahre lang bedient werden. Dazu wurden die Bezugsscheine in 3-prozentige Fundierungsschuldverschreibungen der Bundesrepublik Deutschland umgetauscht. Die letzten Zahlungen nach dem Young-Plan überwies das Bundesministerium der Finanzen am 3. Oktober 2010. Uwe Bronnert Anmerkungen Ihr offizieller Name „Wiedergutmachungsausschuss“, auch Reparationskommission genannt. Die Vereinigten Staaten von Amerika, Großbritannien, Frankreich, Italien, Japan, Belgien und der serbo-kroatisch-slowenische Staat entsandten je einen Delegierten. Dies waren die Vertreter der Entente ohne Russland, das nach dem Friedensvertrag von Brest-Litowsk nicht am Versailler Vertrag beteiligt war und im Vertrag von Rapallo 1922 auf Reparationen verzichtete. An den Beratungen und Abstimmungen des Ausschusses nahmen immer nur fünf Delegierte teil, darunter stets die Delegierten der Vereinigten Staaten, Großbritanniens, Frankreichs und Italiens, die Vertreter Japans nur zu Fragen der Seeschäden, der Vertreter des serbo-kroatisch-slowenischen Staates nur zu Fragen bezüglich Österreich, Ungarn oder Bulgarien. Eine (Gold)mark entsprach 0,358423 g Feingold. Am Rand der Konferenz von Genua schlossen das Deutsche Reich und die Russische SFSR am 16. April überraschend den Vertrag von Rapallo. Der Vertrag normalisierte die Beziehungen der beiden Staaten, die mit ihm ihre weitgehende internationale Isolation weiter aufbrechen wollten, und sollte ihre Verhandlungsposition gegenüber den Westmächten stärken. Die Gesamthöhe der Reparationen, die am 5. Mai 1921 auf der Londoner Konferenz auf 132 Mrd. Goldmark, zu verzinsen und zu tilgen in 57 Jahren, festgesetzt worden war, wurde nicht verringert, da diese Zahl vor allem für Frankreich auch eine symbolische Bedeutung hatte. 55 % der Reparationen sollten in Geld, der Rest in Sachleistungen erbracht werden. Die Quellen für die Reparationen waren Zölle und Steuern, die direkt abgeführt werden mussten, und Zinsen und Tilgung für Schuldverschreibungen in Höhe von 16 Milliarden Goldmark, mit denen die Industrie belastet wurde. Um die Zahlungen zu sichern, wurden Reichsbank und Deutsche Reichsbahn in Aktiengesellschaften umgewandelt und unter internationale Kontrolle gestellt – eine Souveränitätseinschränkung, wie man sie vorher nur China und dem Osmanischen Reich aufgezwungen hatte. Von Frankreich wurde das Ende der Ruhrbesetzung in Aussicht gestellt. Deutsche Bundesbank (Hrsg.), Das Papiergeld im Deutschen Reich 1871 – 1948, Frankfurt am Main 1965, S. 110. Das Bankgesetz vom 15. Juni 1939 hob die Institution des Notenkommissars auf. Die Anleihe wurde mit 7 % verzinst (Anm. d. Verf.). Finanzielle Verpflichtungen der Bundesrepublik Deutschland im Zusammenhang mit dem Versailler Vertrag, Deutscher Bundestag – Wissenschaftliche Dienste, 2008, WD 1 – 3000 -088/08, S. 10 f. Das heißt, sie mussten binnen drei Monaten zurückgezahlt werden. Finanzielle Verpflichtungen der Bundesrepublik Deutschland …, S. 11. < https://www.badv.bund.de/DE/OffeneVermoegensfragen/Wertpapiere/Auslandsschulden/start.html > (25.01.2026).
