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- Mexiko gibt eine Gedenkserie "100 Jahre Banco de México" heraus
Am 25. August 2025 gab die Banco de México überdruckte Versionen ihrer aktuellen Banknoten in den Nennwerten zu 50, 100, 200, 500 und 1000 Pesos heraus, um den 100. Jahrestag ihrer Gründung zu feiern. Die 50- und 100-Pesos-Banknoten sind Polymer-, die höheren Stückelungen Papierbanknoten. Die Gestaltungen der Gedenkbanknoten entspricht denen der derzeit im Umlauf befindlichen Banknoten, nur ergänzt um den Gedenküberdruck "100 Aniversario / 1925 – 2025". Der Überdruck befindet sich unterhalb des Banklogos auf der Vorderseite jeder Banknote. Die 20-Pesos-Polymerbanknote wurde nicht überdruckt. Diese Gedenkbanknoten werden nur für einen begrenzten Zeitraum ausgegeben. Donald Ludwig ( polymernotes.org )
- Aus privaten Sammlungen: 10 Shillings von Sambia aus dem Jahr 1964
Sambia, offiziell die Republik Sambia, ist ein Binnenstaat an der Kreuzung von Zentral-, Süd- und Ostafrika. In der Regel wird es als im südlichen Zentralafrika oder im südlichen Afrika liegend bezeichnet. Der Name Sambia leitet sich von dem Fluss Sambesi ab. Ursprünglich von Khoisan-Völkern bewohnt, wurde die Region von der Bantu-Expansion des 13. Jahrhunderts betroffen. Nach der Kolonisierung im 18. Jahrhundert wurde sie gegen Ende des 19. Jahrhunderts von den Briten in die britischen Protektorate Barotziland-Nordwestrhodesien und Nordostrhodesien aufgeteilt. Diese wurden 1911 zu Nordrhodesien zusammengelegt. Den Hauptteil der Kolonialzeit wurde Sambia von einer Verwaltung regiert, die von London aus mit Beratung durch die British South Africa Company ernannt wurde. Am 24. Oktober 1964 wurde Sambia unabhängig. Die Bank of Zambia (BoZ) wurde im August 1964 gegründet und löste die Bank of Northern Rhodesia ab. 1964 gab die BoZ Banknoten im Wert von 10 Shillings sowie 1 und 5 Pfund aus, die die britische Kolonialvergangenheit des Landes widerspiegeln und die gleichen Farben und das gleiche Design wie die zuvor von der Bank of Rhodesia and Nyasaland ausgegebenen Noten haben. Obwohl in Sambia mehr als 70 einheimische Sprachen gesprochen werden, ist die offizielle Amtssprache Englisch, die auch auf allen Banknoten verwendet wird. Mit dem Währungsgesetz von 1967 wurde das Sambische Pfund durch den Kwacha ersetzt. Banknoten, die auf Kwacha und Ngwee lauten (100 Ngwee entsprechen einem Kwacha), wurden im folgenden Jahr ausgegeben. Mit Ausnahme der zwischen 2003 und 2012 ausgegebenen Polymerbanknoten im Wert von 500 und 1000 Kwacha wurden alle sambischen Banknoten bis 2022 auf Papier gedruckt. Die neuen 10- und 20-Kwacha-Banknoten, die am 31. März 2025 ausgegeben wurden, sind Hybridbanknoten (Durasafe® von Landqart AG). Objekttyp: Banknote Sammlung: Sammlung Karl Köhler Authentizität: Original Land/Region/Ort: Sambia Emittent: Bank of Zambia Nominal: 10 Shillings Datierung: kein Datum (1964 ausgegeben) Vorderseite: Der Feigen-Bartvogel, die einzige echte endemische Vogelart Sambias, auf einem Ast rechts. Oben "BANK OF ZAMBIA". Der Nennwert "10/-" in allen Ecken, Wasserzeichenbereich links. Der Nennwert "TEN SHILLINGS" in Worten in der Mitte, unter einem Auszug aus dem Staatswappen des Landes. Guilloche-Muster rahmen die Banknote ein und umschließen den Auszug des Staatswappens. Die Unterschrift des Gouverneurs befindet sich in der unteren Mitte. Rückseite: In allen Ecken der Nennwert "10/-", in der Mitte eine landwirtschaftliche Szene (ein Traktor pflügt im Vordergrund, zwei Männer mit einem Ochsengespann pflügen im Hintergrund, ein Baumwollzweig unten rechts), flankiert von einer Kaffeepflanze links und einem Maisstängel rechts. Guilloche-Muster oben und unten. Oben "BANK OF ZAMBIA" und unten in der Mitte der Nennwert "TEN SHILLINGS" in Worten. Unterschriften: Richard C. H. Hallet (Governor) Material: Papier mit Wasserzeichen (Gnu-Kopf) Druck: Thomas de la Rue & Company Ltd., England Format: 134 mm x 75 mm Nummerierung: A/3 508289 Zitate: Zambia 1 (Standard Catalog of World Paper Money, Vol. II – General Issues) B101 ( The Banknote Book : Zambia, Owen W. Linzmayer) PMG-Grading : 55 Stück zum 01.07.2025 gegradet, 67EPQ (TOP POP, 4 Stück), 66EPQ (10 Stück), 65EPQ (8 Stück). Donald Ludwig Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus Ihrer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com .
- Aus privaten Sammlungen: Nicht ausgegebener Gutschein über 50 Mark von Bremen 1918
Während des Ersten Weltkriegs gaben viele Städte und Gemeinden Notgeld aus. Weil es an Münzen im Zahlungsverkehr mangelte, nicht zuletzt weil diese in der Bevölkerung gehortet wurden, gab auch die Finanzdeputation der Freien Hansestadt Bremen sog. Kleingeldscheine über 50 Pfennig mit Datum vom 15. Dezember 1917 in Umlauf. Zu einer wahren Flut von Großnotgeld-Ausgaben in Mark-Beträgen kam es dann am Ende des Kriegs um die Zeit des Waffenstillstands und der Novemberrevolution 1918. Die Finanzdeputation gab nun im Namen der Stadt Gutscheine über 5 Mark vom 28. Oktober und 20 Mark vom 15. November 1918 aus. Die Scheine wurden von allen bremischen Staatskassen in Zahlung genommen. Ebenfalls mit Datum vom 15. November 1918 war ein 50-Mark-Gutschein vorbereitet, der aber nicht fertig gedruckt wurde in Umlauf kam. Von ihm existieren lediglich Probedrucke in verschiedenen Ausführungen, die durchweg selten sind. Es gibt beidseitige Proben in blauem Druck mit oder ohne rotem Siegel bzw. mit Prägestempel sowie solche in grünem Druck. Alle Probedrucke erfolgten auf Papier ohne Wasserzeichen in abweichenden Formaten. Die Finanzdeputation Bremen gab dann erst wieder im September 1921 Geldscheine (Serienscheine zu 25, 50 und 75 Pfennig) sowie ab September 1922 bis November 1923 Notgeldscheine während der Inflation in Nennwerten von 100 bis 100 Milliarden Mark und von Oktober 1923 bis März 1924 auch wertbeständiges Notgeld auf Dollar nordamerikanischer Währung (Bremer Anteilscheine und Bremer Dollar-Schatzanweisungen) in Umlauf. Der vorgestellte Probedruck des nicht ausgegebenen 50-Mark-Scheins vom November 1918 stammt mit großer Wahrscheinlichkeit aus einem Musterbuch der Druckerei, worauf die Beschädigungen durch Klebestellen auf der Vorderseite hindeuten. Objekttyp: Druckprobe (Notgeldschein, Ländernotgeld) Sammlung: Archiv für Geld- und Zeitgeschichte, Sammlung Besler (Grabowski) Authentizität: Original Land/Region/Ort: Deutsches Reich, "Weimarer Republik", Freie Hansestadt Bremen Emittent: Finanzdeputation Nominal: 50 Mark Datierung: 15. November 1918 Vorderseite: Dunkelblauer Textdruck mit Wertangabe zwischen Ornament oben und halbem Blätterkranz mit Künstlersignatur "E | K" unten auf hellblauem Unterdruckmuster mit Spitzen nach oben. Unterdruck ohne Aussparung für Siegel, links unten Prägestempel. Rückseite: Dunkelblauer Druck von Bremer Wappen (Schlüssel) im Kreis und Text auf hellblauem Unterdruckmuster mit Spitzen nach unten. Material: Papier ohne Wasserzeichen Format: 151 mm x 120 mm Nummerierung: No. 000000 Druck: ohne Druckvermerk Zitate: BRE-6 (Grabowski: Deutsches Notgeld, Band 10 – Das Papiergeld der deutschen Länder 1871-1948, in dieser Ausführung hier nicht bei den Druckproben verzeichnet!) 060.03.P2 (Geiger: Deutsches Notgeld, Band 3 – Das deutsche Großnotgeld 1918-1921, doch anderes Format und andere Ausführung) 220.15 (Tieste: Bremer Papiergeld, in dieser Ausführung hier nicht bei den Druckproben verzeichnet! Hans-Ludwig Besler (Grabowski) Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus Ihrer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com .
