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  • „Schämen Sie sich nicht?“

    Die Commercial Bank of Ethiopia (CBE), Äthiopiens größte Geschäftsbank, hat Plakate aufgehängt, auf denen Kunden beschämt werden, die angeblich Geld, das sie während einer technischen Störung erhalten haben, nicht zurückgegeben haben. Im März 2024 konnten Kunden der CBE während einer stundenlangen Störung mehr Geld abheben oder überweisen, als sie auf ihren Konten hatten. Plakate wurden in den CBE-Filialen aufgehängt, wie hier in der Hauptstadt Addis Abeba. Das meiste Geld wurde Berichten zufolge von Universitätsstudenten abgehoben, und es wurden 490.000 Transaktionen durchgeführt, bevor die CBE das Problem bemerkte. Ein Student der Universität Jimma im Westen Äthiopiens erzählte dem amharischen Dienst der BBC: „Ich kenne jemanden, der ein Smartphone und einen Laptop gekauft hat und kein Geld zur Hand hat, um sie zurückzugeben. Einige haben Internetpakete für ein Jahr gekauft, andere haben ihre Schulden abbezahlt“. Seitdem die CBE die Rückgabe des Geldes gefordert und denjenigen, die dies nicht tun, mit Verhaftung gedroht hat, haben nach Angaben der Bank Tausende die überschüssigen Gelder freiwillig zurückgegeben. Vor einer CBE-Filiale in der Hauptstadt Addis Abeba ist ein Plakat mit den Bildern von 28 Personen zu sehen: „Diejenigen, die das Geld nicht zurückgegeben haben, das sie unrechtmäßig von der Commercial Bank of Ethiopia genommen haben“. Auch vor anderen Filialen der CBE waren Plakate mit ihren Namen und Fotos zu sehen. Die Identitäten derjenigen, die das Geld angeblich behalten haben, werden auch auf der Website der Bank zusammen mit ihren Kontonummern angezeigt. Die Bank hat davor gewarnt, dass diejenigen, die Geld aufbewahren, das ihnen nicht gehört, strafrechtlich verfolgt werden. Die Bank hat mitgeteilt, dass sie bis Ende März fast drei Viertel der verlorenen 14 Millionen Dollars wiedererlangt hat. Die Bank erklärte, sie sei „gezwungen“ gewesen, die Identität der Personen preiszugeben, nachdem sie mehrere Warnungen ausgesprochen und Fristen für die Rückgabe des Geldes verlängert hatte. Digitale Transaktionen lassen sich zurückverfolgen, und die Kunden sind rechtlich für ihre Handlungen verantwortlich. Es ist jedoch schwieriger, Gelder zu finden, die an andere Banken überwiesen wurden, als Beträge, die auf ein anderes CBE-Konto überwiesen wurden. Die Bank hat nie genau erklärt, was die Störung im letzten Monat verursacht hat, sagte aber, dass es sich nicht um das Ergebnis eines Cyberangriffs handelte und dass die Kunden nicht beunruhigt sein sollten, da ihre persönlichen Konten unversehrt seien. [ursprünglich von der BBC berichtet, Foto von Amensisa Ifa/BBC] Donald Ludwig

  • „IBNS Banknote of the Year Award 2023“... und der Gewinner ist:

    Die East Caribbean Central Bank (ECCB) wurde von der International Bank Note Society mit dem renommierten „Banknote of the Year Award 2023“ ausgezeichnet. Für diese Auszeichnung waren 15 Banknoten nominiert. Der Gewinner und überwältigende Favorit war die 2-Dollars-Banknote, die am 6. Dezember 2023 in den ostkaribischen Staaten ausgegeben wurde. Die Banknote wurde von De La Rue gedruckt (auf dem von De La Rue hergestellten Safeguard®-Substrat). Die Gedenkbanknote ehrt sowohl das 40-jährige Bestehen der ECCB, die am 1. Oktober 1983 gegründet wurde, als auch Sir I. V. A. Richards, einen antiguanischen Kricketspieler im Ruhestand, der zwischen 1974 und 1991 die Kricketmannschaft der Westindischen Inseln repräsentierte. Die Banknote ist vertikal ausgerichtet und etwas kleiner als die anderen Polymer-Banknoten, die in den ostkaribischen Staaten im Umlauf sind. Es ist die erste 2-Dollars-Banknote, die die ECCB jemals ausgegeben hat. Weitere Einzelheiten zu dieser Banknote finden Sie HIER . Die Banknote wurde auch in einem VIP-Folder ausgehändigt: Der zweite Platz ging an die 200-Soles-Papierbanknote aus Peru, die am 15. Dezember 2023 ausgegeben wurde. Lesen Sie HIER  über die Banknote. Der dritte Platz ging an die 1000-Dollars-Banknote aus Jamaika, die am 15. Juni 2023 ausgegeben wurde. Mehr über die Banknote erfahren Sie HIER  und HIER . Herzlichen Glückwunsch an alle! Sind Sie IBNS-Mitglied? Wenn nicht, treten Sie bei! https://www.theibns.org/joomla/index.php?option=com_content&view=article&id=102&Itemid=39 Donald Ludwig ( polymernotes.com )

  • Die Herbst-„Paper Money Fair“ in Maastricht, wieder ein voller Erfolg!