- Kuba: Nationalheldinnen werden auf neuen kubanischen Banknoten geehrt
Am 31. März 2026 gab die kubanische Zentralbank bekannt, dass zwei neue Banknoten in Umlauf gebracht werden. Am 1. April kamen die ersten 5000-Pesos-Banknoten in Havanna in Umlauf und werden schrittweise im ganzen Land eingeführt. Die neue 2000-Pesos-Banknote wird folgen. Die Ausgabe der neuen Banknoten zielt darauf ab, Bargeldtransaktionen zu erleichtern, den tatsächlichen Bedürfnissen der Wirtschaft gerecht zu werden, die hohe Bargeldmengen erfordert, die Kosten für die Bargeldlogistik zu senken und die operative Flexibilität in der aktuellen Inflationsphase, die das Land durchlebt, zu erhöhen. Die neue Serie kubanischer Banknoten umfasst neu gestaltete Scheine, bei denen die gesamte Fläche genutzt und neue Sicherheitsmerkmale integriert werden. Zum ersten Mal in der kubanischen Währungsgeschichte werden auf diesen beiden neuen Noten Abbildungen kubanischer Patriotinnen zu sehen sein. Auf der 2000-Pesos-Banknote ist Mariana Grajales Cuello, die „Mutter der Nation“, abgebildet, und auf der 5000-Pesos-Banknote Celia Sánchez Manduley, die „Heldin der Sierra Maestra“. Oben: Mariana Grajales Cuello und Celia Sánchez Manduley. Unten: Denkmäler zu Ehren der beiden Frauen. Mariana Grajales Cuello (1815 – 1893) war eine kubanische Patriotin und eine Ikone der Frauenrechte sowie des Kampfes für Kubas Unabhängigkeit von Spanien und die Abschaffung der Sklaverei. Cuello, die als „Mutter Kubas“ bezeichnet wurde, trug durch die Förderung des Nationalstolzes und der patriotischen Opferbereitschaft dazu bei, ihr Volk für einen Feldzug zu mobilisieren, der schließlich die spanische Herrschaft in ihrem Land beendete. Celia Sánchez Manduley (1920 – 1980) war eine kubanische Revolutionärin, Politikerin, Forscherin und Archivarin. Sie war ein Schlüsselmitglied der kubanischen Revolution und eine enge Mitarbeiterin von Fidel Castro. Sie galt als die erste Guerillakämpferin der Sierra Maestra. Nachdem Castro im Dezember 1956 eine katastrophale Landung in Kuba von Mexiko aus durchgeführt hatte – und dabei den Großteil seiner Männer verloren hatte –, war es das von Sánchez organisierte geheime Netzwerk von Bauernfamilien, das für das Überleben der Rebellen entscheidend war. Als Castro 1959 an die Macht kam, blieb Sánchez seine wertvollste Mitarbeiterin und arbeitete bis zu ihrem Tod an seiner Seite. Beide neuen Banknoten haben eine Größe von 150 x 70 Millimetern. Die vorherrschenden Farben auf der 2000-Pesos-Banknote sind Violett und Rosa, auf der 5000-Pesos-Banknote ist es Blau. Ein Wasserzeichen zeigt das jeweilige Bildnis de Nationalheldin, begleitet von einer Elektrotypie mit dem Nennwert. Ein Sicherheitsfaden enthält einen Bewegungseffekt mit den Initialen „BCC“ und der Wertzahl. Sowohl auf der Vorder- als auch auf der Rückseite jeder Banknote erscheint die Nationalblume Kubas, „Der Schmetterling“, als neuartiges Sicherheitselement, das beim Kippen einen Regenbogen-Bewegungseffekt zeigt. Auf den Rückseiten ist oben in der Mitte der Schriftzug REPUBLICA DE CUBA zu sehen, unten in der Mitte der Nennwert in Worten. Auf der 2000-Pesos-Banknote ist das Denkmal „Mutter des Vaterlandes“ („Madre de la Patria“) auf dem Friedhof Santa Ifigenia abgebildet. Auf der 5000-Pesos-Banknote ist das Celia-Sánchez-Manduley-Denkmal im Lenin-Park abgebildet. Donald Ludwig
- USA: Die Verherrlichung Trumps geht weiter