- Lexikon: Liebhaberpreis
Für sehr seltene Geldscheine oder auch für seltene Varianten werden oft über die normale Wertfestlegung hinaus (Richtlinie ist der Katalogwert) von Sammlern Preise geboten oder von Händlern auch gefordert. Diese Liebhaberpreise können dann auf Auktionen, wenn mehrere Interessenten auf die selben Stücke bieten, auf das Mehrfache normaler Katalogpreise klettern. Sie haben also einen subjektiven, vom materiellen Nutzen völlig unabhängigen Wert, der sich allein an der Seltenheit der Stücke, deren historischer Bedeutung und der Sammelleidenschaft misst. Auszug aus dem Katalog Grabowski/Kranz: Das Papiergeld der altdeutschen Staaten zu einer Banknote der Bayerischen Hypotheken- und Wechselbank mit Bewertungen in LP (Liebhaberpreis). Für seltene Geldscheine, die kaum im Handel vorkommen und für die sich daher keine durchschnittlichen Katalogpreise ermitteln lassen, wird anstelle von Bewertungen in Katalogen oft auch „LP” für „Liebhaberpreis” angegeben. Albert Pick / Hans-Ludwig Grabowski (Überarbeitung und Bebilderung)
- Die Banknoten der Zukunft?
Die erste schwarze Banknote der Welt Eingetaucht in die Dunkelheit des Nichts, gedruckt mit Licht. Mit der Digitalisierung wird Geld zunehmend unabhängig von physischer Materie. Es nähert sich dem Nichts, einem Zustand, in dem alles fehlt, auch Licht. Wir haben das Licht weggenommen - und es dann durch den Druck von Licht zurückgebracht. Eine dunkle Tanzfläche heißt nur einen Tänzer willkommen, der ihr genaues Gegenteil ist: Licht. IGNIS, Vorderseite. Vorderseite IGNIS ist die erste schwarze Banknote der Welt. Die Kooperation soll den Dialog über die Zukunft des Geldes fördern und zeigt, daß zukünftige Banknoten ganz anders konzipiert werden können als die heutigen. Das schwärzeste Substrat Durasafe ist Landsqarts hochsicheres Verbundsubstrat aus Papier, Polymer und Papier. Die Papierschichten werden direkt in der Papierfabrik mit dem schwärzesten Schwarz gefärbt, das je für Banknoten verwendet wurde - eine neue Kopierschutzfunktion der Stufe 1, die Fälschungen leicht erkennt, da die Kopie im Vergleich zum Original immer grau erscheint. Siebdruckpigmente, die Licht reflektieren. Gemeinsam mit Lorenz Boegli, dem Erfinder einer für Banknoten neuen Technik, haben wir Licht auf den schwärzesten Unterdruck gedruckt - also auf eine Stelle, an der kein Licht vorhanden ist. Dies geschah mit irisierenden Pigmenten, die Licht reflektieren, anstatt es zu absorbieren (wie herkömmliche Pigmente), und einem speziellen additiven Vierfarbsiebdruck. Hochsicherheitschip Für CBDC-Dokumente (Central Bank Digital Currency) oder andere digitale Dienste kann ein Chip des führenden Chipherstellers (Infineon) in die Aussparung eines Halbfensters eingebaut werden. Dieser Chip nutzt NFC und ermöglicht den Zugriff auf alle digitalen Zahlungsdienste, die eine Zentralbank anbieten möchte. Halten Sie Ihr Mobiltelefon an den Chip, um die Funktionalität zu testen. Angewandtes Patch-Label Ein Laminierpatch der Leonhard Kurz Stiftung & Co. KG schützt den Chip. Seine dynamischen und diffraktiven Effekte sind einzigartig bei Banknoten und kommen auf schwarzem Untergrund perfekt zur Geltung. So schützt der Patch nicht nur den Chip, sondern die gesamte Banknote. IGNIS, Rückseite. Rückseite Die Rückseite dient als Bühne für verschiedene Elemente, Effekte oder versteckte Details, die auf ihrem dunklen Untergrund perfekt zur Geltung kommen. Deshalb haben wir Schwarz den größten Raum eingeräumt. RGB-Leuchtversatz Mit Schwarzlicht angeregten Lumineszenz-Tinten können Sie auch Licht auf einen schwarzen Untergrund drucken. Die trichromatischen Lumineszenz-Tinten von SICPA mit ihren Grundfarben Rot, Grün und Blau verschmelzen zu fotorealistischen Bildern. Leuchtender Tiefdruck Auf weißem Untergrund werden Schattenakzente gedruckt. Auf Schwarz ist dies nicht möglich, da die Farbe Schwarz bereits den tiefsten Schatten darstellt. Wir müssen helle Akzente drucken, und dies wird mit weißlichem Tiefdruck erreicht. Spark Flow ®Auf Schwarz ist die Brillanz von SICPAs SPARK Flow® fesselnd und faszinierend. Der Dimensionseffekt erzeugt einen dreidimensionalen Eindruck des Dreiecks, dem alchemistischen Symbol für Feuer. Sicherheitsfolie Eine KINEGRAM COLORS® Laminierfolie wurde passgenau aufgebracht. Auf dem dunklen Untergrund kommen die zischenden Flammen besonders gut zur Geltung. Seriennummer Die Seriennummer dient der eindeutigen Identifizierung. Sie wird je nach Distribution im konventionellen Buchdruckverfahren oder durch ein innovatives Perforationsverfahren hergestellt. Je nach Distribution handelt es sich um Ersteres oder Letzteres. IGNIS, Folder. Bundesdruckerei Pressetext Anmerkung der Redaktion Die Bundesdruckerei hat ihr Konzept zur "Banknote der Zukunft: IGNIS – Brücke zur digitalen Welt" bereits im letzten Jahr auf der Banknote Conference in Fort Worth, USA vorgestellt und hier den IACA Excellence Currency Awards 2024 in der Kategorie „Best House Note“ gewonnen. Mehr darüber erfährt man HIER . Lorenz Boegli - Dem Erfinder einer neuen Drucktechnik RGB ist das Farbmodell für den Bildschirm, CMYK das für Print. Das lernen Designstudenten im ersten Semester. Und so könnte der Schweizer Siebdrucker Lorenz Boegli so manchen gehörig durcheinanderbringen, denn er ist der Erfinder des RGB-Drucks.Kurz zur Erinnerung: RGB steht für die Primärfarben Rot, Grün und Blau, durch deren Addition man weitere Farbtöne erhält. Mischt man sie zu je 100 Prozent, entsteht Weiß. Bei CMYK handelt es sich hingegen um ein subtraktives Farbmodell mit den Anteilen Cyan, Magenta, Yellow und Key (= Schwarz): Je mehr Farbe, desto dunkler das Resultat. Da die drei Grundtöne Cyan, Magenta und Yellow zusammen kein Tiefschwarz ergeben, kommt es als vierter Ton dazu. Der Farbraum im RGB-Modus ist deutlich größer als in CMYK, ein leuchtendes Grün oder Orange etwa lässt sich in 4c nicht wirklich erreichen.Grenzen des Siebdrucks verschiebenDiese klaren Grenzen zwischen CMYK und RGB, zwischen analoger und digitaler Farbwelt hat Lorenz Boegli nun verschoben. Siebdruck, das ist für ihn wie Sport, in dem er sein Können permanent steigert. Er reizt ihn so weit aus, dass der Siebdruck gelegentlich kaum als solcher zu erkennen ist. Weil man das Gewebe der Druckform im Ergebnis nicht mehr sieht, weil er Farbgradationen hinbekommt, die eigentlich nicht möglich sind, oder weil er die Feinheit eines Offsetrasters erreichen kann. 1992 gründete Boegli in Zürich sein Atelier für Siebdruck, das er 2011 nach Müntschemier, rund 30 Kilometer westlich von Bern, verlegte. Die Einfachheit dieser Technik hat es ihm angetan, ebenso wie die Tatsache, dass sich nur mit ihr in einem Druckdurchgang ein sehr hoher Farbauftrag verarbeiten lässt, der viele Möglichkeiten für Veredelungen und Effekte bietet. Lorenz Boegli ist ein „Kreativer und Siebdrucker“. Die Werkstatt von Siebdruck -Lorenz Boegli befindet sich in Müntschemier in der Schweiz. Lorenz Boegli hat unter anderem in Zusammenarbeit mit Merck, dem Hersteller irisierender Pigmente, ein patentiertes RGB-Druckverfahren entwickelt. Er hat sich einen internationalen Ruf aufgebaut und zahlreiche Preise gewonnen, insbesondere auf der FESPA und der SGIA (Specialty Graphic Imaging Association) Expo, der größten Fachmesse für Druck- und Bildverarbeitungstechnologie in Nordamerika. Josef Gerber Zur Internetseite von Lorenz Boegli!