    Die MIF-Papiergeldmesse („Paper Money Fair“) am 24.-29. September 2024 bot sechs Tage lang Gelegenheit zum Kaufen, Verkaufen, Bewundern, Graden, Plaudern, Diskutieren, Feilschen, neue Freundschaften schließen, alte Freunde wiedersehen... bis bei vielen Besuchern das Geld irgendwann ausging! Insgesamt 215 Aussteller aus 65 verschiedenen Ländern reisten nach Maastricht in den Niederlanden. Das Mekka des Banknotensammelns war wie immer gut besucht, sowohl bei der dreitägigen Vormesse („Pre-Show“), dem Händlertag am Freitag in der Haupthalle, als auch am Wochenende, zu dem alle Sammler freien Eintritt hatten. Der Veranstalter Dimitri Waltmans überreicht ein Geschenk an den Hauptsponsor. Hauptsponsor der Show war wieder das Auktionshaus Stack's Bowers mit Hauptsitz in Costa Mesa, Kalifornien. Einige Lose aus seiner Maastricht-Auktion 2024 des Weltpapiergeldes, die im Anschluss an die Messe stattfand, konnten vor Ort besichtigt werden. Die anderen Sponsoren der MIF-Show waren Paper Money Guaranty (PMG), The Banknote Book, Banknote World und PCGS Europe. Das Showformat blieb unverändert, mit einem „MIF B2B EVENING“-Empfang nach Schluss am Freitag und einem „GOOD MORNING MAASTRICHT“-Frühstück, das am Samstag um 7:30 Uhr begann und allen Ausstellern/Händlern die Möglichkeit bot, den Tag mit kostenlosem Kaffee, Tee, Sandwiches, Rührei, Gebäck, Obst usw. zu beginnen. Dimitri Waltmans mit seinem Geschenk zum 50. Geburtstag. Dimitri Waltmans, der Veranstalter der MIF, der wenige Tage vor der Show 50 Jahre alt wurde, wurde mit einer großen Banknote überrascht, auf der sein Porträt abgebildet war. Dimitri, seine Familie und seine Mitarbeiter sorgten dafür, dass das gesamte Wochenende sicher und unterhaltsam für alle war. Auch die Sicherheitskräfte leisteten gute Arbeit, es gab nur wenige Diebstähle auf der Messe... alle müssen aber immer vorsichtig sein und mit ihren Banknoten, Münzen und Bargeld wachsam bleiben. Gelegenheit macht leider Diebe. PMG bot zum vierten Mal auf einer europäischen Messe ein Vor-Ort-Grading an. Die professionellen Mitarbeiter konnten mit der Nachfrage Schritt halten und boten wie immer einen erstklassigen Service. Der Autor mit Schülern des Gymnasiums Qrios Campus de helix. Zwei Lehrer des Gymnasiums Qrios Campus de helix in Maasmechelen, Belgien, begleiteten 25 Schüler im Alter von ca. 17 Jahren zu einer einstündigen Präsentation über Banknoten (gehalten vom Autor, Donald Ludwig). Ich erklärte ihnen, was es mit dem Sammeln von Banknoten auf sich hat, wir sprachen über viele Geldscheine, einschließlich der kostenlosen Banknoten, die sie erhalten hatten, und ich gab ihnen einen Vorgeschmack auf das, was sie beim Rundgang durch die Show sehen würden. Die Schüler erhielten kostenlose Banknotenspenden von PMG, Banknote World und Polymernotes.org. Die Interaktion mit den Schülern, sowohl als Gruppe als auch einzeln in der Show, hat Spaß gemacht und war sehr befriedigend. Dies war das zweite Mal, dass diese Schule eine Gruppe von Schülern zur MIF brachte. Und hoffentlich wird es unter den Schülern ein paar zukünftige Sammler geben! Der georgische Botschafter David Solomonia stellt die Sammelbanknote vor. Georgien brachte am Wochenende in Maastricht seine erste Euro-Sammelbanknote auf den Markt und feierte damit 8.000 Jahre georgischen Weinbau. Sie wurde am Freitagnachmittag auf der MIF-Messe unter anderem von Christian Petermann, dem georgischen Botschafter in den Niederlanden, vorgestellt. Diese auf 5000 Exemplare limitierte Ausgabe wurde mit Zustimmung der Europäischen Zentralbank hergestellt und von TRESURIUM entwickelt und finanziert. Die IBNS war stark vertreten auf der Veranstaltung. Weitere Impressionen aus der MIF. Und wieder einmal beende ich meinen Beitrag mit dem Wunsch, warum kann sich die Welt nicht eine Lektion von einer solchen Banknotenshow abschauen? Alle zusammen, alle vertragen sich, alle sind glücklich, alle sind freundlich, fürsorglich und respektvoll. Donald Ludwig ( polymernotes.com )