Am 26. März 2026 gab das US-Finanzministerium in einer umstrittenen Ankündigung bekannt, dass „zu Ehren des 250-jährigen Jubiläums der Vereinigten Staaten von Amerika die Unterschrift von Präsident Donald J. Trump künftig gemeinsam mit der des Finanzministers („Secretary of the Treasury“) auf US-Banknoten erscheinen wird – zum ersten Mal in der Geschichte für einen amtierenden Präsidenten.“ Trumps Unterschrift wird die des Schatzmeisters der Vereinigten Staaten („Treasurer of the United States“) ersetzen. In der offiziellen Pressemitteilung hieß es weiter: „Unter der Führung von Präsident Trump sind wir auf dem Weg zu beispiellosem Wirtschaftswachstum, dauerhafter Dominanz des Dollars sowie finanzieller Stärke und Stabilität“, sagte Finanzminister Scott Bessent. „Es gibt keinen wirkungsvolleren Weg, die historischen Errungenschaften unseres großartigen Landes und von Präsident Donald J. Trump zu würdigen, als US-Dollar-Banknoten, die seinen Namen tragen, und es ist nur angemessen, dass diese historische Währung zum 250-jährigen Jubiläum ausgegeben wird.“ „Da sich der 250. Jahrestag unserer großartigen Nation nähert, wird die amerikanische Währung unter der Führung von Präsident Trump weiterhin als Symbol für Wohlstand, Stärke und den unerschütterlichen Geist des amerikanischen Volkes stehen“, sagte Finanzminister Brandon Beach. „Der Präsident hat als Architekt des wirtschaftlichen Wiederaufschwungs im Goldenen Zeitalter Amerikas unbestreitbar Geschichte geschrieben. Seine Unterschrift auf die amerikanische Währung zu drucken, ist nicht nur angemessen, sondern auch wohlverdient.“ Die oben genannten „offiziellen“ Erklärungen sind leider übertrieben und nach Ansicht unabhängiger Ökonomen schlichtweg Unwahrheiten. Die kultartige Verehrung Trumps und der MAGA-Bewegung („Make America Great Again“) ist für die Mehrheit der US-Amerikaner und Bürger weltweit schwer nachvollziehbar. Trump und seine Gefolgsleute bringen Trumps Namen und/oder Bildnis auf so vielen Dingen wie möglich an, darunter das einst verehrte John F. Kennedy Center for the Performing Arts, der Hauptsitz des U.S. Institute of Peace, neue Schlachtschiffe der „Trump-Klasse“, der Palm Beach International Airport usw. Dieser Trend hat nun auch die US-Währung erreicht, aber ist das legal? Der „Thayer Amendment“ war ein Gesetz aus dem Jahr 1866, das die Verwendung des Bildnisses einer lebenden Person auf „Anleihen, Wertpapieren, Banknoten oder Postgeld der Vereinigten Staaten“ untersagte. Es war die Folge einer albernen Eitelkeitsaktion des Beamten Spencer Clark vom Finanzministerium, der beschloss, sich selbst auf Banknoten abzubilden, die eigentlich zu Ehren des Entdeckers William Clark – bekannt aus der Lewis-und-Clark-Expedition – bestimmt waren. Der Gesetzentwurf des Kongresses, der die Herstellung der Banknote genehmigte, sah lediglich vor, dass sie „Clark“ ehren sollte, und so beschloss Spencer Clark, sich selbst zu verewigen. Abgesehen vom Skandal um Spencer Clark gab es nur wenige Ausnahmen von diesem Gesetz, darunter der Fall, als sich der Gouverneur von Alabama, Thomas Kilby, 1921 zusammen mit Alabamas erstem Gouverneur, William Bibb, auf eine Münze prägen ließ, die an das hundertjährige Bestehen des Bundesstaates Alabama erinnerte. Im Jahr 1926 wurde zur Feier des 150. Geburtstags der Nation ein Halbdollar geprägt, auf dem Präsident George Washington und Präsident John Calvin Coolidge, Jr. abgebildet waren, wodurch Coolidge der erste lebende Präsident war, der auf einer Münze erschien. 1995 erschien Eunice Kennedy Shriver auf einem Gedenk-Silberdollar zu Ehren der Special Olympics, die sie gegründet hatte. All dies waren Beispiele für Gedenkmünzen, die nicht für den breiten Umlauf als Zahlungsmittel bestimmt waren. Und auch in diesem Jahr wird es eine Ausnahme geben: eine Gedenkgoldmünze mit dem Bildnis von Trump, die geschaffen wurde, um weiterhin das Ego eines unbeliebten Präsidenten zu streicheln. Seit der Verabschiedung des Thayer-Amendments ist keine lebende Person mehr auf US-Banknoten abgebildet worden. Die derzeitige rechtliche Umgehungslösung für den Thayer-Amendment besteht darin, Trumps Unterschrift auf den im Umlauf befindlichen Banknoten anzubringen, da sein Porträt nicht abgebildet werden darf. Es ist natürlich zu erwarten, dass sich dieser Trend umkehren wird, sobald die Demokraten wieder an der Macht sind, und dass Trumps Name, Unterschrift und Bildnis von den US-Banknoten sowie von allen anderen staatlichen oder staatlich finanzierten Gebäuden und Programmen entfernt werden. Trumps Unterschrift wird demnächst die des „Treasurer of the United States“ ersetzen. Donald Ludwig