- Namibia: Die neue Banknotenserie 2025
Am 24. Juli 2025 stellte die Bank von Namibia offiziell ihre überarbeitete Banknotenserie sowie eine komplett neu gestaltete Münzserie vor. Dies markiert einen historischen Meilenstein in der 35-jährigen Geschichte der Bank, die sich für Preis- und Finanzstabilität einsetzt. Unter dem passenden Motto "Unsere Währung, unser Erbe, unser Stolz – Lernen Sie die nächste Generation des namibischen Dollars kennen" feiert die neue Serie sowohl Kontinuität als auch Innovation in der Entwicklung der namibischen Währung. Bei der Neugestaltung der Banknoten der dritten Generation, die in Zusammenarbeit mit De La Rue entworfen und gedruckt wurden, hat die Bank of Namibia Innovation mit Kontinuität in Einklang gebracht. Die verbesserten Banknoten zeichnen sich durch eine raffinierte, moderne Ästhetik mit satteren Farben, klareren Linien und verbesserten Sicherheitsmerkmalen aus, die einen robusten Schutz vor Fälschungen bieten. Eine bemerkenswerte Neuerung ist die Verwendung von Durasafe®, einem hochtechnologischen Hybrid-Substrat, auf dem die Werte zu 10 und 20 Namibia-Dollars gedruckt werden. Dieses Material kombiniert die Haltbarkeit von Polymer mit der vertrauten Haptik von Papier, an die die Namibier gewöhnt sind, und gewährleistet so eine längere Lebensdauer und Widerstandsfähigkeit. Die Gestaltungen sind nach wie vor tief im nationalen Erbe verwurzelt und ehren die Persönlichkeiten des Gründervaters, Dr. Sam Shafiishuna Nujoma, sowie Kaptein Hendrik Witbooi. Die Rückseiten zeigen weiterhin Namibias Tierwelt und spiegeln den natürlichen Reichtum und die beständige Schönheit des Landes wider. Antonio Riccio, Chief Commercial Officer von Landqart, und Cindy Fillipus, stellvertretende Direktorin für Währung und Bankwesen bei der Bank von Namibia. Die Bank hat bestätigt, dass die neue Banknotenserie im August 2025 offiziell in Umlauf gebracht wird, parallel zur aktuellen Serie, um einen reibungslosen und nahtlosen Übergang zu gewährleisten. Um die Öffentlichkeit bei der Erkennung und Anpassung an die neuen Merkmale zu unterstützen, wird die Bank eine umfassende, landesweite Aufklärungskampagne durchführen. Namibias neue 10-Dollars-Hybrid-Banknote (Vorderseite). Zum Vergleich: Namibias jetzige 10-Dollars-Papierbanknote, Vorder- und Rückseite. Die 10-Dollars-Note zeigt weiterhin auf der Vorderseite Dr. Sam Nujoma und das Parlamentsgebäude in Windhoek. Ein transparenter Diamant mit einer latenten Wertzahl ist in das von Landqart hergestellte Durasafe®-Hybridsubstrat integriert. Auf der Rückseite sind das namibische Staatswappen und drei stehende Springböcke abgebildet. Die Buchstaben BON stehen für die Bank of Namibia. Der Sicherheitsfaden PUREIMAGE™ von De La Rue wird auf der Banknote verwendet, ebenso wie das Enhanced GEMINI™ UV-Druckmerkmal von De La Rue. Die Banknote misst 129 mm x 70 mm. Namibias neue 20-Dollars-Hybrid-Banknote (Vorderseite). Zum Vergleich: Namibias jetzige 20-Dollars-Papierbanknote, Vorder- und Rückseite. Die 20-Dollars-Banknote ist vergleichbar gestaltet. Die Rückseite zeigt das namibische Staatswappen und drei stehende rote Hartebeests. Die Banknote misst 134 mm x 70 mm. Namibias neue 50-Dollars-Papierbanknote (Vorderseite). Zum Vergleich: Namibias jetzige 50-Dollars-Papierbanknote, Vorder- und Rückseite. Die 50-Dollars-Papierbanknote zeigt weiterhin Kaptein Hendrik Witbooi und das Parlamentsgebäude in Windhoek auf der Vorderseite. Das Banklogo ist als SPARK-Sicherheitsmerkmal wiedergegeben. Die Rückseite zeigt das namibische Staatswappen und fünf stehende Kudu-Antilopen. Die Banknote misst 140 mm x 70 mm. Namibias neue 100-Dollars-Papierbanknote (Vorderseite). Zum Vergleich: Namibias jetzige 100-Dollars-Papierbanknote, Vorder- und Rückseite. Die 100-Dollars-Papierbanknote ist vergleichbar gestaltet. Die Rückseite zeigt das namibische Staatswappen und drei stehende Oryxantilopen. Die Banknote misst 147 mm x 70 mm. Namibias neue 200-Dollars-Papierbanknote (Vorderseite). Zum Vergleich: Namibias jetzige 200-Dollars-Papierbanknote, Vorder- und Rückseite. Die 200-Dollars-Papierbanknote zeigt auf der Rückseite das namibische Wappen und drei stehende Pferdeantilopen. Die Banknote misst 152 mm x 70 mm. Donald Ludwig ( polymernotes.org )
- Ein Bündel Reichskreditkassenscheine aus Eger (Cheb) von 1945
Ein vor kurzem in der Tschechischen Republik aufgetauchter Banknotenfund gibt Einblicke in die Kassenbestände der Reichsbankfilialen im Sudentenland bei Kriegsende 1945. Neben Behelfszahlungsmitteln der Deutschen Wehrmacht der Ausgabe 1942 (Grabowski DWM-2/Ro. 501 bis DWM-7/Ro. 506) in der Regel in gebrauchten Erhaltungen, sowie Verrechnungsscheinen für die Deutschen Wehrmacht vom 15. September 1944 (Grabowski DWM-8/Ro. 511 bis DWM 11/Ro. 514) enthielt der Fund auch Bestände von Reichskreditkassenscheinen, die in verschiedenen Filialen der Reichsbank im Sudetenland verwahrt worden waren. Besonders schön für Sammler waren dabei druckfrische Originalbündel zu 100 Stück der Reichskreditkassenscheine zu 1 Reichsmark (Grabowski ZWK-2/Ro. 551) teilweise noch in der Originalverpackung der Reichsdruckerei. Ein Bündel aus diesem Fund soll hier vorgestellt werden. Es ermöglicht interessante Einblicke in die Kassentätigkeit der Reichsbanknebenstelle in Eger (Cheb) kurz vor und nach Ende des Zweiten Weltkriegs. Zugleich wirft es viele Fragen auf, auf die im Rahmen dieses Beitrags Antworten gesucht werden sollen. Das Bündel enthält 100 Reichskreditkassenscheine zu 5 Reichsmark (ZWK-4/Ro.553) aus-schließlich in der Variante mit Prägestempel und 7-stelliger Kontrollnummer, also der frühen Ausgabe, in fast kassenfrischer bis kassenfrischer Erhaltung. Teilweise kommen fortlaufende Nummern vor. Es wurde ausweislich der Banderole am 12. Januar 1945 (einem Freitag) von der Reichsbanknebenstelle Eger gepackt und mit den üblichen zwei Kontrollunterschriften (vorgezählt, nachgezählt) versehen. Ein rückseitiger Stempel weist das Paket als „Tresorpaket“ aus, daneben befindet sich ein Stempelaufdruck mit Datum 15. Januar 1945 (einem Montag), vermutlich dem Tag, als das Paket in den Tresor gelegt wurde. Das Bündel war also nicht für den laufenden Kassenbestand der Reichsbanknebenstelle bestimmt. Bündel mit 100 Reichskreditkassenscheinen zu 5 Reichsmark (ZWK-4/Ro.553) aus dem Tresor der Reichsbanknebenstelle in Eger (Cheb) von 1945. Rückseite. Was hatte ein Bündel Reichskreditkassenscheine im Januar 1945 im Tresor der Reichsbanknebenstelle in Eger zu suchen? In den von der Wehrmacht besetzten Gebieten kam es ab Kriegsbeginn zur Gründung von Reichskreditkassen, die Reichskreditkassenscheine in den Wertstufen zu 50 Reichspfennig und zu 1, 2, 5 und 20 Reichsmark sowie – ab 1940 – auch zu 50 Reichsmark ausgaben [1] . Diese Scheine wurden in den einzelnen Ländern zu einem festgelegten Kurs von Reichsmark gegen Landeswährung in Umlauf gesetzt. Ihre Umlaufzeit