  • Georgien führt seine erste „Euro-Sammelnote“ in den Niederlanden ein

    In einem historischen Moment für Georgien wurde Ende September 2024 in Maastricht, dem Geburtsort des Euro, die erste „Euro-Sammelnote“ des Landes offiziell vorgestellt. Diese auf 5000 Stück limitierte Ausgabe wurde mit Zustimmung der Europäischen Zentralbank produziert und von TRESURIUM entwickelt und finanziert. Enthüllung auf der MIF, dabei auch: der georgische Botschafter in den Niederlanden David Solomonia (2. von links), der Entwerfer der Sammlernote Christian Petermann, Oxenaar Development (3. von links) und der Herausgeber Yashar Ajami, Treasurium (4. von links). Weltweit führende Banknotendesigner und eine Gruppe von Spezialisten arbeiteten sechs Monate lang mit der georgischen Künstlerin Gia Japaridze und dem georgischen Kalligrafiemeister Davit Maisuradze an der Gestaltung dieses Sammlerstücks. Die Sammelnote ist reich an symbolischen georgischen Elementen und verkörpert ein jahrhundertealtes, reiches kulturelles und historisches Erbe. Die Stückelung von 8000 wurde gewählt, um die 8000 Jahre alte Weinbau-Tradition in Georgien als „Mutterland des Weins“ zu ehren. Das Kloster Alaverdi (georgisch: ალავერდის მონასტერი), ein Symbol des georgischen Weinbaus, ist auf der Vorderseite abgebildet. Alaverdi ist ein georgisches ostorthodoxes Kloster in der Region Kachetien im Osten Georgiens. Während Teile des Klosters auf das 6. Jahrhundert zurückgehen, wurde die heutige Kathedrale des Heiligen Georg im 11. Jahrhundert erbaut. Im Herzen der ältesten Weinbauregion der Welt gelegen, stellen die Mönche auch ihren eigenen Wein her, der als Alaverdi-Klosterkeller bekannt ist und auf das 10. bis 12. Jahrhundert zurückgeht. Das Kloster Alaverdi im Osten Georgiens. Vor der Klosterkathedrale auf dem Schein sehen wir Kvevri (große Steingutgefäße, die für die Gärung, Lagerung und Reifung des traditionellen georgischen Weins verwendet werden), Krüge und Trauben. Oben rechts befindet sich ein farbwechselndes, holografisches Sicherheitsmerkmal unseres Planeten sowie einen georgischen Text, der übersetzt „Du bist der Weinberg“ bedeutet und ausgewählt wurde, weil er aus drei Worten besteht, die die Heilige Dreifaltigkeit symbolisieren. Der georgische Satz besteht aus 12 Buchstaben, die für die 12 Apostel Jesu Christi stehen. Unten steht der englische Text [übersetzt]: „8000 JAHRE WEINANBAU FEIERN“. Unterzeichnet ist die Note vom Vorsitzenden der Royal Joh. Enschede („President“), Gelmer Leibrandt und Jochen Winkels („Secretary“). Auf der Rückseite sind Kvevri und das Kloster David  Gareji abgebildet. David  Gareji ist ein sehr wichtiges Kloster in der Geschichte Georgiens. Der Sohn von David dem Baumeister, König Demetrius I., der der Autor von „Du bist der Weinberg“ ist, komponierte diese Hymne im Kloster. In der Mitte ist ein Kvevri mit einem Mann dargestellt, der ihn umarmt. Außerdem sind drei Weintrauben und drei Blätter abgebildet, ebenfalls Symbole der Heiligen Dreifaltigkeit. Zur Einweihung des Sammlerscheins organisierte TRESURIUM eine zweitägige Veranstaltung. Am 26. September 2024 fand eine georgische Weinverkostung und -präsentation in der historischen Weinhöhle von Château Neercanne statt, einem geschichtsträchtigen europäischen Ort, an dem niederländische Königin Beatrix 1992 die zwölf europäischen Staats- und Regierungschefs zu einem Abendessen zum Vertrag von Maastricht empfing, um die Geburtsstunde des Euro zu feiern. Am 27. September 2024, zeitgleich mit der Eröffnung der Internationalen Geldmesse MIF im MECC Congress Center in Maastricht, präsentierte TREASURIUM offiziell die georgische Euro-Sammelnote in Anwesenheit georgischer und niederländischer Delegationen. Der stellvertretende Bürgermeister von Maastricht, John Aarts, erhielt den Schein mit der Nummer 001992 vom georgischen Botschafter in den Niederlanden. Bei der Präsentation war der georgische Leiter der EU-Mission, Vakthang Makharoblishvili, anwesend, der auch als Botschafter Georgiens für das Königreich Belgien und das Herzogtum Luxemburg tätig ist. Eine beträchtliche Anzahl von Sammlernoten wird als diplomatische Geschenke benutzt. Ein Schein mit Grading soll in einer Spink-Auktion im Dezember angeboten werden. Die Verfügbarkeit und der Verkauf an Sammler sind noch nicht bekannt gegeben worden. Ein neues Kapitel hat begonnen: Die Entwicklung der Null-Euro-Banknoten Wie wir oben gelesen haben, hat mit diesem georgischen Sammlerschein die zweite Generation der „Null-Euro-Banknoten“ begonnen. Die Designer sind nun nicht mehr durch die Null-Stückelung und die violette Farbe eingeschränkt. TREASURIUM hat eine neue Euro-Vorlage für die so genannte flexible Generation entwickelt. Sie besteht aus einem echten Wasserzeichen, einer Taube (abgebildet). Das Banknotenpapier ist von hoher Qualität, wird von der Banknotenpapierfabrik Radium in Slowenien hergestellt und enthält einen echten Sicherheitsfaden. Donald Ludwig Anmerkung der Redaktion Natürlich handelt es sich um keine Banknote und auch um keine Note, so dürfen sich nur Geldscheine nennen, die von einer konzessionierten Notenbank ausgegeben wurden. Es handelt sich schlicht und ergreifend, wie der Autor bereits erwähnte, um das erste Exemplar einer nächsten Generation von „0-Euro-Souvenirscheinen“, nur dass die jetzt nicht mehr an die Null und an die violette Farbe gebunden ist. Das wird heftig zur allgemeinen Verwirrung auf dem Sammlermarkt beitragen, die bereits durch eine Präsentation mit „offiziellen Vertretern“ eingeläutet wurde. Geldscheinsammler sollten sich auf echte Geldscheine konzentrieren und sog. „Sammlerscheine“ ganz nüchtern als das betrachten, was sie in diesem Fall sind: Fantasieprodukte, die kein Geld sind und nie Geld sein werden, aber um Geld damit zu verdienen an Sammler von Geld für echtes Geld verkauft werden. Dass das „Kunstprodukt“ Euro sich jetzt auch Fantasiescheinen in Euro-Währung mit der Angabe von Nennwerten geöffnet hat, stimmt sehr nachdenklich. Ich bin gespannt, wann mit den ersten Euro-Souvenirscheinen der Zweiten Generation versucht wird, in Supermärkten zu bezahlen oder für „8000 Euro“ einen Luxusurlaub im Reisebüro zu buchen. Wenn das erst der Anfang ist, dann gilt es Schlimmes zu befürchten, etwa eine Flut von „Euro-Noten“ mit Nennwerten in unterschiedlichsten farblichen Gestaltungen aus allen Teilen der Welt. Wie schon bei den von einschlägigen Firmen vertriebenen sog. „Sammlermünzen", die in Wahrheit nichts anderes als fantasiereiche Medaillen sind, besteht nun auch beim Papiergeld die Gefahr, dass der Sammlermarkt nachhaltigen Schaden nimmt, weil gutgläubige Sammler geprellt werden. Viel Spaß bei Sammeln echten Papiergelds wünscht die Redaktion! Hans-Ludwig Grabowski