- Kreative Designer mit Sinn für Humor
Die Bank of England (BoE) gab kürzlich bekannt, dass sie die historischen Persönlichkeiten auf ihren derzeit im Umlauf befindlichen Banknoten in ihrer nächsten Banknotenserie durch einheimische Wildtiere ersetzen wird. Über diese Ankündigung wurde HIER in unserem Blog berichtet. Kreative Köpfe sind bereits am Werk, und in den sozialen Medien kursiert bereits eine Reihe von Fantasieentwürfen. Die obige Fantasie-5-Pfund-Note zeigt einen Rotfuchs mit der folgenden Bildunterschrift unten: „DEPICTING THE URBAN FOX RAIDING A DUSTBIN“ (Darstellung eines städtischen Fuchses, der einen Mülleimer plündert). Die obige 10-Pfund-Fantasienote zeigt eine Möwe am „Seagull’s Pier“ („Möwenpier“) mit der folgenden Bildunterschrift: „DEPICTING THE URBAN SEAGULL STEALING CHIPS“ (Darstellung einer städtischen Möwe beim Diebstahl von Pommes Frites). Die 20-Pfund-Fantasienote zeigt einen männlichen Hirsch, der im Wald seinen Darm entleert, mit der folgenden Bildunterschrift: „DEPICTING THE NOBLE STAG AT HIS MOST NATURAL“ (Darstellung des edlen Hirsches bei seiner natürlichsten Aktivität). Die 50-Pfund-Fantasienote zeigt einen toten Igel auf einer Straße mit Reifenspuren und der folgenden Bildunterschrift: „MEMORIALIZING THE URBAN HEDGEHOG ON ITS FINAL ROAD“ (Erinnerung an den Stadt-Igel auf seinem letzten Weg). „ROADKILL AVE.“ ist auch rechts zu sehen: „Roadkill“ auf Englisch deutet auf Tiere hin, die von Autos überfahren und getötet werden. Um sicherzustellen, dass niemand diese Fantasie-Motive tatsächlich mit echten Banknoten verwechselt, fällt Folgendes auf: Die Währungseinheit „Pounds“ ist falsch geschrieben als „Poounds“. „THE SUM OF FIVE“ erscheint auf allen Stückelungen in der oberen linken Ecke. „Th fwed“ erscheint ebenfalls oben links auf allen Stückelungen. Die transparenten Fenster enthalten unsinnige Designelemente, darunter die Worte „URBAN SCAVENGER“ („STADT-AASFRESSER“). Wenn die Bank of England entscheidet, welche Wildtiere auf ihren neuen Banknoten abgebildet werden sollen, werden diese auf der Rückseite erscheinen (und nicht auf der Vorderseite wie bei diesen Fantasieentwürfen), während auf der Vorderseite weiterhin der britische Monarch zu sehen sein wird, vermutlich in unverändertem Design wie auf den derzeit im Umlauf befindlichen Banknoten. Fantasieentwürfe tauchen oft in den sozialen Medien auf, wenn neue Banknoten angekündigt werden, ohne dass Abbildungen der tatsächlichen Entwürfe vorliegen. Viele dieser Fantasieentwürfe sehen aus, als könnten sie echt sein, andere sind offensichtlich reine Fantasie, wie die in diesem Beitrag vorgestellten der BoE. Weitere Beispiele von Fantasieentwürfen folgen. Ein Fantasieentwurf für eine philippinische 500-Piso-Banknote mit einem Tarsier wurde auf den Philippinen so populär, dass die Zentralbank tatsächlich bekannt geben musste, dass es sich um einen Fantasieentwurf handelte. Dieses Fantasie-Design finden Sie HIER und die tatsächlich ausgegebene Banknote HIER . Eine fiktive kanadische 20-Dollars-Banknote mit einem lächelnden König Charles III. wurde HIER vorgestellt und ein neuer, ernsterer Fantasieentwurf ist unten abgebildet. Und zu guter Letzt kursierten schnell mehrere authentisch wirkende Fantasieentwürfe, als bekannt wurde, dass Terrance Stanley Fox auf Kanadas neu gestalteter 5-Dollars-Banknote erscheinen wird ( HIER im Blog angekündigt). Einer davon ist unten zu sehen. Ein offizielles Design wurde hier auch noch nicht bekannt gegeben. Donald Ludwig ( polymernotes.com )