in den einzelnen Ländern war höchst unterschiedlich und hing davon ab, wie schnell sich Truppen und Militärverwaltung mit lokalen Zahlungsmitteln versorgen konnten. In Deutschland selbst waren Reichskreditkassenscheine keine gesetzlichen Zahlungsmittel. Die Stadt Eger lag in dem im Oktober 1938 dem Deutschen Reich angegliederten Sudentenland. Sie war Sitz der Kreisverwaltung des gleichnamigen Kreises und hatte 1939 etwa 32.000 Einwohner. Eger war zugleich Sitz der Reichsbanknebenstelle 596 [2] . Stadtansicht von Eger mit Adolf-Hitler-Platz auf einer historischen Postkarte um 1940. Auf diesem Platz hatte Hitler am 3. Oktober 1938 den Anschluss des Sudetenlands an das Deutsche Reich verkündet. Mit der Verordnung über die Einführung der Reichsmark in den sudetendeutschen Gebieten vom 10. Oktober1938 [3] wurde ab 11. Oktober 1938 die Reichsmark neben der tschecho-slowakischen Krone gesetzliches Zahlungsmittel im Sudetenland. Eine zweite Verordnung nur wenige Tage später [4] beendete die Eigenschaft der Tschechoslowakischen Krone als Zahlungsmittel in diesen Gebieten zum 31. Oktober 1938. Da Eger zum innerdeutschen Währungsumlaufgebiet der Reichsmark gehörte, liefen dort keine Reichskreditkassenscheine im Zahlungsverkehr um. Reichskreditkassenscheine dienten bis zur Einführung der Verrechnungsscheine für die Deutsche Wehrmacht im Oktober 1944 zudem als Reisezahlungsmittel für Angehörige der Wehrmacht und der deutschen Behörden. Wer in ein besetztes Land reiste oder aus diesem zurückkehrte, musste mitgeführte Bargeldbestände in Reichs- und Rentenmark bzw. in Landeswährung in Reichskreditkassenscheine umtauschen, die dann im Land verwendet (oder in Landeswährung umgewechselt) bzw. bei Banken in Deutschland in Reichs- und Rentenmark-Noten gewechselt wurden. Daher waren auch bei den Filialen der Reichsbank in Deutschland Reichskreditkassenscheinen verfügbar. Entsprechend kann daher auch die Reichsbanknebenstelle Eger über Kassenbestände dieser Scheine verfügt haben. Ebenso denkbar wäre jedoch auch etwa eine Deponierung der vorliegenden Scheine durch rückfließendes deutsches Militär bei der Reichsbank in Eger Anfang 1945. Die Reichskreditkassenscheine wurden zum 1. Januar 1945 für ungültig erklärt. Es verwundert daher, dass die Reichsbanknebenstelle die Scheine im Januar 1945 noch sorgsam bündelte und in den Tresor legte. Über die Gründe hierfür kann heute nur noch spekuliert werden. Trotz Ungültigkeitserklärung gab es keine Anordnung zur Vernichtung dieser Scheine, und die Überlegung, sie im Bedarfsfall als Notgeld verwenden zu können [5] (wie in Schleswig-Holstein im Mai 1945, sowie in Kärnten und Tirol im April 1945 [6] ), mag ein Grund dafür gewesen sein, Reichskreditkassenscheine in den Reichsbankstellen vor Ort zu verwahren und nicht an die Hauptstelle in Berlin zurückzusenden – eine Option, die im Januar 1945 wegen der nur noch eingeschränkt funktionierenden Postverbindungen möglicherweise sowieso nicht mehr erwogen werden konnte [7] . Interessant ist ein weiterer Datumstempel auf der Vorderseite des Bündels, nämlich vom 22. Mai 1945 (einem Dienstag), sowie ein drittes Handzeichen links daneben. Das Bündel wurde also zwei Wochen nach Kriegsende in der Reichsbanknebenstelle Eger erneut bearbeitet. Kann das sein? Eger wurde am 25. April 1945 durch Soldaten der 97. US-Infanteriedivision eingenommen und besetzt. Zu einer Ablösung der US-amerikanischen durch sowjetische Truppen kam es erst Ende Mai 1945. Die US-amerikanische Besetzung ließ die deutsche Zivilverwaltung zunächst bestehen. Erst im Laufe des Mai 1945 erreichten tschechoslowakische Soldaten und Freischärler die Stadt und es kam zu ersten Verbrechen an der deutschen Bevölkerung. Die Bearbeitung des Bündels am 22. Mai 1945 noch durch die Reichsbanknebenstelle in Eger belegt, dass die Leitung der auf dem Gebiet des Sudetenlandes bestehenden Reichsbankhaupt- und -nebenstellen erst im Laufe des Mai 1945 durch von der Nationalbank aus Prag entsandte Mitarbeiter übernommen wurde [8] . Das Bündel wurde sodann noch ein drittes Mal bearbeitet, nämlich ausweislich eines Stempels auf der Rückseite am 6. Juli 1947 [9] durch die Hauptkasse (Hlavni Pokladna) der Nationalbank der Tschechoslowakei. Leider ist kein Ort angegeben, so dass nicht zu erkennen ist, ob hier eine Bearbeitung noch in Eger, oder bereits in Prag erfolgte. Auf letzteres deutet der Text „Hauptkasse“ auf dem Stempel hin. Auch hier stellt sich die Frage: Warum bearbeitete die Tschechoslowakische Nationalbank ungültige deutsche Reichskreditkassenscheine noch zwei Jahre nach Kriegsende? Bestände an Reichs- und Rentenmark-Noten hätten nach Deutschland abgeschoben und dort verwendet werden können; sowjetische Truppen in der Tschechoslowakei haben das mit den beschlagnahmten Kassenbeständen der Reichsbankfilialen möglicherwiese auch getan [10] . Für Reichskreditkassenscheine bestand diese Möglichkeit nicht. Denkbar wäre etwa, dass auf dem Staatsgebiet der Tschechoslowakei gesammelte Bestände an diesen Scheinen (der Fund enthielt Bündel von Reichskreditkassenscheinen aus verschiedenen Orten des ehemaligen Sudetenlandes) durch die Tschechoslowakische Nationalbank zentral aufbewahrt und bei anderer Gelegenheit – etwa im Rahmen von Reparationsforderungen – den Nachfolgestaaten des Deutschen Reichs durch die Tschechoslowakei präsentiert werden sollten. Dazu ist es nicht gekommen. Der Bestand an Reichskreditkassenscheinen auch aus der Reichsbanknebenstelle Eger verschwand nach 1947 für viele Jahrzehnte an einem unbekannten Ort, bevor er jüngst seinen Weg in den Sammlermarkt fand. Dr. Sven Gerhard Anmerkungen Zum nachfolgenden sehr instruktiv Rittmann, Deutsche Geldgeschichte seit 1914, München 1986, S. 255 ff. Compass. Kommerzielles Jahrbuch 1942: Sudetenland. - Seite 70, abrufbar unter https://portal.zedhia.at/page/public/cpa_000369-70/compass-kommerzielles-jahrbuch-1942-sudetenland Reichsgesetzblatt 1938 I S. 1393 Reichsgesetzblatt 1938 I S. 1430 Die Deutsche Reichsbank beschäftigte sich bereits im Oktober 1944 in einem internen Papier mit der Notwendigkeit der Herausgabe von Notgeld im Reichsgebiet für den Fall, dass die Bargeldversorgung durch die Reichsbank in einzelnen Gebieten etwa durch feindliche Besetzung nicht mehr möglich sein sollte. Dazu Bronnert, Reichskreditkassenscheine als Ersatz für fehlende Reichsbanknoten in Kärnten und Tirol im April 1945, https://www.geldscheine-online.com/post/reichskreditkassenscheine-als-ersatz-f%C3%BCr-fehlende-reichsbanknoten-in-k%C3%A4rnten-und-tirol-im-april-1945 S. dazu die Berichte in der Eger Zeitung Januar 1945, abrufbar unter http://www.eger-und-egerland.de/eger-und-egerland/Geschichte_Egerer_Zeitung_Januar.html Tomsik, 100 Years of the koruna, Prag 2018, S. 136 f. Das Jahr 1947 ist nur teilweise lesbar. Anhand anderer Bündeln desselben Fundes zeigt sich, dass diese Stempel 1947 aufgebracht wurden S. Tomsik, a.a.O.