  • Bangladesch: Porträt des „Vaters der Nation“ wird auf allen Banknoten ersetzt

    Die von Muhammad Yunus geführte Übergangsregierung in Bangladesch hat die Zentralbank angewiesen, neu gestaltete Banknoten einzuführen, auf denen das Porträt von Scheich Mujibur Rahman, dem Gründungspräsidenten des Landes und „Vater der Nation“, nicht mehr zu sehen ist. Nach Angaben der Bangladesh Bank werden die Banknoten zu 20, 100, 500 und 1000 Taka auf Anweisung der Übergangsregierung gedruckt. Zunächst wird das Design der vier Scheine geändert, die anderen werden dann schrittweise umgestaltet. Die derzeitige 100-Taka-Banknote mit dem Porträt von Scheich Mujibur Rahman. Nach der im September getroffenen Entscheidung werden die neuen Banknoten innerhalb von sechs Monaten in Umlauf gebracht. Sie werden Motive aufweisen, die vom Aufstand im Juli 2024 inspiriert sind, in dessen Folge die von Sheikh Hasina geführte Awami-Liga-Regierung im August abgesetzt wurde. Religiöse Strukturen, bengalische Traditionen und „Graffiti“, die während des Aufstandes im Juli gezeichnet wurden, werden auf den neuen Banknoten zu sehen sein, so die Bank. Scheich Mujibur Rahman (1920-1975), „Vater der Nation“. Mujibur Rahman wurde am 15. August 1975 bei einen Militärputsch ermordet. Sein Erbe wurde während der Proteste angegriffen, die sich zunächst gegen eine umstrittene Beschäftigungsquote richteten. Statuen und Wandgemälde mit seinem Bildnis wurden beschädigt, während seine Tochter nach Indien floh und Berichten zufolge immer noch dort lebt. In jüngsten Äußerungen hat sie Yunus direkt vorgeworfen, er habe es versäumt, die Minderheiten, einschließlich der Hindus, zu schützen. Das Internationale Tribunal für Verbrechen in Bangladesch hat ihre Äußerungen als Hassrede bezeichnet, und die Staatsführung des Landes erklärte, dass eine Verleumdungskampagne gegen die Regierung Yunus im Gange sei. Seit die geschäftsführende Regierung die Macht übernommen hat, wurden mehrere symbolische Darstellungen von Scheich Mujibur Rahman entfernt, darunter auch sein Porträt in der Residenz des Präsidenten. Feiertage, die mit ihm in Verbindung stehen, wurden gestrichen, und bei Protesten wurden Statuen umgestürzt und Wandmalereien verunstaltet. Die Entwürfe der neuen Banknoten werden hier vorgestellt, sobald sie verfügbar sind. Donald Ludwig

  • Belarus: Gedenkbanknote zum „80. Jahrestag des Großen Sieges“

    Am 31. März 2025 gab die Nationalbank der Republik Belarus (Weißrussland) anlässlich des 80. Jahrestages des Sieges der Sowjetunion im „Großen Vaterländischen Krieg“ (dem Zweiten Weltkrieg) Gedenkmünzen und eine Gedenkbanknote heraus. Die belarussische Regierung veranstaltet in diesem Jahr große Feierlichkeiten zum 80. Jahrestag der Niederlage Deutschlands im Zweiten Weltkrieg. Die Gedenkbanknote „80 год Перамогі савецкага народа ў Вялікай Айчыннай вайне“ (80 Jahre Sieg des belarussischen Volkes im Großen Vaterländischen Krieg) hat einen Nennwert von 80 Rubel. Es wurden 80000 Stück ausgegeben. Auf der Vorderseite der überwiegend rosafarbenen Banknote sind das Denkmal für den Mut der Brester Festung, die Skulptur des Vaterlands, architektonische Bauwerke und für Belarus bedeutende Friedenssymbole abgebildet. Auf der Rückseite sind die Hand einer Mutter, die die Hand eines Kindes hält, vor dem Hintergrund des des Minsker Tors, einer Apfelblüte und aufsteigenden Störchen abgebildet. Derzeit sind in Belarus Banknoten im Wert von 5, 10, 20, 50, 100, 200 und 500 Rubel sowie Münzen im Wert von 1, 2, 5, 10, 20 und 50 Kopeken sowie 1 und 2 Rubel in Umlauf. Der 80-Rubel-Schein ist damit eine neue Stückelung für das Land. Anmerkung: Obwohl in den Pressemitteilungen der 31. März 2025 als Ausgabedatum für die Gedenkbanknote und die Gedenkmünzen angegeben wurde, wurden sie von der Nationalbank erst am 8. Mai 2025 an Sammler ausgegeben. Donald Ludwig