- Lexikon: Moneta Patriottica
Als "Moneta Patriottica" wurde 1848 in Venedig ausgegebenes Papiergeld bezeichnet. Venedig fiel 1815 mit der Lombardei als Lombardo-Venezianisches Königreich wieder an die Habsburger (wie bereits 1797 bis 1805). 1848 kam es zum Aufstand und am 26. März 1848 zur Ausrufung der Republik San Marco unter dem Präsidenten Manin. In dieser Zeit wurde in Venedig eigenes Papiergeld ausgegeben. Das bekannteste ist das "Moneta Patrittica" (patriotisches Geld), das in den Werten 1, 2, 3, 5, 50 und 100 Lire existierte. Venedig: Moneta Patriottica über 3 Lire von 1848, Vorderseite. Abb. Archiv für Geld- und Zeitgeschichte. Venedig: Moneta Patriottica über 3 Lire von 1848, Rückseite. Abb. Archiv für Geld- und Zeitgeschichte. Als zweite Ausgabe kam das "Dono Patriotico" in den Werten 25, 50 und 100 Lire (1848) sowie 5 und 25 Lire (1849) dazu. Die dritte Ausgabe erfolgte unter der Bezeichnung "Moneta del Commune di Venezia" in den Werten 25 und 50 Centesimi sowie 1, 2, 3, 5 Lire (1848) und 12 ½, 25, 50 Centesimi und 50 und 100 Lire (1849). Von dem 1-Lira-Wert gibt es zwei Typen, wovon der eine sich aus zwei Hälften des 50-Centesimi-Scheins zusammensetzt. Die Werte zu 12 ½ und 25 Centesimi entstanden durch Halbierung bzw. Vierteilung des 50-Centesimi-Scheins. Am 22. August 1849 wurde Venedig von den Österreichern eingenommen, kam aber 1866 nach einer Abstimmung und vorherigen Belagerung durch die Österreicher an Italien. Albert Pick / Hans-Ludwig Grabowski (Überarbeitung und Bebilderung) Abbildungen: Archiv für Geld- und Zeitgeschichte
- Leserpost: Aus privaten Sammlungen: 100 Mark 1922 Köln Seriennummer Solid
Sehr geehrte Damen und Herren, im Anhang schicke ich Ihnen zwei Abbildungen von einer Banknote, die sich in meiner privaten Sammlung befindet. Es ist eine 100-Mark-Notgeldbanknote aus Köln, gedruckt im Jahre 1922. Die Seriennummer lautet "444444". Kommt diese Banknote für einen Artikel in Frage? Wenn ja, welche Informationen sollte ich angeben? Mit freundlichen Grüßen Tomasz F. Antwort der Redaktion: Bei Ihrem Schein handelt es sich um keine Banknote! Eine Banknote ist – wie der Name schon sagt – eine Note einer konzessionierten Notenbank, also z.B. einer Zentral- oder Nationalbank. Ihr Schein ist dagegen ein Notgeldschein der Stadt Köln über 100 Mark aus dem Jahr 1922. Ausgehend von der Serie 4A ist er unter 2380.6 (Müller: Die Notgeldscheine der deutschen Inflation von August 1922 bis Juni 1923) einzuordnen. Die Nummer ist keine Seriennummer, sondern eine Kontrollnummer. Wäre es eine Seriennummer, dann hätte eine ganze Serie von Geldscheinen die selbe Nummer. Gerade eben das darf bei Kontrollnummern nicht vorkommen, bei der jede Nummer in Verbindung mit der Serie einmalig sein muss! Besonders ist die Nummer „444444“, da dies für Sammler von Interesse sein kann. Streng genommen ist diese Nummer aber auch nicht seltener als jede andere Zahlenkombination. Gebrauchte Scheine sind in dem genannten Katalog mit 3 Euro bewertet. In der vorliegenden stark gebrauchten Erhaltung ist der Schein fast wertlos und lediglich der besonderen Nummer wegen sammelwürdig. Eine Veröffentlichung erfolgt im Rahmen der Leserpost. Mit den besten Grüßen Hans-Ludwig Besler (Grabowski) Literaturempfehlung: Manfred Müller Deutsches Notgeld, Band 4: Die Notgeldscheine der deutschen Inflation von August 1922 bis Juni 1923 Titel: Gietl Verlag ISBN: 978-3-86646-534-3 Auflage: 3. Auflage 2010 Format: 14,8 x 21 cm Abbildungen: zahlreiche Schwarz-Weiß-Abbildungen Cover-Typ: Broschur Seitenanzahl: 760 Preis: 39,90 EUR Zur Leseprobe! Zum Shop!