- Teutoburger Münzauktion: Vorschau auf die Auktion 169 vom 9. bis 13. September 2025
Die Herbstauktion in Borgholzhausen besteht wieder aus 3 Katalogteilen: Der erste Teil enthält 522 Positionen: Münzen, Medaillen, Uhren und Schmuck aus Gold, Platin und Palladium. Hier finden Sie Exponate ab der Antike bis zur Moderne, Anlagegoldmünzen, aber auch zahlreiche Raritäten, vor allem eine beispiellose Sammlung Dukaten, Doppeldukaten, Fünffach-Dukaten und Zehnfach-Dukaten der Tschechoslowakei, altdeutsche Goldgulden, Dukaten und Mehrfachdukaten, Reichsgoldmünzen (u.a. Preussen 10 Mark 1878 B), usw. Der zweite Teil enthält 2700 Positionen: Münzen, Medaillen, Orden, Militaria und Kleinantiquitäten. Wie immer beginnt der Hauptkatalog mit China & Südostasien (hier u.a. 2 äußerst seltene Proben von Szechuan), gefolgt von antiken Münzen (besonders altgriechische Tetradrachmen, Statere und Didrachmen). Im Auslandsbereich sind Münzen und Medaillen aus aller Welt vertreten, vor allem Frankreich, Großbritannien und Italien. Eine umfangreiche Abteilung sind die habsburgischen Erblande mit Talern und Doppeltalern, den Gebieten Böhmen, Salzburg, usw. Bei Altdeutschland sind u.a. große Sammlungen von Bremen und Mecklenburg enthalten. Nach thematischen Medaillen kommt der moderne deutsche Bereich nach Jaeger ab dem Kaiserreich bis zur Bundesrepublik und DDR. Besonders erwähnenswert ist hier die Sammlung Reichssilbermünzen mit herausragenden Erhaltungen und Seltenheiten. Am Ende des Münzbereichs folgen wie immer die Lots und Sammlungen, hier sage und schreibe 162 Positionen mit Schätzpreisen von 50 bis 15.000 Euro. Definitiv eine Reise wert zur ausführlichen Besichtigung! Es folgen Orden und Ehrenzeichen, Militaria, usw. Der dritte Teil enthält Banknoten und Briefmarken aus aller Welt. Das Leitstück ist hier der 20-Rupienschein von 1916 aus Sansibar. Nr. 4001 - 4318 Banknoten: Versteigerung am Samstag, 13.09.2025 ab 10 Uhr! Hier geht es direkt zum Banknotenteil der Auktion: https://www.teutoburger-muenzauktion.de/de/suche/11945/seite/1/?lot_range=4001-4318 Vorschau auf eine kleine Auswahl zum Papiergeld: Los 4027 Banknoten, Ausland, Frankreich: Pick 51a Banque de France, 50 Francs 10.10.1870. kl. Einriss hinterklebt (restauriert) sonst III, sehr selten Ausruf: 3.500 EUR Los 4074 Banknoten, Ausland, Sansibar: Pick 4a The Zanzibar Government, 20 Rupees 1.8.1916. Chief Secretary and Treasurer. Signatures: John Sinclair und Jasper Corbett Davis. Red serial number 155915. III / VF, äußerst selten / extremely rare Ausruf: 20.000 EUR Los 4100 Banknoten, Altdeutschland, Württemberg, Königreich: Grabowski/Kranz 688, Pick S841 Kassenschein, 2 Gulden 1.8.1849. Königliche Staats-Haupt-Kasse 1849 - 1871. Serie J. III Ausruf: 1.000 EUR Los 4120 Banknoten, Die deutschen Banknoten ab 1871 nach Rosenberg, Deutsches Reich, 1871-1945, Länderbanknoten, 1874-1925: Rosenberg 737, Grabowski BAY-24 100 Reichsmark der Bayerischen Notenbank 11.10.1924. Serie A. Vs. u. Rs. mit rotem Überdruck „Muster“. KN.000000, mit Lochentwertungen. I- / II+, selten Ausruf: 1.000 EUR Los 4142 Banknoten, Die deutschen Banknoten ab 1871 nach Rosenberg, Westliche Besatzungszonen und BRD, ab 1948: Rosenberg 242, Grabowski WBZ-7 50 Deutsche Mark, Serie 1948. Serie K/F. I, selten in dieser Erhaltung Ausruf: 1.200 EUR Los 4166 Banknoten, Die deutschen Banknoten ab 1871 nach Rosenberg, Westliche Besatzungszonen und BRD, ab 1948: Rosenberg 285a, Grabowski BRD-29 1000x 5 Deutsche Mark 2.1.1980. Fortlaufende KN. Serie B/V 7398002 - 7399000. Insgesamt 10 Bündel mit je 100 Scheinen, alle im original Gebinde der BBk/LZB. Darunter 1x Austauschnote Serie Y/A. I, in der Form äußerst selten Ausruf: 5.000 EUR Los 4191 Banknoten, Deutsches Notgeld und KGL, Bielefeld (Westfalen), Notgeld besonderer Art: Grabowski P63 Variante Druckprobe (einseitig) zu 1000 Mark Seide, weiß 15.2.1923. Druck: rot/schwarz, Motiv wie spätere Ausgabe zu 5000 Mark, mit Trauer-Spitze und Hand-Unterschr. des ehemaligen Direktors „Hanke“ der Stadtsparkasse Bielefeld. Im Grabowski nicht gelistet. II, äußerst selten Ausruf: 1.000 EUR Los 4242 Banknoten, Lots, Deutschland: Notgeldscheine, Ausnahmenachlass eines Sammlers mit ca. 18.000 Scheinen. Sortiert von A-Z in ca. 195 Alben. Dabei viele gesuchte Ausgaben in besseren Erhaltungen, 1914er Scheine, Kleingeld- u. Serienscheine, Inflationsscheine darunter etliche Billionen-Scheine, Großnotgeld, Wertbeständiges Notgeld, etwas besetztes Deutschland, Notgeld besonderer Art etc. Eine sehr interessante und umfangreiche Spitzensammlung, die zeitaufwendig besichtigt werden sollte. Fundgrube !! unterschiedlich erhalten Ausruf: 15.000 EUR Los 4243 Banknoten, Lots, Deutschland: Zahlungsmittel von Schulstaaten und Kinderspielstädten. Vermutlich die größte existierende Sammlung. Mehrere tausend verschiedene Scheine und etliche Dubletten, Druckbögen etc., alphabetisch sortiert in 24 Sortierkästen. Dabei viele bunte und einfallsreiche Gestaltungen. Laut Einlieferer ein Katalogwert von über 15000,- Euro. Sicherlich in dieser Form nicht wieder zusammenzutragen. augenscheinlich alle I Ausruf: 3.500 EUR Los 4244 Banknoten, Lots, Deutschland: Notgeldscheine, sehr umfangreiche, ungezählte Sammlung von vermutlich überwiegend Serienscheinen und Kleingeldscheinen. Alle in blickdichte Umschläge gepackt und beschriftet (ca. 2500 Stück) und teils nach Orten sortiert. Unbedingt besichtigen, Fundgrube ! unterschiedlich erhalten Ausruf: 3.000 EUR Los 4245 Banknoten, Lots, Deutschland: Notgeldscheine, schöne Sammlung von ca. 3650 Scheinen in 20 Alben, sortiert von A-Z. Dabei 1914er Scheine, Serien- u. Kleingeldscheine, Inflation bis zur Billion, Länderbanknoten und ein wenig Reichsbanknoten. Besichtigen, möglicherweise Fundgrube. unterschiedlich erhalten Ausruf: 2.500 EUR Los 4246 Banknoten, Lots, Deutschland: BRD, Posten mit insgesamt 114 Scheinen, davon 63x 5, 14x 10, 32x 20, 2x 50 u. 3x 100 Deutsche Mark aus 1960 - 1993. Darunter viele Austauschnoten. Im Anhang noch etwas Euro und DDR. Besichtigen. I-III Ausruf: 1.100 EUR Los 4247 Banknoten, Lots, Deutschland: Reichsbanknoten, enormer Posten mit bestimmt tausenden Scheinen. Dabei viel Massenware und Doubletten, gesammelt in 2 Schuhkartons und 2 Alben, teils auch schon bestimmt. Darunter auch Notgeldscheine, Besatzungsausgaben und DDR gesichtet. Ein Posten für den Kenner, der unbedingt besichtigt werden sollte. Bestimmt Fundgrube ! unterschiedlich erhalten Ausruf: 1.000 EUR Los 4307 Banknoten, Lots, Allgemein: Alle Welt, eine sehr interessante Sammlung von insgesamt ca. 3000 Banknoten, überwiegend modernere Scheine (aber auch einige ältere). Unterteilt in Afrika, Amerika, Asien, Europa etc. Dabei umtauschbare Scheine u.a. aus Belgien, Niederlande, Schweiz, USA und einige Euros. Unbedingt besichtigen. meist überdurchschnittlich erhalten, augenscheinlich I bis II Ausruf: 10.000 EUR Hier geht es direkt zum Banknotenteil der Auktion: https://www.teutoburger-muenzauktion.de/de/suche/11945/seite/1/?lot_range=4001-4318 Teutoburger Münzauktion GmbH Brinkstraße 9 33829 Borgholzhausen Webseite: https://www.teutoburger-muenzauktion.de/de/ E-Mail: info@teutoburger-muenzauktion.de Telefon: 05425/930050
- Lexikon: Leprageld
Unter den zahlreichen während des Zweiten Weltkriegs unter japanischer Besatzung ausgegebenen Notgeldscheinen der Philippinen befindet sich eine Ausgabe der Lepra-Kolonie auf der Insel Culion , einem Teil der Provinz Palawan. Leprageld, Notgeldschein über 1 Peso der philippinischen Lepra-Kolonie Culion von 1942, Format 127 x 63 mm. Die Kolonie für Leprakranke wurde 1906 errichtet. Bereits 1913 hatte man eigenes Münzgeld ausgegeben, das bis 1930 zirkulierte. Als die Kolonie 1942 von jedem Nachschub abgeschnitten war und es an Zahlungsmitteln fehlte, gab das Bureau of Health, Culion Leper Colony (Gesaundheitsbüro, Culion Lepra-Kolonie) unter Kontrolle eines Komitees primitiv hergestellte Notgeldscheine aus. Die 1-, 5-, 20, und 50-Centavos- sowie 1-, 5- und 20-Pesos-Scheine wurden nachträglich am 9. Februar 1942 von Präsident Manuel Quezon genehmigt. Sie zirkulierten bis zum 28. Juli 1942, als die Japaner die Insel besetzten und ihr eigenes Besatzungsgeld ausgaben. Albert Pick / Hans-Ludwig Grabowski (Überarbeitung und Bebilderung)
- Kennen Sie den Grächendollar?