  • „IBNS Banknote of the Year Award 2024“... und der Gewinner ist: Bermuda

    Die Bermuda Monetary Authority (BMA) wurde von der International Bank Note Society mit dem prestigeträchtigen „Bank Note of the Year Award 2024“ ausgezeichnet. 21 Banknoten waren für diese Auszeichnung nominiert. Der Gewinner und überwältigende Favorit war die 5-Dollars-Banknote, die im November 2024 auf Bermuda ausgegeben wurde. Diese Banknote wurde von De La Rue auf ihrem Safeguard®-Polymersubstrat gedruckt. Die Vorderseite dieser überwiegend rosafarbenen Banknote mit violetten Akzenten zeigt einen blauen Marlin, Delfine und Thunfische sowie ein Profil von König Charles III. Die Rückseite der vertikal gestalteten Note zeigt Schmetterlinge, Flora, die Horseshoe Bay und ein Boot, das unter der Somerset Bridge hindurchfährt. Weitere Einzelheiten zu dieser Banknote finden Sie HIER und HIER . Interessant ist auch, dass die 2-Dollars-Polymerbanknote von Bermuda als „ Die Banknote des Jahres 2024 “ von Lesern dieses Online-Blogs und der Zeitschrift „Münzen & Sammeln“ gewählt wurde. Damit gehen beide Preise an Banknoten aus Bermuda. Der zweite Platz ging an die japanische 1000-Yen-Banknote, die den Bakteriologen Kitasato Shibasaburo und die „Große Welle von Kanagawa“ zeigt. Weitere Einzelheiten zu dieser Banknote finden Sie HIER und HIER . Der dritte Platz ging an die chinesische 20-Yuan-Banknote, auf der Drachen und Kinder abgebildet sind. Weitere Einzelheiten zu dieser Banknote finden Sie HIER . Die neue 500-Piso-Polymerbanknote der Philippinen (siehe HIER und HIER ) und die neue 50-Pfund-Polymerbanknote Englands, auf der König Charles III. abgebildet ist, vervollständigen die Top Five. Herzlichen Glückwunsch an alle! Sind Sie IBNS-Mitglied? Wenn nicht, treten Sie HIER bei! Donald Ludwig ( polymernotes.com )

  • Mexiko gibt eine Gedenkserie „100 Jahre Banco de México“ heraus

    Am 25. August 2025 gab die Banco de México überdruckte Versionen ihrer aktuellen Banknoten in den Nennwerten zu 50, 100, 200, 500 und 1000 Pesos heraus, um den 100. Jahrestag ihrer Gründung zu feiern. Die 50- und 100-Pesos-Banknoten sind Polymer-, die höheren Stückelungen Papierbanknoten. Die Gestaltungen der Gedenkbanknoten entspricht denen der derzeit im Umlauf befindlichen Banknoten, nur ergänzt um den Gedenküberdruck „100 Aniversario / 1925 – 2025“. Der Überdruck befindet sich unterhalb des Banklogos auf der Vorderseite jeder Banknote. Die 20-Pesos-Polymerbanknote wurde nicht überdruckt. Diese Gedenkbanknoten werden nur für einen begrenzten Zeitraum ausgegeben. Donald Ludwig ( polymernotes.com )

  • Syrien führt eine „neue Währung“ ein

    Am 31. Dezember 2025 erließ der syrische Interimspräsident Ahmad al-Sharaa das Dekret Nr. 293 von 2025, in dem die Einführung der neuen syrischen Landeswährung mit Wirkung zum 1. Januar 2026 festgelegt wurde. Zwei Tage zuvor waren die neuen Banknoten des Landes vorgestellt worden. Die neue Währungsserie umfasst Stückelungen von 10, 25, 50, 100, 200 und 500 „neuen“ syrischen Pfund. Gemäß Dekret werden die bestehenden syrischen Banknoten, die als „alte syrische Währung“ bezeichnet werden, nach einem von der syrischen Zentralbank festgelegten Zeitplan und über bestimmte Umtauschstellen schrittweise aus dem Umlauf genommen: innerhalb von 90 Tagen, mit einer möglichen Verlängerung. Der Erlass sieht vor, dass die neuen Banknoten, die „neue syrische Währung“, durch Streichung von zwei Nullen aus dem Nennwert der aus dem Verkehr gezogenen alten Währung ausgegeben werden. Deswegen entsprechen 100 syrische Pfund der alten Währung einem syrischen Pfund der neuen Währung. Der Erlass legt auch die kleinste Einheit des syrischen Pfunds als Qirsh fest, wobei 100 Qirsh einem syrischen Pfund im neuen Währungssystem entsprechen. Die neu gestalteten Banknoten zeigen landwirtschaftliche Symbole wie Rosen, Weizen, Oliven, Orangen und Maulbeeren, für die Syrien bekannt ist, und ersetzen damit politische Motive. Eine erste Ankündigung über die bevorstehende neue Serie wurde HIER in unserem Online-Blog veröffentlicht. Während der in der Verordnung festgelegten Übergangsphase werden sowohl die alte als auch die neue Währung gleichzeitig im Umlauf sein und den gleichen Status als gesetzliches Zahlungsmittel haben. Nach Ablauf der Umtauschfristen verliert die alte syrische Währung ihren Status als gesetzliches Zahlungsmittel, wird aus dem Umlauf genommen und ist dann für Finanztransaktionen ungültig. Die monetären und finanziellen Auswirkungen des Umtauschprozesses gelten für alle Preise von Waren und Dienstleistungen, Löhne, Gehälter, Transaktionen und finanziellen Verpflichtungen aller Art und Herkunft, unabhängig davon, ob sie rechtlicher, gerichtlicher, administrativer, vertraglicher oder steuerlicher Natur sind, gemäß dem in der Verordnung festgelegten Umtauschstandard. Alle öffentlichen und privaten Einrichtungen sind verpflichtet, während der Übergangszeit Geldbeträge sowohl in der alten als auch in der neuen Währung anzuzeigen. Donald Ludwig

  • Norddeutsches Papiergeld-Sammlertreffen am Samstag, den 30. Mai 2026 in Oberaula