- Aus privaten Sammlungen: Schatzanweisung des Deutschen Reichs zu 4,20 Goldmark von 1923
Im Oktober 1923 war der Kurs der Mark ins Bodenlose gefallen und die deutsche Wirtschaft orientierte sich immer mehr am US-Dollar als Recheneinheit. Die 1923 ausgegebenen und auf Dollar lautenden wertbeständigen Anleihen des Deutschen Reichs sowie Anleihestücke einer Reichsgoldanleihe wurden deshalb für den Geldumlauf zugelassen, was zu einer geringen Entspannung der Lage führte, aber nur als Provisorium bis zur notwendigen Neuordnung der deutschen Währung diente. Die ganzen Schatzanweisungen kamen bereits im August 1923 in Umlauf, Teilstücke und Zwischenscheine Ende Oktober 1923. Ausgegeben wurden ganze Schazanweisungen zu 4,20 Mark Gold = 1 Dollar, 8,40 Mark Gold = 2 Dollar sowie 21 Mark Gold = 5 Dollar. Dieses sog. „wertbeständige Notgeld“ lief bis Sommer 1924 um und wurde am 7. Juli 1925 ungültig. Bei der Stabilisierung der Währung durch Einführung der Rentenmark und ab 1924 auch der Reichsmark entsprach 1 US-Dollar = 4,2 Billionen "Papiermark" = 1 Rentenmark/Reichsmark. Objekttyp: Ganze Schatzanweisung Sammlung: Archiv für Geld- und Zeitgeschichte, Sammlung Besler (Grabowski) Authentizität: Original Land/Region/Ort: Deutsches Reich Emittent: Reichsschuldenverwaltung, Berlin Nominal: 4,20 Mark Gold = 1 Dollar Datierung: August 1923 Umlauf: August 1923 ( ursprüngliche Rückzahlung am 2. September 1935), als wertbeständiges Notgeld gültig bis 6. Juli 1925 Vorderseite: Text und Reichsadler im Zierrahmen auf farbigem Unterdruck, links unten ein Siegel der Reichsschuldenverwaltung, rechts unten Handunterschrift Rückseite: Text in einfachem Rahmen mit Doppellinie. Material: Papier mit Wasserzeichen RSV-Linienmuster Format: 160 mm x 100 mm Nummerierung: Buchstabe J, Nr. 1 758892 Druck: Reichsdruckerei, Berlin Zitate: WBN-6d (Grabowski: Die deutschen Banknoten ab 1871 ) 148b (Rosenberg/Grabowski: Die deutschen Banknoten ab 1871) 158b (Standard Catalog of World Paper Money, Vol. II – General Issues) Hans-Ludwig Besler (Grabowski) Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus einer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com . Literaturempfehlung: Hans-Ludwig Grabowski: Die deutschen Banknoten ab 1871 Das Papiergeld der deutschen Notenbanken, Staatspapiergeld, Kolonial- und Besatzungsausgaben, deutsche Nebengebiete und geldscheinähnliche Wertpapiere und Gutscheine 23. Auflage 2023/2024 ISBN: 978-3-86646-224-3 864 Seiten, durchgehend farbig Preis: 39,90 Euro Zur Leseprobe Zum Verlags-Shop
- Aus alten Zeitungen: Geld vom lieben Gott
Gefunden in: einer Ausgabe des " Stern" aus dem Jahr 1953 Geld vom lieben Gott Während der Abendandacht fand die Frau des stellungslosen Korbmachers Karl Haupt in der Kirchenbank der kleinen Dorfkirche von Hornrade [ Bild oben links] eine geheimnisvolle Banknote. "Vielleicht kommt das Geld vom lieben Gott", sagte sie sich und schob den Schein vorsichtig ins Gesangbuch. Zu Hause gab es dann Freudentränen. "Tausend Deutsche Mark" stand auf der Vorder- und Rückseite der Banknote [Bild unten]. Wer so viel Geld verlieren kann, hat genug davon, beschloß der eilig einberufene