Wegen des starken Schweizer Frankens war und ist ein Urlaub in der Schweiz schon immer ein wenig teurer, als anderswo. Der Schweizer Franken bremste in den neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts die Lust ausländischer Gäste auf Sommerferien im teuren Alpenland. Dafür zog es die Schweizerinnen und Schweizer ins Ausland. Als Folge gingen im schweizerischen Fremdenverkehr die Umsätze zurück, die Erträge schmolzen. Aufgrund dessen beschloss im Jahre 1996 der Tourismusverein Grächen (Kanton Wallis) eine eigene "Währung" herauszugeben, um so der touristischen Misere zu begegnen. Die regionale Währung hatte in der Gemeinde Grächen [1][2] sowie in der Nachbargemeinde St. Niklaus [3] , Gültigkeit. Das Ziel bestand darin, den Tourismus in der Sommersession 1996 anzukurbeln. Die Gemeinde liegt landschaftlich sehr schön auf über 1619 m über NN im schweizerischen Kanton Wallis und bietet dem Besucher im Sommer und Winter vielfältige Möglichkeiten für Aktivitäten. Nähere Informationen können der entsprechenden Webseite [4] entnommen werden. Bild 1: Ansichtskarte aus Grächen um ca. 1980. Für die Umsetzung einer eigenen Regionalwährung wurde in der Gemeinde Grächen ein sogenannter Bankrat gegründet. Die Aktion wurde von Hotels, Gastronomen, Bergbahnen und vielen Gewerbetreibenden getragen. Der „Grächendollar“ war geboren. Der Wechselkurs zum Schweizer Franken wurde stets der saisonalen Nachfrage angepasst. In den Wechselinstituten bezahlte man pro 100 Grächendollar zwischen 88 bis 92 Schweizer Franken. Daraus ergab sich eine effektive Ersparnis von 8 bis 12 Prozent. Die Ausgabe des Grächendollars war auch mit dem Notenmonopol der Schweizer Nationalbank vereinbar. Eine Bewilligung für eine weitere Ausgabe des Grächendollars zu einem späteren Zeitraum wurde seitens der Nationalbank aber nicht erteilt. Entworfen wurden die Scheine von Peter Hauser und Rolf Lenz vom Werbebüro X-ept in Zürich. Gedruckt wurde der Grächendollar von der Druckerei Trüb in Aargau auf Hadernpapier im Offset- und Tiefdruckverfahren. Die Scheine verfügen über hohe Sicherheitsmerkmale, wie eine Sicherheitsfolie am oberen Rand der rechten Aussparung der Vorderseite; das Wort „GRÄCHEN“ in Ultraviolett-Druck von der Rückseite lesbar, sowie über ein Wasserzeichen das ein Edelweiß zeigt. Allen Scheinen ist gemeinsam, dass auf Vorder- und Rückseite die gleichen Motive abgebildet sind. Bild 2: 10 Grächendollar, Vorderseite. Die Vorderseite zeigt ein Edelweiß mit einem Schweizerkreuz über einem Bergbach und den Schriftzug „Good day sunshine“. Links befindet sich die Wertangabe und oben rechts ein rechteckiges Medaillon des Walliser Humanisten Thomas Platter [5] mit einer Inschrift. Bild 3: Medaillon mit Porträt des Humanisten Thomas Platter (1499-1582). Die Rückseite zeigt ebenfalls ein Edelweiß mit einem Schweizerkreuz, eine strahlende Sonne und den Schriftzug „Good day sunshine“. Rechts befindet sich die Wertangabe. Links unten das Verfallsdatum und die Unterschriften des Präsidenten des Bankrates und des Direktors des Tourismusbüros. Am linken Rand ist die Kennnummer gedruckt. Die Scheine sind alle im Format von 140 mm x 70 mm gedruckt und waren nur vom 8. Juni 1996 bis 30. Oktober 1996 gültig. Nach dem 30.10.1996 erfolgte kein Umtausch in Schweizer Franken mehr. Abb 4: 10 Grächendollar, Rückseite. Ausgegeben wurden: Auflage Nicht eingelöst Bewertung in Euro ca. 1 Grächendollar 24.000 12.600 15 5 Grächendollar 16.000 6.100 20 10 Grächendollar 8.000 2.900 30 20 Grächendollar 8.000 2102 50 50 Grächendollar 2.000 650 380 100 Grächendollar 8.000 1501 150 Alle eingelösten Scheine sind vernichtet worden. Bei Erwerb der Grächendollars wurde dem Kunden auch ein Übersichtsplan der Leistungsträgergemeinschaft ausgehändigt. Aus ihm konnten alle Annahmestellen entnommen werden. Der Plan war ca. im DIN A4-Format und beidseitig bedruckt. Gedruckt wurde der Übersichtsplan von der Firma Mengis Druck und Verlag in Visp (Kanton Wallis). Dieser Übersichtsplan ist heute so gut wie nicht mehr erhältlich. Abb 5/6: Übersichtsplan der Leistungsträgergemeinschaft Grächendollar, Vorder- und Rückseite. Einige wenige Grächendollar, meistens Scheine zu 1 oder 5 Dollar, können heute noch über diverse Online- und Händlerportale im Internet erworben werden. Die o.a. Bewertungen orientieren sich daran. Im Katalog „Die Banknoten der Schweiz“ von Jürg Richter und Ruedi Kunzmann ist u.a. der Grächendollar katalogisiert (Seite 515 – 519). Der Katalog ist im Jahre 2003 im Gietl Verlag erschienen und heute leider ausverkauft. Anmerkung zum Schein über 50 Grächendollar Diese Note ist verspätet geliefert worden sein. Im offiziellen Umlauf soll sie sich zu keinem Zeitpunkt befunden haben. Sie wurde eher als Reservebestand gehalten. Einige Scheine wurden aber an Journalisten, ein Werbebüro und an einige wenige Personen abgegeben. Daher rührt auch die Seltenheit dieser Ausgabe. Banknotenbriefe Es existieren auch einige wenige Banknotenbriefe. Die Umschläge sind mit alpinen Motiven gestaltet und mit Schweizer Briefmarken versehen. Alle Umschläge sind am Tag der Erstausgabe des Grächendollars am 8. Juni 1996 gestempelt. Abb. 7: Banknotenbrief mit 5 Grächendollar, Briefmarke und Stempel vom Erstausgabetag. Bekannt sind bislang Banknotenbriefe mit 5 Grächendollar (angeboten für rund 25 Euro) und 50 Grächendollar (verkauft vor einigen Jahren im Onlinehandel für rund 450 Euro). Vermutlich wurden diese Banknotenbriefe von privater bzw. gewerblicher Seite initiiert und es existieren wahrscheinlich auch Banknotenbriefe mit weiteren Wertstufen. Die jeweilige Auflagenhöhe dürfte eher gering sein. Der Grächendollar ist eine interessante Ergänzung einer internationalen Banknotensammlung und speziell einer Schweiz-Sammlung. Auch Sammler von modernen Regionalwährungen, die es bekanntlich weltweit gibt, finden hier eine ansprechende Ergänzung. Grächen ist eine findige Gemeinde und geht ihren eigenen Weg. Seit ungefähr 2012 gibt es die Indikative „Grächen Euro 1.35“ und „Grächen Euro 1.30“. Abb. 8: Grächen-Euro, entnommen der Webseite 20min.ch . Besucher in der Wintersession konnten statt mit Schweizer Franken in Euro bezahlen und erhielten im Gegensatz zum offiziellen Wechselkurs einen deutlich besseren Kurs. Grächen lautete das Motto: „Bei uns am Berg steht der Wechselkurs nicht bei ungefähr 1 zu 1, sondern bei 1 Euro zu 1 Franken 35 oder 1 Franken 30 Rappen“. Dieser Wechselkurs galt allerdings nur bei Barzahlungen u.a. in Gaststätten, Hotels, Ferienwohnungen, Seilbahnen und vielen anderen Betrieben. Die eingenommenen Euros wurden u.a. für den Erwerb von Investitionsgütern im Euro-Raum verwendet. An dieser Stelle sei u.a. auf den lesenswerten Artikel „Im Wallis-Dorf Grächen zählt der Euro“, erschienen am 12.04.2015 innerhalb der Webseite des Deutschlandfunks, verwiesen. [6] Vielleicht mache ich einmal Urlaub dort, wer weiß. Thomas van Eck Anmerkungen https://graechen.ch/de https://de.wikipedia.org/wiki/Grächen https://de.wikipedia.org/wiki/St._Niklaus_VS https://graechen.ch/de https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Platter_der_Ältere https://www.deutschlandfunk.de/schweizer-franken-im-wallis-dorf-graechen-zaehlt-der-euro-100.html
- Falsche Reichskreditkassenscheine