    Das Norddeutsche Papiergeld-Sammlertreffen ist umgezogen: Es findet dieses Jahr am Samstag, den 30. Mai 2026 in Oberaula in Hessen statt. Grund für den Umzug ist die zentrale Lage Oberaulas in der Mitte Deutschlands, die eine bessere Anreise ermöglichen soll. Beginn ist wieder 10:00 Uhr mit Börse und Fachsimpelei. Die Besucher erwartet ein vielfältiges Angebot an Banknoten Deutschland und Welt sowie Notgeld. Ab 17:00 Uhr sind Vorträge geplant. Sammler und Händler sind willkommen, Händler- und Sammlertische sind noch verfügbar. Teilnehmer melden sich bitte an bei Hugo Schneider: schneider.hugo@gmx.de Veranstaltungsort: Park-Hotel Zum Stern, Hersfelder Straße 1, 36280 Oberaula. Parkplätze vorhanden. PKW: A4/A5/A7 Abfahrt Kirchheim. ÖPNV: Zug bis Bad Hersfeld, dann Bus. Dr. Sven Gerhard

  • Münzabbildungen auf Geldscheinen

    Viele Sammler von Geldscheinen legen sich als Beiwerk gern Dinge ins Album, die mit Geldscheinen im weitesten Sinne in Verbindung stehen. Das Material ist vielfältig und scheinbar unerschöpflich. Wir kennen Banknoten u. a. als Toilettenpapier, Schwämme, Handtücher, auf Streichholzheftchen, Postkarten und Telefonkarten, und – da grafisch oft anspruchsvoll – wohl am beliebtesten auf Briefmarken. Abb. 1: Block der Russischen Post von 2015 – 3 x 40 Rubel mit dem Porträt von Jewgeni Iwanowitsch Lamanski (russisch : Евгений Иванович Ламанский) 1825–1902, er war ein russischer Bankier und Direktor der Staatsbank des Russischen Reiches von 1867 bis 1881. In einigen Ländern bildete man aber Münzen auf Geldscheinen ab. Die Auswahl hier beschränkt sich jedoch auf Beispiele und soll Sammler anregen, sich auch mit diesem Nebengebiet der Notaphilie zu beschäftigen. Oftmals wurden antike Münzen abgebildet, die damit auf die lange Geschichte ihrer Länder hinweisen sollen. In den meisten Fällen wurden originale Münzen real dargestellt; es kommen aber auch zeichnerisch nachempfundene Abbildungen vor. Abb. 2: 20 Złotych 1994, Rs., Banknote der Polnischen Nationalbank mit einem abgebildeten silbernen Denar aus der Zeit von Bolesław I. Chrobry: Silhouette eines Vogels mit der Umschrift PRINCES POLONIE (auch der 10-Zl.-Schein aus dieser Banknotenserie zeigt einen Denar. Abb. 3: 5 Dollars 1886, Rs., Silver Certificate (US-Schatzamt) mit abgebildeten fünf Silbermünzen – 2 x 2 Rückseiten und 1 Vorderseite des sog. Morgan-Dollars; auf den kalifornischen sog. Gold-Nationalbank-Noten ab 1870 sind auf den Rückseiten mehrere Goldmünzen zu 1, 2½, 5, 10 und 20 $ abgebildet; eine 25-Cents-Münze ist auf einem 25-Cents-Schein 1839 des Bankbüros von George F. Hupp Winchester, Virginia, und eine 50-Cents-Münze auf einem 50-Cents-Schein der Lumbermen‘s Bank at Warren abgebildet. Abb. 4: 1 Gulden 15. Juni 1940, Rs., Muntbiljet mit abgebildeter 1-Gulden-Silbermünze – während des Zweiten Weltkriegs gab Niederländisch-Indien, das zu dieser Zeit vom Mutterland abgeschnitten war, aufgrund des Silbermangels entsprechende Geldscheine heraus. Abb. 5: 1 Riyal 1984, Vs., Banknote des saudi-arabischen Währungsamts mit der Abbildung eines ähnlich goldenen Dinars aus dem Umayyad Kalifat – die Nachfolger-Banknoten zeigen neben König Abdullah bin Abdul Aziz al-Saud die Vorderseite der ersten islamischen Münze. Abb. 6: 20 Yen 1873, Rs., Banknote des japanischen Finanzministeriums mit Vorder- und Rückseite einer goldenen 2-Yen-Münze von 1870. Abb. 7: 1 Rupee (1935), Vs., Geldschein des Government of India mit Wertangabe in acht indischen Sprachen; die silberne 1-Rupie-Münze von 1917 zeigt König Georg V. als Kaiser von Indien auf der Vorderseite – ähnlich den ¼-Rupie- und ½-Rupie-Münzen. Abb. 8: 50 Drachmai 1. Februar 1943, Rs., Banknote der Bank von Griechenland mit der Abbildung einer silbernen Didrachme des griechisch-mazedonischen Bundes Epeiros aus der Zeit 232–168 v. Chr. – Vs. Zeus und Dione, Rs. Stier und ΑΠΕΙ / ΡΩΤΑΝ (Herkunftsort); während der Hyperinflation wurden weitere Banknoten mit Münzabbildungen ausgegeben – z. B. 5 Mio. Drachmen vom 19. September 1944 oder 100 Mio. Drachmai vom 20. Oktober 1944 mit einer Dekradrachme aus Syrakus auf der Vorderseite. Abb. 9: 0,50 Franc 1917, Vs., Kassenbon der französisch-westafrikanischen Kolonialregierung/Senegal mit Vorder- und Rückseite einer gezeichneten silbernen 50-Centimes-Münze ohne Jahreszahl; ähnliche Ausgaben gibt es für die französischen Kolonien Dahomey, Elfenbeiküste und Guinea (1 und 2 Fr.). Abb. 10: 1 Peso 6. Dezember 1913, Rs., Banknote der Nationalbank von Mexiko mit einer abgebildeten silbernen 1-Peso-Münze von 1881, Vorder- und Rückseite. Abb. 11: 1 Afghani 1984, Vs., Banknote der afghanistanischen Zentralbank mit der Abbildung des Banklogos auf den Banknoten der Serien von 1979 bis 2022; im Logo der 1939 gegründeten Bank ist die Rückseite der angeblich größten antiken Goldmünze zu 20 Stater enthalten; sie wurde zwischen 171 und 145 v. Chr. im Gebiet des heutigen Afghanistan geprägt und zeigt die griechische Inschrift ΒΑΣΙΛΕΩΣ ΜΕΓΑΛΟΥ / ΕΥΚΡΑΤΙΔΟΥ. Abb. 12: 1000 Dollar 1. Januar 2012, Rs., Banknote der Standard Chartered Bank Ltd. mit der Abbildung der Vorderseite eines bronzenen Cash Token aus der chinesischen Tang