Familienrat. Karl Haupt wurde beauftragt, in der nahen Kreisstadt Rinteln mit der Banknote die Schulden der Familie in einem Textilkaufhaus zu bezahlen [Bild oben rechts]. Die Kassiererin stutzte: "Donnerwetter, ein Tausender! Gibt's die denn schon wieder?" Darauf der Korbmacher: "Ich habe ihn von einem Händler für Ware bekommen." Vorsichtshalber erkundigte sich die Kassiererin bei der Polizei. Dort zuckte man die Achseln. Der Direktor der Volksbank konnte erst von seinem Kassierer erfahren: "1000 DM-Scheine gibt es nicht." Die Fachleute des Falschgelddezernats versuchen jetzt den Hersteller des Tausenders zu ermitteln. Fotos: Seeliger/Basil Was bei den Ermittlungen des Falschgeld-Dezernats herauskam, wissen wir nicht. Das Foto des Tausenders lässt jedoch auf einen primitiv gedruckten oder gar handgezeichneten Schein schließen, der dem "Roten Hunderter" der Serie 1948 der Bank deutscher Länder nachempfunden wurde. Interessant ist die Bezeichnung "OPTIVA" statt "BANKNOTE" mittig oben. Hierbei könnte es sich um einen Firmennamen handeln. Im Netz findet man jedoch nur ein modernes Softwareunternehmen aus Kanada unter diesem Namen. Vielleicht lohnt es sich, diesem Ansatz zu folgen, denn es könnte sich um die Werbenote einer Firma mit diesem Namen handeln. Ein Blick auf die Rückseite des Scheins wäre da sicher hilfreich gewesen, hätte aber womöglich die schöne "Story" entzaubert. Hans-Ludwig Besler (Grabowski) Anmerkung der Redaktion Unter der Rubrik "Aus alten Zeitungen" möchten wir unseren Lesern in lockerer Folge interessante und amüsante Berichte aus historischen Zeitungen rund um Geldscheine, Falschgeld und echte "Räuberpistolen" präsentieren. Wenn auch Sie eine passende Geschichte in einer alten Zeitung gefunden haben, dann würden wir uns freuen, wenn Sie sich an uns wenden, um sie mit anderen Lesern zu teilen. Die Abbildung "Der Zeitungsleser" ist KI-generiert!
- Neue Weltbanknoten-Varianten: März 2026, Teil 2
Dominikanische Republik, Guinea, Macau, Mongolei, Rumänien, Uganda, Westafrikanische Staaten (Elfenbeinküste, Togo) BNB = The Banknote Book (von Owen W. Linzmayer) SCWPM = Standard Catalog of World Paper Money (eingestellt) Dominikanische Republik 500 Pesos Dominicanos von 2024 BNB B730d: wie BNB B730c (SCWPM nicht gelistet), aber mit neuem Jahr. Guinea 500 Francs Guinéens von 2024 BNB B341.5c: wie BNB 341.5b (SCWPM nicht gelistet), aber mit neuen Unterschriften (Soumah/Kaba) und neuem Jahr. Macau (Banco da China) 50 Patacas, neue Auflage BNB B239b: wie BNB B239a (SCWPM nicht gelistet), aber mit neuer Unterschrift (Fan Yaosheng). 100 Patacas, neue Auflage BNB B240b: wie BNB B240a (SCWPM nicht gelistet), aber mit neuer Unterschrift (Fan Yaosheng). Mongolei 1000 Tugrik von 2025 BNB B444b: wie BNB B444a (SCWPM nicht gelistet), aber mit neuer Unterschrift (Lkhagvasuren) und neuem Jahr. Rumänien 20 Lei von 2026 BNB B293d: wie BNB B293c (SCWPM nicht gelistet), aber mit neuem Jahr (20)26 (die ersten beiden Stellen der Kontrollnummer geben das Druck- bzw. Ausgabejahr an). Uganda 5000 Shilingi von 2025 BNB B156j: wie BNB B156i (SCWPM 51), aber mit neuem Unterschriftstitel (GOVERNOR) und neuem Jahr. 20.000 Shilingi