Im Zuge der deutschen Kriegsvorbereitungen war auch die Ausstattung deutscher Truppen und Militärdienststellen mit Zahlungsmitteln zur Verwendung in besetzten Gebieten Gegenstand von Planungen [1] . In den von der Wehrmacht besetzten Gebieten kam es zur Gründung von Reichskreditkassen, die Reichskreditkassenscheine [2] in den Wertstufen zu 50 Reichspfennig und zu 1, 2, 5 und 20 Reichsmark sowie – ab 1940 – auch zu 50 Reichsmark [3] ausgaben. Diese Scheine wurden in den einzelnen Ländern zu einem festgelegten Kurs von Reichsmark gegen Landeswährung in Umlauf gesetzt [4] . Ihre Umlaufzeit in den einzelnen Ländern war höchst unterschiedlich und hing davon ab, wie schnell sich Truppen und Militärverwaltung mit lokalen Zahlungsmitteln versorgen konnten. In Polen etwa wurden die Scheine 1939 nach wenigen Wochen wieder zurückgezogen, dasselbe galt 1940 in Dänemark und Norwegen. In Belgien blieben die Scheine bis August 1942 im Umlauf, in Frankreich offiziell bis Ende 1943. Auf den Kanalinseln liefen sie bis Kriegsende um und waren noch bis zum 23. Mai 1945 durch die Bevölkerung in Pfund Sterling umtauschbar. Zugleich fungierten Reichskreditkassenscheine als Reisezahlungsmittel für Angehörige der Wehrmacht und der deutschen Behörden. Wer in ein besetztes Land reiste oder aus diesem zurückkehrte, musste mitgeführte Bargeldbestände in Reichs- und Rentenmark bzw. in Landeswährung in Reichskreditkassenscheine umtauschen [5] , die dann im Land verwendet (oder in Landeswährung umgetauscht) bzw. bei Banken in Deutschland in umlaufende Reichsmark-Noten gewechselt wurden. Daher waren auch bei Banken in Deutschland Bestände dieser Noten verfügbar, wie zeitgenössische Banderolen zeigen. Die Aufgabe als Reisezahlungsmittel erfüllten die Reichskreditkassenscheine bis Ende Dezember 1944 [6] , als sie von den Verrechnungsscheinen für die deutsche Wehrmacht abgelöst und zum 1. Januar 1945 offiziell für ungültig erklärt wurden. Einer kurze Nachverwendung als Notausgaben unterlagen die Reichskreditkassenscheine 1945-1946 mit Abstempelungen in Schleswig-Holstein, sowie im April 1945 in Kärnten und Tirol [7] . Es verwundert nicht, dass mit der Ausgab der Scheine in einzelnen Ländern auch Fälschungen auftauchten. Interpol Wien berichtete darüber in den regelmäßig erschienenen Rundschreiben der I. Abteilung „Fälschungen von Papier- und Metallgeld“. Die Deutsche Reichsbank (Reichsbankhauptkasse) klassifizierte die auftretenden Fälschungen, und verfasste interne Mitteilungen mit genauen Beschreibungen für deutsche Banken und Dienststellen. Interpol-Merkblatt über Fälschungen von Reichskreditkassenscheinen zu 5 Reichsmark der Klasse A1 und A1a. Quelle: Archiv Michael H. Schöne. Interpol-Merkblatt - Rückseite. Die deutsche Militärverwaltung beschäftigte sich in den besetzten Ländern intensiv mit auftretenden Fälschungen der Reichskreditkassenscheine und fahndete, teilweise mit Unterstützung der lokalen Polizeikräfte, jedoch in eigener Zuständigkeit nach den Tätern. Teilbestände der Akten der Hauptverwaltung der Reichskreditkassen sind erhalten geblieben [8] , die einen Einblick in das Aufkommen von Fälschungen und die Verfolgung der Täter durch deutsche Sicherheitspolizei und Feldgerichte geben. Neben wenigen Einzelfällen [9] kam es bis Ende 1943 zu einem verstärkten Auftreten von Fälschungen in vier Ländern: In Belgien und Frankreich zwischen 1940 und 1943, sowie 1941 in Serbien und Griechenland. Einzelne Fälschungen tauchten auch bei Banken in anderen Ländern auf, wohl weil die Scheine als Reisezahlungsmittel durch Wehrmachtsangehörige verwendet und dort umgetauscht wurden [10] . Die Anzahl der von der Hauptverwaltung der Reichskreditkassen registrierten, sowie von der Reichsbank klassifizierten Fälschungen blieb im Verhältnis zu den Umlaufmengen der Scheine insgesamt gering. Durch die Reichskreditkassen wurden von Mai 1940 bis September 1941 vor Ort insgesamt 915 Blüten sowie 1972 Fälschungen angehalten. Von den Fälschungen entfielen 648 Stück auf Scheine zu 50 Reichspfennig, 91 auf Scheine zu 2 Reichsmark und der Rest (1233 Stück) auf Scheine zu 5 Reichsmark. Hinzu kamen sechs Handzeichnungen von Scheinen zu 5 Reichsmark. Bis Dezember 1943 waren durch die Reichsbank für den Schein zu 5 Reichsmark insgesamt acht verschiedene Fälschungsklassen erstellt worden, zwei davon mit Unterklassen a) und b), d.h. dass Abweichungen im Druck festgestellt wurden, die auf eine Verwendung derselben Platten auf unterschiedlichen Druckmaschinen hindeuteten. Von den Scheinen zu 2 Reichsmark waren bis Ende 1943 drei Fälschungsklassen erfasst, für den Schein zu 50 Reichsmark nur eine (A1 – „auffallend mangelhafte Ausführung, Wasserzeichen durch schwachen Aufdruck angedeutet, mangelhafter Buchdruck“), die erstmals im Februar 1942 in Lille in Frankreich aufgetaucht war. Am 14. Juni 1940 besetzten deutsche Truppen Paris, am 22. Juni wurde ein Waffenstillstand mit Frankreich vereinbart. In Frankreich einmarschierende deutsche Truppen führten Reichskreditkassenscheine mit sich, für die ein Wechselkurs von 20 Französischen Francs je Reichsmark festgelegt wurde. Mehrere Reichskreditkassen wurden gegründet, zunächst mit Sitz in Paris, Nantes und Troyes bei Paris. Um die Bevölkerung auf die neuen deutschen Scheine aufmerksam zu machen, druckten mehrere französische Druckereien, u.a. die Firma R. Girard & Cie in Paris, Plakate mit Abbildungen dieser Scheine in Originalgröße, teilweise in Farbe und ohne Aufdruck „Specimen“. Findige Blütenmacher erwarben solche Plakate, schnitten die Scheine aus, klebten Vorder- und Rückseite zusammen und gaben sie in Verkehr. Nach Auftauchen der ersten Blüten beschlagnahmte die deutsche Militärverwaltung noch nicht abverkaufte Bestände dieser Plakate in den Druckereien. Zusammen mit der französischen Polizei konnte sie mehrere Hersteller dieser Blüten fassen, u.a. drei vorbestrafte griechische Brüder mit Namen Mexis, deren Berufsbezeichnung Ringkämpfer war und die im September 1940 durch deutsche Militärgerichte nach deutschem Strafrecht zu mehrjährigen Zuchthausstrafen verurteilt wurden. Zugleich machten sich Fälscher daran, die Reichskreditkassenscheine nachzuahmen. Im August 1940 fanden sich in Brüssel erstmals falsche Reichskreditkassenscheine zu 5 Reichsmark [11] von guter drucktechnischer Qualität, die die Aufmerksamkeit der deutschen Militärbehörden erregten. Die Stücke waren im Buchdruck auf Papier ohne Wasserzeichen hergestellt und trugen wechselnde Kontrollnummern. Die Reichsbank klassifizierte sie als Klasse A1 („weißes weiches Papier, etwas leerer Gesamteindruck, Buchdruck“). Nach wenigen Tagen konnte in Brüssel die Fälscherwerkstatt ausgehoben werden, die aus drei gelernten Druckern mit Namen Schmickrath, Pastur und Perrey und einem Fotograveur namens Van Nedervelde bestand. Das Fälscherquartett hatte bis zur Festnahme rund 15.000 falsche Scheine hergestellt und nummeriert, von denen ein Großteil beschlagnahmt wurde. Unklar blieb zunächst, wie viele Stücke die Täter schon abgesetzt hatten, ferner ob Van Nedervelde noch weitere Klischees hergestellt hatte. Bis August 1941 tauchten bei den Reichskreditkassen insgesamt 1052 Falschstücke zu 5 Reichsmark der Klassen A1 sowie einer Druckvariante A1a („auf stärkerem Papier gedruckte Abart, auf der der gesamte Druck kräftiger ausgeführt ist“) auf. Der größte Teil der bis September 1941 durch die Hauptverwaltung der Reichskreditkassen erfassten Fälschungen der Scheine zu 5 Reichsmark geht auf diese beiden Fälschungsklassen aus der Werkstatt von Schmickrath, Pastur und Perrey und auf die von Van Nedervelde hergestellten Klischees zurück. Schmickrath, Pastur und Perrey wurden durch ein deutsches Feldgericht in Brüssel am 12. September 1940 zu Zuchthausstrafen von 15, 12 und 10 Jahren verurteilt, während Van Nedervelde zunächst aus Mangel an