Dynastie (732–907 n. Chr.) mit der Inschrift Kaiyuan Tongbao. Abb. 13: 500 Dram 1993, Vs., Banknote der Zentralbank von Armenien, abgebildet ist das Porträt von König Tigranes II. dem Großen auf der Vorderseite einer silbernen Tetradrachme aus der Zeit etwa 95 bis 55 v. Chr.; auch die Vorderseite der 100.000-Dram-Banknote von 2009 zeigt eine antike Münze: silberne Drachme vom Typ „Napki“ – 475 bis 576 n. Chr. für die Westprovinzen der Hephthaliten geprägt. Angeblich bildete man lt. Wikipedia auf den 1-Rupien-Scheinen für Niederländisch-Indien eine wertgleiche 1-Rupien-Münze ab und wollte damit der größtenteils analphabetischen Bevölkerung helfen, den Wert der Muntbiljets zu erkennen. Möglicherweise gab es gleiche Überlegungen bei der Anfertigung der britisch-indischen 1-Rupien-Scheine von 1935 (Abb. 7), bei den Kassenbons der afrikanischen Kolonien Frankreichs (Abb. 9) und bei den Banknoten Mexikos (Abb. 10). Anders bei dem abgebildeten Schein zu 5 Dollars (Abb. 3): Statistiken geben etwa nur 15 Prozent Analphabeten für 1886 in den USA an. Deshalb gab es beim Bureau of Engraving an Printing (BEP) keine ähnlichen Überlegungen. Nicht nur auf Banknoten wurden alte und zeitgenössische Münzen abgebildet – auch auf Faltblättern für Gedenkmünzen findet man Münzabbildungen. Die Royal Australian Mint gab 2013 eine Serie anlässlich des Centenary of Banknotes von 2 x 20 Cents und 1 x 50 Cents aus: 20 Cents 2013/5 Pounds 1913 = Flussverlauf des Hawkesbury River, 20 Cents 2013/10 Shillings 1913 = Goulburn Weir, die Wehranlage am Goulburn River, 50 Cents 2013/1 Pound1913 = Victoria Hill Quartz Mine in Bendigo. Die Gedenkausgabe kombinierte somit historische australische Banknotenmotive mit Sujets auf Rückseiten der 2013-er Münzen. Bei der Dezimalisierung der australischen Währung wechselte man 1966 1 Australisches Pfund in 2 Australische Dollars. Abb. 14: Ausschnitt des Folders mit drei Münzen von 2013; hier wurde eine 20-Cents-Münze abgebildet, die den Hawkesbury River zeigt, und an die Ausgabe des 5-Pfund-Scheins von 1913 erinnert; dort ist auf der Rückseite ebenfalls ein ähnliches Motiv zu sehen. Häufig verwendet wurden spanische 8-Reales-Münzen aus der Zeit von 1791 bis 1808 als Illustration auf sog. "Wildkatzen-Banknoten" (Wildcat Notes). Diese Münzen liefen in den frühen USA um und wurden als „Spanish Dollars“ bezeichnet. Nicht nur in Neuengland wurden die 8-Reales-Münzen mitunter beschnitten und man erhielt dadurch Klein- bzw. Wechselgeld. Ein Real wurde umgangssprachlich als „Bit“ bezeichnet (= 12 ½ Cents), „two bits“ galten einen Vierteldollar, 4 Reales = ½ Dollar und 8 Reales = 1 Dollar. Ein Real bzw. mehrere Reales wurden auf 5-, 3-, 2- und 1 Dollar-Scheinen abgebildet, kommen aber auch auf Scheinen zu 50, 37 ½, 25 und hauptsächlich zu 12 ½ Cents vor – Beispiele: Abb. 15: 5 Dollars 1.Mai 1841, Vs., Manhattan Bank Ohio, abgebildet sind fünf Rückseiten der 8-Reales-Münzen von 1806; das Motiv der spanisch-amerikanischen Silbermünze findet man auf weiteren sog. Wildcat-Banknoten und Privatausgaben: 3 Dollars 1837 Dixon Hotel Co. Illinois, 2 Dollars 1856 Thames Bank Laurel Indiana, 1 Dollar 1861 Corporation of Richmond Virginia, 50 Cents 1861 Bank of Tennessee Nashville, 37 ½ Cents 1837 Whaling, Sealing & Manufacturing Co. Newark New Jersey, 25 Cents 1841 Manchester Insurance Co., 12 ½ Cents 1816 Union Bank of Maryland Baltimore. Schlussendlich kann man die Fantasiescheine mit einer Fantasiemünze nicht außer Acht lassen: die nicht offiziellen Geldzeichen der Kryptowährung „Bitcoin“. Das 2007 erfundene und 2009 bekannt gemachte digitale Geld kennt keine physischen Geldscheine und Münzen. Als Geldeinnahme wurden für Sammlerzwecke jedoch Scheine und Marken erdacht, die online und offline zum Kauf angeboten werden. Es existieren goldüberzogene Bitcoin-Münzen und vergoldete Bitcoin-Scheine und sogar Bitcoin-Spielgeldscheine. Abb. 16: 100 Bits 2009, Vs., abgebildet ist eine Bitcoin-Marke, die das ausgedachte Bitcoin-Logo zeigt; es gibt grafisch unterschiedliche 1-Bitcoin-Scheine aus verschiedenen Jahren, so den Einer von 2022, der an die erste Mondlandung erinnert und als "Moon Money" bezeichnet wird – bemerkenswert sind die 5-Millibit-Bitcoin-Noten (= 0,005 BTC) schweizer Herkunft von 2022, die 10.000-Satoshi-Scheine von 2025 „im Wert“ von 0,0001 Bitcoin (BTC), vergoldete 1-Mio.-Dollars-Scheine mit Bitcoin-Motiv und die Bitcoin-Bündel mit Banderolen; Bildbelege von Bitcoin-Scheinen und Bitcoin-Münzen gibt es zu Dutzenden. Auch von anderen Krypto-Währungen gibt es Fantasiescheine, z. B. Ethereum Goldfolie-ETH-Scheine von 2015 oder 1-, 5-, 10-, 20-, 50- und 100-ETH-Scheine sowie 1 Mio. Drops 2012 von Ripple (XRP), 1000 Lites 2014 von Litecoin (LTC), Xcoins and Dark Coins 2014 von Dash (DASH) oder 1 Zeg 2016 von Zcash (ZEC). Michael H. Schöne Quellen: https://auction.sedwickcoins.com https://de.numista.com https://de.wikipedia.org https://enumizmatyczny.pl https://nl.wikipedia.org https://www.ansichtskartenversand.com https://www.businesswire.com https://www.coinarchives.com https://www.coinbooks.org https://www.ebay.de https://www.pmgnotes.com https://www.ragoarts.com