von 2025 BNB B158i: wie BNB B158h (SCWPM 53), aber mit neuem Unterschriftstitel (GOVERNOR) und neuem Jahr. 50.000 Shilingi von 2025 BNB B159h: wie BNB B159g (SCWPM 54), aber mit neuem Unterschriftstitel (GOVERNOR) und neuem Jahr. Westafrikanische Staaten (Elfenbeinküste) 5000 Francs CFA von 2026 BNB B123Az: wie BNB B123Ay (SCWPM 117A), aber mit neuem Jahr (20)26 (die ersten beiden Stellen der Kontrollnummer geben das Druck- bzw. Ausgabejahr an). Buchstabe A = Côte d'Ivoire (Elfenbeinküste). Westafrikanische Staaten (Togo) 500 Francs CFA von 2026 BNB B120To: wie BNB B120Tn (SCWPM 819T), aber mit neuem Jahr (20)26 (die ersten beiden Stellen der Kontrollnummer geben das Druck- bzw. Ausgabejahr an). Buchstabe T = Togo. 1000 Francs CFA von 2026 BNB B121Tz: wie BNB B121Ty (SCWPM 815T), aber mit neuem Jahr (20)26 (die ersten beiden Stellen der Kontrollnummer geben das Druck- bzw. Ausgabejahr an). Buchstabe T = Togo. Donald Ludwig (Abb. Owen W. Linzmayer, The Banknote Book )
- Honduras zieht die neue Cáceres-Banknote aus dem Verkehr!
Am 20. Januar 2026 brachte die Zentralbank von Honduras (BCH) eine neue 200-Lempiras-Banknote in Umlauf, die Bertha Cáceres ehrt, eine honduranischen (Lenca) Umweltaktivistin, indigenen Anführerin sowie Mitbegründerin und Koordinatorin des Rates der Volks- und Indigenen-Organisationen von Honduras. Einen vollständigen Bericht über diese neue Ausgabe finden Sie HIER . Am Sonntag, den 15. März 2026, berichtete „Entérate Honduras TV“ überraschend auf Facebook: SIE WERDEN AUS DEM UMLAUF GEZOGEN... Berichten zufolge sollen die 200-Lempiras-Banknoten mit dem Bildnis der Umweltaktivistin Bertha Cáceres schrittweise aus dem Umlauf genommen und vernichtet werden. Dabei werden alle vorhandenen Banknoten eingesammelt, bis keine mehr im Finanzsystem verbleiben, und es werden keine neuen Banknoten dieser Serie mehr gedruckt. Es wurde keine Erklärung abgegeben, und auf der Website der Banco Central de Honduras ist noch nichts dazu erschienen. Zu den Facebook-Kommentaren schockierter honduranischer Leser gehören: „Selbst wenn sie es entfernen oder löschen, wird die Geschichte von Bertha Cáceres niemals verborgen bleiben können, und diejenigen, die ihr das Leben genommen haben, werden es ebenfalls niemals verbergen können.“ „Und was ist der Grund für die Löschung? Ich nehme an, dass die Menschen damit nicht einverstanden sind – bitte geben Sie eine Erklärung ab.“ „Weil in Berichten außerhalb des Landes der Kampf dieser Frau für die Natur anerkannt wird, während hier Unwissenheit herrscht, wird die derzeitige Regierung (die Partei, die nichts für die Bildung des Landes getan hat) heute nichts unternehmen; leider sind wir im letzten Jahrhundert stehen geblieben.“ „Die geistige Armut vieler: Sie ist eine weltweit anerkannte Umweltschützerin, und in ihrem eigenen Land wird sie verworfen und ihr Bild von Wandgemälden entfernt.“ „Ich sehe nichts Schlechtes daran, dass diese Frau auf den Banknoten erscheint; letztendlich hat sie es verdient, sie war eine Kämpferin, eine Verteidigerin ihres Volkes und der Umwelt.“ Wir werden Sie über weitere Entwicklungen auf dem Laufenden halten. Donald Ludwig