Beweisen freigesprochen wurde. Falscher Reichskreditkassenschein zu 5 Reichsmark Klasse A1 aus der Werkstatt von Schmickrath, Pastur, Perrey und Van Nedervelde in Brüssel, August 1940. Fälschung 5 Reichsmark Klasse A1 - Rückseite. Die auf besserem Papier hergestellte Klasse A1a ließ den Verdacht aufkommen, dass Van Nedervelde weitere Klischees hergestellt hatte. Im September 1941 bestätigte sich das, als sich ein belgischer Drucker bei der deutschen Sicherheitspolizei in Brüssel meldete, der von einem ihm unbekannten Mann beauftragt worden war, unter Verwendung übergebener Klischees 10.000 falsche Reichskreditkassenscheine zu 5 Reichsmark zu drucken. Dieser Unbekannte entpuppte sich als Van Nedervelde, der daraufhin im September 1941 erneut verhaftet und später verurteilt wurde. Merkblatt der Deutschen Reichsbank für den internen Gebrauch über falsche Reichskreditkassenscheine zu 5 Reichsmark der Klasse A3, erstmals aufgetaucht in Paris Anfang Januar 1941. Zu Beginn des des Jahres 1941 tauchen in Frankreich und Belgien neue Fälschungen von Reichskreditkassenscheinen zunächst zu 5 Reichsmark (Klasse A3 und A3a), sodann auch zu 50 Reichspfennig (Klasse A3 – „weißes Schreibpapier beschmutzt, grober Druck mit z.T. verkrüppelter Schrift, Buchdruck“) und 2 Reichsmark (Klasse A3 – „gröbere, verschmutzt gehaltene Nachbildung, Buchdruck“) [12] auf. Sie führten zu intensiven Ermittlungen und Razzien der deutschen Behörden. Insgesamt wurden bis Herbst 1941 durch die deutsche Feldpolizei über 150 Personen festgenommen, von denen einige wegen Geldfälschung zu Zuchthaus- und Gefängnisstrafen verurteilt, andere ohne Verurteilung in Konzentrationslager eingewiesen wurden mit der Begründung, dadurch die Öffentlichkeit vor weiteren Betrügereien zu schützen. Etliche der Festgenommenen waren bereits durch kriminelle Aktivitäten auffällig gewesen. Falscher Reichskreditkassenschein zu 5 Reichsmark Klasse A3, Vorderseite, angehalten in Paris Anfang Januar 1941. Falscher Reichskreditkassenschein zu 5 Reichsmark Klasse A3 - Rückseite. In Belgrad wurden Ende Juli 1941 zwei falsche Scheine zu 50 Reichspfennig angehalten, deren Hersteller Jovovic und Rabrenovic bereits am 6. August 1941 durch die deutsche Sicherheitspolizei festgenommen werden konnten. Sie hatten – nachdem sie zuvor erfolglos die Fälschung von Reichskreditkassenscheinen zu 2 Reichsmark versucht hatten – rund 1500 schlecht gemachte, im Steindruck hergestellte Falschstücke zu 50 Reichspfennig produziert und davon etwa 150 Stück in den Verkehr gegeben, die die Reichsbank als Klasse A5 einstufte („auffallend dünn und lappig, Druck verschwommen, in der Höhe 2, in der Breite 5 mm kleiner als das Original“) Weniger später tauchen in Belgrad zudem einige Fälschungen von Scheinen zu 5 Reichsmark (Klasse A6 – „weiches Druckpapier, stark verknittert, dick verschmutzter Gesamteindruck“) auf, die aus einer anderen Quelle stammten. Fälschungen deutscher Reichskreditkassenscheine zu 5 Reichsmark wurden zudem im September 1941 in Athen festgestellt. Hier konnte die griechische Polizei im Oktober 1941 den Steindrucker Kosmadopulos sowie den Graveur Karidis als Täter ermitteln und festnehmen, die etwa 120 Scheine der von der Reichsbank als A8 klassifizierten Fälschung in Umlauf gebracht hatten. Kosmadopulos und Karidis wurden im Januar 1942 durch ein deutsches Feldgericht in Athen wegen Sabotage zunächst zum Tode verurteilt, ihre Strafen aber im März in langjährige Zuchthausstrafen umgewandelt. In Frankreich und Belgien kam es im Herbst 1943 erneut zum Auftreten mehrerer Hundert falscher Reichskreditkassenscheine insbesondere zu 5 Reichsmark. Sie stammten aus Beständen vornehmlich der Banque de France, die im Zuge der Abrechnung aufgrund des Rückzugs der Reichskreditkassenscheine aus dem Umlauf bei der Reichskreditkasse eingezahlt, und in diesem Zusammenhang als Fälschungen erkannt worden waren. Die Klasse dieser Fälschungen ist in den vorhandenen Akten nicht feststellbar, doch dürfte es sich um Fälschungen der Klassen A1 und A1a sowie A3 aus dem Jahr 1941 gehandelt haben, die unentdeckt in den Kassenbeständen der Banque de France gelegen hatten. Die noch vorhandenen Akten der Hauptverwaltung der Reichskreditkassen zu Fälschungen von Reichskreditkassenscheinen enden Anfang Dezember 1943. Es ist zu vermuten, dass auch 1944 noch Fälschungen von Reichskreditkassenscheinen festgestellt wurden. Wegen der insgesamt nur geringen Stückzahlen dürften Fälschungen von Reichskreditkassenscheinen in Sammlerhänden heute nur Einzelfälle sein. Dr. Sven Gerhard Anmerkungen Zum nachfolgenden ausführlich Rittmann, Deutsche Geldgeschichte seit 1914, München 1986, S. 255 ff. Es hat in geringem Umfang auch Münzen zu 5 und 10 Reichspfennig, die 1940/41 in Nordfrankreich und Belgien in Umlauf gegeben und später als Kantinenmarken in Bulgarien verwendet wurden. Der Schein zu 50 Reichsmark wurde im Generalgouvernement nicht verwendet. Verordnung über Reichskreditkassen vom 3. Mai 1940, Reichsgesetzblatt 1940 I Nr. 83, S. 743 Die Hauptverwaltung Reichskreditkassen errichtete dazu ein Netz von Militärwechselstuben. Die Scheine wurden zum 1. Januar 1945 außer Kurs gesetzt, liefen aber danach noch auf den Kanalinseln um. Dazu Bronnert, Reichskreditkassenscheine als Ersatz für fehlende Reichsbanknoten in Kärnten und Tirol im April 1945, https://www.geldscheine-online.com/post/reichskreditkassenscheine-als-ersatz-f%C3%BCr-fehlende-reichsbanknoten-in-k%C3%A4rnten-und-tirol-im-april-1945 Bundesarchiv Bestände R29/200 und 29/221. In Litzmannstadt (Lodz) wurden 1939 erstmals falsche Reichskreditkassenscheine zu 50 Reichspfennig festgestellt, von denen 374 Stück angehalten wurden, ohne dass der Fälscher ermittelt werden konnte. Die Reichsbank klassifizierte diese im Buchdruck hergestellte Fälschungen als Klasse A1. Fälschungen traten im Laufe des Krieges vereinzelt nachweislich etwa auch in Litauen und in Kroatien auf. S. etwa einen Bericht der Reichskreditkasse Agram (Zagreb), Kroatien, vom 18. August 1942 an die Hauptverwaltung der Reichskreditkassen in Berlin. Der Umrechnungskurs betrug zunächst 0,10 Reichsmark je Belgischem Franc, ab 22. Juli 1941 0,08 Reichsmark. Der Schein zu 5 Reichsmark entsprach damit 50 Belgischen Francs. Bis Ende August 1941 waren 269 falsche Scheine zu 50 Reichspfennig und 91 falsche Scheine zu 2 Reichsmark angehalten worden.
- 3. Banknotensammlertreffen in Rabenau/Sachsen am Samstag, den 24. Januar 2026
Auch 2026 findet wieder das mitteldeutsche Banknotensammlertreffen in Rabenau bei Dresden statt, dieses Mal am Samstag, den 24. Januar. Beginn ist ab 10:00 Uhr mit Tausch, Handel und Fachsimpelei. Um 16:00 Uhr steht ein Vortrag von Jan Krutak über die Banknoten der Sächsischen Bank zu Dresden auf dem Programm. Jan Krutak beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit den Banknotenausgaben der Sächsischen Bank, so dass man auf die Ergebnisse seiner Forschungen gespannt sein kann. Danach soll es um echte und falsche Trauer- und Eierscheine gehen, bevor das Treffen ab 18:00 Uhr mit einem geselligen Abendessen ausklingt. Sammler und Händler sind wie immer willkommen. Händlertische kosten EUR 10, der Eintritt für Sammler ist frei. Teilnehmer melden sich bitte an bei Marcel Fränzel: Banknoten-fan@gmx.de Veranstaltungsort: Hotel Rabennest, Nordstraße 8, 01734 Rabenau/Sachsen. Parkplätze vor dem Hotel. ÖPNV: S-Bahn / Zug von Dresden Hauptbahnhof bis Freital-Hainsberg, dann Bus oder Taxi. Rabenau liegt ca. 15 km südwestlich von Dresden Dr. Sven Gerhard