  • Leserpost: Geldscheinfund

    Sehr geehrte Damen und Herren, beim Umzug meiner Mutter habe ich in einem Kuvert die Banknoten im Anhang gefunden. Haben diese einen Sammlerwert?  Danke Ihnen im Voraus für eine Rückmeldung! L. Baruzzo Antwort der Redaktion: Hallo Herr Baruzzo. Bei dem 1000-Dollars-Schein der Konföderierten Staaten von Amerika aus dem Jahr 1861 handelt es sich leider um kein Original (siehe Abb.), sondern um einen einfachen Nachdruck. Original zu 1000 Dollars der Konföderierten Staaten von Amerika vom 28. Mai 1861, Vorderseite. Abb. PMG. 1000 Dollars der Konföderierten Staaten von Amerika Von diesem Tausender wurden lediglich 607 Exemplare ausgegeben. Die Vorderseite zeigt links ein Porträt von John Caldwell Calhoun und rechts eines von Präsident Andrew Jackson. Die Konföderierten Staaten gaben ihr erstes Papiergeld im April 1861 in Montgomery in Alabama heraus, als die Konföderation gerade einmal zwei Monate alt war und der Ausbruch des Bürgerkriegs unmittelbar bevorstand. Anfangs wurde die Währung der Konföderierten im gesamten Süden als Zahlungsmittel mit hoher Kaufkraft akzeptiert. Im Verlauf des Krieges nahm jedoch das Vertrauen in den Erfolg der Konföderierten ab, die Menge an Papiergeld zu und die Einlösungsdaten wurden immer weiter in die Zukunft verschoben. Die Südstaaten-Währung verlor immer mehr an Wert und es kam zu einem für Inflationen typischen Preisanstieg. Dies war zum Teil auch darauf zurückzuführen, dass die Union gefälschte Konföderationswährung druckte. Am Ende des Krieges war die Währung der Südstaaten praktisch wertlos geworden. Als die Konföderation dann als politische Einheit aufhörte zu existieren, verlor das Geld schließlich seinen gesamten Wert. Fast alle in Montgomery ausgegebenen Scheine, so auch Ihr Nachdruck und das abgebildete Original, tragen die Unterschriften von Alex B. Clitherall (Register) und E. C. Elmore (Treasurer). Bei den Originalen handelt es sich allerdings um Handunterschriften und bei dem Nachdruck um gedruckte Faksimile-Unterschriften. Die in der ursprünglichen Hauptstadt der Südstaaten Montgomery ausgegebenen Scheine zu 50, 100, 500 und 1000 Dollars sind Beispiele für Gravur- und Druckkunst von höchster Qualität. Im direkten Vergleich mit Ihrem einfachen Nachdruck werden die Unterscheide sehr deutlich, was sich nicht nur auf den beim Nachdruck fehlenden grünen Unterdruck bezieht, sondern auch auf die Qualität der Porträts und die gesamte Ausführung. Als die Regierung der Konföderation nach Richmond in Virginia verlegt wurde, waren qualifizierte Graveure und Drucker schwer zu finden und die Druckqualität der Scheine der Konföderierten nahm deutlich ab. Würde es sich bei Ihrem Schein um ein Original handeln, dann würde er einen stattlichen Sammlerwert besitzen, der in einer gebrauchten Erhaltung immer noch bei einigen Zigtausend Dollars läge. So kann hier leider kein verifizierbarer Wert angegeben werden. 100 Dinars von Jugoslawien Bei dem zweiten Schein handelt es sich um einen Hunderter der Nationalbank der Föderativen Republik Jugoslawien vom 1. Mai 1955. Diese Scheine kamen ab 25. April 1957 in Umlauf. In gleicher Gestaltung und mit gleichem Datum dann ab 1964 von der Nationalbank Jugoslawiens ausgegeben. Es handelt sich um den kleinsten Wert einer Serie Banknoten in Beträgen zu 100, 500, 1000 und 5000 Dinars, der ab der Serie 1965 entfiel. Diese Scheine sind sehr häufig und selbst in druckfrischer Qualität nur wenige Euro wert. Ihr sehr stark gebrauchter Schein besitzt deshalb praktisch keinen Sammlerwert. Mit den besten Grüßen Hans-Ludwig Besler (Grabowski)

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